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Montag, 31. Januar 2011

Kurzmeldungen vom Januar

Am 15. war Klassenstunde. Nach einer guten Übewoche, sehr gut gelaufen, obwohl ich nicht auswendig spielen konnte vor Publikum. Programm ist derzeit Bach und Scarlatti (möglichst auswendig), Aho (sehr modern) und von Lundquist das Duell für Schlagzeug und Akkordeon.
Letzteres spielten wir am 18. öffentlich und verrissen es. Das Publikum fands trotzdem gut, obwohls wirklich schlecht war. Lustig, wie mein Duopartner Jo. sich an dem Abend noch ewig lang drüber aufregte, was wir alles verrissen haten, da kann ich sowas schneller abhaken. Warn natürlich noch ne Stunde oder zwei im Café Moritz.
Vom folgenden Tag berichtete ich schon.
Am 21. war SMD-Mitarbeitertreffen. Noch hab ich die Richtlinien nicht unterschrieben, werds wohl aber tun, und auch gleich als Kassenwart einsteigen. Der Abend war sehr schön, auch geistlich eindeutig ein zu Hause.
Am 26. das letzte Mal Ringvorlesung. Thema: Melodien in der Neuen Musik. Vortrag: Recht schlecht, aber mit interessanten Gedankenanstößen zur Frage, was Melodie eigentlich ist. Wer kann einen guten Lexikon-Eintrag über Melodie finden?
Am 28. interessante Alexandertechnik-Stunde gehabt. Werd wohl noch öfters ordentlich sitzen, auf- und stehen üben müssen. Am Abend dann ein gutes Konzert der Masterstudenten der Posaunenklasse. Anschließend kleinen Abendspaziergang gehabt und noch bei Jo. und Ph. eingekehrt. Kurz nach Vier den Nachtbus zurückgenommen, dementsprechend spät und verkatert war auch der folgende Samstag. Abend war trotzdem sehr interessant gewesen.
Am 30. abends sehr gutes Konzert vom djo gehört. Gustav Holsts „Planeten“ sind klasse, qualitativ auch gut gespielt. Nur Beethovens „Pastorale“ im ersten Teil kann ich wenig abgewinnen, zumindest als Konzertstück, dem man lauschen möchte. Der Dirigent war dazu mir zu unruhig für so eine ruhige Sinfonie.
Gelesen in der Zeit: Rinser: „Gefängnistagebuch“, Schweitzer: „Aus meiner Kindheit und Jugendzeit“, 2 brand.eins-Magazine, Wilde: „Dorian Gray“ zu 2/3, Sikora: „Neue Jazz-Harmonielehre“ zu 1/3, 3. Buch Mose 2. Hälfte und 4. Buch Mose.
Gesehen: 3 Filme von Helge Schneider, die grad kostenlos und legal abrufbar waren.

Donnerstag, 20. Januar 2011

Ein Beispieltag

Guten Morgen Lieber Leser,

vorhin dacht ich mir, ich könnt mal wieder etwas detaillierter schreiben, wie der Tag verlief. Anfangs schrieb ich ja alles Neue auf, bis es irgendwann Alltag wurde und nur noch Buchrezensionen übrig blieben. Trotzdem hat sich natürlich im dritten Semester etwas am Alltag getan, er ist freier geworden, wofür der heutige Tag exemplarisch passt.

Aufgestanden bin ich wohl gegen zehn. Hab schon wieder ne leichte Erkältung mitgenommen, wollte aber fit sein, hab deswegen zwei Tage ausgeschlafen, d.h. keinen Wecker gestellt. Wurde aber irgendwann zwischen neun und zehn das erste Mal halb wach. Der Vormittag war unspektakulär, hab gefrühstückt, Bibel gelesen (bin mit dem dritten Buch Mose nun fertig) und hab mich an Frank Sikoras „Neue Jazz Harmonielehre“ gesetzt. Klasse Buch. Hab heute im Kapitel Gehörbildung angefangen und wieder einige interessante Ideen und Übungen bekommen, darüber verging einige Zeit. Anschließend hab ich dann aufm Akkordeon ein älteres Werk gespielt und harmonisch analysiert, bin aber nicht sehr weit gekommen bis es eins war. Da hör ich meistens mit Üben auf (weiß ja nich, ob irgendwer sich doch mal für Ruhezeiten interessiert) und geh in die Mensa. Auf dem Weg immernoch ein paar Lieder gesungen und recht kurz auch die Zunge trainiert – noch hoffe ich irgendwann das Zungen-R zu können. Mittagessen war lecker, bis auf die Gurken, die mal wieder wesentlich zu viel Essig abbekommen haben. Für Fachdidaktik ein Lehrbuch durchgesehn, dann aber nicht Vibraphonüben gegangen, sondern ne halbe Stunde noch gekickert. Hab momentan nicht so viel Lust aufs Vibraphonüben, einerseits weil der letzte Unterricht vor Weihnachten war, andererseits weil zu viel andere Dinge (wie die Harmonielehre) mir grad wichtiger sind. Dann von drei bis halb 5 Fachdidaktik gehabt, anschließend erstmals bei der Ringvorlesung in Köln gefehlt. Stattdessen nach Hause gegangen, Zeit etwas vertrödelt, aber auch endlich etwas, nicht viel Akkordeon für den Unterricht geübt. Bemerkt, dass das moderne Stück mich momentan überhaupt nicht reizt, obwohl es die nächsten anderthalb Wochen oberste Priorität hat. Mist. Ein brand.eins-Heft ausgelesen. Und dann schon wieder Abendbrot gemacht und gegen sieben wieder aufgebrochen zu nem Konzert (weswegen ich Köln ausfallen ließ). – Ich hatte letzten Sonntag meine Chorpflicht absolviert bei nem Studentenkonzert mit dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns. Dabei war ich krank, nicht in den Proben gewesen (Aushang übersehn) und stand allein im Tenor, anfangs, dann kam noch einer aus dem Chor der Kantorei Barmen-Gemarke. Danach fragte der Leiter, ob wir beiden nicht am Mittwoch noch das Solistenensemble unterstützen könnten, es fehlte im Tenor noch, auch wenns keine Pflicht wär. – Heute war ich dann immernoch krank, hab trotzdem mitgesungen, lustigerweise warens außer uns beiden nur Studenten der Gesangsklasse. Bin aber zufrieden, wenn auch nicht glücklich mit dem Auftritt. Der Rest des Konzerts war schön anzuhören. Anschließend gabs noch ne Rose und dann gings nach Hause. Auf dem Weg zum und vom Konzert las ich übrigens Luise Rinsers Gefängnistagebuch. Interessante Lektüre, aber nicht rezensionswert. Zu Hause stellte sich die Frage, wie ich die Rose hinstellen könnte, hab aber ne gute Lösung gefunden:




Und nun fall ich ziemlich müde wieder ins Bett. Exemplarisch ist der Tag vorallem dadurch, dass ich heut wenig Akkordeon übte (keine Stunde für den Unterricht), und doch ich mich die meiste Zeit des Tages mit Musik beschäftige. Normalerweise übe ich 5 Tage die Woche Vibraphon mit ner dreiviertel Stunde und Akkordeon nicht unter zwei Stunden 6 Tage die Woche, aber abseits dessen, gibt es so viel zu entdecken…

Gute Nacht!