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Mittwoch, 8. Februar 2012

Abwechslungsreich

Schade. Dass wieder so ne lange Zeit verstrichen ist. Auch mein Tagebuch hängt ziemlich hinterher. Aber es gibt genug anderes, und wenn ich faul sein will, dann richtig. Zumindest passierte mir das die letzte Woche von Dienstag bis Donnerstag. Typische Angelegenheit nach dem Klassenabend, der am Montag war. Hatte mir also die Faulheit gewissermaßen verdient, die Sonate von Kalevi Aho war durchaus gut abgeliefert (wer sich für den Komponisten interessiert sollte diesen Text lesen). Am Freitag gings dann wieder los mit Üben, vorallem mit Kammermusik, seit heute steh ich wieder voll im Soloprogramm. Den Freitag und Samstag versüßte mir die „Vif“ aus dem Werk „Scaramouche“ von Darius Milhaud. Es gibt verschiedene Versionen davon, ich spiel aus dem Klavierauszug für Orchester und Solosaxophon. Die Orchesterfassungen auf youTube gefielen mir überhaupt nicht, die (originale) Klavierfasung ist aber durchaus hörenswert. Nur der dritte Satz „Brazileira“ gefällt mir nicht so gut mit zwei Klavieren.

Ich war in letzter Zeit zu einer Reihe von guten Konzerten. Vor zwei Wochen fings an, die Celloklasse spielte moderne Werke. Danach kamen noch ein gutes Dutzend Studenten mit ins Café, und auch die Professorin. Ihr Konzept, dass jeder Student zumindest ein oder zwei moderne Werke spielen muss im Studium, ging auf, denn manche spielten mit einem ganz anderen Ausdruck, den sie sich bei Klassischem nicht trauen würden. Auch interessant war, dass sie überzeugte Frankfurterin ist, und trotzdem Wuppertal ungemein reizvoll findet, da die Stadt mehr Charakter hätte als manch andere. Am Freitag darauf war eines der besten Konzerte bislang an der Hochschule, wieder moderne Musik, diesmal alles aus Amerika, aber mit wechselnder Besetzung und mit einer sehr abwechslungsreichen Stilvielfalt. Danach war ich ziemlich aufgedreht, half noch mit beim Abbauen und ging anschließend wieder ins Café und noch Feiern. Die Nacht war sehr kurz, der Morgen verkatert, aber glücklich. An dem Samstag war ich durchweg beschäftigt, morgens Wäsche waschen, dann Soundcheck mit Probe in Remscheid, zurück zur Hochschule, einspielen und Generalprobe für den Klassenabend, wieder zurück nach Remscheid und da trommelte und sang ich in ner kleinen Band für ein Lied, anschließend feierten wir noch in einen Geburtstag hinein. Am Sonntag brauchte ich dann meinen Mittagsschlaf, bevors ins Museum ging zu einer Sisley-Ausstellung, sehenswert! Am Montag übte ich vier Stunden vor dem Klassenabend, ein Unding, normalerweise ruht man sich mehr aus, aber die Generalprobe war ja leicht danebengegangen. Nach dem Klassenabend gingen wir wieder ins Café, war ne sehr schöne Runde, die Öffnungszeiten wurden leicht gedehnt, aber die Stimmung und die Freundschaft wird in unserer Akkordeonklasse immer besser seit etwa anderthalb Jahren. Nach den faulen Tagen kam dann auch noch am Freitag ein Konzert der Mandolinenklasse, gut, wenngleich nicht so klasse wie die ersten Konzerte, aber hab ich schon erwähnt, dass wir danach ins Café gingen? Wie viel hat das eigentlich an mir verdient in letzter Zeit… Zumindest vorgestern dann gingen wir nicht ins Café nach dem Konzert vom Mallet-Ensemble, da gingen wir in eine andere Kneipe. Und das obwohl ich im Konzert schon müder wurde, danach war ich umso wacher.

Hmm… warum schreib ich das alles, will ich wirklich in so einem Licht dastehen? Jo. Denn die Gespräche dazu waren sehr gut, nur gehts in diesem Blog nicht zu sehr um andere Personen. Und um das Bild zu komplettieren: Heut morgen ging mein Wecker nicht und ich hab glatt bis halb 1 durchgeschlafen, passiert mir normalerweise nicht. Musste auch ne Sitzung deswegen absagen, hab dafür ein Diplomkonzert mir anhören können. Noch ein paar lose Gedanken:

Geduld lehrt uns nicht bis zum Tod auf unser Glück zu warten, sondern dem Unerwarteten Raum zu geben.
Ich bin nicht bestechlich, außer durch Ehrlichkeit. Aber auch wenns mir gefiel, ist es eigentlich nicht korrekt, es überspitzt nur, wie sehr es mich freut, wenn andere offener als erwartet sind.
Manchmal bewegt man ein Gespräch immer wieder hin und her, manche Fetzen haben auch nach Jahren noch einen Nachhall in meinem Kopf. Das finde ich wirklich faszinierend.
Ich bin kreativ! Und kanns eindeutig beweisen an der Art, wie ich meine Zeit vertrödel! (Der ist schon älter, passt aber gerade wieder.)
Kennt jemand einen guten Bibelleseplan? Soweit ich welche gefunden habe, gibts nur 3 Ordnungen: Entweder von vorn nach hinten nur halt in Tagesportionen eingeteilt. Oder nach chronologischer Anordnung. Oder nach Textart, bspw. Montag ein Brief, Dienstag ein Gesetzestext, Mittwoch ein Psalm, usw. Was ich suche wäre eher eine thematische Anordnung nach Querverweisen. Oder ich bastel mal selber einen.

Und der Vollständigkeit halber: Natürlich war ich nicht nur in Hochschulkreisen unterwegs. Auch ein paar gute Abende unter Christen waren dazwischen (und mitunter doppelt so ehrlich wie die anderen). Ab nächstem Semester bin ich dann auch einer von drei SMD-Leitern hier. Das wird ein Spaß. Jetzt hab ichs aber ausgereizt mit Schreiben, ick wünsche eine gute Nacht.

Sonntag, 26. Juni 2011

Aller zwei Wochen ist ein gutes Metrum

Es geht mir gut. Immernoch. Ich hab das Gefühl, meine Produktivität gesteigert zu haben, was mir durchaus Freude bereitet. Vieles ist auf einem guten Weg, und auch wenn ich noch einiges an Wegstrecke übrig hab für die letzten drei Wochen, so ist sie durchaus schaffbar. Zwei Klassenvorspiele haben auch geholfen genauer zu wissen, was ich noch üben muss. Sonst nix passiert bis auf vorgestern abend eine Geburtstagsfeier und gestern eine Hochzeit. Hochzeit No. 2 von 5 in diesem Jahr die beiden kenne ich halb-gut, deswegen fand ichs auch schön, dass ich viel helfen durfte in der Küche und beim Programm. Streng genommen wurde es ein bisschen zu viel, nicht für mich, aber ich wollte schon aufpassen, dass ich meine innere Angespanntheit nicht auf andere übertrage. Heute war ich dann noch beim Abbau dabei und somit war es ein wirklich volles Wochenende. Den Sonntagabend muss ich mir immer frei halten, damit ich am Montagmorgen beim Hauptfachunterricht voll anwesend bin.

Heut morgen kam mir im Gottesdienst mal wieder ein netter Sinnspruch: Ich bin Optimist, ich optimiere ständig. Einer von vielen, die mir oft wieder entfallen, manchmal aber auch irgendwo in alten Aufzeichnungen begegnen und wenige bleiben permanent. Bei den permanenten hätte ich auch noch ein paar anzubieten, z.B.: Was ist das größte Geschenk an sich selbst? – Bescheidenheit. Ein Schlüsselgedanke ist auch: Adam und Eva waren fern von Gut und Böse. Was oft nicht in letzter Konsequenz durchdacht wird. Die Beiden wussten nicht, ob es Böse wäre vom Baum zu essen, da sie nicht wussten, was böse ist. Ob sie sich es vorstellen konnten, bevor sie die Frucht aßen? Also mit dem Gedanke schon vor der Tat das Böse in die Welt kam? Was heißt das für uns, wenn wir vom Paradies träumen? Dass wir nicht entscheiden sollten, was gut und böse ist? Etc.

Nächste Woche ist noch nicht so viel los, ich freu mich durchaus auch auf irgendeine Art von Kommunikation, danach kommen zwei streßige Wochen und vermutlich irgendwann danach meld ich mich auch hier mal wieder. bis denn.

Montag, 18. Oktober 2010

Da überraschten meine Gedanken mich ebend selber.

Wortspiele sind nicht meine Stärke, eher meine Schwäche.

Sonntag, 14. März 2010

Ein Sonntag

Und ich hab heute einige Dinge über den Sabbat nachgeschlagen. Grund war wohl eine Predigt letzte Woche, aber noch mehr, dass ich heute die Schlagzeugprobe hatte. Mein erster Plan war Dienstag als freien Tag zu erklären und heute noch Akkordeon zu üben, aber dazu konnte ich mich nicht überreden. Und so hab ich mir nach der Probe mehr ruhige Zeit genommen, als ichs sonst manchmal an Sonntagen mache, an denen ich nix vor habe. Zu meinen Recherchen:
Kennt irgendwer eine Familie, die nach Art des jüdischen Sabbats feiern? Also am Abend vorher anfangen, möglichst kein Licht (oder auch gar keine Elektrik) während dieser Zeit nutzen, und auch keine anstrengenden Tätigkeiten, Feiern oder ähnliches bis zum nächsten Abend machen? Ich seh einige Vorteile in dieser absoluten Ruhe, aber kann es mir nicht vorstellen es umzusetzen.

Übrigens das Stück, was wir spielen gibt es auf youTube. Nicht zu empfehlen :). Ich spiel das Glockenspiel (in diesen Zeiten).
Erster und zweiter Satz (3:32-3:58)
Dritter und vierter Satz (6:19-7:05 + 7:42-8:22)
Fünfter Satz (0:58-1:41 + 3:22-4:12)
Könnt ja sein, dass es jemand interessiert, welche Musik grad manchmal in meinem Kopf läuft.

Hab hier noch einen Spruch von Weihnachten gefunden, der nicht bis in den Blog kam. Hatte aber grad Mitleid. Bitteschön:
Wer reichlich Segen hat, sollte einen guten Terminkalender haben. Um nich zu vergessen auszusäen, was er später ernten will.

Hmm, und das grad vor mir liegt: Ich les momentan Carl Zuckmayers: Als wär’s ein Stück von mir. Interessant. Genauso aber auch die wikipedia-Seiten, die ich dazu ergänzend gelesen habe.

Oh, und da fällt mir noch ein Link ein für Musikcracks: Eine Umfrage über die Vermittlung der Musiktheorie. Wenn man viel Zeit hat, sicher interessant alles zu lesen, mich interessierte natürlich, was mein Dozent dazu schrieb (nach de Cillis suchen). Ein paar Dinge sind mir klarer geworden, eins aber auch aufgestoßen: „Hierin liegt genügend Material für Haus- und Diplomarbeiten, das akkurates wissenschaftliches Vorgehen verlangt – meiner Meinung nach ein Muss für jeden Hochschulabsolventen“ sagt er, und ich dachte in der Musik von dem akkurat wissenschaftlichen Vorgehen zumindest teilweise erlöst zu sein...

äh jut, ich sollte aufhören. Als Zeitstempel steht hier immer noch 22:02 Uhr, dabei ist es doch schon 22:46 Uhr? wo ist nur die Zeit hin... angenehme Nachtruhe.

Sonntag, 24. Januar 2010

lang ists her...

dass der letzte Eintrag kam, deswegen fühle ich mich fast schon genötigt, heut abend noch was zu schreiben.
Zuallererst der Heimaturlaub: war schön und lang, seit 2 Wochen bin ich nun wieder in Wuppertal.
Und diese sind nun recht prall gefüllt... ich wollte ja alle Konzerte im ersten Semester besuchen, d.h. aber für die 5 Wochen mit Vorlesungen im Januar und Februar gibt es fast jeden Tag bis auf Samstag oder mal Sonntag Konzerte. D.h. auch, dass ich nich mehr über alles berichten will hier.
Als ich herkam, hab ich mir ein Zeitlimit gesetzt, da ich in die Oper zu Fidelio wollte. Nun ich habs zwar gut geschafft, dank einer praktischen MFG, aber die Oper war nicht gut, speziell das Orchester hat schlecht gespielt. Hab dann auch einige Klagen über den Dirigenten gehört, tja, wenn das Geld weiter in diese Kultureinrichtungen fließen soll, müssen sie m.E. eine bessere Leistung bringen.
Dann war ein sehr lustiges Konzert am Mittwoch bei dem das komplette Italienische Liederbuch von Hugo Wolf gesungen wurde, abwechelnd von Sopran und Bariton mit zwei Klavierbegleitern. Das eine ist natürlich die künstlerische Leistung, nur einmal gab es ein Textriss, sonst sangen die Sänger auswendig, das andere war diese konsequent ernsthafte Darbietung. Und das bei Texten, die meist über die Liebe gehen, oft aber halb-religiös oder ironisch sind. Beispiele sind hier zu finden: 5, 7, 37.
Dann war am Wochenende Blockseminar Psychologie, d.h. Samstag und Sonntag längere Gespräche und Gruppenspiele über Kommunikation und Gruppendynamik, also, wie ich find, ein wirklich interessantes und relevantes Seminar, außerdem schweißt es natürlich die eigene Gruppe der Erstis zusammen. Nur war damit das Wochenende ziemlich aufgebraucht, es kam außerdem abends Snooker und durch den viel zu knappen Schlaf, hab ich mir ne schöne Erkältung mitgenommen.
Montagabend war dann Schlagzeugabend, sehr gelungen (besonders im Gegensatz zum letzten wohl), nur werden Stimmen laut, dass ich nächstes Mal wohl mitspielen müsste...
Und dieses Wochenende hab ich mir wieder vollgestopft... zuerst am Samstag Klassenvorspiel in Vorbereitung auf unseren öffentlichen Klassenabend zum Semesterabschluss. Seit langem mal wieder solo vorgespielt, sehr interessant, da alle drei Stücke ich nirgends vorher vorgespielt hatte, nun weiß ich wie sie sich unter Konzertatmosphäre verändern. Dann abends und am nächsten Tag nochmal gespielt, beidesmal weniger Druck und wesentlich besser wieder...
Nach dem Vorspiel bin ich abends nach Duisburg gefahren, wo wir zu fünft-viert-dritt bis äh... nach 4 irgendwann gequatscht haben, die Lachmuskeln hatten diesmal wohl mehr zu tun als die Gehirnwindungen. Kurz nach 8 aufgestanden, rübergefahrn nach Wanne-Eickel zu einer internationalen Gemeinde. Nun der Gottesdienst war nichts besonderes, aber schon vorher war die Atmosphäre besonders, denn es war wirklich gelebte Internationalität, gefiel mir sehr gut. Der Kaffee danach half mir dann durch den Tag, wobei sehr normale Phasen sich mit geistig vollkommen abwesenden abwechselten... Schlafmangel ist interessant, weil man dann die merkwürdigsten Träume mitbekommt. Z.B. bin ich mal so 10 sek. weggenickt und da wollte sofort ein Traum anfangen, aber als ich die Pizza da vor mir sah, dachte ich mir, bloß raus hier, wo ist die Wirklichkeit? Trotz der Müdigkeit tagsüber, bin ich aber grad wieder etwas länger wach, als ich wollte... nach der Gemeinde war ich noch zum Mittagessen eingeladen, d.h. eigentlich mein Cousin Martin, mit dem ich mich traf, ein sehr schöner Nachmittag, es ist auch ein gelungenes Foto entstanden. Abends war ich dann noch hier in Wuppertal in der historischen Stadthalle zum Konzert des Hochschulorchesters. War wirklich schön, vorallem wenn man bedenkt, dass sie nur 2 Wochenenden für ein gesamtes Konzert geprobt haben. Die Naturhörner hatten mit der Intonation öfters mal Probleme und auch andere mal zwischendurch, aber insgesamt hats überzeugt. Auch hier hieß es, he, so gut wie seit langem nich... komisch, sind wir Erstis so gut, dass dieses Jahr von allen Konzerten gesagt wird, sie seien wesentlich besser? Oder steckt da Absicht hinter den Kommentaren...?
Nun, zum Abschluß noch ein paar gesammelte Gedanken. Zuerst zwei interessante Betrachtungen aus dem Psychologie-Seminar: Was macht man als erstes wenn man unerwartet jemand Bekanntes trifft? Oder was passiert im Abstand von 7,15 bis 6,80 zumindest in europäischen-westlichen Ländern? Dann der Gedanke aus der Weihnachtszeit: Wer viel Segen erntet, muss auch dran denken rechtzeitig wieder auszusäen. Oder wie storch es formuliert: Der dumme Bauer erwartet eine Ernte, die er nicht ausgesät hat. Eigentlich klar, andererseits ein schlagkräftiges Argument für Disziplin und Routine, auch wenn diese manchmal einen einengt.
Nun, wenn ihrs bis hierhin geschafft habt, vielen Dank, und viel Spaß beim Kommentieren (übrigens: man kann nicht nicht kommunizieren - also überlegts euch, was ihr wollt ;), bzw. schön gute Nacht, angenehme Ruhe und friedliche Träume, wünsch ich euch.

Samstag, 5. Dezember 2009

so ein Tag, so wunderschön wie heute

Heut war einer der besten Tage, seit ich hier bin. Wohlgemerkt Tag nicht Abend und nicht Morgen, denn der Abend verspricht ruhig zu werden (wie fast alle Samstagabende hier) und am Morgen schlief ich lang. Sehr lang, wenn man die Zeit noch dazurechnet, die nach dem Aufwachen noch im Bett lag. Dann hab ich gut gefrühstückt, dafür das Mittagessen ausfallen lassen und beschlossen, dass ich heute nicht die Nachbarn quäle, schon gar nicht in der Mittagsruhe (verbietet mir nämlich die Hausordnung), sondern in die Hochschule gehe. Und da hatte ich dann 5h lang ein Übezimmer, d.h. mind. 3,5h werde ich wohl geübt haben. Sollte ich wieder öfter machen in der Hochschule zu üben. Denn wenn ich viel Zeit hab, ist die Wegzeit nebensächlich und ich war einfach um vieles konzentrierter, als wenn ich hier zu Hause übe. Tja, mal schaun, was noch ausm Abend wird. Den Wochenbericht schreib ich aber erst morgen. Farewell.

Ahh, fast hätt ichs vergessen. Ich wollt noch über die eigentliche Problematik schreiben, in der ich jetzt stecke. Jeder weiß wohl, was ein Ohrwurm ist. Kaum einer wird den Nutzen kennen. Im Prinzip ist es nur eine Wiederholung des Gehirns, um gelernte Dinge zu vertiefen, sich besser zu speichern. Das ist natürlich bei motorischen Fähigkeiten, die öfter wiederholt werden müssen, von enormen Vorteil. Und nun frage ich mich, wie lange ich mir noch das Konzert in meinem Kopf anhöre. Ich würde ja auch gern neben dem Essen ein Buch lesen oder Musik hören, aber das würde meinen Kopf mit anderen Dingen wieder befüllen, bevor die vorherigen durchgearbeitet sind, ob das überhaupt sinnvoll ist? Übrigens auch für Christen ein interessantes Thema, wenn man sich einmal den ersten Psalm zu Herzen nimmt. Das Verb „besinnen“ kann man wohl auch mit „murmeln“ übersetzen und wäre für mich dann der gleiche Vorgang, wie eben beschrieben. Was ich auch versuche momentan umzusetzen.

Und P.P.S.: Ich hab unabsichtlich zuerst geschrieben „zu Gemüte“ statt „zu Herzen“. Dabei fiel mir auf, wie diese beiden Redewendungen doch deutlich den Unterschied zwischen Herz und Gemüt ziehen. Gemüt hat also eher etwas wankelmütiges, etwas wie anschauen und beurteilen, aber nicht unbedingt tun, wogegen was im Herzen ist, gemacht wird.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Gedanke des gestrigen Abends

Jeder Moment kann nur für eines genutzt werden: Besinnung oder Beschäftigung. Ich möchte gern ein Leben mit Sinn haben.