Samstag, 19. Dezember 2009

The end is here...

Die (vor-)letzte Woche war voll. Voll mit Konzerten und Vorspielen. Da war am Montag ein Klavier mit Kammermusik-Konzert, wie erwartet gut. Ich glaub danach waren wir noch im Brauhaus. Dann gings Dienstag weiter mit der Geigenklasse, gut bis sehr gut gespielt, aber mit wenig Bühnenpräsenz oder genauer: -bewußtsein. Am Mittwoch waren dann vorallem kammermusikalische Besetzungen dran, auch schön gewesen, ich schätze daran vorallem die neuen Namen und das Zuordnen der Gesichter zu Instrumenten, was für Musik gespielt wurde, vergesse auch ich relativ schnell. Es fehlte der rote Faden, da kein Profs organisierte, sondern jeder, der wollte, vorspielen konnte. Donnerstag dann klasseninternes Schlagzeugvorspiel, nach der Hälfte musste ich zu Musikgeschichte. Abends dann Vortrag der Klassen Sprecherziehung, Tanz/ Szenisches Spiel, BodyPercussion, die ersten beiden Kurse muss jeder belegen, der den Bachelor of Music in Education studiert. Der Abend war sehr belustigend, ein großer Teil war Nonsens-Gedichte, es ging halt mehr um Sprechweise als um Thema. Bzw. beim anderen Kurs wurde gar nicht gesprochen, sondern zur Musik Szenen dargestellt, welche ebenso zusammenhangslos waren. Aber nett, wenn 10 Kommilitonen einen Wald darstellen, mit Bäumen, Gras, Reh, Jäger und so... oder aber eine Riesenkrake... oder ein Gedicht über puppende Puppen gemeinsam vortragen. Danach gings noch ins Moritz was den Abend abrundete. Am nächsten Nachmittag war ein Vortrag der Gesangsklassen über Shakespeare und andere Liebesgedichte, teilweise in den ursprünglichen Formen, teilweise in moderner Sprache, der Mix war urkomisch. Abends noch ein Vorspiel der Gitarrenklasse, mir gefiel besonders der Kommentar des Profs zum Ersti, „Na Ph.! So hab ich dich ja noch nie spielen gehört!“ Tja, der Abend war wie der vorherige auch so gegen halb 12 vorbei, ein Zeitpunkt an dem ich wieder wach werde, nur diesmal hatte ich noch jemanden um 2 Stunden noch durch Wuppertal ziehen zu können, das erste Mal, dass ich mich wie zu Hause fühlte. Der nächste Tag war dann ziemlich konträr, mein einziges Gespräch war mit einer Verkäuferin... und mir selbst natürlich, dafür ein einzigartiges Snooker-Match gesehen. Am Sonntag war ich dann spontan in den Barmer Anlagen, wunderschöne Sicht über Barmen, sehr kalt, gute Wanderwege und eine liebenswürdige, alte Frau getroffen, auch ein außergewöhnlicher Tag.
Diese Woche Montag war wie immer voll, über Dienstag schrieb ich schon das Wichtigste. Am Mittwoch war dann ein freudiger Tag, ich kam mir selbst merkwürdig vor bei all den Gedanken in meinem Hirn. Z.B. überlegte ich beim Abendbrot, ob mit entsprechender Vorstellungskraft ich es schaffe, bei jedem Biss mir eine andere der Formaggi-Käsesorten vorzustellen. Dadurch wird das Essen doch gleich leckerer... Außerdem hat es geschneit, nachts blieb auch ganz bissel liegen; der Hausmeister war da; und abends gab es ein schönes Kammermusik-Konzert, aber auch alte Musik kann sehr ähnlich sein, sodass man sich an die Themen schon nach kürzester Zeit nicht mehr erinnert. Am Donnerstag dann ein letztes Mal Musikgeschichte beim Lutz-Werner, wens interessiert, dem zeig ich gerne mal eine kleine Zitatesammlung, sehr erheiternd. Abends war Groove-Jazz dran, eigentlich nicht konzertant eher was für die Lounge. Und am letzten Abend war dann ein Posaunenkonzert und nachher gabs noch Balkanmusik vom Royal Street Orchester, wo auch zwei Kommilitonen mitspielen, richtig guter Abschluss. Das Ganze ging berechtigterweise bis nach Mitternacht, für mich hieß das dann nicht mehr zu schlafen, bis ich nun seit halb 4 Zug fahre, die meiste Zeit versuche zu dösen, aber jetzt funktionierts definitiv nicht mehr. Aber egal, ich freu mich so auf die Begegnungen heute, dass ich meinen Körper bestimmt überzeugen kann, dass er keinen Schlaf benötigt.
Tja, was nehm mer mit aus Wuppertal? Einiges zu üben über Weihnachten, einige gute Bekanntschaften auf die ich mich im Januar auch wieder freue, Erfahrungen im Haushalt und mitm Singleleben, wovon ich nicht alle schätze, aber auch einiges draus gelernt habe. Vorfreude auf zu Hause, wos kälter ist und noch mehr Schnee liegt, auch wenn Wuppertal schon meine Erwartungen übertroffen hat. Der Blog geht jetzt in seine Weihnachtspause, es geht Mitte Januar weiter, bis dahin... (könntet ihr euch durchlesen, was ihr im Alltag nicht geschafft haben und kommentieren, wos denn mal sinnvoll wäre) ... bis dahin guten Schlaf.

Donnerstag, 17. Dezember 2009

The end is near...

deswegen gibt es diesen Beitrag auch etwas später als im strikten Wochenrhythmus, wehret der Tradition. Nicht mein Ende naht, aber dieser Blog wird über Weihnachten in eine Pause gehen, so lang ich nicht in Wuppertal bin. Und hoffentlich im neuen Jahr etwas kreativer erwachen, der Blog scheint sich genauso eingelebt zu haben, wie mein Leben in Wuppertal... da mein nächster Eintrag eindeutig zu lang wird, habe ich einen interessanten Teil herausgetrennt, den ich gradeben schrieb, in allbekannter verworrener Manier.
Diesen Dienstag bin ich nach Köln gefahren, eine ehemalige Studentin spielte dort. Moderne Stücke, viel elektronischer und visueller Einsatz, einige Stücke waren für sie komponiert worden, da sie ein nomadisches Leben führt, d.h. von Komponist zu Komponist umherzieht. Einerseits fand ich es inspirierend, was sie schon geschafft hat, andererseits die Kompositionen nicht sinnvoll. Kann man bei Musik von sinnvoll sprechen? Ich denke man kann. Die Gehirnforschung hat gezeigt, dass Musik erstaunlich fit das Gehirn hält und viele Verknüpfungen entstehen, ich denke, das ist auch oft der Spaß an neuen Kompositionen. Abgesehen davon, dass sie natürlich auch die emotionale Ebene anspricht, was aber meist stärker ist bei Musik, die wir kennen, mit diesem Ziel sehe ich gar keinen Grund für neue Kompositionen. Sieht man auch in der Popmusik, es wird mit immer einfacherer Harmonik gespielt, da diese reicht, die Emotionen anzusprechen. Kann man von den Gehirnvorgängen aber eine Legitimation für Musik ableiten? Sicher nicht allgemein gültig, aber für mich persönlich möchte ich dies schon, damit ich weiß wohin meine eigene musikalische Reise geht. Dieser Abend hat mir z.B. gezeigt, dass ich meistens den Einsatz von Elektronik für ein Problem halte, weil die Komponisten zu viel damit machen. Was ich aber wiederum nur am Beispiel und nicht auf diesem Blog erklären kann. Weiter bei der Legitimation: Das Thema ist für mich sehr aktuell, weil ich modernere Musik spiele, als die meisten kennen. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich Isaac und Annie zu einem langen Gelächter verhalf, als ich ernsthaft ein modernes Stück spielte. Dabei ist zu beachten, welche musikalischen Mittel, welche Assoziationen im Gehirn auslösen (auch ein Grund gegen Allgemeingültigkeit). Ich merke es immer beim Proben von modernen Stücken, dass das Gehirn sich richtig anstrengt, dass ich danach sehr schläfrig bin. Dann verstehe ich aber auch neue Stücke in ähnlicher Weise besser. Nun mein zweites Problem mit der Musik an diesem Dienstagabend: Es war Programmmusik ohne Programm. Und damit habe ich immer mehr ein Problem. Die meisten Komponisten schreiben zu Themen. Dabei sind es entweder gegenständliche Themen (Programmmusik) oder musikalische Themen. Diese Kompositionen hatten aber entweder gar kein erkennbares Thema oder waren bewusst zufällig komponiert worden. Und dafür ist mein Anspruch zu hoch, als dass ich freiwillig diese Musik spielen würde, denn ich sehe keinen Sinn in absichtlich destruktiven Kompositionen, die keinen Zusammenhang haben sollen. Oft meinen die Komponisten, dass sie den Alltag darstellen wollen, das Leben wie es sie umgibt, aber mich umgibt wohl ein anderes. Naja... viel geredet, kurzer Sinn, die Gedanken sind nicht ausgereift, habt ihr noch was, das ihr dazu beisteuern wollt?

Sonntag, 6. Dezember 2009

Wochenbericht No. 7

Tja, ich wollte also noch einen Wochenbericht schreiben... Inzwischen zähle ich die Wochen eigentlich rückwärts, freue mich schon sehr aufs übernächste Wochenende. Ähm, Montag... schön, weil Theorie ausfiel und ich schlafen konnte. Zur Theoriestunde kam aber am Mittwoch noch ein interessantes Gespräch mit Ma. Theorie ist in drei Gruppen aufgeteilt, bei drei verschiedenen Dozenten, unser ist dabei wahrscheinlich der schlechteste. Zwar hat er vielleicht auf seinem Lieblingsgebiet Verdienste erworben, aber das befähigt noch nicht ein guter Dozent zu sein. Einerseits verschwendet er viel Zeit darauf Statistiken zu erstellen, die uns kaum etwas bringen, andererseits scheint er sich um die für uns wichtigen Gebiete der Musiktheorie nicht sonderlich zu interessieren, jedenfalls haben wir bis jetzt noch kein prüfungsrelevantes Thema angefangen. Nun ist Ma. nach eigener Aussage nicht gut in Gehörbildung, was beide anderen Dozenten von Anfang an im Lehrplan haben, wir aber nicht, deswegen fragte sie nach, ob er nicht mehr Gehörbildung machen könnte. Nun seine Antwort war unverschämt und ohne weitere Beachtung machte er weiter im Unterricht. Tja, das disqualifzierte ihn für mich als Dozenten und Ma. ist verständlicherweise auf 180 deswegen, das Beste wäre, sie würde den Kurs wechseln, aber prinzipiell muss sich etwas tun, so wie er bis jetzt ist, ist der Theorieunterricht nicht tragbar. In der Schule lässt man sich ja alles gefallen, da mans später sowieso nicht braucht, aber hier gehts wohl um ne Berufsausbildung. Ansonsten ist die Woche nicht viel passiert, war wenig los, hab auch nur wenig geübt... es war aber wieder ein Konzert am Freitagabend ein Akkordeonabend. Anfangs gleich zwei Bäche und drei Scarlattis, zwar unterschiedlichster Form, aber der Student war sich nicht so sicher in diesem Teil. Zum einen war er halt recht nervös am Anfang des Konzertes, dann spielte er diese auswendig im Gegensatz zum restlichen Konzert und zum dritten hat er sie wahrscheinlich auch nicht so viel geübt gehabt wie den Rest, welcher sehr gut war. Aber die ersten Stücke warn halt gepfuscht, was schade war, es wäre definitiv besser gewesen, nicht so viele klassischen Stücke zu spielen, wenn er bei den moderneren sicherer ist. Aber wahrscheinlich hat er gerade deswegen mehrere gespielt, um mehr Erfahrung sammeln zu können... naja, in meinen Augen nicht sinnvoll. Egal, ansonsten war es ein schönes Konzert, es waren auch einige Wuppertaler da, ungewöhnlich viel Kinder, wohl weil er diese schon unterrichtet, nur an Studenten mangelte es. Ok, es war Freitagabend, aber anscheinend kommen zu Akkordeon prinzipiell weniger Studenten, ähm, ja, definitiv verbesserungswürdig. Nun zum Samstag schrieb ich schon einiges, der Rest der Woche scheint belanglos gewesen zu sein, keine wichtigen Erinnerungen mehr. So wünsche ich noch eine schöne Woche... 2!

Samstag, 5. Dezember 2009

so ein Tag, so wunderschön wie heute

Heut war einer der besten Tage, seit ich hier bin. Wohlgemerkt Tag nicht Abend und nicht Morgen, denn der Abend verspricht ruhig zu werden (wie fast alle Samstagabende hier) und am Morgen schlief ich lang. Sehr lang, wenn man die Zeit noch dazurechnet, die nach dem Aufwachen noch im Bett lag. Dann hab ich gut gefrühstückt, dafür das Mittagessen ausfallen lassen und beschlossen, dass ich heute nicht die Nachbarn quäle, schon gar nicht in der Mittagsruhe (verbietet mir nämlich die Hausordnung), sondern in die Hochschule gehe. Und da hatte ich dann 5h lang ein Übezimmer, d.h. mind. 3,5h werde ich wohl geübt haben. Sollte ich wieder öfter machen in der Hochschule zu üben. Denn wenn ich viel Zeit hab, ist die Wegzeit nebensächlich und ich war einfach um vieles konzentrierter, als wenn ich hier zu Hause übe. Tja, mal schaun, was noch ausm Abend wird. Den Wochenbericht schreib ich aber erst morgen. Farewell.

Ahh, fast hätt ichs vergessen. Ich wollt noch über die eigentliche Problematik schreiben, in der ich jetzt stecke. Jeder weiß wohl, was ein Ohrwurm ist. Kaum einer wird den Nutzen kennen. Im Prinzip ist es nur eine Wiederholung des Gehirns, um gelernte Dinge zu vertiefen, sich besser zu speichern. Das ist natürlich bei motorischen Fähigkeiten, die öfter wiederholt werden müssen, von enormen Vorteil. Und nun frage ich mich, wie lange ich mir noch das Konzert in meinem Kopf anhöre. Ich würde ja auch gern neben dem Essen ein Buch lesen oder Musik hören, aber das würde meinen Kopf mit anderen Dingen wieder befüllen, bevor die vorherigen durchgearbeitet sind, ob das überhaupt sinnvoll ist? Übrigens auch für Christen ein interessantes Thema, wenn man sich einmal den ersten Psalm zu Herzen nimmt. Das Verb „besinnen“ kann man wohl auch mit „murmeln“ übersetzen und wäre für mich dann der gleiche Vorgang, wie eben beschrieben. Was ich auch versuche momentan umzusetzen.

Und P.P.S.: Ich hab unabsichtlich zuerst geschrieben „zu Gemüte“ statt „zu Herzen“. Dabei fiel mir auf, wie diese beiden Redewendungen doch deutlich den Unterschied zwischen Herz und Gemüt ziehen. Gemüt hat also eher etwas wankelmütiges, etwas wie anschauen und beurteilen, aber nicht unbedingt tun, wogegen was im Herzen ist, gemacht wird.

Ich hab die allgemein gültige Formel gefunden

40/37+10/27

Freitag, 4. Dezember 2009

Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr wenn...

Beim dritten Termin kam ein Techniker vorbei. Was der gemacht hat, weiß ich aber nicht, jedenfalls nicht meine Leitung freigeschalten. Also kommt der nächste am Dienstag... und falls der nicht hilft: lohnt sich eh nix mehr vor Weihnachten...

Sonntag, 29. November 2009

Wochenbericht No. 6

Mal in keiner Erzähllaune und trotzdem einiges zu erzählen. Den Anfang der Woche hatte ich ja bereits, das Lied begleitet mich weiterhin. Am Donnerstagabend war dann Konzert der Gesangsklassen, auch ohne Erstis ein volles Programm, da wir 3 Dozenten (davon eine Professorin) für Gesang an der Hochschule haben. Danach ging ich mit einer kleineren Gruppe von Gesangsstudenten in das Brauhaus, ein sehr schöner Abend wurde es.
Am Freitagmorgen ging ich zur Uni und an der höchsten Stelle meines Weges fegte ein derart eisiger Wind, dass ich dachte, ich könnte auch in Rokytnice sein. Trotzdem wird es hier nur nich schneien, fehlt mir jetzt schon. Dann ging es nachmittags auf nach Köln zum letzten Konzert der modernen Musik. In der Pause hab ich mir den Kölner Weihnachtsmarkt angeschaut, ein recht großer Weihnachtsmarkt, da gefiel mir der Aachener besser. Außerdem ist der Kölner soweit ich es gesehen habe, auf 2 Standorte verteilt, und teilweise wird direkt daneben gebaut, was das Bild etwas stört. Das Konzert war mäßig gut besucht, wesentlich besser als in Wuppertal oder Aachen. Ich spielte dagegen schlechter als in Wuppertal, aber etwas besser als in Aachen, wo ich ja bei einer Stelle richtig rausgeflogen war. Diesmal hatte ich mir die Schlagzeugstimme als Orientierung dazugeschrieben und hab mich auch mehrmals daran orientiert, weil merkwürdigerweise der Schlagzeuger immer anders spielte, als ich dachte... also eigentlich recht inakkurat, ich hoffe, keiner hört sich zu genau die Aufnahme an. Benni war übrigens mit Freundin da. Danach gingen wir noch in eine Bar, wieder mit einigen interessanten Gesprächen, eher zum Zuhören. Die Verwaltung in Köln ist wohl wahnsinnig langsam; ein anderes Thema waren einige interessante moderne Stücke und Kompositionsweisen, manche lassen die Melodie im Differenzton erklingen. Also wenn beispielsweise zwei Klarinetten nur einen Halbton auseinander spielen, bildet sich ein tiefer Ton. Wenn man damit experimentiert, kann es passieren, dass Leute den Saal verlassen, weil sie seekrank werden, oder sich unter die Stühle verkriechen, weil sie Angst bekommen. Muss ich mir unbedingt mal sowas anhören. Auf der Rückfahrt hatte ich noch ein merkwürdiges Erlebnis, ich wartete 25 Minuten am Hauptbahnhof auf den Bus. Da ich ein Akkordeon dabei hatte, hab ich das neben mir auf den Sitz gestellt und meinen Kopf draufgelegt und gedöst. Und plötzlich, fühlt es sich an, wie morgens beim Sonnenaufgang, als würde ich nach einer durchmachten Nacht zurückkommen und es nicht erst 10 vor 1 sein... als ich merkte, was den Schock bei mir ausgelöst hatte, musste ich lachen, da sangen doch wirklich die Vögel mitten in der Nacht, und für mich klang es, als würde grad die Dämmerung einsetzen... Dorfkind.
Am Samstag kam dann mein Cousin Martin (der andere) zu Besuch, es war wie zur Demonstration Wuppertaler Lieblingswetter, wir sind trotzdem viel durch die Stadt gelaufen. Hab ihm gezeigt, was ich hier schon an schönen Plätzen kenne, er hat ein paar Fotos gemacht, auch von meiner Wohnung und wir haben viel gequatscht. Nachmittags sind wir dann noch in die Monet-Ausstellung des Von-der-Heydt-Museums gegangen, schöne Ausstellung, sehr eindrücklich, guter Film zum Leben des Künstlers, nur die Typographie war wirklich nicht eines Museums würdig. Tja, danach fuhr er wieder und ich hab am Abend mal wieder geübt, ich hoffe, die Nachbarn nehmen mir das nicht übel, oder beschweren sich wenigstens persönlich, wenn doch.
Tja, und nun ist wieder eine Woche vorbei, 3 noch bis ich wieder zu Hause bin... meine todo-Listen werden immer größer, todo morgen, todo Weihnachten, todo Internet, todo Blog, todo nächster Anruf der Eltern... wird Zeit, dass ich Internet und Telefon habe und paar Dinge gleich erledigen kann, wenn sie mir einfallen.

Mittwoch, 25. November 2009

Lesetip

Da ich ja gerne als Pater-Brown mich ausgebe, versuche ich momentan sämtliche Geschichten von ihm durchzulesen. Was recht viel ist bei 51 Kapiteln, jedes um die 15 Seiten rum. Und natürlich auf englisch. Allerdings kostenfrei im Internet verfügbar. Und wirklich lesenswert, also wer noch nichts von ihm gelesen hat, dem empfehle ich zumindest das erste Kapitel.
Außerdem wollte ich noch auf eine gute Broschüre vom EC hinweisen, die aber leider doch nicht online ist, sehr schade. Mal sehn, ob ich nochmal ein paar davon mitgehen lassen kann vor Weihnachten, wäre vielleicht für den Teenykreis interessant.

Ein verregneter Mittwoch

Sowohl auf den Straßen, wie auch bildlich. Der Telekom-Techniker kam heute ein zweites Mal nicht vorbei, muss also wieder bei Alice anrufen und den nächsten Termin vereinbaren.
Aber davon ließ ich mir meine Laune nicht verderben, auch nicht von der Krankheit, beides gab mir Grund genug heut kaum die Wohnung zu verlassen und mich auszukurieren. Dabei hab ich ein Lied gefunden, was mich echt fasziniert: Song of the Volga Boatman (Traditionell, arr. Glenn Miller). Erst recht, als ichs nachgespielt und harmonisch analysiert habe, das erste Mal höre ich, wie kreativ eine Komposition mit den Kirchentonarten arbeitet. Ok, ich hab noch nicht so viele Jazz-Stücke analysiert, aber bei Glenn Miller wunderte es mich, da ich nicht dachte, dass es schon im frühen Jazz ausgeprägt war mit Kirchentonarten zu arbeiten.

Dienstag, 24. November 2009

Ein Dienstagabend

Sitz grad im Zug zurück nach Wuppertal, da es aber recht spät ist und der Zug ein paar Minuten bis zur Abfahrt hat, bin ich allein im Abteil, mache mir Musik an und hoffe, dass es so bleibt.
Was habe ich heute geschafft? Ein Konzert. Klingt nicht nach so viel, nimmt aber ziemlich viel Zeit in Anspruch. D.h. morgens frühstücken, duschen, Zeug möglichst ordentlich und platzsparend zusammenpacken, in die Hochschule, Instrument wechseln, Mittagessen und kurz vor eins gings dann los nach Aachen. Zug hatte Verspätung, zum Glück war ein anderer Musikstudent im Zug mitgefahren, der mir dann den Weg zeigte. Dann hatte ich beim Packen meine Noten vergessen (aber nicht die Bibel zu der ich sie legte), musste also aus der Partitur spielen, vielleicht flog ich deswegen auch einmal länger raus beim Auftritt. Dann hab ich mir noch Aachen angeschaut, das Stadtzentrum ist schön kompakt, auch der Weihnachtsmarkt gefiel mir, kein Vergleich zu Wuppertal (genauer: zu Barmen, wo ich ihn gar nicht mag), viele schöne alte Häuser, leider nicht viel Zeit zum Besichtigen gehabt.
Jippieh, der Zug fährt los und keiner kam mehr vorbei. Dann können ja Miller und Goodman weiter trällern.
Tja, und beim Konzert war dann mein lieber Cousin Martin da... also der Hamburger... naja, er meinte er findet die Neue Musik weder gut noch schlecht, er fands auf alle Fälle interessant es sich angehört und angesehen zu haben. Also die Grimassen der Musiker und der Zuhörenden. Nachher noch geplaudert, mal sehn, ob ich mir mal nen Samstag Zeit nehme für Aachen.
Ach ja, das interessanteste hab ich bis hierhin vergessen, ich bin durch den gestrigen Abend heut leicht kränklich gewesen, was sich doch ziemlich auf die Produktivität auswirkt. Jetzt nur noch die Frage, ob dieser Eintrag auf den Blog kommt oder doch nur ins Tagebuch...? Hab ja bis Wuppertal noch knapp 2 Stunden Zeit das zu entscheiden. schönen Abend noch, und macht was aus eurem Leben.
Nachtrag: Gradeben kam der Schaffner vorbei und erklärte mir, warum ich alleine da saß. War ausversehen in der 1. Klasse. Dabei dachte ich, die Züge wären immer gleichmäßig aufgebaut und ich kenne schon die Zugtypen...

Montag, 23. November 2009

Es gibt Sachen, die kann man nur mit Humor nehmen.

So zum Beispiel, dass sich der Nachbar gegenüber gedacht hat, er müsste in der dunklen Jahreszeit (und vorallem in Anbetracht des grauen Plattenbaus in dem er wohnt) seine Fenster optisch damit aufwerten, dass er sie mit Lichterketten umrahmt. Die dann die meiste Zeit abartig schnell blinken in rot-grün-gelb-blau-gelb-grün+rot-shuffle-grün-rot-gel-blau-grün-grün-grün-rot+gelb-blau-gelb-rot-paradiddle-grün-grün- nur ein Fenster leuchtet gleichmäßig friedlich vor sich hin. Wie halten die das nur aus?

Sonntag, 22. November 2009

Wochenbericht No. 5

Soo, wie war die Woche? Mhm, asiatisch leider. In der Mensa war eine Aktionswoche, die allerdings recht schlecht bei den Studenten ankam. Und bei uns gibst als Alternative nur das vegetarische Menü, nicht wie in der Hauptmensa, wo es noch ein zweites Menü gibt. Ansonsten hab ich am Montagabend wieder ein paar Jazz-Standards geträllert, was jetzt regelmäßig möglich ist. Dann Dienstag und Mittwoch morgen ab nach Köln zu Proben für das Ensemble der modernen Musik, leider verliefen beide Proben nicht so wie erwünscht. Auch bei der Generalprobe am Donnerstag hatten wir nicht einen Durchlauf gemacht, im Konzert klappte das Stück trotzdem erstaunlich gut, seltene Aussetzer nur. Allerdings war das Konzert nicht gut besucht, nur ein-zwei Wuppertaler, dann noch 4-5 von der Hochschule und ansonsten 20-30 Mitspielende. Normalerweise sind immer 60-70 Besucher da, auch am Abend vorher wo neue amerikanische Klaviermusik kam, waren so viele da. Dabei war dieser Abend eigentlich qualitativ schlechter, die Professorin versuchte ihn aufzuwerten mit Hintergrundinformationen, aber auch diese waren viel zu viele, bis endlich das Konzert anfing.
Am Mittwoch war dann noch Studentenvollversammlung, viel Gerede, wenig ist herausgekommen, aber interessant war es schon. Auch hier funktioniert einiges nicht so, wie es sollte, der offizielle Weg bis nach Köln ist anstrengend, am Besten funktioniert, was man einfach macht ohne wen zu fragen.
Am Freitag ein Gitarren-/Vihuelaabend, nichts dazu zu sagen. Am Samstag war mal wieder Wohnung putzen dran, ansonsten zur Hälfte ein vorgezogener Sonntag. Am Abend dann einen „Goal“ besucht, nette Menschen, nette Gespräche, und obwohl durchaus herzlich und freundlich, komme ich mir etwas sehr eigentümlich vor, respektive kommen mir die anderen merkwürdig vor in ihrer (Wuppertaler?) Art. Heute hab ich das erste Mal eine Einladung zu nem Essen vorbeizuschauen bekommen, freu mich drauf. Außerdem mal ne Jugend kennengelernt, wie ich sie verstehe... nicht als 18- bis 30-jährige, sondern als Teenies.
Nachher geh ich dann noch in ein Konzert vom Landesjugend-akkordeonorchester, eigentlich nicht ganz so mein Fall, aber da auch eine Kommilitonin mitspielt, wollte ichs mir mal anhören.
Hmm... ansonsten... nichts mehr für die breite Masse. Ab Mittwoch habe ich hoffentlich zu Hause Internet (und einen Telefonanschluss), da könnt ihr mich gern persönlich nochmal auf das Leben hier ansprechen. Wünsche noch eine schöne Woche.

Zeitung

Ich les immer wieder mal die Wuppertaler Rundschau. Niveaumäßig etwa mit dem Oberlausitzer Kurier gleichzusetzen. Aber dadurch weiß ich jetzt, dass es der Stadt Wuppertal doch recht schlecht geht, das Land will keine Extragelder für Schuldenabbau herausgeben, die Wuppertal aber braucht bei 1,8 Mia. Schulden. Jetzt hat die Stadt erstmal ein Paket vorgelegt, wo noch 80 Mio. gespart werden können. Da wäre mit inbegriffen: Schließung aller Bürgerbüros der Stadtteile, einiger Grund- und Hauptschulen, 2 Hallen- und 3 Freibäder, und das Schauspielhaus soll geschlossen werden. Außerdem Mehreinnahmen bei Ganztagesschulen, Kindertagesstätten, der Bergischen Musikschule, Hundesteuer, Gewerbesteuer und im Straßenverkehr. Die Bürgerbeschwerden werden wohl in nächster Zeit erstmal die Zeitung füllen... nur: damit werden noch keine schwarzen Zahlen geschrieben, jetzt soll das Land den Rest noch drauflegen. Trotzdem ist es natürlich kulturell auch bedenklich... Wuppertal hat so schon nicht allzu viel zu bieten, aber irgendwo muss ja gespart werden. Naja, in vier Jahren bin ich wieder weg...

Sonntag, 15. November 2009

Wochenbericht No. 4

Im Vergleich mit letzter Woche flachte diese ganz schön ab, zumindest was die Übezeiten anbelangt. Dafür war das Wochenende jetzt sehr schön, speziell Samstag Nachmittag bis Nacht, wo ich in Duisburg war. Tut einfach unheimlich gut mit Leuten zu quatschen, die man länger als nen guten Monat kennt. Heute der Tag war dafür müde, aber trotzdem sehr ausgefüllt. Und sonst... Geigenkonzert am Mittwoch, hab bemerkt, wie wenig ich Geigen beurteilen kann im Vergleich zu Klavier oder anderen Instrumenten. Leider auch in Köln an diesem Tag gewesen wegen einer Ensembleprobe. Verrückt bis absurd. Dann am Freitag sollte der Telekom-Techniker kommen, tat er nicht, nun dauert es mindestens anderthalb Wochen wieder bis ich einen Festnetz- und Internetanschluss habe.
Tja, belanglose Woche. Größtenteils. Euch einen schönen Abend noch.

Donnerstag, 12. November 2009

Schuhe kaufen macht glücklich.

Aber nur, wenns endlich vorbei ist. Doch, Deichmann ist zu empfehlen, wobei ich fast bei C&A gekauft hätte. Immerhin hab ich jetzt 2 Paar Schuhe.

Guten Morgen, liebe Leser.

Mir fiel heut beim Frühstück auf, dass ich ja nur meiner Familie Bilder von meiner Wohnung geschickt habe und das vielleicht noch andere interessiert.



So siehts also aus, wenn man reinkommt. Wenig aussagekräftig, man beachte die schmucke Glühbirne... ähm, vom Fenster aus, sieht der Eingang so aus:



Man beachte diesen interessanten Plastik-Tisch. Nützlich ist er schon, auch wenn man ihn nie waagerecht hinstellen kann, dafür ist die Konstruktion zu labil. Die Lampe finde ich zwar eigentlich immer noch hässlich, aber vom Licht her ist sie noch schöner als die anderen zwei. Nach rechts gedreht:



Den Sessel aufzublasen hat 4-5 Tage gedauert, täglich zweimal Lungentraining. Reicht aber als Sitzgelegenheit vollkommen aus. Hinter uns liegt nun die Küche:



Tja, dieses Bild ist der eigentliche Grund: Ich hab keinen Abfalleimer und lauf auch nicht so schnell runter zur Mülltonne, daran sieht man, ich trinke durchschnittlich 5l Milch, 3l O-Saft, 1,5l A-Saft und 3l Eistee, das sind aber Pfandflaschen.



Die Vorratskammer. Es fehlt: Toastbrot, Käse, Salami und O-Saft.
Nun zum Blick aus dem Fenster, zur rechten:



All die netten Leute, die mir zuschauen können. Zur linken sieht es grüner aus:



Der Schein trügt aber. Dahinter sind ja auch wieder Hochhäuser, noch dazu auf dem Berg... ich bin im vierten Stock und in etwa 30m ist in dieser Höhe wieder der Erdboden, d.h. selbst Fußgänger können bei mir etwas reinschauen.
Und zum Abschluss das Bad:



Tja, dazu ist eigentlich nichts mehr zu sagen. Rechte Hälfte:



Da ich keinen Fotoapparat habe, werd ich wohl nix von der Hochschule oder anderen netten Wuppertaler Ecken zeigen. Aber ich schau mal, ob google nette Bilder hat und stell die Links evt. als Kommentar hier ein. Schönen Tag euch noch.

Dienstag, 10. November 2009

Gemüt

Heute war ein... relativ schlechter Tag. Oder aber ein guter Tag um übers Gemüt nachzudenken. Am Morgen las ich: „Darum umgürtet die Lenden eures Gemüts, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade“. Dabei kam meine Gedanken auf die Frage, woher das Wort kommt, von der Versinnbildlichung mit einem guten Gemüt hat man zu allem Mut, mit einem schlechten für nichts Mut? Die Gedanken kamen mir am Vormittag, die praktische Übung am Nachmittag. Einerseits konnte ich kaum laufen, weil ich mir den rechten Fuß letzten Freitag verstaucht habe, andererseits vermasselte ich meine Zeitplanung und kam auch nicht zum Üben... alles selbstverschuldet, aber das Gemüt zu kontrollieren/auszugleichen funktionierte erst wieder am Abend. Auch nicht von mir heraus, sondern nach netten Gesprächen. Soo, will irgendjemand weiter nachdenken über den Brocken, den ich euch so hinwerfe?

Sonntag, 8. November 2009

Wochenbericht No. 3

Schöne Woche. Einiges geübt und viel gehört. Dienstag war der Lyrik-Abend, Donnerstag ein Klavierabend und Samstag war ich bei einem modernen Trio mit dem Stück „Vanitas“ von Sciarrino. Künstlerisch interessante, minimalistische Musik, aber ich mag keine Musik, die wirklich nichts zu sagen hat. Außerdem am Mittwoch im Underground gewesen, am Freitag im U-Turn... und trotzdem hab ich das Gefühl, ich hab auch genügend geübt die Woche. Heut hab ich dann noch bei nem Umzug geholfen, und schon ist das Wochenende um.
Inzwischen wurde der Werth, die Barmer Einkaufsmeile, schon geschmückt und auf dem Nach-Hause-Weg fiel mir auch am Neubaublock auf, dass auf den ersten Balkonen schon Nadelbäume zu sehen sind. Und ich hatte mich grad gefreut, dass das Halloween-Spektakel hinter mir ist...
Thema Fast-Food – eigentlich für meinen Essensplan etwas zu teuer, die Obergrenze liegt sonst bei Mensa-Preisen. Trotzdem gönne ich es mir manchmal, wobei McDonalds und BurgerKing ja auch öfters Aktionen haben. Das Interessante dabei ist, bei McDonalds lohnen sich alle Gutscheine nur, wenn man zumindest zu zweit hingeht, dadurch holen sie natürlich die Jugendgruppen besser zu sich. BurgerKing dagegen hatte auch für mich ein schönes Angebot dabei und eigentlich gefällt mir der Geschmack sogar besser und es sättigt deutlich länger. Die dritte Alternative ist dann SubWays auch diese Woche schon ausprobiert, vorallem empfehlenswert, wenn man sonst schon zu Hause kein Grünzeug rumliegen hat (wie auch ohne Kühlschrank) und diese Ergänzung haben will. Aber halt kein warmes Essen.
Tja, und ansonsten friere ich mir immer noch die Finger ab, um mit dem eigenen Laptop ins Internet zu kommen... entweder ich bekomme in zwei Wochen von Alice Internet oder hat jemand von euch noch Ideen für günstige Internet-Angebote? Wie dem auch sei, ich wünsche euch auch eine schöne Woche.

Mittwoch, 4. November 2009

Notiz am Rande

Es regnet wieder. Nur so zum Beweis, dass es hier wirklich oft regnet, der Regen hat am Abend eingesetzt und ist doch recht stark. Zumindest hat er meine Schuhe durchweicht bei 10-15 Minuten Wegzeit.
Heut abend war ein Konzert in der Hochschule für und mit Lesungen von Michael Zeller. Moderne Lyrik verstehe ich noch weniger als moderne Musik, aber so hab ich doch einige von den Gesangsklassen mal reden hören, anschliessend gab es sogar noch einen Stehempfang mit sehr gutem Weißwein... und dann noch in die Bar auf ein helles Wupper... ich hab den Abend und die Gespräche sehr genossen.

Montag, 2. November 2009

Nachtrag zum Studium

Das Fach, was mir am meisten Spaß macht ist Embodiment. Eigentlich geht es darum unseren Körper verstehen zu lernen und das auch weitergeben zu können. Praktisch sieht das so aus, dass wir erstmal bei psychischen Problemen anfangen, bevor wir nächste Woche uns auf die Matte schmeißen. Spaß macht es mir natürlich deswegen, weil ich in einer schönen Systematik und mit Fachwörtern mal höre, was man so vereinzelt wahrnimmt von sich und seiner Umgebung und man dann einige Begebenheiten vergangener Jahre besser einordnen kann. Heutiges Thema (über anderthalb Stunden): Resilienz. Wer etwas dazu wissen will, lese es selber nach oder frage mich.

Sonntag, 1. November 2009

Wochenend und ähem.

Es regnet. Ein gewaltiger Herbststurm, der sich länger angekündigt hat und wohl noch länger bleiben möchte. Ansonsten ist Sonntagabend und ich zähl nur noch die Zeit bis zum Schlafengehen. Einerseits weil heut netterweise wirklich nichts mehr los ist, andererseits weil die letzte Nacht kurz war. Ich war gestern bei der Einweihungsparty des neuen Kultshocks in Remscheid und abgesehen davon, dass es zu früh anfing und ich gestern eigentlich auch andre Dinge noch erledigen wollte, wars sehr schön. Ich kannte weniger Freaks als gedacht, erst im Laufe des Abends wurde es besser. Natürlich war Storch da, Thomas aus der Küche, Franz, was mich sehr gefreut hat und auch Hannes aus Berlin kam irgendwann noch, ein Uwe, wobei den jetzt wirklich niemand meiner Blog-Leser mehr kennt... egal, was ich erwähnen wollte: Franzens erste Frage war, wo ist denn dein Schatten? Zugegeben ich war irritiert, fand die Frage hinterher aber echt lustig... Und dann kamen noch einige von der Wuppertaler smd, da ergaben sich noch nette Gespräche und dann zuschauen, wie sie alle tanzen... ok, ich tanzte auch mit ein paar Lieder, die andern waren etwas ausdauernder. Kurz: der Abend tat gut, feiern in etwas vertrauterer Umgebung als z.B. bei der Mensa-Party.
Übrigens kam ich natürlich wieder zum Kickern... ich nehme an, meine Zeit hier wird mich auch darin einiges weiterbringen.
Hmm, womit beschäftigen wir uns im Studium? Vorallem mit der Frage, wie lernen wir und was lernen wir überhaupt, in manchen Fächern alles darauf bezogen, wie man es Kindern beibringt, bei anderen geht es mehr darum, dass wir uns selbst besser verstehen. Vieles davon war mir schon selbstverständlich, bspw. dass ich besser aus extrinsischer Motivation als aus intrinsischer arbeite, was mich grad wieder auf die Feststellung brachte, dass aus meiner jetzigen Sicht es vorallem daran liegt, als was ich nach dem Studium am ehesten arbeite. Oder aber motorisch gelerntes braucht mehr Übung als geistiges, bleibt aber auch wesentlich besser hängen. Warum man auch für einen Auftritt Geld verlangen kann, für den man kaum übt, weil man vorher Jahre investiert hat. Im Gegensatz zu einem Gedicht, was man für den Augenblick lernt und später... hoffentlich noch weiß, meistens nicht mehr so toll.
Bevor ich noch mehr Themen aufschlage, sage ich euch gute Nacht und versuche etwas zeitiger heute ins Bett zu gehen. Gehabt euch wohl.

Freitag, 30. Oktober 2009

Nachtgruß

So... schreiben wir noch kurz etwas, was erst morgen online kommt, die netten Herrn vom WSW haben mich aus der Schwebebahnstation gebeten, da diese dreiviertel zwölf geschlossen wird. Also mehr als eine Stunde später als die letzte Bahn durchkommt, wollt ich schon immer mal wissen...
Heute war ein netter Alice-Vertreter da. Und nachdem ich ihm eindeutig sagen musste, dass ich kein Geld für den teuren Anschluss habe, sind wir noch auf die billigeren Anschlüsse ins Gespräch gekommen. Nebenbei hab ich noch kurz 2 Stücke angespielt, er sagt, er ist auch Musiker und würde ja gerne mal demnächst wieder eine Studio-Aufnahme machen... nun und zum Schluss hab ich doch einen Vertrag unterschrieben. Den ich innerhalb der nächsten zwei Wochen ja noch widerrufen könnte... nun jetzt hab ich einen Zeitfenster in dem meine eigenen Überlegungen abgeschlossen werden müssen. Auch praktisch.
Ansonsten eine recht alltägliche Woche. Wohl die erste hier. Aber grade deswegen bin ich doch auch unzufrieden mit ihr, es schleifen sich Gewohnheiten ein, die ich lieber zurück gelassen hätte...
Ich wünsche euch allen eine gute Nacht und noch viel mehr für den morgigen Tag, was jetzt in dieses Format gar nicht reinpasst.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Gedanke des gestrigen Abends

Jeder Moment kann nur für eines genutzt werden: Besinnung oder Beschäftigung. Ich möchte gern ein Leben mit Sinn haben.

Montag, 26. Oktober 2009

die Zeitumstellung schlaucht

War heute den halben Tag in Köln. Die neue Musik ist herausfordernd für die Spieler, aber nicht zu empfehlen für normale Zuhörer, die Harmonie und Melodie erwarten. Das Material ist halt nur noch Klang, aber den finde ich schwierig zu deuten, ohne dass man mehrmals solche Stücke hört. Ein bisschen merkt man auch, dass der Komponist Koreaner ist, zumindest wenn mans weiß. Nachher hab ich mir zur Entspannung noch den Kölner Dom angeschaut. Von außen finde ich ihn zu üppig, diese vielen kleinen Verzierungen gefallen mir nicht. Aber von innen ist er sehr schön, viel Platz, sehr hoch, was irgendwie schon eine Messlatte für Kirchen ist. Auch ist er nicht zu sehr für Touristen eingerichtet, wenngleich immer recht viele Leute da sind.
Nun, dafür verpasste ich leider den ersten Teil eines Klavierkonzertes hier mit 3 Zugaben, jeweils 3 freie Improvisationen über schätzungsweise 8 vorgeschlagene Themen. Durchaus interessant.
Für alle, die mich erreichen wollen: Ich werd in meiner Wohnung kein Festnetz und kein Internet haben, gehe aber täglich über die Hochschule oder den McDonalds online. Nicht dass ich dort immer was essen will, aber der ist neben der Schwebebahn-Haltestelle von der aus man sich auch einloggen kann.
Und für meine Familie: Heut morgen im Theorie-Unterricht fiel mir auf, dass De Cillis in seiner euphorischen Art dem Ekke doch sehr ähnelt.
Und noch ein Lesetip. Am Anfang nichts neues, Punkt 6 und 7 für mich schon.
schönen Tag noch.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Wochenbericht No. 2

Hmm, es ist Samstagabend und ich hab nichts vor bis auf Blog-Schreiben. Gutes oder schlechtes Zeichen?
Letztes Wochenende war ich in Heli und hab die Gillsche Sippe wiedergetroffen. Das hieß die meiste Zeit des Tages mit Kindern spielen, wobei es diesmal nicht so die Kleinkinder waren, dabei ging es eher um Kickern für etwa 8-jährige, oder Tischtennis spielen oder abends Gesellschaftsspiele oder so. Besonderer Spaß: Dem Kicker fehlte die Verteidigungsreihe nach dem ersten Tag, und wenn man nur den Torhüter hat wird das Spiel offensiver. Noch später abends saß man dann regelmäßig bis halb 2 zusammen bei Wein oder Bier. Dadurch war ich dann schon am Sonntag relativ entkräftet, wenn man mit Kindern viel spielt, weiß man auch warum sie so viel schlafen. Apropos Schlafen: Hab mal wieder Gustav in den Schlaf wiegen dürfen, abgesehen davon, dass er langsam zu schwer ist, kann es eine schöne Aufgabe sein… wenn mans denn schafft. Und da ich grad auf die Kleinkinder zu sprechen komme: Leo kann das iPhone bedienen, incl. Anschalten, Entriegeln, Hauptmenü aufrufen, durch dieses blättern, ein Spiel, das er kennt, öffnen und falls notwendig, iPhone horizontal drehen zum Spielen. Ich würde sagen, das ist die nächste Generation…
Am Sonntag waren wir noch in der evang. Kirche von Heli, was zu erwähnen ist, da wir 47 Leute waren (es fehlten nur 4 beim Familientreffen) und das doch die Besucherzahl zumindest verdoppelt. Meine Tante hat auch auf der Autofahrt beschlossen einen Kindergottesdienst anzubieten, was in dieser Kirche sonst nicht gewesen wäre und da der Organist überraschenderweise fehlte, ist kurzerhand mein Bruder eingesprungen. Es war also recht amüsant, dem Pfarrer war seine Verwirrung anzumerken.
Wieder in Wuppertal angekommen, hatte ich allen Krempel mit, den ich hier so brauche bis Weihnachten (bis auf die Djembe leider). Ludwig war so nett, ihn herüberzufahren. Ums kurz zu machen, jemand war so nett mich zwei und meinen Krempel 3 Nächte aufzunehmen, seit Donnerstag habe ich nun meine Wohnung. Die Wohnungsübergabe war recht schnell dann gegangen, ich fürchte fast etwas zu schnell, muss noch ein-zwei Dinge dann am Montag mit Hausmeister oder Eigentümer klären. Leider war die Wohnung dann doch nicht geputzt, von den Malerarbeiten einige weiße Kleckse hier und da und vom Vormieter noch schlimmeres, nun gestern und heute habe ich gründlich geputzt und muss mir morgen noch einmal Zeit dafür nehmen. Die Sandschicht ist vielleicht 2 Millimeter hoch, Staub würd ich das schon nicht mehr nennen.
Die Entfernung zur Hochschule sind gelaufen mit Akkordeon 10-13 Minuten, mit dem Bus auch 13 Minuten. Also relativ günstig gelegen. Netto gleich gegenüber, Aldi in 8 Minuten Entfernung, es gibt hier auch noch mehrere Plus-Märkte, aber auch schon mit Netto-Angeboten innen drin. Nur stimmt da zumindest die Farbe.
Tja, dann noch was vom Verkehr, Ampeln werden hier abartig geschaltet, meistens jede Richtung einzeln, fast immer auch mit grünem Pfeil, sodass die Fußgänger auch lange warten müssen, damit sie ja nicht gehen, wenn von irgendwo ein Auto kommen könnte. Also extrem sicherheitsbedacht. Und die Fußgänger tolerieren das auch noch! D.h. alle bleiben minutenlang vor einer roten Ampel stehen, wenn kein Auto kommt, was ich ja echt nicht verstehen kann… und wie Ludwig meinte: Wenn selbst die Türken bei rot stehen bleiben, ist irgendwas komisch an der Stadt. Ein anderer Kommilitone meinte, hier ist die Polizeischule von NRW, wenn man 5 Minuten im Parkverbot steht, hat man auch sicher sein Knöllchen am Auto… naja, ich warte noch darauf, dass ich über ne rote Ampel gehe und von der Polizei angequatscht werde.
Hmm, um nochmal von vorne bei der Woche zu beginnen, Montag war Ludwig da, ich ging in die Uni, er traf die Mi. und sie schauten sich den Zoo an. Abends gingen wir essen und schauten uns in 3D „Oben“ von Pixar an. Sehr interessant, eine sehr gute Handlungslinie hat es, verfällt sich weniger in Einzelheiten als vorherige Filme und ist auch nicht allzu vorhersehbar, auch wenn es die klassischen Teile eines Filmes hat. Sehr schön fand ich auch, dass alle Versprechen eingelöst wurden, wenngleich ganz deutlich kritisiert wurde, wie man die Menschlichkeit vergessen kann wegen eines Versprechens. Emotional ist er natürlich auch wieder stark ansprechend, zudem macht 3D-Kino das Ganze lebendiger. Aber auch anstrengend für den Kopf, ich musste immer mal wieder für eine halbe Minute die 3D-Brille absetzen, ich war ja auch so schon müde und ausgelaugt.
Das zeigte sich am nächsten Tage noch deutlicher, dass das Wochenende nicht gut war für das, was ich noch vor hatte, aber am Mittwoch legte es sich dann.

Inzwischen war ich einmal draußen spazieren, es regnet wieder durchgängig...

Am Mittwoch war dann auch die erste Probe vom Ensemble 20./21. Jhd., besser gesagt von Klavier und Akkordeon zusammen mit dem Dirigenten und dem Komponisten, der wohl noch Student ist. Zumindest weiß ich jetzt, dass ich es gut geübt habe und wie die Musik konstruiert worden ist, ob es für mich sinnvoll ist, werde ich am Montag nach der Tutti-Probe wissen.
Auf dem Rückweg schlief ich erstmal in der Bahn und da ich noch müde aus der Bahn herauskam, aß ich erstmal in der Passage vom Bahnhof zur Schwebebahn mein zweites Mittagessen. Netterweise trifft man dort recht leicht Leute, so kam Rahel vorbei, die ich erst am Abend in vorher in der smd kennengelernt hatte. Werd dort aber wahrscheinlich nicht so oft vorbeigehen, weils vorallem Leute aus der Uni sind und ich bis jetzt noch nicht bis in die Uni kam.
Nun der nächste Tag war wieder voll... früh erstmal ne Stunde verschlafen, dadurch nicht alles geschafft, aber der Schlaf war auch gut. Schließlich bin ich doch noch diese Woche krank geworden, schaffe es aber diese nebenbei nur mitzunehmen. Dann Theorie und Schlagzeug-Unterricht, welcher nebenbei bemerkt Spaß macht. Ich übe zwar noch nicht genügend, aber es fällt mir relativ leicht durch wenig Üben die ganzen Lektionen schnell aufzuwärmen, die ich schonmal früher hatte. Dann nachmittags Wohnungsübergabe, Zeug rüberfahren (hab ein Auto sehr billig über das Car-Sharing der WSW ausgeborgt), noch ein bisschen was einkaufen, ein Liedchen auf die vierte Nichte anstimmen und abends zur Mensa-Party gehen. Diese war... anders als erwartet. Anfangs spürte ich deutlich, dass ich krank war, was dann verflog. Die feiernde Menge war doch recht klein, sodass sehr schnell die Tanzfläche komplett leer war, wenn ein schlechtes Lied kam und die kamen doch häufig... im Laufe des Abends wurde aber auch zu den schlechten getanzt. Dabei tanzte ich recht wenig, obwohl mir und Be. sogar Geld angeboten wurde vom Fe. Auch recht viel Aufmerksamkeit bekam der Kicker, wobei alles vertreten war von Anfänger bis ziemliche Profis, aber nur ziemlich, weil sie angetrunken waren. Sehr interessant war auch, als plötzlich 3 Türken in der Tür standen (wir haben unter den Studenten einige Koreaner und vielleicht Serben und andere, aber keine Türken), tja ein paar Pförtner waren zur Mensa-Party gekommen, sehr lustig. Auch unser Rektor war als einziger der Lehrenden gekommen zumindest am Anfang. Hmm, was müsste bei der nächsten anders sein? Definitiv bessere Musik, möglichst ein paar mehr Gespräche und bei einigen auch weniger Alkohol, wäre zumindest mein Vorschlag ;).
Soo... kommen wir noch zu dem Freitag... Theorie am Vormittag, Allgemeine Didaktik als Seminar gehalten, sehr lustig, war die erste Stunde in diesem Semester und der Dozent ist wohl der lustigste der Hochschule. Tja, und dann Freitag nachmittag und heute hab ich zuerst geübt und dann einiges in meiner Wohnung gemacht, bzw. Freitagabend an 6 Mails geschrieben und heut abend am Blog. Das waren auch alles längere Mails, heißt eine halbe Stunde sitze ich für eine ordentlich Mail schon mal da. Für eine Mailzeile, die über den gesamten Bildschirm geht brauche ich etwa anderthalb Minuten... wie ich schreibe zu viel? Kann gar nicht sein... schreib ich eigentlich um die Vergangenheit abzuschließen oder um mich daran erinnern zu können? Für das eine schreib ich zu viel, für das andere zu wenig. Wer hat noch bis hierhin mitgelesen? Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, aber auch ich muss zugeben, dass das ausartet. Hoffentlich ist nächste Woche weniger los. Bis später mal.

Freitag, 16. Oktober 2009

...und hab hier keinen Stand...

Nun, ist auch die zweite Studiumswoche so gut wie vorbei, und langsam wird klar, was ich hier so machen werde. Die Woche fängt an mit einem vollen Montag von viertel 10 bis um 5 in der Uni, zum Glück mit Mittagspause, anschließend werde ich mir wahrscheinlich noch anderthalb Stunden ein Projekt in der Musikschule legen. Ich hatte bis jetzt noch nichts im Ergänzungsbereich belegt und das wäre eins der wenigen interessanten Ergänzungen. Improvisation wollte ich auch gerne ergänzen, gibt es aber wohl nur für Pianisten. Die anderen Tage sind dafür sehr ruhig, Dienstag eine Vorlesung, Mittwoch frei (wie passend, wer braucht einen freien Mittwoch? Ok, vor zwei Wochen war der Mittwoch noch mit Didaktik und Kammermusik voll, das wurde jetzt kurzerhand umgestaltet.), am Donnerstag wieder nur eine halbe Stunde Mittagspause zwischen Vorlesung und Schlagzeug-Unterricht. Der ist aber auch recht egal, weil es keine Prüfung in dem Fach gibt, können wir machen, was wir wollen. Worauf hin will ich eigentlich im Schlagzeug lernen? Und am Freitag ist am Vormittag noch eine Vorlesung, heißt die Zeit, die ich in der Hochschule sein muss, ist recht kurz bis jetzt, dafür ist viel Zeit eingeplant fürs Üben und Lernen, wobei ich ersteres wohl deutlich mehr befürworte als das Zweite.
Ansonsten war diese Woche durchwachsen. Nachdem ich am Wochenende in einer ausgeräumten Wohnung hauste, war ich am Montag wieder vogelfrei. Nach der Uni musste ich erstmal einen Brief abschicken, was etwas dauerte bis ich die Post fand, alles zusammen hatte und der Brief weg war. Dann war dringend erstmal Abendbrot dran, da ich schon ausgelaugt war, dabei traf ich in der Mensa An. und Ta. Ich hatte schon vorher bei Fr. wegen einer Übernachtung angefragt, was leider nicht ging, diese beiden überlegten am Ende noch mal fünf Minuten, wer in Frage käme, dann ging ich einmal alle Ideen durch, nun keiner wollte mich diese Nacht aufnehmen. Auch nicht so schlimm, da geh ich halt in die Jugendherberge. Welche auch keinen Platz hatte. Montagabend zwar, aber die Herbstferien fangen wohl schon an. Hmm, der nette Zivi meinte, ich könnte noch beim CJVM oder bei anderen Jugendherbergen anrufen, beim CVJM ging niemand ran, die anderen hatten zeitiger Rezeptionsschluss und ohne dass ich genau wußte, wann ich bei ihnen mit öffentlichen Verkehrsmitteln ankomme, wurde das nix. Und obwohl ich noch relativ ruhig war, merkte ich, wie der Abend immer mehr meine Nerven angriff, ich hab am Abend dann bemerkt, dass ich einen neuen Rekord hab, 15 verschiedene Leute an einem Tag angerufen, meine Handyrechnung ist hier in Wuppertal doch recht schnell angestiegen, ich hoffe das legt sich. Nun gut, halb 10 als ich die Hochschule verließ, traf ich noch Mi. bei dem ich dann gepennt habe. Um die Nerven zu schonen bin ich dann für die nächsten zwei Tage in die Jugendherberge gegangen. Dienstagabend trafen wir uns mit paar Erstis in der Viertelbar, später kamen auch ältere Semester und dann haben wir auch noch gekickert, danke Jonas für die vielen guten Kickerstunden, ich kann sie hier gut gebrauchen! Am nächsten Tag war ich abends im bzw-Treff, wo jemand so nett war, mir für diese Nacht anzubieten bei ihm zu pennen, dies nutze ich nun gleich und wahrscheinlich auch noch Anfang nächster Woche.
Bleibt noch zu sagen, dass ich am Wochenende auf ein Familientreffen der Gillschen Seite fahre. Also nach Hessens lichter Au. Freu mich schon sehr darauf, auch endlich mal zwei Tage zu haben ohne neue Namen und mit ganz normalen Essenszeiten (gut hatte ich auch, aber selbst organisiert), ach naja und die Familie wiedersehn. Wenns was intressantes gibt, schreib ich nochmal von da aus, ansonsten gibts nächste Woche noch eine kurze Notiz zu meiner Wohnung, wenn ich dann eingezogen bin, muss ich mich noch entscheiden, ob ich Internet brauche, oder öftermal zu MacDonalds gehe...? schöne Nacht noch, clemens.

Sonntag, 11. Oktober 2009

der Wochenbericht.

Es ist Sonntag. Und eigentlich mal genug Zeit, um nochmal kurz die Woche zusammenzufassen. Die Hauptsache war eine Wohnung zu finden, möglichst nah an der Hochschule und möglichst billig. Nun stehen hier in Wuppertal einige Wohnungen auch leer, deswegen ist es eigentlich nicht so schwer eine billige Wohnung zu finden, eher schon eine billige, die gut in Ordnung ist. Was wirklich schwierig war, das Abschätzen wie gut man mit einem Akkordeon auf dem Rücken die Hochschule erreichen kann. Nun, wenn alles so klappt, wie ichs mir vorstelle, dann zieh ich morgen in eine Wohnung in der Westkotter Straße 31, 42275 Wuppertal ein, wenn… zum Glück hab ich Alternativen. Ich will nur nicht bis Dienstag warten müssen, weil dann fehlt mir wieder eine Übernachtung, die erste Woche hab ich bei verschiedenen Kommilitonen übernachtet, was herausfordernd aber schön war. D.h. herausfordernd war vorallem Freitagabend, wo ich 20 nach 8 endlich wußte, dass ich doch noch eine Nacht bei To. schlafen kann, 2 min. nach dem ich schon sicherheitshalber bei Plan B angerufen habe… Freitagabend war übrigens das erste Konzert in der Hochschule mit dem Salonensemble. Auch wenns nich unbedingt jedermanns Geschmack ist, und ich mir eher andere Musik zu Hause anhöre, auf der Bühne waren sie großartig! Vor allem die drei Sänger, aber auch die Musiker beim Spielen, haben sehr gut geschauspielert zur Musik, auch die Lichttechnik des neuen Saales wurde gut miteinbezogen. Höhepunkt war z.B. die Sängerin, die so gut ihren Schwips schauspielerte, dass sie sich in der Pause draußen aufregte, warum sie sich ausversehn den Sekt übers Kleid geschüttet hat, ohne es zu bemerken… Dabei hab ich dann auch bemerkt, dass unsere nette Dame im Studiensekretariat ja gleich 2 Kinder an der Hochschule hat, die ich beide schon kenne. Bei dieser bin ich dann auch mitgefahren zur Bar des Abends, wo wir noch lange gesessen haben und ich ein paar mehr Interna mitbekommen habe. Mal schaun, ob ich die Namen noch kenne: Ka., A-K., Ma., Ar., Ga., He., Ra., To., Sa., Is., Ma., mist, da fehlen mir wieder zwei. Wieso lest ihr euch das eigentlich durch? Achja, ich sollte mal mit interessanten Dingen weitermachen. Und nicht Sonntag schreiben, da hab ich ja die Zeit zu schreiben, solange mir was einfällt.
Es regnet hier unwahrscheinlich viel. Find ich eigentlich schön, ist aber wirklich erstaunlich, wie lange ein Himmel bedeckt sein kann.
Gestern dann bin ich mit To. früh zu So. gefahren, um ihr beim Umzug zu helfen. War sehr lustig, Jo. war etwas unausgeschlafen und unwillig, mir hats natürlich Freude gemacht. Einmal aus dem 2. Stock runter und dann in den 4. Stock rauf, fertig waren wir um 1, was wirklich flott war. Und als wir danach rumstanden, fiel mir plötzlich ein, ich könnt ja fragen, ob ich die nächsten beiden Tage in der alten Wohnung übernachten kann, wäre das schonmal bis Montag geklärt. So. hatte auch nix dagegen, weswegen ich jetzt in ebendieser Wohnung liege… hausen würde es auch richtig treffen. Netterweise hat auch irgendein Nachbar offenes WLAN, ich hoffe mal, mein Laptop fängt sich da nix ein.
Tja, die Woche war ziemlich interessant, auch um sich selbst wieder besser kennenzulernen. Wobei ich eigentlich schonmal im Frühling eine gute Übung hatte mit einer Woche allein im Auto übernachten. Einerseits bin ich wohl genügsam, Weißbrot mit Käse kann so lecker sein, wenn man sich nur aufs Essen freut. Auch brauche ich sonst meist nicht viel, um mich am Leben zu freuen. Andererseits war ich gestern abend auch ganz schön erschöpft und das erste Mal kam etwas Heimweh durch, auch wenn ich weiß, dass ich solche Abende auch zu Hause hatte. Was macht man, wenn man nix mehr vor hat? Wenn man nicht müde ist, kein Hunger hat, kein Fernsehen, kein Computer, der einen beschäftigt, keine Freunde, die heut abend Zeit haben und nicht mal Gedanken, die einen weiterbringen? Ohne Ziel können Gedanken nämlich ziemlich schwer werden, der Missmut kann einen ergreifen oder die sogenannte Vergnügungssucht. Nun, es gibt einige Möglichkeiten an so einem Abend, aber da will ich nix vorweggreifen, wenn ihr Gedanken dazu habt, könnt ihr sie gerne in den Kommentaren posten, meine Gedanken landeten gestern später abends in meinem Rechner, wo sie wohl auch verweilen werden.
Nun, ich denk das reicht nun wirklich, erwartet bloß nicht, dass ich so häufig schreibe, wobei es mir ja zuzutrauen wäre. Wenn ich in meine eigene Wohnung komme, wird wahrscheinlich auch kein Internet mit dabei sein, ich weiß auch nicht, ob ich dann noch versuche dafür einen Vertrag zu bekommen oder ob ich nur ab und zu in Internetcafes online gehe… mal schaun. schönen Sonntag noch!

Mittwoch, 7. Oktober 2009

es lebt sich ein. nur was?

Gradeben hatte ich einen längeren Anruf nach Hause, anscheinend gibts doch einiges zu berichten, deswegen will ichs auch etwaigen Blog-Lesern nicht vorenthalten. Montagfrüh bin ich in Dresden aufgebrochen um (fast) pünktlich zur Einteilung Embodiment zu sein. Nachher hab ich noch bei meinem Prof. die ersten Stücke abgeholt und einen halben Stundenplan bekommen, der jetzt fast ganz gefüllt wäre, würde ich nicht noch eine Überarbeitung irgendwann in den nächsten Tagen bekommen... das Semester hat angefangen und es wird immer noch an dem Bachelorsystem herumgefrickelt. Abgesehen davon, heut war die erste Vollversammlung und man hat bemerkt, wir sind wirklich nur Außenstelle von Köln, d.h. wir haben zwar alles nötige im Angebot und können auch notfalls einen Kurs in Köln besuchen, aber wir sind sehr, sehr wenige. Im Haus kennt jeder jeden, die Leitung ist freundlich und zu einigen Scherzen aufgelegt, keine 10 Minuten sind ohne Lachen geblieben heut morgen... es gefällt mir wirklich! Nur fehlt mir bis jetzt immer noch die geeignete Wohnung, ich würde gern auch in einer WG wohnen; momentan bietet sich nur eine Wohnung an, viele Anzeigen waren inaktuell und/oder nicht zu erreichen, das war etwas ärgerlich die letzten beiden Tage. Morgen werd ich hoffentlich noch ein paar Wohnungen mir ansehn können, da mach ich mir nachher noch einen Plan. Bis jetzt wohne ich hier komfortabel in einem WG-Zimmer nahe der Hochschule, zumindest bis Freitag darf ich das... würd auch gern hier einziehen. Und die erste Nacht schlief ich bei To., was etwas eng war, dafür hatte ich gleich viel Kontakt zu anderen Studenten, hab einiges schon mitbekommen, was auf „normalem“ Wege nicht so schnell gegangen wäre. Tja... morgen wird sich hoffentlich was finden, wo ich Freitag weiter unterkomme, wenn ich mehr weiß über meine Wohnung, schreib ich den nächsten Blogeintrag.
Abschließend muss ich aber noch eine Geschichte erwähnen... als ich heute von einer Wohnungsbesichtigung zurückkam, stand an der Bushaltestelle eine Handvoll, ähm, Schüler niederen Niveaus behaupte ich, nun nichts ungewöhnliches... als wir dann Bus fuhren wurde der Bus von der Polizei herausgewunken, drei Beamte stiegen ein, zwei Jugendliche wurden festgnommen, der Polizist erklärte es dem Busfahrer... und der erzählte es gleich weiter über den Busfunk an den nächsten Kollegen :) ging wohl um Raub. Aber dass da die Polizei weiß, welchen Bus sie herauswinken muss find ich schon krass... Großstadt halt. schönen Abend noch, man schreibt sich.

Mittwoch, 23. September 2009

Guten Morgen.

Schön, dass du auf dieser Seite vorbeischaust. Noch schöner, wenn du es auch in Zukunft wieder tun willst. Allerdings verspreche ich nix, nachdem die Blogger-Welle schon längst vorüber ist und ich durch Tagebuchnotizen weiß, dass schon monatlich bloggen manchmal viel ist. Ansonsten versuch ich natürlich alles hier rein zu pressen, was irgendwen interessieren könnte. Und wenn du einen Kommentar hier lässt, find ich vielleicht auch mal was, was dich interessiert. Tja, was gehört noch an den Anfang? Der Anfang ist eigentlich, dass ich nach Wuppertal ziehe. Wobei es schon vorher anfängt mit Bewerbung und Wohnungssuche (diese jene, welche noch ein bisschen Zeit meinerseits benötigt), aber das lasse ich mal aus, außer es interessiert jemanden brennend und er hat konkrete Fragen. Wann fängts an? Mhm, man sollte erst über Dinge bloggen, wenn sie geschehen sind, dann weißt du es. Und wer bist du? Wenn du das nicht weißt, darfst du den Blog auch wieder verlassen. Oder dich mir vorstellen, dann verrat ichs dir vielleicht. Und warum laberst du so lange? Schlechte Angewohnheiten wird man nunmal nicht so schnell los. Apropos los, ich muss jetzt auch los, hab da auf irgendeiner Liste Wohnungssuche stehn, muss mal schaun, was sich dahinter verbirgt. Denn schönen Tag noch.