Posts mit dem Label Alexandertechnik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Alexandertechnik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 6. Januar 2012

Ich bin auf Endorphin

Seit vorgestern abend wieder zurück. Und leider kommen sie nicht vor allzu viel Glück, sondern um den Schmerz zu lindern. Bin gestern abend gedankenlos eine lange Treppe runtergesprungen und die letzte Stufe war klitschnass. Die Heftigkeit war mir sofort bewusst. Nachdem sichs zuerst gegeben hatte, humpel ich heute herum und kann durch Aufsetzen meines Fußes mir einen Cocktail ins Blut pumpen. Ansonsten aber alles prima!

Letzten Mittwoch bin ich an die Nordsee gefahren. Auf Ausflug mit der SMD. Die Zeit war gut, um sich kennenzulernen und auch recht erholsam, haben mal Hamburg besucht und mal Museen, aber meist gefaulenzt, gegessen, gespielt…

Davor die Weihnachtszeit von Donnerstag bis Mittwoch in der Heimat war übervoll. Zu wenig Schlaf raubte mir am Ende die Nerven, wie ichs irgendwie schon gewohnt bin.

Vom restlichen Dezember bleibt noch zu erzählen, dass wir ein schönes Konzert hatten. Hab gut 20 Minuten Sololiteratur gespielt und war sehr zufrieden. Mit den meisten anderen Beiträgen ebenso. Die Aho-Sonate hat dafür eine Pause bekommen, die ich jetzt versuche wieder wett zu machen, Ende Januar ist das nächste Konzert. Die anderen Fächer geben wenig her, zwei theoretische langweilen mich grade sehr, Musikpädagogik ist dagegen unterhaltsam (wofür ich schon Comenius gemacht habe und jetzt noch über andere Pädagogen referiert wird).

Für den Jahresabschluss sollte jeder erzählen, was ihn so das Jahr 2011 über beschäftigt hat. Mir sind nur zwei Dinge eingefallen, die sowohl in Wuppertal als auch in der Heimat mich beschäftigt haben und neu waren in diesem Jahr: die Alexandertechnik und der Anlauf, die ganze Bibel durchzulesen. Ansonsten war das Jahr vergleichsweise ruhig, vergleichsweise mit 2010. Zwar trotzdem viel gemacht, aber etwas konzentrierter. Wie war euer Jahreswechsel so?

Sonntag, 20. November 2011

Weiter geht die wilde Fahrt

Erfolgserlebnisse hab ich dies mal beim Üben, auch wenn ich weiter kritisch bleibe: es müsste mehr drin sein, auch mehr Übezeit. Aber wer weiß, vielleicht würde das Üben weniger produktiv werden, gebe ich ihm mehr Zeit.

Bin heut von der RegioKon zurückgekommen, war sehr gut. Hab mich gleich ins Bett und an den Computer gelegt, denn meine Füße taten (vom Spiel gestern?) weh und ich war schrecklich müde. War zusätzlich am Freitagabend statt beim Begrüßungsabend beim Geburtstag eines Kommilitonen, dadurch hatte ich nur 3,5h Schlaf. Aber es hat sich alles sehr gelohnt.

Morgen wirds dafür wieder voll, morgens (oder doch heut abend?) noch Theorie-HAn, dann Einspielen für den Akkordeon-Unterricht, abends Konzert der Schlagzeugklasse anhören und am Nachmittag will ich in 4h ein Referat basteln. Über Comenius. Soll ne knappe halbe Stunde Vortrag sein und ne Viertelstunde muss man ne Diskussion über die Pädagogik anzetteln. Muss mit Polylux oder Powerpoint begleitet werden, würde gern zweiteres nehmen, dafür sind 4h recht knapp bemessen.

Und zurück zur letzten Woche: War von Mittwochabend bis Freitagmorgen in Hannover, um zwei Konzerte anzuhören. Wen es interessiert, der kann sich auf NDRKultur am 4. Dez einen Mitschnitt anhören (hier ganz unten ab 22:05). Oder mich mal über Sofia Gubaidulina ausfragen, deren 80. Geburtstag dort gefeiert wurde. Ein Tag später war hier ein gutes Jazz-Konzert und am Montag wollte ich ins Konzert des Hochschulorchesters gehen. Allerdings mussten über hundert Besucher abgewiesen werden, weil der Saal nicht groß genug war. So saßen wir halt sehr lang in der Kneipe rum…

Ansonsten: Alltag. Eine Sache wollte ich noch erwähnen, von der ich gute Bilder wollte, was gar nicht so einfach ist. In Alexandertechnik hieß es dann einmal, stellt euch vor den Spiegel und schaut mal in euren Mund rein hinter das Zäpfchen. Alles, was ich gesehen habe, war etwa dies:



Dacht ich mir, das kanns nicht sein (und es bestätigte sich mal wieder, wie unflexibel ich mit meiner Zunge bin), und hab probiert, bis die Zunge unten lag und ich das Zäpfchen sehen konnte. Was ich nun im Spiegel sah, war noch lustiger (und deutlicher als man es auf dem Foto erkennen kann) – meine Zungenmuskel sind unterschiedlich stark ausgeprägt, ich bekomme nur eine Seite nach unten, während die andere höher bleibt:



Interessant. Seitdem spür ich auch, dass meine Zunge auf der rechten Seite immer gegen den Gaumen drückt. Werd ich mir wohl abgewöhnen.

Am Donnerstag gehts mal wieder kurz in die Heimat. Und der Sylvesterurlaub ist jetzt auch geplant, also bin ich auch zu Weihnachten nicht soo lang da. Aber man läuft sich ja sicher irgendwann wieder über die Füße…

(P.S.: Ist der Posttitel eigentlich ein literarisches Zitat?)

Samstag, 22. Oktober 2011

The long day is over

Merkwürdig. Da isses halb drei und ich fühl mich nicht danach. Obwohl ich auch die letzte Woche morgens nich so leicht ausm Bette kam. Aber der Abend war schön. Um neun ging die Mensa-Party los. Ich kam kurz danach und dann dauerte es noch etwas bis das Tanzen, Kickern und Quatschen wirklich in Schwung kam. War auch alles heute ausreichend dabei, mehr Gespräche als sonst und auch überraschend gut gekickert. Die Erstis sind auch angenehm normal, soweit ichs einschätzen kann. Um eins wird dann auch alles schon wieder eingepackt, diesmal fand sich aber kein Haufen, der gemeinsam noch ins Kneipenviertel weiterzieht. Der Abend war mir auch gelungen genug.

Seit Sonntagabend bin ich wieder da. Der Sommer streckte sich sehr schön, wer was wissen will, maile mir. Übers Hauptfach schreib ich erst später, interessant war vorallem mal wieder Alexandertechnik und ein Moment in Aikido: Da berührt ich doch im Spagat mit meinen Händen den Boden. Ist mir sehr lange nicht passiert. Dadurch kann ich schätzen, dass schon in der siebten Klasse meine Füße standardmäßig nach außen gedreht waren, was ich im letzten Sommer änderte. Und in der Alexandertechnik gabs nochmal Anregungen für die Bein-Hüft-Kommunikation, sowie für den Kopf. Der darf nämlich ruhig ein-zwei Zentimeter weiter hinten bei mir sitzen. Hab ich wohl wegen der langen Haare nach vorne gezogen. Unnötig. Und ist evtl. mit Schuld daran, dass ich nicht so tief singen kann, wie es eigentlich mal möglich war.

Wens interessiert, meine Tätigkeiten neben Vorlesungen, Aikido und SMD: Üben (2,5 Solostücke + 2,5 Kammermusikstücke), Singen lernen, Jazzstücke analysieren, Bibel lesen und beten, Tschechisch, Spanisch und Hebräisch lernen. Und trotz der guten Auswahl hatte ich heute einen leicht unwilligen Tag, aber im allgemeinen kann ich mich über meine Arbeitsmotivation nicht beschweren. Gute Nacht euch, lasst mal was hören.

Montag, 9. Mai 2011

Endlich

komm ich zum nächsten Post. Muss aber heute auch sein, da ich das erste Mal bei der Blutspende war. Das wär nich außergewöhnlich genug, aber ich hab dabei bemerkt, dass mein Kreislauf immer noch wegklappen kann unter besonderen Umständen. Ne Dreiviertelstunde nach der Blutabnahme konnte ich dann rausgehn. Dafür hab ich zweimal essen bekommen, einmal vorher, weil ich zu lang nix gegessen hatte, und einmal nachher, weil mein Kreislauf nicht hochkam. Kam mir beim zweiten Abendbrot dann nich so vor, als hätt ich vor ner Stunde schon was gegessen.
Wo wir schon bei Schwächen sind, ich stell auch ne anfangende Sehschwäche bei meinem rechten Auge fest, gut bemerkbar gegenüber dem linken, guten Auge.
Seit Samstagabend hab ich nun einen ausführlichen Übeplan, nachdem die letzte Woche nur mäßig war, ich aber wirklich genügend vor hab in den nächsten zehn Wochen. Es sind nur noch zehn… das Wichtigste dabei ist Nosferatu. Zum Stummfilm werde ich mit dem Sinfonieorchester Wuppertal die Musik dazugeben, das Konzert ist am 13.07. Und es gibt gut Geld, da sollte auch gut geübt sein. Das zweitwichtigste ist mir die Duoarbeit mit einem Saxophon, dann kommt die Solo-Zwischenprüfung und irgendwo ganz hinten das Akkordeon-Ensemble. Alle Prüfungen sind in der einen Woche, da wirds echt lustig.
Was ich immer wieder faszinierend finde, sind Körperlehren im weitesten Sinne. Eine Sache, die ich momentan üben muss, ist den Balg mit viel Kraft langsam zu ziehen. Also stellt euch vor, der Arm ist im ersten Gang, ihr bewegt ihn kaum merklich langsam nach links, aber mit so viel Kraft, dass egal was daran zerrt, er nicht vom Weg abgebracht werden kann – ist ein merkwürdiges Gefühl und unheimlich anstrengend anfangs. Das Gegenteil dazu ist Alexandertechnik, wo ich mich versuche zu entspannen, was eher dem Singen zugute kommt. Letztes Mal hatten wir ne gute Übung für den Kiefer, daraufhin stand ich überall mit offenem Mund rum, um zu überprüfen, ob ich meinen Kiefer wieder so locker hinbekomme.
Dieses Semester lese ich nicht mehr so viel, nur Bonhoeffers „Gemeinsames Leben“ und die Bibel, momentan inmitten dem ersten Buch der Könige. Aber ich hab noch aus dem letzten Semester zwei Nachträge, die ich euch nicht vorenthalten möchte, hier kommt der erste:

Momentan (Anfang Februar) lese ich Dorian Gray, was sehr interessant ist. Vorher wußte ich nur, dass Wilde einer der wenigen bekannten Schwulen dieser Zeit war, das Buch aber ist fabelhaft. Fabelhaft schrecklich. Es lenkt den Blick stetig auf das lüsterne und frevelhafte Leben, ohne es aber zu glorifizieren, nein, Dorian nimmt deutlich Schaden dadurch. Es deswegen zu empfehlen, würde mir trotzdem nicht einfallen, da der Fokus auf dem Schlechten liegt; voran bringt einen meist die Betrachtung des Guten. Als Abschreckung ist das Buch aber bestens geeignet, zumal es im Resümee die Sittenlosigkeit verklagt. Zudem zieht sich eine interessante Diskussion durch das Buch um Schönheit, Sinnlichkeit, Kultur, Fassade, und natürlich Frauen. Allerdings überwiegen die bösartigen (sarkastischen und sadistischen) Argumente deutlich gegenüber den angemessenen; also muss man selbst die geeignete Antwort auf die Lektüre finden. Trotz alledem ein faszinierendes Buch.

Samstag, 30. April 2011

drei Wochen

ists schon wieder her, dass das Studium anfing. Geübt hab ich in der Zeit noch nicht allzu viel, und auch heute hab ich noch keine Muße und schreib stattdessen lieber nen Blogeintrag…

Vor zwei Tagen hielt ich das Referat über Gluck. Da ich kaum Vorwissen hatte, weder über Gluck noch über die Oper im allgemeinen, musst ich mich in einiges hineinlesen und hab dementsprechend die zwei Wochen vorher genutzt – nicht zum Üben. Das Referat war dann aber auch sehr gut, halbwegs frei, stilistisch hochtrabend und vorallem gut im Stoff. Halbwegs frei, da ich mir zwar komplette Sätze ausformuliert hatte – das letzte Referat mit Stichworten ging schief – aber in denen die Stichworte markiert hatte, und zu guter letzt den Text so gut kannte, dass ich doch nur Satzanfänge abgelesen habe. Stilistisch hochtrabend, weil werte Frau Mama auch bei einem mündlichen Vortrag durchaus auf gehobeneres Deutsch wert legt, und ich mit ihr den ganzen Text am Vorabend einmal durchging. Was auch zur Folge hatte, dass ichs nicht von Textblättern ablas (keine Zeit mehr zum Ausdrucken), sondern vom Laptop, der stand wiederum auf einem Notenständer als Pult – höchst praktisch, auch um seine Hände irgendwohin abzulegen. Vermutlich als finales Schlußwort erübrig bleibend sich nur: „Ich bin begluckt“.

Und sonst… hatte ich nen guten Studiumsstart. Ich hab mich spät angemeldet, bin aber in der Alexandertechnik-Gruppe. Neben dem Seminar Musikgeschichte bin ich freiwillig auch noch bei Literaturkunde am Donnerstag. Und vorgestern abend war ich das erste Mal bei Aikidō, an dem ich wohl das ganze Semester teil nehmen werde; es ist auch eine nette Gruppe, die sich nachher noch zusammensetzt und sonst in der Freizeit auch öfters was gemeinsam unternehmen. Gestern ging dann ein Tag für nen Umzug drauf. Bei der smd essen wir neuerdings zusammen bevor der Abend anfängt. Die Sonne scheint schon relativ lang und relativ stark, bis auf ein paar Wolkenbrüche, Gewitter und Hagel ist hier recht sommerliches Wetter. Über Ostern war ich auf der studikon, was sich auch in jeder Hinsicht gelohnt hat. Mir gehts gut, ich sollte nur langsam mal anfangen zu üben…

Montag, 31. Januar 2011

Kurzmeldungen vom Januar

Am 15. war Klassenstunde. Nach einer guten Übewoche, sehr gut gelaufen, obwohl ich nicht auswendig spielen konnte vor Publikum. Programm ist derzeit Bach und Scarlatti (möglichst auswendig), Aho (sehr modern) und von Lundquist das Duell für Schlagzeug und Akkordeon.
Letzteres spielten wir am 18. öffentlich und verrissen es. Das Publikum fands trotzdem gut, obwohls wirklich schlecht war. Lustig, wie mein Duopartner Jo. sich an dem Abend noch ewig lang drüber aufregte, was wir alles verrissen haten, da kann ich sowas schneller abhaken. Warn natürlich noch ne Stunde oder zwei im Café Moritz.
Vom folgenden Tag berichtete ich schon.
Am 21. war SMD-Mitarbeitertreffen. Noch hab ich die Richtlinien nicht unterschrieben, werds wohl aber tun, und auch gleich als Kassenwart einsteigen. Der Abend war sehr schön, auch geistlich eindeutig ein zu Hause.
Am 26. das letzte Mal Ringvorlesung. Thema: Melodien in der Neuen Musik. Vortrag: Recht schlecht, aber mit interessanten Gedankenanstößen zur Frage, was Melodie eigentlich ist. Wer kann einen guten Lexikon-Eintrag über Melodie finden?
Am 28. interessante Alexandertechnik-Stunde gehabt. Werd wohl noch öfters ordentlich sitzen, auf- und stehen üben müssen. Am Abend dann ein gutes Konzert der Masterstudenten der Posaunenklasse. Anschließend kleinen Abendspaziergang gehabt und noch bei Jo. und Ph. eingekehrt. Kurz nach Vier den Nachtbus zurückgenommen, dementsprechend spät und verkatert war auch der folgende Samstag. Abend war trotzdem sehr interessant gewesen.
Am 30. abends sehr gutes Konzert vom djo gehört. Gustav Holsts „Planeten“ sind klasse, qualitativ auch gut gespielt. Nur Beethovens „Pastorale“ im ersten Teil kann ich wenig abgewinnen, zumindest als Konzertstück, dem man lauschen möchte. Der Dirigent war dazu mir zu unruhig für so eine ruhige Sinfonie.
Gelesen in der Zeit: Rinser: „Gefängnistagebuch“, Schweitzer: „Aus meiner Kindheit und Jugendzeit“, 2 brand.eins-Magazine, Wilde: „Dorian Gray“ zu 2/3, Sikora: „Neue Jazz-Harmonielehre“ zu 1/3, 3. Buch Mose 2. Hälfte und 4. Buch Mose.
Gesehen: 3 Filme von Helge Schneider, die grad kostenlos und legal abrufbar waren.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

und wie gehts?

gut.

Schön, dass Blog-Leser meist nicht so anspruchlos sind. Denn wo hinter der Alltagsfrage wirklich gar kein Interesse steht, bleibt man nicht allzu lange. Dagegen hab ich mich entschieden, dieses Jahr regelmäßig zur smd und zur Heckinghauser Gemeinde zu gehen. Zugegeben, Weg des geringsten Widerstandes, aber halt auch des größten Interesses. Abgesehen davon… guter Start. Bis man sich wieder eingeübt hat, dauerts ein bisschen, aber die Phase ist inzwischen vorbei, nachdem ich letzten Freitag- und Samstagabend bis zur Schließung in der Hochschule war. Der Rest des Studiums ist nicht so spannend… ich nehme die Ringvorlesung mit, lohnt sich zwar zeitlich überhaupt nicht, nach Köln rüberzufahren, aber die ersten beiden Vorlesungen haben schon bestätigt, dass es höchst interessant ist. Außerdem bin ich bei der Alexandertechnik reingerutscht, da die eine Dozentin eine Warteliste von drei Semestern hat und die andere gar keine… nun, soweit so gut. Hat sich jemand den letzten Artikel von brand.eins durchgelesen? Nun bin ich fast mit der zweiten durch, Schwerpunkt war Stabilität. Wenn ich mal Zeit finde, will ich ein paar Gedanken aus den Artikeln und Büchern zusammenfassen. Also so in 3-4 Wochen… wenn ich hier nichts schreibe, dann meist, weil ich genug zu tun habe. schönen Herbst euch.