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Montag, 13. Juni 2011
Das Wort zum Montag
Es geht mir gut. Die zwei Wochen waren voll, zu voll um noch einen klaren Kopf zu behalten, aber mit etwas Übung legt sich das wieder. Voriges Wochenende war ich in der Heimat mit einer guten Mischung aus vorrangig Familie treffen und nachrangig Freunde treffen. Dabei war das Grundgefühl von anfang an, dass man sich viel zu selten so trifft und man ein weiteres Treffen planen sollte, wo doch mein Vater meinte, es würde das letzte in dieser Runde sein. Dieses Wochenende war ich dann auf dem Jazz-Festival in Moers. Wußte nicht, worauf ich mich einlasse, war aber überraschend positiv. Auf der einen Seite gibts eine Bühne mit durchlaufendem Programm und auch einigen guten, sowie einer für mich außergewöhnlich starken Band. Diese war allerdings speziell fürs Festival zusammengekommen, deswegen sei an dieser Stelle nur auf den kreativen Kopf hingewiesen. Auf der anderen Seite treffen sich jährlich wieder ein Haufen Punks um den Park zu verwüsten. Die Masse befindet sich irgendwo dazwischen, freut sich an den vielen (alternativen) Ständen und den noch viel zahlreicheren Spaßmusikanten auf dem Gelände, und sympathisiert oder verachtet das eine oder andere Extrem. Mir gefielen die beiden Parallelwelten und es gab auch ein paar denkwürdige Begegnungen, das soll aber nicht alles in den Blog. Abgesehen von den Wochenenden waren die Wochen dementsprechend vom Versuch geprägt, die verlorene Übezeit wieder aufzuholen. Da bleibt nur noch die Erwähnung vom Saxophonabend. Wir haben hier in Wuppertal zwar keine, da aber die zwei Kölner Säle immer belegt sind, kam die Kölner Saxophonklasse zum Konzert nach Wuppertal. Was mir außerordentlich gut gefiel, da mir das Saxophon deutlich vertrauter ist als viele andere Instrumente und die Klangvielfalt längst nicht so ausgeschöpft und verbraucht wie bei manch einem „alten“ Instrument. Ich wünsch frohe Pfingsten und dass der Heilige Geist schön fleißig ist.
Donnerstag, 20. Januar 2011
Ein Beispieltag
Guten Morgen Lieber Leser,
vorhin dacht ich mir, ich könnt mal wieder etwas detaillierter schreiben, wie der Tag verlief. Anfangs schrieb ich ja alles Neue auf, bis es irgendwann Alltag wurde und nur noch Buchrezensionen übrig blieben. Trotzdem hat sich natürlich im dritten Semester etwas am Alltag getan, er ist freier geworden, wofür der heutige Tag exemplarisch passt.
Aufgestanden bin ich wohl gegen zehn. Hab schon wieder ne leichte Erkältung mitgenommen, wollte aber fit sein, hab deswegen zwei Tage ausgeschlafen, d.h. keinen Wecker gestellt. Wurde aber irgendwann zwischen neun und zehn das erste Mal halb wach. Der Vormittag war unspektakulär, hab gefrühstückt, Bibel gelesen (bin mit dem dritten Buch Mose nun fertig) und hab mich an Frank Sikoras „Neue Jazz Harmonielehre“ gesetzt. Klasse Buch. Hab heute im Kapitel Gehörbildung angefangen und wieder einige interessante Ideen und Übungen bekommen, darüber verging einige Zeit. Anschließend hab ich dann aufm Akkordeon ein älteres Werk gespielt und harmonisch analysiert, bin aber nicht sehr weit gekommen bis es eins war. Da hör ich meistens mit Üben auf (weiß ja nich, ob irgendwer sich doch mal für Ruhezeiten interessiert) und geh in die Mensa. Auf dem Weg immernoch ein paar Lieder gesungen und recht kurz auch die Zunge trainiert – noch hoffe ich irgendwann das Zungen-R zu können. Mittagessen war lecker, bis auf die Gurken, die mal wieder wesentlich zu viel Essig abbekommen haben. Für Fachdidaktik ein Lehrbuch durchgesehn, dann aber nicht Vibraphonüben gegangen, sondern ne halbe Stunde noch gekickert. Hab momentan nicht so viel Lust aufs Vibraphonüben, einerseits weil der letzte Unterricht vor Weihnachten war, andererseits weil zu viel andere Dinge (wie die Harmonielehre) mir grad wichtiger sind. Dann von drei bis halb 5 Fachdidaktik gehabt, anschließend erstmals bei der Ringvorlesung in Köln gefehlt. Stattdessen nach Hause gegangen, Zeit etwas vertrödelt, aber auch endlich etwas, nicht viel Akkordeon für den Unterricht geübt. Bemerkt, dass das moderne Stück mich momentan überhaupt nicht reizt, obwohl es die nächsten anderthalb Wochen oberste Priorität hat. Mist. Ein brand.eins-Heft ausgelesen. Und dann schon wieder Abendbrot gemacht und gegen sieben wieder aufgebrochen zu nem Konzert (weswegen ich Köln ausfallen ließ). – Ich hatte letzten Sonntag meine Chorpflicht absolviert bei nem Studentenkonzert mit dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns. Dabei war ich krank, nicht in den Proben gewesen (Aushang übersehn) und stand allein im Tenor, anfangs, dann kam noch einer aus dem Chor der Kantorei Barmen-Gemarke. Danach fragte der Leiter, ob wir beiden nicht am Mittwoch noch das Solistenensemble unterstützen könnten, es fehlte im Tenor noch, auch wenns keine Pflicht wär. – Heute war ich dann immernoch krank, hab trotzdem mitgesungen, lustigerweise warens außer uns beiden nur Studenten der Gesangsklasse. Bin aber zufrieden, wenn auch nicht glücklich mit dem Auftritt. Der Rest des Konzerts war schön anzuhören. Anschließend gabs noch ne Rose und dann gings nach Hause. Auf dem Weg zum und vom Konzert las ich übrigens Luise Rinsers Gefängnistagebuch. Interessante Lektüre, aber nicht rezensionswert. Zu Hause stellte sich die Frage, wie ich die Rose hinstellen könnte, hab aber ne gute Lösung gefunden:


Und nun fall ich ziemlich müde wieder ins Bett. Exemplarisch ist der Tag vorallem dadurch, dass ich heut wenig Akkordeon übte (keine Stunde für den Unterricht), und doch ich mich die meiste Zeit des Tages mit Musik beschäftige. Normalerweise übe ich 5 Tage die Woche Vibraphon mit ner dreiviertel Stunde und Akkordeon nicht unter zwei Stunden 6 Tage die Woche, aber abseits dessen, gibt es so viel zu entdecken…
Gute Nacht!
vorhin dacht ich mir, ich könnt mal wieder etwas detaillierter schreiben, wie der Tag verlief. Anfangs schrieb ich ja alles Neue auf, bis es irgendwann Alltag wurde und nur noch Buchrezensionen übrig blieben. Trotzdem hat sich natürlich im dritten Semester etwas am Alltag getan, er ist freier geworden, wofür der heutige Tag exemplarisch passt.
Aufgestanden bin ich wohl gegen zehn. Hab schon wieder ne leichte Erkältung mitgenommen, wollte aber fit sein, hab deswegen zwei Tage ausgeschlafen, d.h. keinen Wecker gestellt. Wurde aber irgendwann zwischen neun und zehn das erste Mal halb wach. Der Vormittag war unspektakulär, hab gefrühstückt, Bibel gelesen (bin mit dem dritten Buch Mose nun fertig) und hab mich an Frank Sikoras „Neue Jazz Harmonielehre“ gesetzt. Klasse Buch. Hab heute im Kapitel Gehörbildung angefangen und wieder einige interessante Ideen und Übungen bekommen, darüber verging einige Zeit. Anschließend hab ich dann aufm Akkordeon ein älteres Werk gespielt und harmonisch analysiert, bin aber nicht sehr weit gekommen bis es eins war. Da hör ich meistens mit Üben auf (weiß ja nich, ob irgendwer sich doch mal für Ruhezeiten interessiert) und geh in die Mensa. Auf dem Weg immernoch ein paar Lieder gesungen und recht kurz auch die Zunge trainiert – noch hoffe ich irgendwann das Zungen-R zu können. Mittagessen war lecker, bis auf die Gurken, die mal wieder wesentlich zu viel Essig abbekommen haben. Für Fachdidaktik ein Lehrbuch durchgesehn, dann aber nicht Vibraphonüben gegangen, sondern ne halbe Stunde noch gekickert. Hab momentan nicht so viel Lust aufs Vibraphonüben, einerseits weil der letzte Unterricht vor Weihnachten war, andererseits weil zu viel andere Dinge (wie die Harmonielehre) mir grad wichtiger sind. Dann von drei bis halb 5 Fachdidaktik gehabt, anschließend erstmals bei der Ringvorlesung in Köln gefehlt. Stattdessen nach Hause gegangen, Zeit etwas vertrödelt, aber auch endlich etwas, nicht viel Akkordeon für den Unterricht geübt. Bemerkt, dass das moderne Stück mich momentan überhaupt nicht reizt, obwohl es die nächsten anderthalb Wochen oberste Priorität hat. Mist. Ein brand.eins-Heft ausgelesen. Und dann schon wieder Abendbrot gemacht und gegen sieben wieder aufgebrochen zu nem Konzert (weswegen ich Köln ausfallen ließ). – Ich hatte letzten Sonntag meine Chorpflicht absolviert bei nem Studentenkonzert mit dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns. Dabei war ich krank, nicht in den Proben gewesen (Aushang übersehn) und stand allein im Tenor, anfangs, dann kam noch einer aus dem Chor der Kantorei Barmen-Gemarke. Danach fragte der Leiter, ob wir beiden nicht am Mittwoch noch das Solistenensemble unterstützen könnten, es fehlte im Tenor noch, auch wenns keine Pflicht wär. – Heute war ich dann immernoch krank, hab trotzdem mitgesungen, lustigerweise warens außer uns beiden nur Studenten der Gesangsklasse. Bin aber zufrieden, wenn auch nicht glücklich mit dem Auftritt. Der Rest des Konzerts war schön anzuhören. Anschließend gabs noch ne Rose und dann gings nach Hause. Auf dem Weg zum und vom Konzert las ich übrigens Luise Rinsers Gefängnistagebuch. Interessante Lektüre, aber nicht rezensionswert. Zu Hause stellte sich die Frage, wie ich die Rose hinstellen könnte, hab aber ne gute Lösung gefunden:


Und nun fall ich ziemlich müde wieder ins Bett. Exemplarisch ist der Tag vorallem dadurch, dass ich heut wenig Akkordeon übte (keine Stunde für den Unterricht), und doch ich mich die meiste Zeit des Tages mit Musik beschäftige. Normalerweise übe ich 5 Tage die Woche Vibraphon mit ner dreiviertel Stunde und Akkordeon nicht unter zwei Stunden 6 Tage die Woche, aber abseits dessen, gibt es so viel zu entdecken…
Gute Nacht!
Mittwoch, 25. November 2009
Ein verregneter Mittwoch
Sowohl auf den Straßen, wie auch bildlich. Der Telekom-Techniker kam heute ein zweites Mal nicht vorbei, muss also wieder bei Alice anrufen und den nächsten Termin vereinbaren.
Aber davon ließ ich mir meine Laune nicht verderben, auch nicht von der Krankheit, beides gab mir Grund genug heut kaum die Wohnung zu verlassen und mich auszukurieren. Dabei hab ich ein Lied gefunden, was mich echt fasziniert: Song of the Volga Boatman (Traditionell, arr. Glenn Miller). Erst recht, als ichs nachgespielt und harmonisch analysiert habe, das erste Mal höre ich, wie kreativ eine Komposition mit den Kirchentonarten arbeitet. Ok, ich hab noch nicht so viele Jazz-Stücke analysiert, aber bei Glenn Miller wunderte es mich, da ich nicht dachte, dass es schon im frühen Jazz ausgeprägt war mit Kirchentonarten zu arbeiten.
Aber davon ließ ich mir meine Laune nicht verderben, auch nicht von der Krankheit, beides gab mir Grund genug heut kaum die Wohnung zu verlassen und mich auszukurieren. Dabei hab ich ein Lied gefunden, was mich echt fasziniert: Song of the Volga Boatman (Traditionell, arr. Glenn Miller). Erst recht, als ichs nachgespielt und harmonisch analysiert habe, das erste Mal höre ich, wie kreativ eine Komposition mit den Kirchentonarten arbeitet. Ok, ich hab noch nicht so viele Jazz-Stücke analysiert, aber bei Glenn Miller wunderte es mich, da ich nicht dachte, dass es schon im frühen Jazz ausgeprägt war mit Kirchentonarten zu arbeiten.
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