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Freitag, 22. März 2013

Leben eben

open up your box of sunshine – heut war ein ziemlich schöner Tag, den ich mit nem Blogeintrag ausklingen lassen möchte – and smile as confetti comes, raining down on you – kein Konfetti, dafür längere Gespräche, hab ich auch lieber – you feel a lot like the good guy – he, ausnahmsweise mal… wobei… ach, ist schwer zu sagen. Wahrscheinlich fühlt man sich die meiste Zeit im Leben als good guy, außer in realistischen Zeiten – but do you know why – nun, vermutlich weil ich das Gefühl hab, ein paar Dinge richtig getan zu haben. Gefühle hängen ja stark von Taten ab, nech? – everything’s so blue – ach, der Satz ging weiter. Warum alles in Ordnung scheint? Nun, an mir hängts eigentlich nicht. Zumindest seh ich nur Gnade Gottes und Leute, die aus Seiner Kraft leben. Und die mir das Gefühl geben, es läuft richtig rund. Was rede ich da vom Gefühl? Ok, es waren nur Gespräche, aber meine Freude hängt nicht an Worten, viel mehr an Ausstrahlung. Und an Tiefe in Freundschaften. Und auch diese Tiefe ist mehr im geistlichen zu finden.

well, love is fire and the coals are barely burning – schöne Metapher. Schön, weils mir so vertraut vorkommt: es könnte ansteckend sein, wird aber vermutlich bald an mir vorübergegangen sein – cold fills the emptiness that fills this empty place – zumindest ist es nicht kalt in meiner Wohnung – I taught you the walk but then you ran away from me – und spätestens hier müssen meine Anmerkungen nerven – and that’s not how it’s supposed to be – denn diese Zeilen sind ununterbrochen doch so schön. Zusammenfassung: Jep, ich renn auch immer wieder weg. Sieht aus nach dem einfacheren Leben. Dabei bin ich mir sicher, dass nur mit Gott es lebenswert ist. Und nur unter Feuer. Also keinem Heufeuer, lichterloh und kurz, sondern eher wie die erwähnten Kohlen. Wird sich das ändern? He, einmal ein Moment, auf den ich mich freue, wenn ich in zehn Jahren den Blog noch mal lese. Jetzt aber zum Refrain.

I, I collide
with love as an elusive state of mind
I know there’s something else it’s supposed to be
I, I collide
with love as an elusive state of mind
something’s killing me!

Interessant, dass die ungenutzte Möglichkeit eines besseren Lebens einen verrückt macht, beinahe umbringt.

tearful confessions
have watered down and broken down
the chance for unrequited love
to finally reach its wall
you’re waiting for the axe to fall
but can’t you see it lying on the ground

Wird einem zu viel und man erwartet ein Ende mit Schrecken? Passiert nicht. Dann gehts eher wieder zum Refrain. Und wieder und wieder. Ich mag das Lied. Wer ewig strebend sich bemüht… zählt eben nicht. Oder nicht nur. Weil man nicht allein ist, sondern nur einer größeren Liebe nachfolgt. Schade, dass man nur so selten Feuer in seiner Umgebung hat, dann bemerkt man wieder, wie ansteckend und nachahmenswert es ist. Oder auch gut, dann kommt man selbst wieder in Bewegung.

Ach, wies mir sonst so geht? Bin grad für zwei Wochen in Wuppertal, über Ostern noch mal in der Heimat. Die erste Woche war nicht so gut, die zweite wird Tag für Tag besser. Trotzdem noch ein Haufen aufgeschobener Arbeiten vor mir. Und ich teste ein bisschen aus, ob oder wie es sinnvoll ist, im Sommer ein Übejahr zwischen Bachelor und Master zu schieben. Und ich analysiere Ablauf und Sinn verschiedener Humpelvarianten, da ich noch schauen muss, wie möglichst bald und möglichst vollständig mein linkes vorderes Kreuzband vernarbt. Zumindest kam der Unfall zwischen den Semestern, im Semester wär es ein echtes Problem geworden. So hab ich grad ne ruhige Zeit, viel Zeit zum Nachdenken, leider auch viel Zeit zum Vertrödeln, das kann von Tag zu Tag sehr unterschiedlich aussehn.

Zum letzten Post bleibt noch zu sagen, dass das Filmprojekt in der Hochschule am Aufführungstag noch ganz interessant wurde. Und evtl. es einen Nachfolger gibt, was noch besser aussieht. Auch in diese Richtung von Begleitung würde ich in einem Zwischenjahr investieren. Und ich arbeite auch an einer Rezension, wie im vorletzten Post angekündigt. Das dauert noch.

Ansonsten: Packen. Hab grad meinen Schreibtisch durchsortiert. Gute Dinge gefunden. Und einiges nehm ich jetzt schon mit nach Hause. Demnächst wird die Wohnung abgemeldet. Ach, die letzten Tage hab ich mich auch viel mit Chorälen beschäftigt. Dabei bin ich soweit gekommen, dass ich sinnvoll im gleichen Stil reimen kann. Ist nur kontraproduktiv, wenn man sich die richtigen Zeilen merken will und es nicht auseinanderhalten kann.

Ich schätze, der Rest war zu normal, deswegen hör ich mal lieber auf, bevor ich noch zu den Schwätzern zähle…

Samstag, 8. Dezember 2012

Der Abend hat sich doch noch gelohnt, nach-

dem es zuvor reichlich schleppend vorwärts ging. Der Tag hatte zu viel andere Inputs, als dass ich mich, wieder zu Hause und wieder aufgabenlos, konzentriert dem Üben hätte zuwenden können. Beinahe wär die dringend benötigte Übezeit ganz in Ablenkung versunken. Dann kommen solche Maßnahmen, wie im Dunkeln üben, oder versuchen sich den Computer zu verbieten. Aber am Ende kam dann noch der Geistesblitz, als ich über die Moderation nachdachte. Das Konzert diesen Sonntag teilen wir uns bei der Moderation, und ich habe ein Stück übernommen, dessen Anmoderation besonders wichtig ist. Denn wenn der Zuhörer nicht weiß, dass es neunzehn Minuten dauert, erwartet er schon nach vieren den Höhepunkt, und nach sechs Minuten den Schluss. Dann ist es besser, man gibt ihm ein paar Bilder an die Hand mithilfe derer er das Stück strukturieren kann, und etwa weiß, welcher Teil gerade erklingt, damit lässt sich leichter ein Spannungsbogen empfinden. Und mir sind nicht Bilder eingefallen, sondern ein einzelnes Bild, in dem das ganze Stück enthalten ist. Da lauf ich also im Zimmer auf und ab, und werde immer faszinierter und glücklicher, weil ich mich innerlich moderieren höre, was sag ich, was lass ich weg, wass muss der Hörer wissen, was schränkt seine Phantasie ein, etc. Ich freu mich aufs Konzert!

Und grad als ich den Post anfing, kam Jakob hier vorbei und wir hatten noch einen schönen Abend mit sehr guten Gesprächen. Überhaupt passiert grad viel, und mit vielem bin ich sehr glücklich. Fragt mich zu Weihnachten! :)

Wenn du Jesus wärst – was würdest du an deinem Leben als erstes verändern?

Freitag, 12. Oktober 2012

Es hat mich

Das Hochschulleben hat mich wieder erwischt. Heut war ein recht anstrengender, langer Tag in Köln, da hab ich mir dieses Semester viel vorgenommen am Donnerstag. Alles freiwillige Kurse, teilweise viel Glück gehabt noch reinzurutschen, schönster Nebenerwerb: Ich darf mir dieses Semester von der Hochschule eine Bratsche ausleihen.
Viel weniger als den Alltag, der nun langsam eintritt, hat mich aber die soziale, fast schon politische Komponente. Letzte Woche war Didaktische Woche, jeder kann teilnehmen an zig Vorträgen verschiedener auch namhafter Professoren und Dozenten. Gut, um Erstis kennenzulernen. Selten auch direkt förderlich, vieles gehörtes ist eben noch nicht anwendbar. Und wer will, kann auch Credits bekommen, wenn man genügend Unterschriften sammelt für Anwesenheit. Die werden recht freizügig gegeben; als mir ne falsche Veranstaltung unterschrieben wurde, meinte unser Standortleiter: Ach, das macht gar nichts, der ist ja sowieso immer da. Tja, den Ruf hab ich schon weg. Aber solche Veranstaltungen ›muss‹ man auch nutzen, gerade abends und gerade mit Wein kommt man auch sehr gut in Gespräche mit Professoren und anderen Mitarbeitern. Nach drei guten Abenden auf der Didaktischen Woche, kam gestern gleich der nächste, ich durfte auf der Semestereröffnung für die Freunde und Förderer der Hochschule spielen. Danach noch zwei Stunden verquatscht, ich ging mit so nem Grinsen nach Hause… und einem Schwips.
Letzte Woche war mit StuPa und zwei Mensa-Partys dann auch so voll gewesen, dass mich auch noch ne Krankheit am Wochenende hatte.
Die SMD hat mich wieder als Leiter, das zweite Semester. Macht auch Spaß, nur gerade lauf ich noch nem organisatorischen Rückstand hinterher.
Das StuPa hat mich als Schriftführer, auch das Protokoll muss ich noch schreiben. Und noch Kleinkram steht an, Geburtstagsfeiern, eine Hochzeit (etwa meine 16.), Vorbereitungen für zwei Ensemble-Auftritte, drei Muggen, zwei-drei Tangos und ein komplettes Duo-Konzert in den nächsten zwei Monaten… es hat mich.

Und sonst so? Ich hab grad zum dritten Mal längerfristigen Besuch bei mir. Ein Zimmer zu zweit zu teilen, ist hierzulande ja nicht üblich, aber es geht schon. Man spricht zwangsläufig mehr miteinander, man lebt auch etwas anders. Allein die Möglichkeit beobachtet zu werden (was gar nicht stimmt), stellt einen viel bewusster vor Entscheidungen. Ich mags, aber es hat auch Schattenseiten. Üben tu ich dabei nicht gern, zumal ich in die Hochschule gehn kann. Und auf Dauer zehrt es, und man freut sich auf den Tag der Ruhe und wo in der Wohnung wieder alles nach eigenem Ermessen abläuft.
Gut zwei Wochen sollte es schon her sein, da hab ich mir Ronsdorf angeschaut. Interessant, was es zu Zinzendorfs Zeiten noch so für hochangesehene Sekten gab.

gute Nacht

Freitag, 13. Juli 2012

Tea And Sympathy

Mit erschreckender Regelmäßigkeit, kommt nun der nächste Post, vermutlich der letzte vorm Sommer. Mal wieder kreuz und quer, was mir einfällt.

Die letzten Wochen waren sehr locker: Hatte nach dem Wettbewerb nicht mehr so viel zu üben, und alles andere ging meist nebenbei. Die freie Zeit verging mit vielen Kleinigkeiten und auch vielem Rumsitzen und Quatschen.

Ein wenig Sightseeing hab ich wieder ins Programm aufgenommen. Noch kann ich in ganz NRW kostenlos rumfahren, aber die Zeit vergeht schnell. Im Semester nimmt man sich selten einen Tag frei, und wer weiß, wie ich nächstes Jahr dazu komme. Vorvorletzten Sonntag ging es mit Freunden zur Müngstener Brücke und Schloß Burg. Sehr schöne Wanderstrecke, nur regnete es durchgehend, sodass ich mir auch ne Erkältung einfing. Auch hab ich mir Bonn angeschaut, einmal ein wenig die Altstadt und letzten Samstag Bad Godesberg mit Burg und die Rheinaue und das Regierungsviertel. Die Rheinaue ist außergewöhnlich groß und schön, Bad Godesberg hat auch schöne Parks und auch Altstadt, aber wenig. Das Regierungsviertel, sollte man sich mal anschauen, inzwischen wird aber schon einiges umgebaut, interessant ist eher, wie klein und normal das meiste ist. Nächsten Montag gehts dann zum Arboretum, und morgen hab ich auch noch einen freien Tag, weiß aber noch nicht, wo ich hin möchte. Vermutlich irgendwas vom Ruhrpott anschauen, denn Münster, Siegen und Aachen sind doch weiter weg, und ich wär gern 18 Uhr wieder zurück.

Was voranging war meine Kammermusik mit En. am Saxophon. Wollen möglichst im Herbst ein Konzert spielen und haben auch beim Klassenabend wieder ne Viertelstunde gespielt.

Zum Konzert noch eine nette Geschichte: Vor ein paar Wochen in Konzertgestaltung sollten wir ein fiktives Programm moderieren. Kurz bevor ich zu Hause los bin, hab ich für mein Programm mir Lebensdaten der Komponisten geholt, falls ich dran komme. Dann kamen erstmal zwei andere dran, aber es war noch etwas Zeit am Ende der Stunde. Da aber sich keiner vorbereitet hatte, ging ich vor, und moderierte halb aus dem Stegreif, d.h. ich hatte mir es vorher durchdacht, aber nicht aufgeschrieben und auch nicht einmal vorgesprochen. Fühlte mich also unwohl und recht unruhig, bekam aber das Feedback, dass es souverän und ruhig war. Nun beim Konzert sollten wir wieder moderieren. Und diesmal vergaß ich es, bis mein Lehrer mich beim Anspielen vor dem Konzert dran erinnerte. Also setzte ich mich rein ins Konzert und überlegte während der ersten Hälfte, was ich sagen würde. Wieder merkte man mir wohl nicht an, wie wenig vorbereitet es war. Leider kann man so zwar nicht viel über die Komponisten sagen, aber wie sagte so schön unser Prof, das kann man bei wikipedia nachlesen, die Leute wollen ja nicht belehrt werden. Und so spricht man nur über das Stück, und was man selber damit verbindet, auf was eventuell die Zuhörer achten sollten, und welches Konzept hinterm Konzertprogramm steckt. Schön, wenn das so relativ stressfrei funktioniert.

Einige Abschlussprüfungen habe ich mir auch anhören können. Darunter drei mal Cello und eine Blockflöte am selben Tag, einmal Gesang, einmal Geige, zweimal Schlagzeug. Selber hatte ich auch zwei Prüfungen in Satztechniken des 20. Jh. und in Gehörbildung. Dabei durften wir bei Gehörbildung auch Instrumente verwenden, um die Musik herauszuschreiben, da ja später im Beruf man die gleiche Möglichkeit hat. Find ich nicht so gut, denn wenn man ohne Instrument sich keine Melodie vergegenwärtigen kann, kann mans im Konzert auch nicht. Und verkehrt kanns nicht sein, das Schwerere zu erlernen. So wie die Prüfung war, hilfts mir dagegen, und obwohl ich nicht sonderlich gut höre, habe ich eine eins bekommen.

Gestern hatte ich noch eine Mugge. War für mich ein Novum, da es auf einer Beerdigung war und ich im Stehen spielen musste. Im Stehen spielen muss ich noch etwas üben, gefallen hat es trotzdem.

Das wär soweit das wichtigste. In einer Woche bin ich in der Heimat, da sieht man sich hoffentlich wieder. Schönen Sommer!

Samstag, 16. Juli 2011

gegen die Lust

Heut war ein vergammelter Tag. Also wie geplant. Ungeplant war, dass mir Computerspielen kaum Spaß mehr macht. Naja, vielleicht schon irgendwann mal wieder, aber heute nich so. Aber fangen wir vorne an.
Ursache für meinen Stromausfall war mein Herd. Der geht jetzt nicht mehr, bzw. verursacht nen Kurzschluss, wenn man ihn einschalten will. Fachmann kommen lassen lohnt sich nicht, entweder ich leb ab Oktober ohne Herd hier, oder ich find selber nen Fehler oder ich zieh aus. Die Faulheit schlägt Lösung eins vor.
Sonntag war der Klassenabend, der diesmal nur zwei Stunden lang ging, und qualitativ auch recht gut war. Solo und Kammermusik waren sehr gut, unser Ensemble war ausreichend gut fürs Konzert, aber wir könnten wohl mehr, wenn wir gewollt hätten.
Montag bis Mittwoch waren dann täglich zwei Proben für Nosferatu. Die Abendprobe war immer deutlich besser als die Morgenprobe (da verzählt man sich grundlos) und auch im Laufe der Tage gabs eine deutliche Steigerung bis zum Konzert. Das war am Mittwochabend und bis auf einen falschen Einsatz im Fortissimo, zu meiner vollsten Zufriedenheit gelaufen. Hab mich nicht verzählt und Solostellen so gut wie möglich abgeliefert, nicht alles war so möglich, wie vom Komponisten gefordert.
Dienstag war noch mündliche Theorie-Prüfung, insgesamt haben wir 3 Noten bekommen (mündl., schriftl., schriftl. in Gehörbildung), hab bei allem eine 1,7.
Dann war ich ganz schön erschöpft. Als ich Mittwochabend zum Konzert ging, wollten meine Beine kaum noch laufen. Auf dem Nach-Hause-Weg war es einfacher, zwar liefen sie langsam, aber ich war glücklich genug, dass es mich nicht interessierte. Donnerstag war ich ziemlich im Eimer, hab tagsüber lange Pausen gemacht. War trotzdem morgens um neun zu Musikgeschichte gegangen, hab auch Mittwoch und Donnerstag mit In. und Ve. einander vorgespielt, am Freitag hatten wir drei Zwischenprüfung. Üben ging mit langen Pausen dazwischen, laufen war ganz schön anstrengend. Wollte Donnerstagabend eigentlich noch zum Hochschulsport, evtl. sogar zu nem Film, aber das erschien mir nicht möglich, wenn ich noch irgendwie Kraft für den nächsten Tag haben wollte. So hab ich bis neun noch in der Hochschule geübt.
Am Freitag dann ausgeschlafen, hab dann die Zwischenprüfung gespielt, zwei Stücke sehr gut, beim dritten vergaloppierten sich ständig meine Finger. Einmal musste ich ein paar Takte eher neu ansetzen, hab dafür aber nicht abgesetzt, sondern nen Takt lang improvisiert. Also hab ich durchgängig den Gestus des Stückes beibehalten, nur die Töne oftmals nicht, was man bei dieser Komposition aber auch nicht unweigerlich merkt. Raus kam dann ne 1,3. Nach ner Essenspause und bissl Warmspielen dann noch Nebenfachprüfung. Ein wenig und ein wenig mäßig kleine Trommel gespielt und recht gut auf dem Vibraphon dann musiziert, raus kam ne 1,7. Also kann ich durchaus zufrieden sein mit dem Semesterabschluss. Vor drei Wochen kam mir das Semester noch kurz vor, nach der letzten Woche, aus der man drei hätte machen können, kam es mir sehr lang vor. Hab mir trotzdem noch ne Schlagzeug-Masterprüfung am Freitagabend angehört, war sehr schön, anschließend noch beim Sektempfang gewesen. Bin dann aufgebrochen zur Abschiedsparty, wo ich erstaunlich lange durchhielt, bin um fünf wieder zu Hause gewesen. Bis halb eins heut geschlafen, ich denke den Tag könnt ihr euch vorstellen.
Bin noch bis Donnerstagmorgen hier, ab Samstag dann in der Heimat. Hab Montag und Dienstag recht viel freie Zeit, muss mir noch strukturieren, was ich über den Sommer machen will/soll/kann. Ansonsten gibts hier wohl wieder ne Sommerpause und es geht erst wieder im Oktober weiter. Gute Nacht, o Wesen.

Sonntag, 3. Juli 2011

Außer es passiert zu viel

Die Woche war gut voll. Hab einiges geübt, das meiste ist dem Ziel nahe, ein Stück macht mir momentan etwas Sorge. Dann war ich jeden Abend außer Haus: am Montag gab der Schlagzeugprofessor ein Konzert an der Hochschule, Dienstag normal smd, Mittwoch war ich zu einem leckren Abendessen eingeladen, Donnerstag Aikido, Freitag nochmal von Freunden eingeladen. Nur den Samstag blieb ich komplett zu Hause, da ich zu viel Arbeit hatte. Dafür war ich heut mal wieder im jwd. Dazu gabs bei den meisten Abenden auch ein-zwei gute Gespräche, die ich nicht online stellen will, weswegen es mir aber grad besonders gut geht. Da morgen die Prüfungszeit anfängt, ist das gar nicht so verkehrt. Nebenbei gibts dann auch typische Studentenversuche: Schimmel stirbt nicht ab, wenn man ihn in der Mikrowelle erhitzt. Achja, noch eine Begebenheit, hatte am Freitagmittag mal wieder nen Kreislaufaussetzer. War n ruhiger Morgen, dann ne Stunde entspannt bei der Alexandertechnik, plus nix getrunken: das gefiel meinem Kreislauf so gut, dass er aufhören wollte. Zumindest war das Gehirn deutlich unterfüttert, auch wenn ichs ohne Hinlegen hinbekommen habe. Achja, ich freu mich auf den Sommer, hab mir aus der Bibliothek mal Noten geholt, und auch so ein paar Ideen, was ich gern mal probieren würde… never stop dreaming. ebenso wie reflektieren. oh, und da kommt noch was: gefühltermaßen funktionieren meine Sehübungen. War mal wieder waschen und da konnte ich die hässlichen Digitalanzeigen wieder besser lesen. na denn, eine wunderschöne gute Woche wünsche ich.

Sonntag, 24. Januar 2010

lang ists her...

dass der letzte Eintrag kam, deswegen fühle ich mich fast schon genötigt, heut abend noch was zu schreiben.
Zuallererst der Heimaturlaub: war schön und lang, seit 2 Wochen bin ich nun wieder in Wuppertal.
Und diese sind nun recht prall gefüllt... ich wollte ja alle Konzerte im ersten Semester besuchen, d.h. aber für die 5 Wochen mit Vorlesungen im Januar und Februar gibt es fast jeden Tag bis auf Samstag oder mal Sonntag Konzerte. D.h. auch, dass ich nich mehr über alles berichten will hier.
Als ich herkam, hab ich mir ein Zeitlimit gesetzt, da ich in die Oper zu Fidelio wollte. Nun ich habs zwar gut geschafft, dank einer praktischen MFG, aber die Oper war nicht gut, speziell das Orchester hat schlecht gespielt. Hab dann auch einige Klagen über den Dirigenten gehört, tja, wenn das Geld weiter in diese Kultureinrichtungen fließen soll, müssen sie m.E. eine bessere Leistung bringen.
Dann war ein sehr lustiges Konzert am Mittwoch bei dem das komplette Italienische Liederbuch von Hugo Wolf gesungen wurde, abwechelnd von Sopran und Bariton mit zwei Klavierbegleitern. Das eine ist natürlich die künstlerische Leistung, nur einmal gab es ein Textriss, sonst sangen die Sänger auswendig, das andere war diese konsequent ernsthafte Darbietung. Und das bei Texten, die meist über die Liebe gehen, oft aber halb-religiös oder ironisch sind. Beispiele sind hier zu finden: 5, 7, 37.
Dann war am Wochenende Blockseminar Psychologie, d.h. Samstag und Sonntag längere Gespräche und Gruppenspiele über Kommunikation und Gruppendynamik, also, wie ich find, ein wirklich interessantes und relevantes Seminar, außerdem schweißt es natürlich die eigene Gruppe der Erstis zusammen. Nur war damit das Wochenende ziemlich aufgebraucht, es kam außerdem abends Snooker und durch den viel zu knappen Schlaf, hab ich mir ne schöne Erkältung mitgenommen.
Montagabend war dann Schlagzeugabend, sehr gelungen (besonders im Gegensatz zum letzten wohl), nur werden Stimmen laut, dass ich nächstes Mal wohl mitspielen müsste...
Und dieses Wochenende hab ich mir wieder vollgestopft... zuerst am Samstag Klassenvorspiel in Vorbereitung auf unseren öffentlichen Klassenabend zum Semesterabschluss. Seit langem mal wieder solo vorgespielt, sehr interessant, da alle drei Stücke ich nirgends vorher vorgespielt hatte, nun weiß ich wie sie sich unter Konzertatmosphäre verändern. Dann abends und am nächsten Tag nochmal gespielt, beidesmal weniger Druck und wesentlich besser wieder...
Nach dem Vorspiel bin ich abends nach Duisburg gefahren, wo wir zu fünft-viert-dritt bis äh... nach 4 irgendwann gequatscht haben, die Lachmuskeln hatten diesmal wohl mehr zu tun als die Gehirnwindungen. Kurz nach 8 aufgestanden, rübergefahrn nach Wanne-Eickel zu einer internationalen Gemeinde. Nun der Gottesdienst war nichts besonderes, aber schon vorher war die Atmosphäre besonders, denn es war wirklich gelebte Internationalität, gefiel mir sehr gut. Der Kaffee danach half mir dann durch den Tag, wobei sehr normale Phasen sich mit geistig vollkommen abwesenden abwechselten... Schlafmangel ist interessant, weil man dann die merkwürdigsten Träume mitbekommt. Z.B. bin ich mal so 10 sek. weggenickt und da wollte sofort ein Traum anfangen, aber als ich die Pizza da vor mir sah, dachte ich mir, bloß raus hier, wo ist die Wirklichkeit? Trotz der Müdigkeit tagsüber, bin ich aber grad wieder etwas länger wach, als ich wollte... nach der Gemeinde war ich noch zum Mittagessen eingeladen, d.h. eigentlich mein Cousin Martin, mit dem ich mich traf, ein sehr schöner Nachmittag, es ist auch ein gelungenes Foto entstanden. Abends war ich dann noch hier in Wuppertal in der historischen Stadthalle zum Konzert des Hochschulorchesters. War wirklich schön, vorallem wenn man bedenkt, dass sie nur 2 Wochenenden für ein gesamtes Konzert geprobt haben. Die Naturhörner hatten mit der Intonation öfters mal Probleme und auch andere mal zwischendurch, aber insgesamt hats überzeugt. Auch hier hieß es, he, so gut wie seit langem nich... komisch, sind wir Erstis so gut, dass dieses Jahr von allen Konzerten gesagt wird, sie seien wesentlich besser? Oder steckt da Absicht hinter den Kommentaren...?
Nun, zum Abschluß noch ein paar gesammelte Gedanken. Zuerst zwei interessante Betrachtungen aus dem Psychologie-Seminar: Was macht man als erstes wenn man unerwartet jemand Bekanntes trifft? Oder was passiert im Abstand von 7,15 bis 6,80 zumindest in europäischen-westlichen Ländern? Dann der Gedanke aus der Weihnachtszeit: Wer viel Segen erntet, muss auch dran denken rechtzeitig wieder auszusäen. Oder wie storch es formuliert: Der dumme Bauer erwartet eine Ernte, die er nicht ausgesät hat. Eigentlich klar, andererseits ein schlagkräftiges Argument für Disziplin und Routine, auch wenn diese manchmal einen einengt.
Nun, wenn ihrs bis hierhin geschafft habt, vielen Dank, und viel Spaß beim Kommentieren (übrigens: man kann nicht nicht kommunizieren - also überlegts euch, was ihr wollt ;), bzw. schön gute Nacht, angenehme Ruhe und friedliche Träume, wünsch ich euch.