Heut abend war ein Konzert in der Hochschule: Hayk Melikyan spielt Werke von Willy Weiner. Auch dieser war anwesend, dazu ein ebenfalls armenischer Moderator und jemand, der für Ton-, Video-, Fotoaufnahmen zuständig war. Der Kulturunterschied wurde auch recht deutlich durch allzu lange Reden und eine merkwürdige Verbindung aus Festlichkeit und Beiläufigkeit. Abgesehen davon war es mir wert genug, unerwartet Geld auszugeben für zwei CDs. Die Musik ist eine nette Mischung zwischen Folklore und klassischer Musik. Vom Klang her erinnert es mich an israelische Musik, Weiner ist auch Jude und wird von dem Jüdischen Kulturzentrum „Menora“ unterstützt.
Anschließend hatte ich noch nette Schwätzchen, bei denen ein Professor erwähnte, er findet es gut, dass ich so viel mitnehme. Ich hab ja schon letzte Woche bei Procol Harum teilgenommen. Und ich hatte mir ne Tagung in Köln angeschaut, die aber doch ziemlich langweilig war. Und heute hab ich mich angemeldet für einen Djembe-Workshop im Mai. Zwar nehme ich das selbstverständlich, aber anscheinend die anderen Studenten nicht so. Und mich bestätigt es grad im Gefühl, ich brauchte nächstes Jahr ne Auszeit. Die vier Jahre hier hab ich wohl eher in die Breite genutzt, als konzentriert gearbeitet. Nicht, dass ich diese Erfahrungen missen möchte, aber das Verarbeiten kommt noch zu kurz.
Noch zur Info: Meinem Knie gehts recht gut. Kann es wieder normal bewegen, schätzungsweise zwei Wochen noch bis alles überstanden ist. Wieder gerade sitzen zu können ist sehr erfreulich.
Dienstag, 9. April 2013
Sonntag, 7. April 2013
Sing on brightly
Gestern und vorgestern war ich bei einem tollen Konzert von Procol Harum. Zusammen mit der Generalprobe am Donnerstag hab ich dreimal die Lieder gehört mit Orchesterbegleitung und mit Singen der Kantorei. Es hat sich echt gelohnt! Ich war mir zuerst nicht sicher, ob ich schon Dienstag nach Ostern ne längere Probe haben will und im März proben… aber ne, das wars allemal wert. Anfangs dachte ich wieder, die regulären Chorsänger wären besser vorbereitet, konnte ja bei den ersten Proben nicht dabei sein. Aber im Endeffekt ist Rhythmus und Ausdruck wichtiger als schöner Klang… zumindest bei einem Rockkonzert. Es gab einige Rückmeldungen von Zuhörern, die begeistert waren. Nur etwas unangenehm war mir, als eine mich beglückwünschte und mir dann versicherte, dass sie mich rausgehört hätte, zum Beweis zeigte sie ihr Fernglas. Ok, ich habs drauf angelegt, aber bei den schiefen Tönen hofft man dann doch, dass der Techniker das Mikrophon runtergedreht hat. Dass das Ganze so n Spaß gemacht hat, lag nicht nur an Gary Brookers Stücken und den guten Arrangements, sondern vorallem an einem überaus inspirierenden Dirigenten, namens David Firman.
P.S.: Wem das alles nichts sagt: Vielen aus dem Chor und mir ging es genauso. Allerdings ist ihr Tophit laut BBC der weltweit meistgespielte Titel bislang.
P.P.S.: Wens wirklich interessiert, ein paar Beiträge: Lokales Fernsehen (s. 0:47-1:10; 2:38-3:13), Besuchermitschnitt (4:44) und eine Wuppertaler Debatte (-1:13).
P.P.S.: Wens wirklich interessiert, ein paar Beiträge: Lokales Fernsehen (s. 0:47-1:10; 2:38-3:13), Besuchermitschnitt (4:44) und eine Wuppertaler Debatte (-1:13).
Themen:
Chor,
Konzert,
Procol Harum
Feletontausch
Seit letzter Woche zeigte mein Funktelefon zunehmend nur noch ein graues Display. Ohne SMS, Uhrzeit, Telefonbuch oder verpasste Anrufe zu sehen, machts sich nicht gut, also war ein neues fällig. Bis 40€ hätte ich ausgegeben, für 20€ gab es aber auch schon eins. Schön war dabei, dass mit meiner SIM-Karte auch das Telefonbuch und fast alle SMs migriert sind. Und das neue Handy ist ein Stück schmaler, dann hab ich etwas weniger in der Hosentasche.
P.S.: Das ist Bild No. 607 in meiner PhotoKabine. Vielleicht sollte ich mal ein paar nette daraus posten.
P.S.: Das ist Bild No. 607 in meiner PhotoKabine. Vielleicht sollte ich mal ein paar nette daraus posten.
Themen:
Funktelefon
Freitag, 22. März 2013
Leben eben
open up your box of sunshine – heut war ein ziemlich schöner Tag, den ich mit nem Blogeintrag ausklingen lassen möchte – and smile as confetti comes, raining down on you – kein Konfetti, dafür längere Gespräche, hab ich auch lieber – you feel a lot like the good guy – he, ausnahmsweise mal… wobei… ach, ist schwer zu sagen. Wahrscheinlich fühlt man sich die meiste Zeit im Leben als good guy, außer in realistischen Zeiten – but do you know why – nun, vermutlich weil ich das Gefühl hab, ein paar Dinge richtig getan zu haben. Gefühle hängen ja stark von Taten ab, nech? – everything’s so blue – ach, der Satz ging weiter. Warum alles in Ordnung scheint? Nun, an mir hängts eigentlich nicht. Zumindest seh ich nur Gnade Gottes und Leute, die aus Seiner Kraft leben. Und die mir das Gefühl geben, es läuft richtig rund. Was rede ich da vom Gefühl? Ok, es waren nur Gespräche, aber meine Freude hängt nicht an Worten, viel mehr an Ausstrahlung. Und an Tiefe in Freundschaften. Und auch diese Tiefe ist mehr im geistlichen zu finden.
well, love is fire and the coals are barely burning – schöne Metapher. Schön, weils mir so vertraut vorkommt: es könnte ansteckend sein, wird aber vermutlich bald an mir vorübergegangen sein – cold fills the emptiness that fills this empty place – zumindest ist es nicht kalt in meiner Wohnung – I taught you the walk but then you ran away from me – und spätestens hier müssen meine Anmerkungen nerven – and that’s not how it’s supposed to be – denn diese Zeilen sind ununterbrochen doch so schön. Zusammenfassung: Jep, ich renn auch immer wieder weg. Sieht aus nach dem einfacheren Leben. Dabei bin ich mir sicher, dass nur mit Gott es lebenswert ist. Und nur unter Feuer. Also keinem Heufeuer, lichterloh und kurz, sondern eher wie die erwähnten Kohlen. Wird sich das ändern? He, einmal ein Moment, auf den ich mich freue, wenn ich in zehn Jahren den Blog noch mal lese. Jetzt aber zum Refrain.
I, I collide
with love as an elusive state of mind
I know there’s something else it’s supposed to be
I, I collide
with love as an elusive state of mind
something’s killing me!
Interessant, dass die ungenutzte Möglichkeit eines besseren Lebens einen verrückt macht, beinahe umbringt.
tearful confessions
have watered down and broken down
the chance for unrequited love
to finally reach its wall
you’re waiting for the axe to fall
but can’t you see it lying on the ground
Wird einem zu viel und man erwartet ein Ende mit Schrecken? Passiert nicht. Dann gehts eher wieder zum Refrain. Und wieder und wieder. Ich mag das Lied. Wer ewig strebend sich bemüht… zählt eben nicht. Oder nicht nur. Weil man nicht allein ist, sondern nur einer größeren Liebe nachfolgt. Schade, dass man nur so selten Feuer in seiner Umgebung hat, dann bemerkt man wieder, wie ansteckend und nachahmenswert es ist. Oder auch gut, dann kommt man selbst wieder in Bewegung.
Ach, wies mir sonst so geht? Bin grad für zwei Wochen in Wuppertal, über Ostern noch mal in der Heimat. Die erste Woche war nicht so gut, die zweite wird Tag für Tag besser. Trotzdem noch ein Haufen aufgeschobener Arbeiten vor mir. Und ich teste ein bisschen aus, ob oder wie es sinnvoll ist, im Sommer ein Übejahr zwischen Bachelor und Master zu schieben. Und ich analysiere Ablauf und Sinn verschiedener Humpelvarianten, da ich noch schauen muss, wie möglichst bald und möglichst vollständig mein linkes vorderes Kreuzband vernarbt. Zumindest kam der Unfall zwischen den Semestern, im Semester wär es ein echtes Problem geworden. So hab ich grad ne ruhige Zeit, viel Zeit zum Nachdenken, leider auch viel Zeit zum Vertrödeln, das kann von Tag zu Tag sehr unterschiedlich aussehn.
Zum letzten Post bleibt noch zu sagen, dass das Filmprojekt in der Hochschule am Aufführungstag noch ganz interessant wurde. Und evtl. es einen Nachfolger gibt, was noch besser aussieht. Auch in diese Richtung von Begleitung würde ich in einem Zwischenjahr investieren. Und ich arbeite auch an einer Rezension, wie im vorletzten Post angekündigt. Das dauert noch.
Ansonsten: Packen. Hab grad meinen Schreibtisch durchsortiert. Gute Dinge gefunden. Und einiges nehm ich jetzt schon mit nach Hause. Demnächst wird die Wohnung abgemeldet. Ach, die letzten Tage hab ich mich auch viel mit Chorälen beschäftigt. Dabei bin ich soweit gekommen, dass ich sinnvoll im gleichen Stil reimen kann. Ist nur kontraproduktiv, wenn man sich die richtigen Zeilen merken will und es nicht auseinanderhalten kann.
Ich schätze, der Rest war zu normal, deswegen hör ich mal lieber auf, bevor ich noch zu den Schwätzern zähle…
well, love is fire and the coals are barely burning – schöne Metapher. Schön, weils mir so vertraut vorkommt: es könnte ansteckend sein, wird aber vermutlich bald an mir vorübergegangen sein – cold fills the emptiness that fills this empty place – zumindest ist es nicht kalt in meiner Wohnung – I taught you the walk but then you ran away from me – und spätestens hier müssen meine Anmerkungen nerven – and that’s not how it’s supposed to be – denn diese Zeilen sind ununterbrochen doch so schön. Zusammenfassung: Jep, ich renn auch immer wieder weg. Sieht aus nach dem einfacheren Leben. Dabei bin ich mir sicher, dass nur mit Gott es lebenswert ist. Und nur unter Feuer. Also keinem Heufeuer, lichterloh und kurz, sondern eher wie die erwähnten Kohlen. Wird sich das ändern? He, einmal ein Moment, auf den ich mich freue, wenn ich in zehn Jahren den Blog noch mal lese. Jetzt aber zum Refrain.
I, I collide
with love as an elusive state of mind
I know there’s something else it’s supposed to be
I, I collide
with love as an elusive state of mind
something’s killing me!
Interessant, dass die ungenutzte Möglichkeit eines besseren Lebens einen verrückt macht, beinahe umbringt.
tearful confessions
have watered down and broken down
the chance for unrequited love
to finally reach its wall
you’re waiting for the axe to fall
but can’t you see it lying on the ground
Wird einem zu viel und man erwartet ein Ende mit Schrecken? Passiert nicht. Dann gehts eher wieder zum Refrain. Und wieder und wieder. Ich mag das Lied. Wer ewig strebend sich bemüht… zählt eben nicht. Oder nicht nur. Weil man nicht allein ist, sondern nur einer größeren Liebe nachfolgt. Schade, dass man nur so selten Feuer in seiner Umgebung hat, dann bemerkt man wieder, wie ansteckend und nachahmenswert es ist. Oder auch gut, dann kommt man selbst wieder in Bewegung.
Ach, wies mir sonst so geht? Bin grad für zwei Wochen in Wuppertal, über Ostern noch mal in der Heimat. Die erste Woche war nicht so gut, die zweite wird Tag für Tag besser. Trotzdem noch ein Haufen aufgeschobener Arbeiten vor mir. Und ich teste ein bisschen aus, ob oder wie es sinnvoll ist, im Sommer ein Übejahr zwischen Bachelor und Master zu schieben. Und ich analysiere Ablauf und Sinn verschiedener Humpelvarianten, da ich noch schauen muss, wie möglichst bald und möglichst vollständig mein linkes vorderes Kreuzband vernarbt. Zumindest kam der Unfall zwischen den Semestern, im Semester wär es ein echtes Problem geworden. So hab ich grad ne ruhige Zeit, viel Zeit zum Nachdenken, leider auch viel Zeit zum Vertrödeln, das kann von Tag zu Tag sehr unterschiedlich aussehn.
Zum letzten Post bleibt noch zu sagen, dass das Filmprojekt in der Hochschule am Aufführungstag noch ganz interessant wurde. Und evtl. es einen Nachfolger gibt, was noch besser aussieht. Auch in diese Richtung von Begleitung würde ich in einem Zwischenjahr investieren. Und ich arbeite auch an einer Rezension, wie im vorletzten Post angekündigt. Das dauert noch.
Ansonsten: Packen. Hab grad meinen Schreibtisch durchsortiert. Gute Dinge gefunden. Und einiges nehm ich jetzt schon mit nach Hause. Demnächst wird die Wohnung abgemeldet. Ach, die letzten Tage hab ich mich auch viel mit Chorälen beschäftigt. Dabei bin ich soweit gekommen, dass ich sinnvoll im gleichen Stil reimen kann. Ist nur kontraproduktiv, wenn man sich die richtigen Zeilen merken will und es nicht auseinanderhalten kann.
Ich schätze, der Rest war zu normal, deswegen hör ich mal lieber auf, bevor ich noch zu den Schwätzern zähle…
Themen:
Choräle,
Film,
gesellige Abende,
Jars of Clay,
Knie,
Wohnung
Sonntag, 20. Januar 2013
Filme über Filme
Zwar brauch ich jetzt grad nich zu schreiben, aber sonst erfahrt ihr nix, wenn ich warte, bis ich wieder Lust dazu hab.
Die Woche war gut. Am Dienstag in Düsseldorf gewesen, recht spontan ein paar Fetzen eingespielt für einen Kurzfilm. Ne Studentenarbeit, gibt also keine Gage, aber vielleicht Rum und Ehre vom Käpten.
An der Hochschule bin ich in einem Stummfilmprojekt drin. Läuft leider nicht so professionell, wie ichs mir wünschte, aber ne Erfahrung wert. Wär schön in der Richtung noch ein bisschen mehr zu machen.
Und am Freitag gabs auch noch ne Filmaufnahme von mir. Wobei im Mittelpunkt die Sängerin stand, die ich spontan begleitete. Die Noten sah ich am Tag das erste Mal, war aber langsam genug für Blattlesen. Und Purcell eignet sich fürs Akkordeon.
Und dann hab ich mir noch das letzte Stück eines und am Samstag fast ein ganzes Konzert angehört, eins wird noch diesen Sonntag folgen. Was ein guter Ersatz für verpasste Mensen ist :). (Wobei ich mir gern diese Woche noch zwei Konzerte mehr angehört hätte – die Streicher sind grad gut dabei.) Und vor zwei Wochen sang ich mit der Kantorei aus dem WO die Teile IV bis VI. Die Probe half mir, wieder besser mit meiner Stimme zurecht zu kommen. Und das Konzert ging recht unaufgeregt über die Bühne – schöne Texte zum Meditieren, musikalisch läuft es fast automatisch. Obwohl mangels Proben vermutlich der Tenor auch seine Probleme hatte.
Ansonsten plätschert es so vor sich hin. Noch ist alles entspannt, aber es sind nur noch drei Wochen und die Arbeit häuft sich immer mehr… ich hab am Freitag die „Bachelorarbeit“ angemeldet und einige Dinge möchte ich gern dieses Semester noch erledigen… mal sehn. Auf bald!
Themen:
Bachelorarbeit,
Film,
Konzert,
Kurzfilm,
Stummfilm,
Weihnachts-Oratorium
Samstag, 5. Januar 2013
Bin wieder zurück.
Ich fahr nicht gern aus der Heimat weg. Aber ich komme auch gern hier an.
Der Januar wird interessant. Nicht ganz so stressig mit auf Achse sein, dafür mehr Hausarbeit.
Und es gibt wieder neue Bücher, über die ich hier schreiben kann. Das erste ist Reybroucks „Kongo. Eine Geschichte“, dessen Vorwort ich als Leseprobe schon interessant fand. Da es knapp 650 Seiten sind, kann es aber noch etwas dauern bis zum ersten Eintrag darüber.
Der Januar wird interessant. Nicht ganz so stressig mit auf Achse sein, dafür mehr Hausarbeit.
Und es gibt wieder neue Bücher, über die ich hier schreiben kann. Das erste ist Reybroucks „Kongo. Eine Geschichte“, dessen Vorwort ich als Leseprobe schon interessant fand. Da es knapp 650 Seiten sind, kann es aber noch etwas dauern bis zum ersten Eintrag darüber.
Themen:
Reybrouck
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