Letzte Woche Mittwoch hab ich ja den Vortrag über Comenius gehalten. Anschließend bin ich Donnerstag nach Hause, hatte einiges zu tun, mich da bei irgendwem angesteckt, und hab Sonntag recht verschnupft ein Konzert gespielt. Montag bin ich dann wieder hier angekommen und hab mir erstmal zwei Tage frei genommen zum Auskurieren, morgen gehts wieder los. D.h. schon heute abend mit ein wenig Üben für die Duoprobe morgen und mit dem Zusammenstellen eines Merkblattes über Comenius. Das geb ich auch an den Blog weiter, die Biographie hab ich für den Blog mal ausgeschrieben und etwas erweitert. Schittebön.
Comenius ist 1592 in Mähren geboren. Mit 16 Jahren ging er erst zur Schule, etwa von 19 bis 23 Jahren studierte er in Deutschland. Kam wieder zurück und wurde 1616 in Fulnek ordiniert (1632 dann zum Bischof). Die Brüderunität, in der er schon aufwuchs (früh verwaist), wurde 1608 offiziell anerkannt, da dem Kaiser allmählich die Macht schwand, machte er Zugeständnisse. 1618 wars mit der Macht ganz vorbei, allerdings führte die Revolte in Prag nur zur Unterstützung des Kaisers aus Österreich-Ungarn, diese formalen Religionskriege wurden die nächsten 30 Jahre an ganz verschiedenen Orten Europas ausgefochten. Die Brüderunität war also ab 1621 verboten und 1627 flüchtete er mit der ganzen Gemeinde über Görlitz und Berlin, bis er sich 1628 in Lissa (Westpolen) niederließ. Dort wurde er Lehrer am Gymnasium und 1636 auch Leiter desselben. Bald nahm seine pädagogische Arbeit viel Raum ein – er ließ sich zwischenzeitlich von seinem Bischofsamt von den in Mähren zurückgebliebenen Brüdern freistellen – und er hatte in ganz Europa, vorallem aber im deutschsprachigen Raum viele Kontakte zu bedeutenden Gelehrten. Ab 1641 hatte er mehrmonatige Aufenthalte in London, Niederlanden, Deutschland, Sárospatak (Ungarn) und Elbing (bei Danzig), wo er gebeten wurde seine Ideen umzusetzen. Auch um Magdeburg und bei anderen Fürsten wurden seine Vorschläge formal umgesetzt – mangels schlechter Lehrerausbildung und zu kleinem, sowie manchmal zu kurzem Einfluss der Fürsten gab es wenig nachhaltige Erfolge (zu recht wurde er wohl auch seines Idealismus’ belächelt). Trotzdem hat er den Begriff Pädagogik geprägt, alle Anfänge davor waren nicht so umfassend und tiefgehend wie seine Konzepte.
Voraussetzungen
- die Welt empfand er als Labyrinth und aus den Fugen geraten (30-jähriger Krieg)
- Ziel: Von wirrer Vielheit zur Einheit, d.h. Gott
- Leben ist Vorbereitung aufs Jenseits (analog zur Kindheit als Vorbereitung auf Erwachsenenleben)
- Verfehlung nicht durch Unsittlichkeit, sondern durch Unkenntnis und Trägheit
Forderungen
Universale und einheitliche Lehrbücher, Schulen (beide Geschlechter, alle soziale Stände), Kollegien und Sprache (Sprache ist Vielfalt, Gegenstände aber Einheit)
Schulplan
- 4 Schulen zu je 6 Jahren:
• „Mutterschule“ (Schulung der Sinne)
• „Muttersprachschule“ (breites Fächerangebot, auch handwerklich)
• „Lateinschule“ (Künste und Wissenschaften)
• „Hochschule“ (Willens- und Urteilsbildung)
- Berufung zum „Weltgelehrtenrat“ zur Vereinheitlichung der Erziehung
Unterrichtsmethode
- Alles zur rechten Zeit (vorsorglich ohne zu überfordern)
- Mit rechter Folge: Stoff vor Form (Merkstoff vor Zusammenhängen)
- zuerst Sinne, dann Gedächtnis, dann Verstehen, zuletzt Urteil
- Darstellung knapp und klar, ständig üben und wiederholen
- gründlich heißt: von innen verstehen und im Ganzen erleben
- keine verfrühten Zweifel, Widersprüche
- Schulen von Zerstreuung und Lärm fern halten, echte pädagogische Atmosphäre schaffen
- auch Sittsamkeit ist durch Vorbilder, guten Umgang und Zucht anzustreben
- Schulzucht soll bei Geistesbildung ganz und in sittlicher Erziehung soweit wie möglich ohne Schläge auskommen
- Hinwendung zu Gott ist Ziel der Geistesbildung und der sittlichen Erziehung
- Frömmigkeit ist nicht erziehbar, nur anzustreben
- „Was nicht zu Gott und dem künftigen Leben in Beziehung steht, das sei alles reine Eitelkeit“
Dienstag, 29. November 2011
Sonntag, 20. November 2011
Weiter geht die wilde Fahrt
Erfolgserlebnisse hab ich dies mal beim Üben, auch wenn ich weiter kritisch bleibe: es müsste mehr drin sein, auch mehr Übezeit. Aber wer weiß, vielleicht würde das Üben weniger produktiv werden, gebe ich ihm mehr Zeit.
Bin heut von der RegioKon zurückgekommen, war sehr gut. Hab mich gleich ins Bett und an den Computer gelegt, denn meine Füße taten (vom Spiel gestern?) weh und ich war schrecklich müde. War zusätzlich am Freitagabend statt beim Begrüßungsabend beim Geburtstag eines Kommilitonen, dadurch hatte ich nur 3,5h Schlaf. Aber es hat sich alles sehr gelohnt.
Morgen wirds dafür wieder voll, morgens (oder doch heut abend?) noch Theorie-HAn, dann Einspielen für den Akkordeon-Unterricht, abends Konzert der Schlagzeugklasse anhören und am Nachmittag will ich in 4h ein Referat basteln. Über Comenius. Soll ne knappe halbe Stunde Vortrag sein und ne Viertelstunde muss man ne Diskussion über die Pädagogik anzetteln. Muss mit Polylux oder Powerpoint begleitet werden, würde gern zweiteres nehmen, dafür sind 4h recht knapp bemessen.
Und zurück zur letzten Woche: War von Mittwochabend bis Freitagmorgen in Hannover, um zwei Konzerte anzuhören. Wen es interessiert, der kann sich auf NDRKultur am 4. Dez einen Mitschnitt anhören (hier ganz unten ab 22:05). Oder mich mal über Sofia Gubaidulina ausfragen, deren 80. Geburtstag dort gefeiert wurde. Ein Tag später war hier ein gutes Jazz-Konzert und am Montag wollte ich ins Konzert des Hochschulorchesters gehen. Allerdings mussten über hundert Besucher abgewiesen werden, weil der Saal nicht groß genug war. So saßen wir halt sehr lang in der Kneipe rum…
Ansonsten: Alltag. Eine Sache wollte ich noch erwähnen, von der ich gute Bilder wollte, was gar nicht so einfach ist. In Alexandertechnik hieß es dann einmal, stellt euch vor den Spiegel und schaut mal in euren Mund rein hinter das Zäpfchen. Alles, was ich gesehen habe, war etwa dies:

Dacht ich mir, das kanns nicht sein (und es bestätigte sich mal wieder, wie unflexibel ich mit meiner Zunge bin), und hab probiert, bis die Zunge unten lag und ich das Zäpfchen sehen konnte. Was ich nun im Spiegel sah, war noch lustiger (und deutlicher als man es auf dem Foto erkennen kann) – meine Zungenmuskel sind unterschiedlich stark ausgeprägt, ich bekomme nur eine Seite nach unten, während die andere höher bleibt:

Interessant. Seitdem spür ich auch, dass meine Zunge auf der rechten Seite immer gegen den Gaumen drückt. Werd ich mir wohl abgewöhnen.
Am Donnerstag gehts mal wieder kurz in die Heimat. Und der Sylvesterurlaub ist jetzt auch geplant, also bin ich auch zu Weihnachten nicht soo lang da. Aber man läuft sich ja sicher irgendwann wieder über die Füße…
(P.S.: Ist der Posttitel eigentlich ein literarisches Zitat?)
Bin heut von der RegioKon zurückgekommen, war sehr gut. Hab mich gleich ins Bett und an den Computer gelegt, denn meine Füße taten (vom Spiel gestern?) weh und ich war schrecklich müde. War zusätzlich am Freitagabend statt beim Begrüßungsabend beim Geburtstag eines Kommilitonen, dadurch hatte ich nur 3,5h Schlaf. Aber es hat sich alles sehr gelohnt.
Morgen wirds dafür wieder voll, morgens (oder doch heut abend?) noch Theorie-HAn, dann Einspielen für den Akkordeon-Unterricht, abends Konzert der Schlagzeugklasse anhören und am Nachmittag will ich in 4h ein Referat basteln. Über Comenius. Soll ne knappe halbe Stunde Vortrag sein und ne Viertelstunde muss man ne Diskussion über die Pädagogik anzetteln. Muss mit Polylux oder Powerpoint begleitet werden, würde gern zweiteres nehmen, dafür sind 4h recht knapp bemessen.
Und zurück zur letzten Woche: War von Mittwochabend bis Freitagmorgen in Hannover, um zwei Konzerte anzuhören. Wen es interessiert, der kann sich auf NDRKultur am 4. Dez einen Mitschnitt anhören (hier ganz unten ab 22:05). Oder mich mal über Sofia Gubaidulina ausfragen, deren 80. Geburtstag dort gefeiert wurde. Ein Tag später war hier ein gutes Jazz-Konzert und am Montag wollte ich ins Konzert des Hochschulorchesters gehen. Allerdings mussten über hundert Besucher abgewiesen werden, weil der Saal nicht groß genug war. So saßen wir halt sehr lang in der Kneipe rum…
Ansonsten: Alltag. Eine Sache wollte ich noch erwähnen, von der ich gute Bilder wollte, was gar nicht so einfach ist. In Alexandertechnik hieß es dann einmal, stellt euch vor den Spiegel und schaut mal in euren Mund rein hinter das Zäpfchen. Alles, was ich gesehen habe, war etwa dies:

Dacht ich mir, das kanns nicht sein (und es bestätigte sich mal wieder, wie unflexibel ich mit meiner Zunge bin), und hab probiert, bis die Zunge unten lag und ich das Zäpfchen sehen konnte. Was ich nun im Spiegel sah, war noch lustiger (und deutlicher als man es auf dem Foto erkennen kann) – meine Zungenmuskel sind unterschiedlich stark ausgeprägt, ich bekomme nur eine Seite nach unten, während die andere höher bleibt:

Interessant. Seitdem spür ich auch, dass meine Zunge auf der rechten Seite immer gegen den Gaumen drückt. Werd ich mir wohl abgewöhnen.
Am Donnerstag gehts mal wieder kurz in die Heimat. Und der Sylvesterurlaub ist jetzt auch geplant, also bin ich auch zu Weihnachten nicht soo lang da. Aber man läuft sich ja sicher irgendwann wieder über die Füße…
(P.S.: Ist der Posttitel eigentlich ein literarisches Zitat?)
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