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Sonntag, 23. September 2012

Inmitten von Vorbereitung

Die letzte Woche war voller Vorbereitung. Ich hab mir zum Beispiel eine längere Liste gemacht, welche Veranstaltungen ich mir im nächsten Semester vorstellen könnte. In Wuppertal gibt es inzwischen kein interessantes Angebot mehr, dafür umso mehr in Köln. Also werde ich an zwei, vielleicht auch an drei Tagen nächstes Semester nach Köln fahren. Dazu möchte ich gern in Leverkusen meine Unterrichtshospitationen machen – das wird etwas viel Bahnfahren. Aber lieber erstmal zu viel, als zu wenig sich vornehmen. Pflichtveranstaltungen hab ich kaum noch, nur noch pädagogische Fächer fehlen mir. Aber da fehlt mir auch ein interessantes Angebot…

Daneben gibt es auch noch die Frage, wohin nächstes Jahr. Sehr wahrscheinlich gehts raus aus Wuppertal – mehr weiß ich aber auch nicht. Richtung Heimat oder Richtung Ausland? Großstadt oder Landleben? Studium oder Arbeiten? Auf die ersten zwei Fragen weiß ich keine Antwort. Bei der dritten schon. Vollzeit Musikschullehrer kann ich mir nicht vorstellen. Studium wie bisher auch nicht. Wenn ein Masterstudium drauf kommt, dann möchte ich lieber vielseitiger werden als noch perfekter. Und das ist leider gar nicht so leicht zu finden. Momentan spiele ich Klassik und Zeitgenössisches. Was ich mir noch vorstellen kann, wäre Romantik, Jazz, Pop und Kleinkunst. Die Reihenfolge ist mehr chronologisch, nicht nach Vorlieben, am Liebsten wäre mir eine Mischung. Und eine Möglichkeit noch mehr neben dem Studium schon aufzutreten und anzuwenden. Das spricht eher für Großstadt und weniger für ein Masterstudium. Zumindest kenne ich keine Hochschule, die momentan in die Richtung anbietet, vermutlich sollte ich aber noch ein bisschen rumfragen. Und da das Studium derzeit so vage mir erscheint, klapper ich gedanklich noch andere Möglichkeiten ab, soziale oder freiwillige oder christliche (Projekt-)Arbeit, halbzeit das eine, halbzeit Lehrer (falls die Hospitationen wieder neues Interesse wecken), halbzeit autodidaktisch auf dem Akkordeon weiterkommen… aber das waren nur kurze Gedanken keiner hat gewurzelt.

Ein paar Dinge aus der vorletzten Woche wollte ich noch erzählen, für heut zum Abschluß erstmal etwas zur Perfektion – meine eigene Position dazu überdenke ich momentan.

‘S muss im Leben nicht Perfekt sein-nur liebevoll;denn :
Liebe deckt alle Vergehen zu.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Zwischen den Speichen

Die Woche ist so viel los, dass ich möglichst dicht bloggen möchte.
Montag war zuerst die Harmonielehre-Klausur. Hab ein gutes Gefühl, kein schweres Thema für mich, trotzdem war die Zeit zu knapp berechnet. Hab eine kleiner Aufgabe nicht geschafft, die anderen waren längst nicht so weit. Nach ner Pause sollte es dann weitergehen mit Gehörbildung, da der Dozent aber einsah, dass die Zeit zu kurz war, hat er die halbe Stunde vor Gehörbildung noch mal die Arbeit rausgegeben. Nur ich hab nicht dran weitergearbeitet. Dafür war ich dann ausgeruht und hab ein sehr gutes Gefühl bei Gehörbildung, obwohls nicht meine Stärke ist. Und die anderen hatten spürbar Probleme mit dem Streß. Leider verpasste ich durch die Prüfung den Tanzkurs, der wohl gut angekommen ist. War ne (bis jetzt?) einmalige Angelegenheit wegen des Sommerfestes am Freitag an unserer Hochschule.
Auch noch interessant war, wie detailliert ich mich am Montagmorgen an meinen letzten Traum erinnern konnte. Verknüpfte durchaus kreativ meine ehemalige Schule mit der Hochschule, hab danach ne halbe Stunde es aufgeschrieben, wens interessiert, dem schick ichs zu – nur hierher wäre mir grad zu öffentlich.
Gestern war ich dann in Krefeld zur Reparatur. Während der Mittagspause hab ich die Stadt besichtigt. Krefeld ist erschreckend normal. Die meisten Städte find ich entweder langweilig oder in irgendeine Richtung besonders, Krefeld hat alles, aber nichts übermäßig oder herausstehend. Etwas mehr Grün, etwas mehr Kinder, und mehr Wohnviertel am Rand der Innenstadt, mehr braucht sie gar nicht fürs Stadtbild. Die Tour hatte ich vorher nicht geplant, auf gut Glück kommt dann so etwas heraus:



Die Reparatur war auch recht interessant, haben viel geredet nebenbei, einerseits gibt es mechanisch viel an meinem Instrument auszusetzen, andererseits klingt es gut, auch wenn die Stimmung schon wieder ziemlich weg war… muss wohl nochmal hin. Abends wollte ich noch zu ner Probe nach Köln, aber die erste Straßenbahn hatte nen Motorschaden, die zweite kam auch nicht pünktlich beim Hauptbahnhof an, da hatte sich die Probe. Fuhr noch einmal zurück zum Reparieren, war also von früh um acht bis abends um zehn außer Haus, hab nicht geübt, am Montag schon wenig.
Heute kaum mehr geübt, dafür Probenarbeit. Die erste Probe für Nosferatu lief gut, normale Eingewöhnungsprobleme, aber nicht zu weit weg von dem, was ich mir vorstellte. Da gibts im Orchester schon eher Resentiments gegen die Neue Musik. Nach Fachdidaktik und Ensemble-Probe dann in Köln gewesen, mit dem Professor noch einmal die Kammermusik durchgesprochen. Alle sind jetzt mit dem Ergebnis zufrieden, Freitag wirds abgeliefert bei seiner K.A.-Prüfung, dafür muss ich wieder nach Köln. Genauso wie morgen abend, da hat das StuPa seine konstituierende Sitzung. Keine Ahnung, obs interessant wird, aber da Wuppertal fünf Plätze zustehen und momentan nur drei Vertreter in diesem Organ hat, isses schon nich verkehrt, wenn ich das mal ein Semester mitmache.
Zu allem Überfluss löst sich auch noch die Sohle bei meinen Sandalen auf. Darf die einfach so wegschwimmen, nach nem knappen Jahr Benutzung nur? Also minus die Wintermonate natürlich. Ärgerlich zumindest.
Ich hoffe, ich hab nicht zu viel gespammt, wünsche eine gute Nacht.

Montag, 30. Mai 2011

Klartext

So. Da wär mer wieder. Schließlich gibt es ja doch noch die ein oder andere treue Seele, die sich für mein Leben interessiert – wobei ich nicht gern jemanden als untreu klassifizieren würde. Was mir dabei in letzter Zeit oft durch den Kopf geht, ist 2. Samuel 22, 26+27: „Gegen die Heiligen bist du heilig, gegen die Treuen bist du treu, gegen die Reinen bist du rein, und gegen die Verkehrten bist du verkehrt“. Sehr interessante Aussage, auch wenn ich sie in Bezug auf das Neue Testament relativieren würde. Wer sich dafür interessiert: Ich bin momentan in der 2. Chronik angelangt mit einem recht zügigen Tempo, drei oder vier Verse pro Tag sind keine Seltenheit. Weiterhin lerne ich auch spanisch und hab seit letzter Woche wieder die Tschechischvokabeln aufgenommen. Das ganze per elektronischem Karteikartensystem, unterstützt vom google-Übersetzer, um zusammenhängende Sätze zu üben, und von Rescate und Pranic, die auch sehr helfen beim Lernen.
Dann übe ich momentan für fünf Zwecke: Das Unwichtigste ist das Akkordeon-Ensemble. Zwei Viertsemester und zwei Zweitsemester sind wir und haben wenig Lust dafür zu üben, und es hängt auch nichts davon ab, wie wir spielen. Der Tango von Piazzolla ist aber interessant, weil er sich gegen die Erwartung sperrt. Das nächste ist meine Zwischenprüfung. Ich spiele drei Werke, die ich schon letztes Jahr zum Hochschulwettbewerb gespielt habe, möchte sie dieses Mal „nur“ besser spielen. Aber hier setzt sich meine ungeheure Motivation fort: Zwar gibt es eine Note darauf, aber wenn man sichs genau betrachtet, zählt sie recht wenig fürs Endergebnis. Gut wird sie sowieso, also warum sollte ich mich besonders anstrengen, damit sie sehr gut wird? Da ist mir mein Zusammenspiel schon wichtiger. Ich hab dieses Semester Kammermusik mit einem Saxophon, was mir immer wieder Spaß macht, auch wenn die erste Probe mit dem Professor eine kleine Dämpfung der Freude war. Dafür gibts jetzt gut zu üben. Und da ich den Saxophonisten in seiner KA-Prüfung begleite, ist das natürlich wichtiger, als meine eigene Prüfung. Und zu guter letzt gibt es da noch das Stück mit Sinfonieorchester, das am Besten werden muss. Kurz schrieb ich über all das schon, aber was ist das fünfte? Nun, mein voraussichtlich letztes Semester am Vibraphon. Normalerweise muss man nach vier Semestern auch im Nebenfach eine Prüfung ablegen, und bekommt dann darin keinen Unterricht mehr. Nur bis jetzt hat die Hochschulleitung es vertrant die Prüfung anzusetzen, mal schauen, was das wird.
Feste Termine sind immer noch dienstags SMD, inzwischen regelmäßig mit Abendbrot vorher, donnerstags Aikido, auch das regelmäßig mit Kneipenbesuch nachher und sonntags die Heckinghauser Brüdergemeinde mit danach ebenso regelmäßigem Mittagessen, allerdings bei wechselnden Gastgebern.
Nich so fest waren in letzte Zeit: Letztes Wochenende zwei Konzerte meines Kollegen Kr. in Köln, bei denen jeweils einige aus der Akkordeonklasse da waren als Unterstützung. Davor die Wochenenden eine chinesische Taufe (also eigentlich acht oder neun Taufen in einer chinesischen Gemeinde) und eine chinesische Hochzeit, allerdings nach deutschem Vorbild (in China wird dann nochmal chinesisch gefeiert). Dann kam an nem Freitagabend auch mal ein Freund mich hier besuchen, immerhin der sechste Gast in meiner Wohnung bislang. Ab und zu bin ich mittwochs noch bei einer Bandprobe, außerdem besuchte ich zwei Konzerte in der Wuppertaler Hochschule in der letzten Zeit. Obendrein half ich diese Woche einem Freund bei seiner Diplomarbeit mit Korrekturlesen. Und wenn dann nicht noch abends Freunde online sind und mich anchatten – dann hab ich doch noch einige Abende hier, wo ich zu Hause bleibe und anders als in der Heimat, auch ganz froh darüber bin. Denn schließlich wollte ich diese Woche ausschlafen und so recht tat es mir nicht gelingen – Donnerstag und Freitag waren keine guten Tage, Samstag dann gelang es mir einmal mitm Ausschlafen. Und inzwischen bin ich doch müde geworden über den Eintrag, ich hab auch das Gefühl, dass ihr wieder ausreichend wisst, was bei mir so vorgeht, den Rest würdet ihr vielleicht irgendwann in persönlichen Gesprächen erfahren, momentan erschließt sich mir grad einiges durch das Lesen des AnTs. Ick wünsch euch nen guten Start in die Woche, man schreibt sich.

P.S.: Zu allem Überfluß verpflichte ich mich hiermit noch zu einem weiteren Eintrag die Woche. Sonst wirds wieder nicht.

Donnerstag, 8. Juli 2010

Köln

Eigentlich wollte ich mal was über das vergangene Semester schreiben, da ich ja außer einem Buch wenige Posts seit dem Hochschulwettbewerb gebracht habe. Da sichs aber grade anbietet, berichte ich erstmal über gestern.

Nach einem etwas langsameren Morgen als gedacht, war ich gegen halb 1 und recht gut vorbereitet in Köln angekommen. Plan war die Stadt zu erkunden und nebenbei etwas für anstehende Prüfungen zu lernen. Da ich kein Akkordeonvorspiel mehr habe, möchte ich gern in der letzten Woche die freien Tage nutzen um die umliegenden Städte zu erkunden. Denn weder komme ich außerhalb meines Studiums in diese Gegend, noch nehme ich mir innerhalb des Studiums einen Tag mal frei für Sightseeing. Momentan hab ich wenigstens den Vorwand, dass ich ja nebenbei lerne… und im Oktober das Wetter nicht mehr so gut ist. Wie dem auch sei, in Köln vom Hbf aus (nördliche Altstadt) erstmal am Rhein lang bis zum südlichen Ende der Neustadt. Dort ein bisschen durch die Wohnviertel geschlendert (etwas gelernt), ansonsten an den verbliebenen Resten des Stadtwalls entlang wieder Richtung Norden. Dann von der Herz-Jesu-Kirche aus zum Neumarkt, dort fand ich dann erstmal einen Wegweiser, der Shopping in alle Richtung anzeigte… und ich hatte bis dahin absichtlich die Wege genommen, die wegführten von Shoppingmeilen. Dann ging eine gute Stunde drauf mit der Besichtigung des Käthe-Kollwitz-Museums. Anschließend zum Heumarkt und, da die Zeit um war, dann direkt zum Hbf wieder und kurz vor halb 7 wieder abgefahren. Dafür, dass das Museum nicht geplant war und ich auch sonst keine klare Route mir ausgemacht hatte, war der Tag wohl ganz erfolgreich. Hatte aber auch überlegt, ob sich das Schokoladenmuseum lohnt, oder ob ich doch noch einkaufen gehe (Drumsticks wärn mal nötig), oder was mit dem Bereich westlich des Hbfs ist… – muss wohl nochmal nach Köln. Aber wahrscheinlich nicht diese Woche, davor steht Düsseldorf auf dem Plan und evt. eine Ruhrstadt, nur da kann ich mich nich entscheiden. Zu allem Überfluß (als wär der gesamte Bericht nicht schon überflüßig genug) noch einmal die Marschroute, wie immer mit google nachvollzogen:




P.S.: Und jetzt hab ich noch zwei Stunden Zeit um mir zu überlegen, ob ich nicht doch heut abend nach Köln fahre und mir in der Philharmonie ein Konzert von Al Jarreau mit Band anhöre. Schwere Entscheidung.

Montag, 26. Oktober 2009

die Zeitumstellung schlaucht

War heute den halben Tag in Köln. Die neue Musik ist herausfordernd für die Spieler, aber nicht zu empfehlen für normale Zuhörer, die Harmonie und Melodie erwarten. Das Material ist halt nur noch Klang, aber den finde ich schwierig zu deuten, ohne dass man mehrmals solche Stücke hört. Ein bisschen merkt man auch, dass der Komponist Koreaner ist, zumindest wenn mans weiß. Nachher hab ich mir zur Entspannung noch den Kölner Dom angeschaut. Von außen finde ich ihn zu üppig, diese vielen kleinen Verzierungen gefallen mir nicht. Aber von innen ist er sehr schön, viel Platz, sehr hoch, was irgendwie schon eine Messlatte für Kirchen ist. Auch ist er nicht zu sehr für Touristen eingerichtet, wenngleich immer recht viele Leute da sind.
Nun, dafür verpasste ich leider den ersten Teil eines Klavierkonzertes hier mit 3 Zugaben, jeweils 3 freie Improvisationen über schätzungsweise 8 vorgeschlagene Themen. Durchaus interessant.
Für alle, die mich erreichen wollen: Ich werd in meiner Wohnung kein Festnetz und kein Internet haben, gehe aber täglich über die Hochschule oder den McDonalds online. Nicht dass ich dort immer was essen will, aber der ist neben der Schwebebahn-Haltestelle von der aus man sich auch einloggen kann.
Und für meine Familie: Heut morgen im Theorie-Unterricht fiel mir auf, dass De Cillis in seiner euphorischen Art dem Ekke doch sehr ähnelt.
Und noch ein Lesetip. Am Anfang nichts neues, Punkt 6 und 7 für mich schon.
schönen Tag noch.