Das letzte Semester verschwand ohne einen weiteren Eintrag. Sehr charakteristisch für die Beschleunigung innerhalb des Studiums. Folgerichtig befinde ich mich jetzt also in der angekündigten Auszeit. Und denke, manches könnte man doch nachtragen, auch wenn ich sonst nicht sonderlich nachtragend bin. Mal schauen, was daraus wird.
Fangen wir mit dem erfreulichsten an, Mitte Mai und Mitte Juni war ich bei Hochzeiten. Die eine war von meinem Bruder, bei der anderen wäre ich nicht eingeladen gewesen, hätten wir nicht eine Band auf die Beine gestellt. War ein sehr kurzer, aber guter Ausflug Richtung Rock / Pop, die Musiker waren gut, der Anspruch bleibt da eher gering.
Ebenso erfreulich ist, dass ich das Studium abgeschlossen habe. Zuerst stand eine kleine schriftliche Arbeit an, für die ich in der letzten Woche einige Tage die Bibliothek bewohnt habe. Vom Umfang waren es nur zwölf Seiten, einiges an Analyse darunter, aber ich wollte es halbwegs wissenschaftlich fundiert haben und wissenschaftliche Recherche frisst mir viel zu viel Zeit. Deswegen hatte ich es auch bis zuletzt herausgeschoben…
Außerdem gab es noch ein Konzert im Juli, auf den September komme ich später. Ich hatte das Glück, dass das Konzert eine Woche verschoben wurde. So war es zwar unmittelbar vor meiner Wohnungsauflösung am folgenden Wochenende, aber davor war das Üben etwas entspannter und ich konnte mir einige Prüfungen meiner Kommilitonen anhören. Das führte die Statistik zu einem krönenden Abschluß: 32 7 14 8 16 20 27 33. In etwa sollte das die Anzahl der Konzerte und Prüfungen je Semester sein.
Wo wir schon die Wohnungsabnahme ansprachen: Gott sei Dank! für diesen letzten Hausmeister, den ich hatte, der sehr vernünftig war und nichts beanstandet hat, wo auch keine ungewöhnliche Abnutzung war.
Zurück zum Konzert, was eigentlich die Kernmodulprüfung war, aber wenigstens ein paar Zuhörer fanden sich ein. Es war toll! Die Aho-Sonate hat mir ziemlich viel abverlangt. Die Alten Meister sind auch nicht mein Spezialgebiet. Dafür war die Kammermusik ein sicherer Hafen. Wir hatten schon zu ihrer Prüfung zusammengespielt, daher mussten wir kaum etwas proben auch an den neuen Stücken nicht. Und zusätzlich hab ich zum Abschluß des Programms eine Szene gemacht: im letzten Lied vor dem letzten Refrain erschoß sie ihren Liebhaber, mangels anderer Personen auf der Bühne also mich. Ich hatte mich vorher schon runter auf den Bühnenrand gesetzt, konnte daher nach hinten umkippen und im Liegen weiterspielen. Beim Proben hatte ich regelmäßig Lachanfälle bei der Vorstellung, wie irritiert mein Lehrer und andere Akkordeonisten sein werden. Beim Auftritt konnt ichs mir grad so verkneifen.
Kommen wir nun noch zu weiteren Auftritten im Semester. F., einen Sänger, durfte ich bei einem Lehrerkonzert an der MuSchu begleiten. Das Filmprojekt ging in eine zweite Runde, dieses Mal mit weniger Teilnehmern, dafür mit besseren Absprachen. Bald bekamen die Proben eine Eigendynamik auch ohne den Professor und am Ende waren viele begeistert von der Aufführung, O-Ton des Profs: Ich denke sogar, dass ich eine bessere Filmmusik zu dem Streifen noch nicht gehört habe. Weiter ging es auch im Duo mit Enrico, es fand sich endlich ein Name fürs Duo: Phoneon. Soweit ich sehe, hatten wir aber nur einen Auftritt bei der Brüdergemeine Köln. Bei dieser spielte ich später auch zum Sommerfest einige Choräle, am gleichen Tag wie unser Klassenabend. Bei diesem konnte ich u.A. endlich mit Cello auftreten, das Intermezzo von Yun bereitete mir viel Freude. Ein wichtiger Auftritt fehlt noch, beim Sommerfest der Hochschule zeigte sich endlich mein wahres Gesicht… angestoßen vom Geigenprof, komplettiert mit einem Cello-Dozenten und einem Gitarren-Studenten fand sich unsere vierköpfige Zigeunergruppe um vier Schlager zum Besten zu geben. Die Aufmachung war super witzig, mangels überzeugender Kleidung ging ich barfuß und schmierte mir vorher noch etwas Erde obenauf. Die Stücke waren allerdings sehr anspruchsvoll, dass ich heilfroh war, als es vorbei war. Anschließend hatte ich richtig Laune aufs Sommerfest, leider konnte es nicht ganz an seinen Vorgänger heranreichen. Getanzt wurde trotzdem.
Zum Abschluss noch drei andersartige musikalische Ereignisse. Zum einen sang ich Ende Juni noch zwei Konzerte mit der Kantorei. Beides mal die überaus schöne „Petite Messe solennelle“ von Rossini. Insbesondere die Benedictus-Zeile im Sanctus hatte es mir angetan und die nächsten Tage sang ich sie vor mich hin, so oft es ging. Gerade der Wiegenlied-Charakter war recht eingängig und im Hinblick auf Jesus nicht abwegig gewählt, wie ich finde. Als nächstes ist noch ein Opernbesuch zu nennen. Da wir in Musikgeschichte Wagner behandelten, organisierte unser Prof Karten für Tannhäuser. Nicht alle wollten mit und einige wollten zuerst und vergaben dann ihre Karten oder ließen sie sogar verfallen, da inzwischen die Inszenierung abgesetzt wurde. Also nicht die Oper an sich, das Orchester spielte ganz normal, aber da es bei der Premiere zu einem kleinen Eklat kam, wurde die Szenerie für die folgenden Aufführungen gestrichen. Trotzdem spielten die Sänger überaus gut die Handlung, eine gut improvisierte Szene reichte völlig aus. Da der Saal nun einige freie Sitze hatte, kamen wir in den Genuß besserer Plätze, beim dritten Akt setzte ich mich in die erste Reihe um in den Graben schauen zu können. Besser hätte es kaum sein können. Ach, fast. Die Apostrophe der Übertitel waren falsch…! Und um auf den letzten Akt noch zu kommen: Nachdem mein Lehrer mir es mehrmals näher gelegt hatte, habe ich nun doch „Zen in der Kunst des Bogenschießens“ gelesen. Er hatte extra beteuert, dass es sich nicht um religiöse Aspekte handelt. Leider muss ich ihm darauf bescheiden, dass er keinen Sinn dafür hat, natürlich handelt es sich zuvorderst um einen Glauben. Aber auch um eine Technik und ja, die ist nachahmenswert. Mit ihm darüber zu streiten wäre müßig, aber manchmal bekomme ich Lust dazu. Es scheint, als ob man Musikern die Augen öffnen muss, wo sie sich für Spirituelles öffnen, und als ob man Christen die Augen öffnen muss, wovon sie lernen können, ohne alles übernehmen zu müssen. Aus diesem Grund ist das Buch allein als Anschauungsobjekt schon interessant. Irgendwo hätte ich auch Notizen, falls sich jemand dafür interessiert.
Für heute solls genug sein. Ein zweiter ähnlich langer Nachtrag müsste mal folgen…
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Montag, 27. Januar 2014
Freitag, 13. Juli 2012
Tea And Sympathy
Mit erschreckender Regelmäßigkeit, kommt nun der nächste Post, vermutlich der letzte vorm Sommer. Mal wieder kreuz und quer, was mir einfällt.
Die letzten Wochen waren sehr locker: Hatte nach dem Wettbewerb nicht mehr so viel zu üben, und alles andere ging meist nebenbei. Die freie Zeit verging mit vielen Kleinigkeiten und auch vielem Rumsitzen und Quatschen.
Ein wenig Sightseeing hab ich wieder ins Programm aufgenommen. Noch kann ich in ganz NRW kostenlos rumfahren, aber die Zeit vergeht schnell. Im Semester nimmt man sich selten einen Tag frei, und wer weiß, wie ich nächstes Jahr dazu komme. Vorvorletzten Sonntag ging es mit Freunden zur Müngstener Brücke und Schloß Burg. Sehr schöne Wanderstrecke, nur regnete es durchgehend, sodass ich mir auch ne Erkältung einfing. Auch hab ich mir Bonn angeschaut, einmal ein wenig die Altstadt und letzten Samstag Bad Godesberg mit Burg und die Rheinaue und das Regierungsviertel. Die Rheinaue ist außergewöhnlich groß und schön, Bad Godesberg hat auch schöne Parks und auch Altstadt, aber wenig. Das Regierungsviertel, sollte man sich mal anschauen, inzwischen wird aber schon einiges umgebaut, interessant ist eher, wie klein und normal das meiste ist. Nächsten Montag gehts dann zum Arboretum, und morgen hab ich auch noch einen freien Tag, weiß aber noch nicht, wo ich hin möchte. Vermutlich irgendwas vom Ruhrpott anschauen, denn Münster, Siegen und Aachen sind doch weiter weg, und ich wär gern 18 Uhr wieder zurück.
Was voranging war meine Kammermusik mit En. am Saxophon. Wollen möglichst im Herbst ein Konzert spielen und haben auch beim Klassenabend wieder ne Viertelstunde gespielt.
Zum Konzert noch eine nette Geschichte: Vor ein paar Wochen in Konzertgestaltung sollten wir ein fiktives Programm moderieren. Kurz bevor ich zu Hause los bin, hab ich für mein Programm mir Lebensdaten der Komponisten geholt, falls ich dran komme. Dann kamen erstmal zwei andere dran, aber es war noch etwas Zeit am Ende der Stunde. Da aber sich keiner vorbereitet hatte, ging ich vor, und moderierte halb aus dem Stegreif, d.h. ich hatte mir es vorher durchdacht, aber nicht aufgeschrieben und auch nicht einmal vorgesprochen. Fühlte mich also unwohl und recht unruhig, bekam aber das Feedback, dass es souverän und ruhig war. Nun beim Konzert sollten wir wieder moderieren. Und diesmal vergaß ich es, bis mein Lehrer mich beim Anspielen vor dem Konzert dran erinnerte. Also setzte ich mich rein ins Konzert und überlegte während der ersten Hälfte, was ich sagen würde. Wieder merkte man mir wohl nicht an, wie wenig vorbereitet es war. Leider kann man so zwar nicht viel über die Komponisten sagen, aber wie sagte so schön unser Prof, das kann man bei wikipedia nachlesen, die Leute wollen ja nicht belehrt werden. Und so spricht man nur über das Stück, und was man selber damit verbindet, auf was eventuell die Zuhörer achten sollten, und welches Konzept hinterm Konzertprogramm steckt. Schön, wenn das so relativ stressfrei funktioniert.
Einige Abschlussprüfungen habe ich mir auch anhören können. Darunter drei mal Cello und eine Blockflöte am selben Tag, einmal Gesang, einmal Geige, zweimal Schlagzeug. Selber hatte ich auch zwei Prüfungen in Satztechniken des 20. Jh. und in Gehörbildung. Dabei durften wir bei Gehörbildung auch Instrumente verwenden, um die Musik herauszuschreiben, da ja später im Beruf man die gleiche Möglichkeit hat. Find ich nicht so gut, denn wenn man ohne Instrument sich keine Melodie vergegenwärtigen kann, kann mans im Konzert auch nicht. Und verkehrt kanns nicht sein, das Schwerere zu erlernen. So wie die Prüfung war, hilfts mir dagegen, und obwohl ich nicht sonderlich gut höre, habe ich eine eins bekommen.
Gestern hatte ich noch eine Mugge. War für mich ein Novum, da es auf einer Beerdigung war und ich im Stehen spielen musste. Im Stehen spielen muss ich noch etwas üben, gefallen hat es trotzdem.
Das wär soweit das wichtigste. In einer Woche bin ich in der Heimat, da sieht man sich hoffentlich wieder. Schönen Sommer!
Die letzten Wochen waren sehr locker: Hatte nach dem Wettbewerb nicht mehr so viel zu üben, und alles andere ging meist nebenbei. Die freie Zeit verging mit vielen Kleinigkeiten und auch vielem Rumsitzen und Quatschen.
Ein wenig Sightseeing hab ich wieder ins Programm aufgenommen. Noch kann ich in ganz NRW kostenlos rumfahren, aber die Zeit vergeht schnell. Im Semester nimmt man sich selten einen Tag frei, und wer weiß, wie ich nächstes Jahr dazu komme. Vorvorletzten Sonntag ging es mit Freunden zur Müngstener Brücke und Schloß Burg. Sehr schöne Wanderstrecke, nur regnete es durchgehend, sodass ich mir auch ne Erkältung einfing. Auch hab ich mir Bonn angeschaut, einmal ein wenig die Altstadt und letzten Samstag Bad Godesberg mit Burg und die Rheinaue und das Regierungsviertel. Die Rheinaue ist außergewöhnlich groß und schön, Bad Godesberg hat auch schöne Parks und auch Altstadt, aber wenig. Das Regierungsviertel, sollte man sich mal anschauen, inzwischen wird aber schon einiges umgebaut, interessant ist eher, wie klein und normal das meiste ist. Nächsten Montag gehts dann zum Arboretum, und morgen hab ich auch noch einen freien Tag, weiß aber noch nicht, wo ich hin möchte. Vermutlich irgendwas vom Ruhrpott anschauen, denn Münster, Siegen und Aachen sind doch weiter weg, und ich wär gern 18 Uhr wieder zurück.
Was voranging war meine Kammermusik mit En. am Saxophon. Wollen möglichst im Herbst ein Konzert spielen und haben auch beim Klassenabend wieder ne Viertelstunde gespielt.
Zum Konzert noch eine nette Geschichte: Vor ein paar Wochen in Konzertgestaltung sollten wir ein fiktives Programm moderieren. Kurz bevor ich zu Hause los bin, hab ich für mein Programm mir Lebensdaten der Komponisten geholt, falls ich dran komme. Dann kamen erstmal zwei andere dran, aber es war noch etwas Zeit am Ende der Stunde. Da aber sich keiner vorbereitet hatte, ging ich vor, und moderierte halb aus dem Stegreif, d.h. ich hatte mir es vorher durchdacht, aber nicht aufgeschrieben und auch nicht einmal vorgesprochen. Fühlte mich also unwohl und recht unruhig, bekam aber das Feedback, dass es souverän und ruhig war. Nun beim Konzert sollten wir wieder moderieren. Und diesmal vergaß ich es, bis mein Lehrer mich beim Anspielen vor dem Konzert dran erinnerte. Also setzte ich mich rein ins Konzert und überlegte während der ersten Hälfte, was ich sagen würde. Wieder merkte man mir wohl nicht an, wie wenig vorbereitet es war. Leider kann man so zwar nicht viel über die Komponisten sagen, aber wie sagte so schön unser Prof, das kann man bei wikipedia nachlesen, die Leute wollen ja nicht belehrt werden. Und so spricht man nur über das Stück, und was man selber damit verbindet, auf was eventuell die Zuhörer achten sollten, und welches Konzept hinterm Konzertprogramm steckt. Schön, wenn das so relativ stressfrei funktioniert.
Einige Abschlussprüfungen habe ich mir auch anhören können. Darunter drei mal Cello und eine Blockflöte am selben Tag, einmal Gesang, einmal Geige, zweimal Schlagzeug. Selber hatte ich auch zwei Prüfungen in Satztechniken des 20. Jh. und in Gehörbildung. Dabei durften wir bei Gehörbildung auch Instrumente verwenden, um die Musik herauszuschreiben, da ja später im Beruf man die gleiche Möglichkeit hat. Find ich nicht so gut, denn wenn man ohne Instrument sich keine Melodie vergegenwärtigen kann, kann mans im Konzert auch nicht. Und verkehrt kanns nicht sein, das Schwerere zu erlernen. So wie die Prüfung war, hilfts mir dagegen, und obwohl ich nicht sonderlich gut höre, habe ich eine eins bekommen.
Gestern hatte ich noch eine Mugge. War für mich ein Novum, da es auf einer Beerdigung war und ich im Stehen spielen musste. Im Stehen spielen muss ich noch etwas üben, gefallen hat es trotzdem.
Das wär soweit das wichtigste. In einer Woche bin ich in der Heimat, da sieht man sich hoffentlich wieder. Schönen Sommer!
Themen:
Bonn,
Gehörbildung,
gesellige Abende,
Konzert,
Moderation,
Prüfung,
Saxophon,
Sightseeing,
Wandern
Samstag, 16. Juli 2011
gegen die Lust
Heut war ein vergammelter Tag. Also wie geplant. Ungeplant war, dass mir Computerspielen kaum Spaß mehr macht. Naja, vielleicht schon irgendwann mal wieder, aber heute nich so. Aber fangen wir vorne an.
Ursache für meinen Stromausfall war mein Herd. Der geht jetzt nicht mehr, bzw. verursacht nen Kurzschluss, wenn man ihn einschalten will. Fachmann kommen lassen lohnt sich nicht, entweder ich leb ab Oktober ohne Herd hier, oder ich find selber nen Fehler oder ich zieh aus. Die Faulheit schlägt Lösung eins vor.
Sonntag war der Klassenabend, der diesmal nur zwei Stunden lang ging, und qualitativ auch recht gut war. Solo und Kammermusik waren sehr gut, unser Ensemble war ausreichend gut fürs Konzert, aber wir könnten wohl mehr, wenn wir gewollt hätten.
Montag bis Mittwoch waren dann täglich zwei Proben für Nosferatu. Die Abendprobe war immer deutlich besser als die Morgenprobe (da verzählt man sich grundlos) und auch im Laufe der Tage gabs eine deutliche Steigerung bis zum Konzert. Das war am Mittwochabend und bis auf einen falschen Einsatz im Fortissimo, zu meiner vollsten Zufriedenheit gelaufen. Hab mich nicht verzählt und Solostellen so gut wie möglich abgeliefert, nicht alles war so möglich, wie vom Komponisten gefordert.
Dienstag war noch mündliche Theorie-Prüfung, insgesamt haben wir 3 Noten bekommen (mündl., schriftl., schriftl. in Gehörbildung), hab bei allem eine 1,7.
Dann war ich ganz schön erschöpft. Als ich Mittwochabend zum Konzert ging, wollten meine Beine kaum noch laufen. Auf dem Nach-Hause-Weg war es einfacher, zwar liefen sie langsam, aber ich war glücklich genug, dass es mich nicht interessierte. Donnerstag war ich ziemlich im Eimer, hab tagsüber lange Pausen gemacht. War trotzdem morgens um neun zu Musikgeschichte gegangen, hab auch Mittwoch und Donnerstag mit In. und Ve. einander vorgespielt, am Freitag hatten wir drei Zwischenprüfung. Üben ging mit langen Pausen dazwischen, laufen war ganz schön anstrengend. Wollte Donnerstagabend eigentlich noch zum Hochschulsport, evtl. sogar zu nem Film, aber das erschien mir nicht möglich, wenn ich noch irgendwie Kraft für den nächsten Tag haben wollte. So hab ich bis neun noch in der Hochschule geübt.
Am Freitag dann ausgeschlafen, hab dann die Zwischenprüfung gespielt, zwei Stücke sehr gut, beim dritten vergaloppierten sich ständig meine Finger. Einmal musste ich ein paar Takte eher neu ansetzen, hab dafür aber nicht abgesetzt, sondern nen Takt lang improvisiert. Also hab ich durchgängig den Gestus des Stückes beibehalten, nur die Töne oftmals nicht, was man bei dieser Komposition aber auch nicht unweigerlich merkt. Raus kam dann ne 1,3. Nach ner Essenspause und bissl Warmspielen dann noch Nebenfachprüfung. Ein wenig und ein wenig mäßig kleine Trommel gespielt und recht gut auf dem Vibraphon dann musiziert, raus kam ne 1,7. Also kann ich durchaus zufrieden sein mit dem Semesterabschluss. Vor drei Wochen kam mir das Semester noch kurz vor, nach der letzten Woche, aus der man drei hätte machen können, kam es mir sehr lang vor. Hab mir trotzdem noch ne Schlagzeug-Masterprüfung am Freitagabend angehört, war sehr schön, anschließend noch beim Sektempfang gewesen. Bin dann aufgebrochen zur Abschiedsparty, wo ich erstaunlich lange durchhielt, bin um fünf wieder zu Hause gewesen. Bis halb eins heut geschlafen, ich denke den Tag könnt ihr euch vorstellen.
Bin noch bis Donnerstagmorgen hier, ab Samstag dann in der Heimat. Hab Montag und Dienstag recht viel freie Zeit, muss mir noch strukturieren, was ich über den Sommer machen will/soll/kann. Ansonsten gibts hier wohl wieder ne Sommerpause und es geht erst wieder im Oktober weiter. Gute Nacht, o Wesen.
Ursache für meinen Stromausfall war mein Herd. Der geht jetzt nicht mehr, bzw. verursacht nen Kurzschluss, wenn man ihn einschalten will. Fachmann kommen lassen lohnt sich nicht, entweder ich leb ab Oktober ohne Herd hier, oder ich find selber nen Fehler oder ich zieh aus. Die Faulheit schlägt Lösung eins vor.
Sonntag war der Klassenabend, der diesmal nur zwei Stunden lang ging, und qualitativ auch recht gut war. Solo und Kammermusik waren sehr gut, unser Ensemble war ausreichend gut fürs Konzert, aber wir könnten wohl mehr, wenn wir gewollt hätten.
Montag bis Mittwoch waren dann täglich zwei Proben für Nosferatu. Die Abendprobe war immer deutlich besser als die Morgenprobe (da verzählt man sich grundlos) und auch im Laufe der Tage gabs eine deutliche Steigerung bis zum Konzert. Das war am Mittwochabend und bis auf einen falschen Einsatz im Fortissimo, zu meiner vollsten Zufriedenheit gelaufen. Hab mich nicht verzählt und Solostellen so gut wie möglich abgeliefert, nicht alles war so möglich, wie vom Komponisten gefordert.
Dienstag war noch mündliche Theorie-Prüfung, insgesamt haben wir 3 Noten bekommen (mündl., schriftl., schriftl. in Gehörbildung), hab bei allem eine 1,7.
Dann war ich ganz schön erschöpft. Als ich Mittwochabend zum Konzert ging, wollten meine Beine kaum noch laufen. Auf dem Nach-Hause-Weg war es einfacher, zwar liefen sie langsam, aber ich war glücklich genug, dass es mich nicht interessierte. Donnerstag war ich ziemlich im Eimer, hab tagsüber lange Pausen gemacht. War trotzdem morgens um neun zu Musikgeschichte gegangen, hab auch Mittwoch und Donnerstag mit In. und Ve. einander vorgespielt, am Freitag hatten wir drei Zwischenprüfung. Üben ging mit langen Pausen dazwischen, laufen war ganz schön anstrengend. Wollte Donnerstagabend eigentlich noch zum Hochschulsport, evtl. sogar zu nem Film, aber das erschien mir nicht möglich, wenn ich noch irgendwie Kraft für den nächsten Tag haben wollte. So hab ich bis neun noch in der Hochschule geübt.
Am Freitag dann ausgeschlafen, hab dann die Zwischenprüfung gespielt, zwei Stücke sehr gut, beim dritten vergaloppierten sich ständig meine Finger. Einmal musste ich ein paar Takte eher neu ansetzen, hab dafür aber nicht abgesetzt, sondern nen Takt lang improvisiert. Also hab ich durchgängig den Gestus des Stückes beibehalten, nur die Töne oftmals nicht, was man bei dieser Komposition aber auch nicht unweigerlich merkt. Raus kam dann ne 1,3. Nach ner Essenspause und bissl Warmspielen dann noch Nebenfachprüfung. Ein wenig und ein wenig mäßig kleine Trommel gespielt und recht gut auf dem Vibraphon dann musiziert, raus kam ne 1,7. Also kann ich durchaus zufrieden sein mit dem Semesterabschluss. Vor drei Wochen kam mir das Semester noch kurz vor, nach der letzten Woche, aus der man drei hätte machen können, kam es mir sehr lang vor. Hab mir trotzdem noch ne Schlagzeug-Masterprüfung am Freitagabend angehört, war sehr schön, anschließend noch beim Sektempfang gewesen. Bin dann aufgebrochen zur Abschiedsparty, wo ich erstaunlich lange durchhielt, bin um fünf wieder zu Hause gewesen. Bis halb eins heut geschlafen, ich denke den Tag könnt ihr euch vorstellen.
Bin noch bis Donnerstagmorgen hier, ab Samstag dann in der Heimat. Hab Montag und Dienstag recht viel freie Zeit, muss mir noch strukturieren, was ich über den Sommer machen will/soll/kann. Ansonsten gibts hier wohl wieder ne Sommerpause und es geht erst wieder im Oktober weiter. Gute Nacht, o Wesen.
Samstag, 9. Juli 2011
Dunkel wars, der Mond schien… nicht.
So… Samstagabend und ich wollt gern einen neuen Post schreiben. Nur kommt der erst später online, da ich einen Stromausfall habe. Momentan gibts zwei Erklärungen: die erste wäre der leicht verbrannte Geruch beim Reinkommen, die zweite der Brief des Netzbetreibers heute morgen im Briefkasten. Für nen Kabelbruch spricht auch, dass es nur meine Wohnung betrifft und ich nicht weiß, warum man mir den Strom abstellen sollte. Blöderweise liegt der Brief in der Hochschule, ohne dass ich ihn gelesen hätte. Egal, solange es kein bösartiger Kabelbruch ist (Schmorbrand oder auf eigene Rechnung), stört es nur wenig, wenn ich ne zeitlang ohne Strom bin.
Erst vor drei Tagen das letzte Mal gebloggt… dann kommt als erstes das StuPa drin. War am Donnerstagabend die konstituierende Sitzung. Organisation sollte straffer sein, die Wahlen sind auch reichlich unsinnig gewesen, haben aber die meiste Zeit beansprucht. Trotzdem könnte das Jahr lustig werden, eine(!) interessante Information gabs auch. Und sonst wars ne angenehme Fahrt, da ich mich mit Is. ganz gut unterhalten kann.
Nachdem das Üben Donnerstag schrecklich zäh war, nahm ich mir einen recht verschlafenen Freitagmorgen, war dafür am Nachmittag echt fit. Die K.A.-Prüfung lief dann auch recht gut, auch bei den anderen Beiträgen. Hab nen Wein geschenkt bekommen und eigentlich auch ne Einladung zu Freibier, aber die musste ich ausschlagen wegen des Sommerfestes in Wuppertal.
Das war sehr schön gelungen. Im Gegensatz zu normalen Mensa-Partys war dieses Fest stark von den Dozenten gestaltet, entsprechend eine andere Atmosphäre, aber keine steife. Verpasst hatte ich einige Programmbeiträge am Nachmittag. Als ich kam spielte grad auf dem Hof eine Studentenband recht ausgelassene Lieder, dann ging es weiter in den Kammermusiksaal. Das Salonorchester gab ältere Tanzmusik zum Besten, und es tanzten zu aller Überraschung wirklich viele dazu. Nicht immer aber zum eigentlichen Tanzstil, der Slowfox z.B. ist etwas aus der Mode gekommen. Wahrscheinlich wirds wegen des Erfolges in Zukunft einen Tanzkurs an der Hochschule geben, eine Studentin würde wohl wöchentlich eine Stunde geben. Wär ziemlich cool. Achja, ich hab mit zwei Kommilitoninnen und einer Dozentin getanzt, bei der anderen Hälfte der Lieder nur zugeschaut. Dabei auch bemerkt, dass „normale“ Gespräche leider schwer zustande kommen, wenn der Fokus so auf dem Tanz liegt. Abschließend gab es „Poetisches zur Nacht“. Ein paar Dozenten lasen ihre Lieblings-Prosa vor, zwischendurch sangen wir Abendlieder. Eigentlich ein wunderschöner Abschluss um ins Bett zu gehen, aber es musste noch aufgeräumt werden. Hab also noch einige Zeit mitgeholfen und mich dann auf den Hof gesetzt. Dort versammelten sich die Studenten mit dem Restalkohol, einige hatten noch etwas mitgebracht. Eigentlich sollte es irgendwann Richtung Elberfeld gehen, dann wäre ich stattdessen ins Bett gegangen. Allerdings fuhren nur die Autos weg, die Bus-/Bahnfahrer machten einen Versuch alle Leute zu mobilisieren… das war zu viel verlangt. Dann blieben halt alle Leute da auf dem Hof sitzen, d.h. es war zusammengeschrumpft auf fünfzehn etwa. Tja, die hielten aber auch länger durch als ich erwartet hatte. Blieb bis zu letzt und schaffte noch jemanden nach Hause, als ich selber den Heimweg antrat, wurde es wieder hell. Dementsprechend war der heutige Tag gut, aber kurz, und ich werd auch wieder müde, also texte ich euch nicht weiter zu. Auf bald. (Besser als gestern: Bis Oktober. Gruselig.)
Erst vor drei Tagen das letzte Mal gebloggt… dann kommt als erstes das StuPa drin. War am Donnerstagabend die konstituierende Sitzung. Organisation sollte straffer sein, die Wahlen sind auch reichlich unsinnig gewesen, haben aber die meiste Zeit beansprucht. Trotzdem könnte das Jahr lustig werden, eine(!) interessante Information gabs auch. Und sonst wars ne angenehme Fahrt, da ich mich mit Is. ganz gut unterhalten kann.
Nachdem das Üben Donnerstag schrecklich zäh war, nahm ich mir einen recht verschlafenen Freitagmorgen, war dafür am Nachmittag echt fit. Die K.A.-Prüfung lief dann auch recht gut, auch bei den anderen Beiträgen. Hab nen Wein geschenkt bekommen und eigentlich auch ne Einladung zu Freibier, aber die musste ich ausschlagen wegen des Sommerfestes in Wuppertal.
Das war sehr schön gelungen. Im Gegensatz zu normalen Mensa-Partys war dieses Fest stark von den Dozenten gestaltet, entsprechend eine andere Atmosphäre, aber keine steife. Verpasst hatte ich einige Programmbeiträge am Nachmittag. Als ich kam spielte grad auf dem Hof eine Studentenband recht ausgelassene Lieder, dann ging es weiter in den Kammermusiksaal. Das Salonorchester gab ältere Tanzmusik zum Besten, und es tanzten zu aller Überraschung wirklich viele dazu. Nicht immer aber zum eigentlichen Tanzstil, der Slowfox z.B. ist etwas aus der Mode gekommen. Wahrscheinlich wirds wegen des Erfolges in Zukunft einen Tanzkurs an der Hochschule geben, eine Studentin würde wohl wöchentlich eine Stunde geben. Wär ziemlich cool. Achja, ich hab mit zwei Kommilitoninnen und einer Dozentin getanzt, bei der anderen Hälfte der Lieder nur zugeschaut. Dabei auch bemerkt, dass „normale“ Gespräche leider schwer zustande kommen, wenn der Fokus so auf dem Tanz liegt. Abschließend gab es „Poetisches zur Nacht“. Ein paar Dozenten lasen ihre Lieblings-Prosa vor, zwischendurch sangen wir Abendlieder. Eigentlich ein wunderschöner Abschluss um ins Bett zu gehen, aber es musste noch aufgeräumt werden. Hab also noch einige Zeit mitgeholfen und mich dann auf den Hof gesetzt. Dort versammelten sich die Studenten mit dem Restalkohol, einige hatten noch etwas mitgebracht. Eigentlich sollte es irgendwann Richtung Elberfeld gehen, dann wäre ich stattdessen ins Bett gegangen. Allerdings fuhren nur die Autos weg, die Bus-/Bahnfahrer machten einen Versuch alle Leute zu mobilisieren… das war zu viel verlangt. Dann blieben halt alle Leute da auf dem Hof sitzen, d.h. es war zusammengeschrumpft auf fünfzehn etwa. Tja, die hielten aber auch länger durch als ich erwartet hatte. Blieb bis zu letzt und schaffte noch jemanden nach Hause, als ich selber den Heimweg antrat, wurde es wieder hell. Dementsprechend war der heutige Tag gut, aber kurz, und ich werd auch wieder müde, also texte ich euch nicht weiter zu. Auf bald. (Besser als gestern: Bis Oktober. Gruselig.)
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Hochschulfest,
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Stromausfall,
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Tanzen
Mittwoch, 6. Juli 2011
Zwischen den Speichen
Die Woche ist so viel los, dass ich möglichst dicht bloggen möchte.
Montag war zuerst die Harmonielehre-Klausur. Hab ein gutes Gefühl, kein schweres Thema für mich, trotzdem war die Zeit zu knapp berechnet. Hab eine kleiner Aufgabe nicht geschafft, die anderen waren längst nicht so weit. Nach ner Pause sollte es dann weitergehen mit Gehörbildung, da der Dozent aber einsah, dass die Zeit zu kurz war, hat er die halbe Stunde vor Gehörbildung noch mal die Arbeit rausgegeben. Nur ich hab nicht dran weitergearbeitet. Dafür war ich dann ausgeruht und hab ein sehr gutes Gefühl bei Gehörbildung, obwohls nicht meine Stärke ist. Und die anderen hatten spürbar Probleme mit dem Streß. Leider verpasste ich durch die Prüfung den Tanzkurs, der wohl gut angekommen ist. War ne (bis jetzt?) einmalige Angelegenheit wegen des Sommerfestes am Freitag an unserer Hochschule.
Auch noch interessant war, wie detailliert ich mich am Montagmorgen an meinen letzten Traum erinnern konnte. Verknüpfte durchaus kreativ meine ehemalige Schule mit der Hochschule, hab danach ne halbe Stunde es aufgeschrieben, wens interessiert, dem schick ichs zu – nur hierher wäre mir grad zu öffentlich.
Gestern war ich dann in Krefeld zur Reparatur. Während der Mittagspause hab ich die Stadt besichtigt. Krefeld ist erschreckend normal. Die meisten Städte find ich entweder langweilig oder in irgendeine Richtung besonders, Krefeld hat alles, aber nichts übermäßig oder herausstehend. Etwas mehr Grün, etwas mehr Kinder, und mehr Wohnviertel am Rand der Innenstadt, mehr braucht sie gar nicht fürs Stadtbild. Die Tour hatte ich vorher nicht geplant, auf gut Glück kommt dann so etwas heraus:

Die Reparatur war auch recht interessant, haben viel geredet nebenbei, einerseits gibt es mechanisch viel an meinem Instrument auszusetzen, andererseits klingt es gut, auch wenn die Stimmung schon wieder ziemlich weg war… muss wohl nochmal hin. Abends wollte ich noch zu ner Probe nach Köln, aber die erste Straßenbahn hatte nen Motorschaden, die zweite kam auch nicht pünktlich beim Hauptbahnhof an, da hatte sich die Probe. Fuhr noch einmal zurück zum Reparieren, war also von früh um acht bis abends um zehn außer Haus, hab nicht geübt, am Montag schon wenig.
Heute kaum mehr geübt, dafür Probenarbeit. Die erste Probe für Nosferatu lief gut, normale Eingewöhnungsprobleme, aber nicht zu weit weg von dem, was ich mir vorstellte. Da gibts im Orchester schon eher Resentiments gegen die Neue Musik. Nach Fachdidaktik und Ensemble-Probe dann in Köln gewesen, mit dem Professor noch einmal die Kammermusik durchgesprochen. Alle sind jetzt mit dem Ergebnis zufrieden, Freitag wirds abgeliefert bei seiner K.A.-Prüfung, dafür muss ich wieder nach Köln. Genauso wie morgen abend, da hat das StuPa seine konstituierende Sitzung. Keine Ahnung, obs interessant wird, aber da Wuppertal fünf Plätze zustehen und momentan nur drei Vertreter in diesem Organ hat, isses schon nich verkehrt, wenn ich das mal ein Semester mitmache.
Zu allem Überfluss löst sich auch noch die Sohle bei meinen Sandalen auf. Darf die einfach so wegschwimmen, nach nem knappen Jahr Benutzung nur? Also minus die Wintermonate natürlich. Ärgerlich zumindest.
Ich hoffe, ich hab nicht zu viel gespammt, wünsche eine gute Nacht.
Montag war zuerst die Harmonielehre-Klausur. Hab ein gutes Gefühl, kein schweres Thema für mich, trotzdem war die Zeit zu knapp berechnet. Hab eine kleiner Aufgabe nicht geschafft, die anderen waren längst nicht so weit. Nach ner Pause sollte es dann weitergehen mit Gehörbildung, da der Dozent aber einsah, dass die Zeit zu kurz war, hat er die halbe Stunde vor Gehörbildung noch mal die Arbeit rausgegeben. Nur ich hab nicht dran weitergearbeitet. Dafür war ich dann ausgeruht und hab ein sehr gutes Gefühl bei Gehörbildung, obwohls nicht meine Stärke ist. Und die anderen hatten spürbar Probleme mit dem Streß. Leider verpasste ich durch die Prüfung den Tanzkurs, der wohl gut angekommen ist. War ne (bis jetzt?) einmalige Angelegenheit wegen des Sommerfestes am Freitag an unserer Hochschule.
Auch noch interessant war, wie detailliert ich mich am Montagmorgen an meinen letzten Traum erinnern konnte. Verknüpfte durchaus kreativ meine ehemalige Schule mit der Hochschule, hab danach ne halbe Stunde es aufgeschrieben, wens interessiert, dem schick ichs zu – nur hierher wäre mir grad zu öffentlich.
Gestern war ich dann in Krefeld zur Reparatur. Während der Mittagspause hab ich die Stadt besichtigt. Krefeld ist erschreckend normal. Die meisten Städte find ich entweder langweilig oder in irgendeine Richtung besonders, Krefeld hat alles, aber nichts übermäßig oder herausstehend. Etwas mehr Grün, etwas mehr Kinder, und mehr Wohnviertel am Rand der Innenstadt, mehr braucht sie gar nicht fürs Stadtbild. Die Tour hatte ich vorher nicht geplant, auf gut Glück kommt dann so etwas heraus:

Die Reparatur war auch recht interessant, haben viel geredet nebenbei, einerseits gibt es mechanisch viel an meinem Instrument auszusetzen, andererseits klingt es gut, auch wenn die Stimmung schon wieder ziemlich weg war… muss wohl nochmal hin. Abends wollte ich noch zu ner Probe nach Köln, aber die erste Straßenbahn hatte nen Motorschaden, die zweite kam auch nicht pünktlich beim Hauptbahnhof an, da hatte sich die Probe. Fuhr noch einmal zurück zum Reparieren, war also von früh um acht bis abends um zehn außer Haus, hab nicht geübt, am Montag schon wenig.
Heute kaum mehr geübt, dafür Probenarbeit. Die erste Probe für Nosferatu lief gut, normale Eingewöhnungsprobleme, aber nicht zu weit weg von dem, was ich mir vorstellte. Da gibts im Orchester schon eher Resentiments gegen die Neue Musik. Nach Fachdidaktik und Ensemble-Probe dann in Köln gewesen, mit dem Professor noch einmal die Kammermusik durchgesprochen. Alle sind jetzt mit dem Ergebnis zufrieden, Freitag wirds abgeliefert bei seiner K.A.-Prüfung, dafür muss ich wieder nach Köln. Genauso wie morgen abend, da hat das StuPa seine konstituierende Sitzung. Keine Ahnung, obs interessant wird, aber da Wuppertal fünf Plätze zustehen und momentan nur drei Vertreter in diesem Organ hat, isses schon nich verkehrt, wenn ich das mal ein Semester mitmache.
Zu allem Überfluss löst sich auch noch die Sohle bei meinen Sandalen auf. Darf die einfach so wegschwimmen, nach nem knappen Jahr Benutzung nur? Also minus die Wintermonate natürlich. Ärgerlich zumindest.
Ich hoffe, ich hab nicht zu viel gespammt, wünsche eine gute Nacht.
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Gehörbildung,
Köln,
Nosferatu,
Prüfung,
Reparatur,
Saxophon,
Schuhe,
Sightseeing,
StuPa,
Tanzen
Montag, 9. Mai 2011
Endlich
komm ich zum nächsten Post. Muss aber heute auch sein, da ich das erste Mal bei der Blutspende war. Das wär nich außergewöhnlich genug, aber ich hab dabei bemerkt, dass mein Kreislauf immer noch wegklappen kann unter besonderen Umständen. Ne Dreiviertelstunde nach der Blutabnahme konnte ich dann rausgehn. Dafür hab ich zweimal essen bekommen, einmal vorher, weil ich zu lang nix gegessen hatte, und einmal nachher, weil mein Kreislauf nicht hochkam. Kam mir beim zweiten Abendbrot dann nich so vor, als hätt ich vor ner Stunde schon was gegessen.
Wo wir schon bei Schwächen sind, ich stell auch ne anfangende Sehschwäche bei meinem rechten Auge fest, gut bemerkbar gegenüber dem linken, guten Auge.
Seit Samstagabend hab ich nun einen ausführlichen Übeplan, nachdem die letzte Woche nur mäßig war, ich aber wirklich genügend vor hab in den nächsten zehn Wochen. Es sind nur noch zehn… das Wichtigste dabei ist Nosferatu. Zum Stummfilm werde ich mit dem Sinfonieorchester Wuppertal die Musik dazugeben, das Konzert ist am 13.07. Und es gibt gut Geld, da sollte auch gut geübt sein. Das zweitwichtigste ist mir die Duoarbeit mit einem Saxophon, dann kommt die Solo-Zwischenprüfung und irgendwo ganz hinten das Akkordeon-Ensemble. Alle Prüfungen sind in der einen Woche, da wirds echt lustig.
Was ich immer wieder faszinierend finde, sind Körperlehren im weitesten Sinne. Eine Sache, die ich momentan üben muss, ist den Balg mit viel Kraft langsam zu ziehen. Also stellt euch vor, der Arm ist im ersten Gang, ihr bewegt ihn kaum merklich langsam nach links, aber mit so viel Kraft, dass egal was daran zerrt, er nicht vom Weg abgebracht werden kann – ist ein merkwürdiges Gefühl und unheimlich anstrengend anfangs. Das Gegenteil dazu ist Alexandertechnik, wo ich mich versuche zu entspannen, was eher dem Singen zugute kommt. Letztes Mal hatten wir ne gute Übung für den Kiefer, daraufhin stand ich überall mit offenem Mund rum, um zu überprüfen, ob ich meinen Kiefer wieder so locker hinbekomme.
Dieses Semester lese ich nicht mehr so viel, nur Bonhoeffers „Gemeinsames Leben“ und die Bibel, momentan inmitten dem ersten Buch der Könige. Aber ich hab noch aus dem letzten Semester zwei Nachträge, die ich euch nicht vorenthalten möchte, hier kommt der erste:
Momentan (Anfang Februar) lese ich Dorian Gray, was sehr interessant ist. Vorher wußte ich nur, dass Wilde einer der wenigen bekannten Schwulen dieser Zeit war, das Buch aber ist fabelhaft. Fabelhaft schrecklich. Es lenkt den Blick stetig auf das lüsterne und frevelhafte Leben, ohne es aber zu glorifizieren, nein, Dorian nimmt deutlich Schaden dadurch. Es deswegen zu empfehlen, würde mir trotzdem nicht einfallen, da der Fokus auf dem Schlechten liegt; voran bringt einen meist die Betrachtung des Guten. Als Abschreckung ist das Buch aber bestens geeignet, zumal es im Resümee die Sittenlosigkeit verklagt. Zudem zieht sich eine interessante Diskussion durch das Buch um Schönheit, Sinnlichkeit, Kultur, Fassade, und natürlich Frauen. Allerdings überwiegen die bösartigen (sarkastischen und sadistischen) Argumente deutlich gegenüber den angemessenen; also muss man selbst die geeignete Antwort auf die Lektüre finden. Trotz alledem ein faszinierendes Buch.
Wo wir schon bei Schwächen sind, ich stell auch ne anfangende Sehschwäche bei meinem rechten Auge fest, gut bemerkbar gegenüber dem linken, guten Auge.
Seit Samstagabend hab ich nun einen ausführlichen Übeplan, nachdem die letzte Woche nur mäßig war, ich aber wirklich genügend vor hab in den nächsten zehn Wochen. Es sind nur noch zehn… das Wichtigste dabei ist Nosferatu. Zum Stummfilm werde ich mit dem Sinfonieorchester Wuppertal die Musik dazugeben, das Konzert ist am 13.07. Und es gibt gut Geld, da sollte auch gut geübt sein. Das zweitwichtigste ist mir die Duoarbeit mit einem Saxophon, dann kommt die Solo-Zwischenprüfung und irgendwo ganz hinten das Akkordeon-Ensemble. Alle Prüfungen sind in der einen Woche, da wirds echt lustig.
Was ich immer wieder faszinierend finde, sind Körperlehren im weitesten Sinne. Eine Sache, die ich momentan üben muss, ist den Balg mit viel Kraft langsam zu ziehen. Also stellt euch vor, der Arm ist im ersten Gang, ihr bewegt ihn kaum merklich langsam nach links, aber mit so viel Kraft, dass egal was daran zerrt, er nicht vom Weg abgebracht werden kann – ist ein merkwürdiges Gefühl und unheimlich anstrengend anfangs. Das Gegenteil dazu ist Alexandertechnik, wo ich mich versuche zu entspannen, was eher dem Singen zugute kommt. Letztes Mal hatten wir ne gute Übung für den Kiefer, daraufhin stand ich überall mit offenem Mund rum, um zu überprüfen, ob ich meinen Kiefer wieder so locker hinbekomme.
Dieses Semester lese ich nicht mehr so viel, nur Bonhoeffers „Gemeinsames Leben“ und die Bibel, momentan inmitten dem ersten Buch der Könige. Aber ich hab noch aus dem letzten Semester zwei Nachträge, die ich euch nicht vorenthalten möchte, hier kommt der erste:
Momentan (Anfang Februar) lese ich Dorian Gray, was sehr interessant ist. Vorher wußte ich nur, dass Wilde einer der wenigen bekannten Schwulen dieser Zeit war, das Buch aber ist fabelhaft. Fabelhaft schrecklich. Es lenkt den Blick stetig auf das lüsterne und frevelhafte Leben, ohne es aber zu glorifizieren, nein, Dorian nimmt deutlich Schaden dadurch. Es deswegen zu empfehlen, würde mir trotzdem nicht einfallen, da der Fokus auf dem Schlechten liegt; voran bringt einen meist die Betrachtung des Guten. Als Abschreckung ist das Buch aber bestens geeignet, zumal es im Resümee die Sittenlosigkeit verklagt. Zudem zieht sich eine interessante Diskussion durch das Buch um Schönheit, Sinnlichkeit, Kultur, Fassade, und natürlich Frauen. Allerdings überwiegen die bösartigen (sarkastischen und sadistischen) Argumente deutlich gegenüber den angemessenen; also muss man selbst die geeignete Antwort auf die Lektüre finden. Trotz alledem ein faszinierendes Buch.
Themen:
Alexandertechnik,
Blutspenden,
Nosferatu,
Prüfung,
Sehschwäche,
Wilde
Donnerstag, 15. Juli 2010
und die gelbe Mikrowelle war doch weiß.
Es ist 15 Uhr und meine ganze Habe ist in drei Rucksäcke verpackt… meine ganze Habe? Nein! Ein Laptop mit Kabeln und das Geschirrhandtuch fehlen noch, aber dafür hab ich jetzt auch noch eine halbe Stunde Zeit.
Nun, die Klausur heut morgen ist gut gelaufen. Ich hatte mit zwei Stunden gerechnet und sicherheitshalber dreie eingeplant, aber sie war nur auf eine Stunde ausgelegt. 40 Fragen alle in Stichpunkten, so stell ich mir ne Geschichtsklausur vor. War gut ausgewählt, denn man musste zu jedem Themenbereich was wissen, zu allen aber kaum was, denn es war nur kurz zu nennen oder in einem Satz etwas zu nennen. Hauptsache man hat das Wort schonmal gehört und kanns in den richtigen Zusammenhang bringen.
Gestern war ich doch nicht in Hattingen, bleibt das wohl für nächstes Studienjahr. Und zu Düsseldorf hab ich eigentlich auch keine Lust was zu sagen, wie gewohnt hänge ich nachher (wenn ich sie erstellt habe) die Karten von meinem Rundweg an. Achso, es ist doch was zu sagen: Düsseldorf bietet auf seiner Homepage 3 verschiedene Touren durch die Altstadt an, je nachdem ob man einen halben, einen oder zwei Tage Zeit hat. Ein Feature, was m. E. jede größere Stadt anbieten sollte, manche Websites geben viel zu wenig Informationen.
Nun denn, ich freu mich auf ein Wiedersehn, der Blog geht in seine Sommerpause, evtl. kommt noch ein Beitrag, den ich schon im Kopf habe, ansonsten im Oktober wieder.
Nun, die Klausur heut morgen ist gut gelaufen. Ich hatte mit zwei Stunden gerechnet und sicherheitshalber dreie eingeplant, aber sie war nur auf eine Stunde ausgelegt. 40 Fragen alle in Stichpunkten, so stell ich mir ne Geschichtsklausur vor. War gut ausgewählt, denn man musste zu jedem Themenbereich was wissen, zu allen aber kaum was, denn es war nur kurz zu nennen oder in einem Satz etwas zu nennen. Hauptsache man hat das Wort schonmal gehört und kanns in den richtigen Zusammenhang bringen.
Gestern war ich doch nicht in Hattingen, bleibt das wohl für nächstes Studienjahr. Und zu Düsseldorf hab ich eigentlich auch keine Lust was zu sagen, wie gewohnt hänge ich nachher (wenn ich sie erstellt habe) die Karten von meinem Rundweg an. Achso, es ist doch was zu sagen: Düsseldorf bietet auf seiner Homepage 3 verschiedene Touren durch die Altstadt an, je nachdem ob man einen halben, einen oder zwei Tage Zeit hat. Ein Feature, was m. E. jede größere Stadt anbieten sollte, manche Websites geben viel zu wenig Informationen.
Nun denn, ich freu mich auf ein Wiedersehn, der Blog geht in seine Sommerpause, evtl. kommt noch ein Beitrag, den ich schon im Kopf habe, ansonsten im Oktober wieder.
Themen:
Prüfung,
Sightseeing
Dienstag, 13. Juli 2010
„Auf Wiedersehn im Oktober“
hieß es grad mehrfach nachdem die letzte Klausur der Erstis vorbei war. Nächsten Donnerstag war noch Musikgeschichte angesetzt, wurde aber auf nach den Ferien verschoben für alle die wollten – ich wollte lieber jetzt schreiben, ums hinter mir zu haben. Und da ich grad genügend Zeit zum Lernen hätte.
Der letzte Bericht über mein Studium war vor zwei Monaten. Da war grad der Wettbewerb vorbei. Nun, auf dem Akkordeon hatte ich mir auch nicht mehr viel vorgenommen, es gab nur noch vor anderthalb Wochen das Semesterkonzert. Daraufhin hatte ich etwa einen Monat sehr wenig geübt, dann etwas mehr, um in der letzten Woche doch noch einiges zu schaffen, etwas früher angefangen hätte ich vielleicht auch auswendig gespielt. Trotzdem war es musikalisch gut/überzeugend. Des weiteren waren schon Prüfungen in: Embodiment – die Dozentin wollte uns nicht prüfen, sondern musste, dementsprechend erinnerte es mich teilweise an Tschechischklausuren; Kontrapunkt – was mir recht gut liegt und wir auch intensiv geübt hatten; Bandcoaching – da war ich mir unsicher, aber ohne ernste Probleme gings recht souverän; Allgemeine Instrumentaldidaktik – als Colloquium, 8 Prüflinge gleichzeitig und der Dozent labert auch noch, alle bestanden; und heute Akustik und Instrumentenkunde – teilweise zu spezielle Fragen, insgesamt aber machbar gewesen, falls man gelernt hat. Am Donnerstag kommt noch Musikgeschichte von einem Jahrtausend… dementsprechend auch die Möglichkeit der Fragen und diametral entgegengesetzt meine Lernmotivation.
Gestern hat sich dann noch ein Wechsel geklärt: ab nächstem Jahr werde ich im Nebenfach kein Drumset-Unterricht mehr haben, sondern am Vibraphon. Wird eine sehr schöne Herausforderung, ich bin sehr motiviert.
Die Zeit verging deswegen schnell, da viele Wochenenden ausgelastet waren. Einmal kamen meine Eltern vorbei, einmal hatte ich auch Heimaturlaub, einmal war ich bei meinem Bruder Geburtstag feiern, einmal feierten wir mit der gesamten Familie, und zum Schluß kam auch noch der Gegenbesuch von meinem Cousin Martin dran; ich fuhr nach Haltern, schaute mir die Stadt an, umrundete den See und unterhielt mich sehr viel mit ihm. Nur ein Wochenende blieb frei und ich weiß nicht mehr, wie ich es füllte. Wahrscheinlich war ich da das einzige Mal am See, ich hatte noch bedeutend mehr Einladungen von Studenten oder Christen, allerdings waren die entweder zu spontan oder zeitlich schon belegt. Was bedeutend war, war das Grillen im Hochschulhof an einem Freitagabend. War für 18 Uhr angesetzt, ging gegen 19 Uhr los und bis 24 Uhr wurde es immer gesprächiger. Dann gingen einige, die nicht genug hatten noch rüber ins Luisenviertel, sodass ich erst zum Morgengrauen ins Bett kam. Ansonsten ists mit der Hochschule bei mir wie mit der Schule schon: ich versteh mich mit allen gut, hab aber mit wenigen außerhalb der Hochschule was zu tun oder mal tiefer gehende Gespräche. Außer dem Hausmeister und Technikern haben mich in meiner Wohnung bisher auch nur 4 Leute besucht, die ich alle nicht aus Wuppertal kenne. Aber es gibt durchaus auch eine Handvoll Leute, mit denen ich auf der gleichen Wellenlänge bin. Vorallem in der smd, zu der ich dann gleich gehen werde. Mit der ich auch öfter WM-Spiele angeschaut habe, wobei ich immer an unterschiedlichen Orten geschaut habe. So viel Fußball wie während dieser WM hab ich noch nie geschaut, Grund war vorallem, dass ich direkt am Anfang zwei-drei Tage leicht fiebrig im Bett lag. Aber grade fürs ungeübte Auge ist die WM schön, da oft stark unterschiedliche Mannschaften aufeinander treffen.
Eventuell schreibe ich am Donnerstag nach der Klausur noch einmal ein Blogeintrag, vielleicht schreib ich auch noch etwas zum Ausflug nach Düsseldorf letzten Samstag oder evtl. nach Hattingen morgen, mal sehn. auf baldiges Wiedersehn.
Der letzte Bericht über mein Studium war vor zwei Monaten. Da war grad der Wettbewerb vorbei. Nun, auf dem Akkordeon hatte ich mir auch nicht mehr viel vorgenommen, es gab nur noch vor anderthalb Wochen das Semesterkonzert. Daraufhin hatte ich etwa einen Monat sehr wenig geübt, dann etwas mehr, um in der letzten Woche doch noch einiges zu schaffen, etwas früher angefangen hätte ich vielleicht auch auswendig gespielt. Trotzdem war es musikalisch gut/überzeugend. Des weiteren waren schon Prüfungen in: Embodiment – die Dozentin wollte uns nicht prüfen, sondern musste, dementsprechend erinnerte es mich teilweise an Tschechischklausuren; Kontrapunkt – was mir recht gut liegt und wir auch intensiv geübt hatten; Bandcoaching – da war ich mir unsicher, aber ohne ernste Probleme gings recht souverän; Allgemeine Instrumentaldidaktik – als Colloquium, 8 Prüflinge gleichzeitig und der Dozent labert auch noch, alle bestanden; und heute Akustik und Instrumentenkunde – teilweise zu spezielle Fragen, insgesamt aber machbar gewesen, falls man gelernt hat. Am Donnerstag kommt noch Musikgeschichte von einem Jahrtausend… dementsprechend auch die Möglichkeit der Fragen und diametral entgegengesetzt meine Lernmotivation.
Gestern hat sich dann noch ein Wechsel geklärt: ab nächstem Jahr werde ich im Nebenfach kein Drumset-Unterricht mehr haben, sondern am Vibraphon. Wird eine sehr schöne Herausforderung, ich bin sehr motiviert.
Die Zeit verging deswegen schnell, da viele Wochenenden ausgelastet waren. Einmal kamen meine Eltern vorbei, einmal hatte ich auch Heimaturlaub, einmal war ich bei meinem Bruder Geburtstag feiern, einmal feierten wir mit der gesamten Familie, und zum Schluß kam auch noch der Gegenbesuch von meinem Cousin Martin dran; ich fuhr nach Haltern, schaute mir die Stadt an, umrundete den See und unterhielt mich sehr viel mit ihm. Nur ein Wochenende blieb frei und ich weiß nicht mehr, wie ich es füllte. Wahrscheinlich war ich da das einzige Mal am See, ich hatte noch bedeutend mehr Einladungen von Studenten oder Christen, allerdings waren die entweder zu spontan oder zeitlich schon belegt. Was bedeutend war, war das Grillen im Hochschulhof an einem Freitagabend. War für 18 Uhr angesetzt, ging gegen 19 Uhr los und bis 24 Uhr wurde es immer gesprächiger. Dann gingen einige, die nicht genug hatten noch rüber ins Luisenviertel, sodass ich erst zum Morgengrauen ins Bett kam. Ansonsten ists mit der Hochschule bei mir wie mit der Schule schon: ich versteh mich mit allen gut, hab aber mit wenigen außerhalb der Hochschule was zu tun oder mal tiefer gehende Gespräche. Außer dem Hausmeister und Technikern haben mich in meiner Wohnung bisher auch nur 4 Leute besucht, die ich alle nicht aus Wuppertal kenne. Aber es gibt durchaus auch eine Handvoll Leute, mit denen ich auf der gleichen Wellenlänge bin. Vorallem in der smd, zu der ich dann gleich gehen werde. Mit der ich auch öfter WM-Spiele angeschaut habe, wobei ich immer an unterschiedlichen Orten geschaut habe. So viel Fußball wie während dieser WM hab ich noch nie geschaut, Grund war vorallem, dass ich direkt am Anfang zwei-drei Tage leicht fiebrig im Bett lag. Aber grade fürs ungeübte Auge ist die WM schön, da oft stark unterschiedliche Mannschaften aufeinander treffen.
Eventuell schreibe ich am Donnerstag nach der Klausur noch einmal ein Blogeintrag, vielleicht schreib ich auch noch etwas zum Ausflug nach Düsseldorf letzten Samstag oder evtl. nach Hattingen morgen, mal sehn. auf baldiges Wiedersehn.
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