Das letzte Semester verschwand ohne einen weiteren Eintrag. Sehr charakteristisch für die Beschleunigung innerhalb des Studiums. Folgerichtig befinde ich mich jetzt also in der angekündigten Auszeit. Und denke, manches könnte man doch nachtragen, auch wenn ich sonst nicht sonderlich nachtragend bin. Mal schauen, was daraus wird.
Fangen wir mit dem erfreulichsten an, Mitte Mai und Mitte Juni war ich bei Hochzeiten. Die eine war von meinem Bruder, bei der anderen wäre ich nicht eingeladen gewesen, hätten wir nicht eine Band auf die Beine gestellt. War ein sehr kurzer, aber guter Ausflug Richtung Rock / Pop, die Musiker waren gut, der Anspruch bleibt da eher gering.
Ebenso erfreulich ist, dass ich das Studium abgeschlossen habe. Zuerst stand eine kleine schriftliche Arbeit an, für die ich in der letzten Woche einige Tage die Bibliothek bewohnt habe. Vom Umfang waren es nur zwölf Seiten, einiges an Analyse darunter, aber ich wollte es halbwegs wissenschaftlich fundiert haben und wissenschaftliche Recherche frisst mir viel zu viel Zeit. Deswegen hatte ich es auch bis zuletzt herausgeschoben…
Außerdem gab es noch ein Konzert im Juli, auf den September komme ich später. Ich hatte das Glück, dass das Konzert eine Woche verschoben wurde. So war es zwar unmittelbar vor meiner Wohnungsauflösung am folgenden Wochenende, aber davor war das Üben etwas entspannter und ich konnte mir einige Prüfungen meiner Kommilitonen anhören. Das führte die Statistik zu einem krönenden Abschluß: 32 7 14 8 16 20 27 33. In etwa sollte das die Anzahl der Konzerte und Prüfungen je Semester sein.
Wo wir schon die Wohnungsabnahme ansprachen: Gott sei Dank! für diesen letzten Hausmeister, den ich hatte, der sehr vernünftig war und nichts beanstandet hat, wo auch keine ungewöhnliche Abnutzung war.
Zurück zum Konzert, was eigentlich die Kernmodulprüfung war, aber wenigstens ein paar Zuhörer fanden sich ein. Es war toll! Die Aho-Sonate hat mir ziemlich viel abverlangt. Die Alten Meister sind auch nicht mein Spezialgebiet. Dafür war die Kammermusik ein sicherer Hafen. Wir hatten schon zu ihrer Prüfung zusammengespielt, daher mussten wir kaum etwas proben auch an den neuen Stücken nicht. Und zusätzlich hab ich zum Abschluß des Programms eine Szene gemacht: im letzten Lied vor dem letzten Refrain erschoß sie ihren Liebhaber, mangels anderer Personen auf der Bühne also mich. Ich hatte mich vorher schon runter auf den Bühnenrand gesetzt, konnte daher nach hinten umkippen und im Liegen weiterspielen. Beim Proben hatte ich regelmäßig Lachanfälle bei der Vorstellung, wie irritiert mein Lehrer und andere Akkordeonisten sein werden. Beim Auftritt konnt ichs mir grad so verkneifen.
Kommen wir nun noch zu weiteren Auftritten im Semester. F., einen Sänger, durfte ich bei einem Lehrerkonzert an der MuSchu begleiten. Das Filmprojekt ging in eine zweite Runde, dieses Mal mit weniger Teilnehmern, dafür mit besseren Absprachen. Bald bekamen die Proben eine Eigendynamik auch ohne den Professor und am Ende waren viele begeistert von der Aufführung, O-Ton des Profs: Ich denke sogar, dass ich eine bessere Filmmusik zu dem Streifen noch nicht gehört habe. Weiter ging es auch im Duo mit Enrico, es fand sich endlich ein Name fürs Duo: Phoneon. Soweit ich sehe, hatten wir aber nur einen Auftritt bei der Brüdergemeine Köln. Bei dieser spielte ich später auch zum Sommerfest einige Choräle, am gleichen Tag wie unser Klassenabend. Bei diesem konnte ich u.A. endlich mit Cello auftreten, das Intermezzo von Yun bereitete mir viel Freude. Ein wichtiger Auftritt fehlt noch, beim Sommerfest der Hochschule zeigte sich endlich mein wahres Gesicht… angestoßen vom Geigenprof, komplettiert mit einem Cello-Dozenten und einem Gitarren-Studenten fand sich unsere vierköpfige Zigeunergruppe um vier Schlager zum Besten zu geben. Die Aufmachung war super witzig, mangels überzeugender Kleidung ging ich barfuß und schmierte mir vorher noch etwas Erde obenauf. Die Stücke waren allerdings sehr anspruchsvoll, dass ich heilfroh war, als es vorbei war. Anschließend hatte ich richtig Laune aufs Sommerfest, leider konnte es nicht ganz an seinen Vorgänger heranreichen. Getanzt wurde trotzdem.
Zum Abschluss noch drei andersartige musikalische Ereignisse. Zum einen sang ich Ende Juni noch zwei Konzerte mit der Kantorei. Beides mal die überaus schöne „Petite Messe solennelle“ von Rossini. Insbesondere die Benedictus-Zeile im Sanctus hatte es mir angetan und die nächsten Tage sang ich sie vor mich hin, so oft es ging. Gerade der Wiegenlied-Charakter war recht eingängig und im Hinblick auf Jesus nicht abwegig gewählt, wie ich finde. Als nächstes ist noch ein Opernbesuch zu nennen. Da wir in Musikgeschichte Wagner behandelten, organisierte unser Prof Karten für Tannhäuser. Nicht alle wollten mit und einige wollten zuerst und vergaben dann ihre Karten oder ließen sie sogar verfallen, da inzwischen die Inszenierung abgesetzt wurde. Also nicht die Oper an sich, das Orchester spielte ganz normal, aber da es bei der Premiere zu einem kleinen Eklat kam, wurde die Szenerie für die folgenden Aufführungen gestrichen. Trotzdem spielten die Sänger überaus gut die Handlung, eine gut improvisierte Szene reichte völlig aus. Da der Saal nun einige freie Sitze hatte, kamen wir in den Genuß besserer Plätze, beim dritten Akt setzte ich mich in die erste Reihe um in den Graben schauen zu können. Besser hätte es kaum sein können. Ach, fast. Die Apostrophe der Übertitel waren falsch…! Und um auf den letzten Akt noch zu kommen: Nachdem mein Lehrer mir es mehrmals näher gelegt hatte, habe ich nun doch „Zen in der Kunst des Bogenschießens“ gelesen. Er hatte extra beteuert, dass es sich nicht um religiöse Aspekte handelt. Leider muss ich ihm darauf bescheiden, dass er keinen Sinn dafür hat, natürlich handelt es sich zuvorderst um einen Glauben. Aber auch um eine Technik und ja, die ist nachahmenswert. Mit ihm darüber zu streiten wäre müßig, aber manchmal bekomme ich Lust dazu. Es scheint, als ob man Musikern die Augen öffnen muss, wo sie sich für Spirituelles öffnen, und als ob man Christen die Augen öffnen muss, wovon sie lernen können, ohne alles übernehmen zu müssen. Aus diesem Grund ist das Buch allein als Anschauungsobjekt schon interessant. Irgendwo hätte ich auch Notizen, falls sich jemand dafür interessiert.
Für heute solls genug sein. Ein zweiter ähnlich langer Nachtrag müsste mal folgen…
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Montag, 27. Januar 2014
Donnerstag, 20. Dezember 2012
Ich hab Zeit.
Dann kommt heute der etwas längere Eintrag, in dem mir hoffentlich alles einfällt, was ich in letzter Zeit mal schreiben wollte.
Wie schlaft ihr abends ein? Die Frage ist spannender als ich dachte. Meistens kann ich nämlich gut einschlafen. Und wenn nicht, dann kommen Ratschläge von früher: Versuch an nichts zu denken und freu dich, dass wenigstens dein Körper schon ruht, das macht schon nen halben Schlaf. Vor nem halben bis einen Monat schätze ich, war ne Phase wo es abends manchmal länger dauerte. Obwohl ich ziemlich müde war, jedoch meist gedanklich zu unruhig um schlafen zu können. Gefährlich ist, wenn ich noch Lust hab was zu machen, obwohl der Verstand mich ins Bett schickt. Dann an nichts zu denken ist fast unmöglich, aber man kann an sehr ruhiges denken, oder sein denken verlangsamen. Was neu dazu gekommen ist, sind verschiedene Schlafpositionen. Inzwischen bin ich feinfühliger dafür, wenn der Körper nicht schlafen kann: Kalte Füße gehn gar nicht, dann lieber aufstehn und dicke Socken holen, geht immer noch schneller. Und nach gewisser Zeit braucht der Körper Abwechslung, d.h. still liegen bleiben führt nicht langfristig zum Erfolg. Allgemein sind aber innerer Frieden und Geduld wohl die wichtigsten Voraussetzungen, ohne die… kein Wunder, dass viele Schlafprobleme haben.
Ich hab in den letzten Wochen Hauptmanns Weber gelesen, plus einige Texte aus der Zeit, die im Anhang waren. Punkt eins: Es ist im Dialekt geschrieben und das gefällt mir gut. Punkt zwei: Das Thema ist so alt wie neu, und ich finde Hauptmann verarbeitet es durchaus gut. Punkt drei: Der Anhang war noch einmal genauso interessant, sowohl wie groß das Elend damals war, als auch wie desinteressiert verharmlosend Berichte der Regierung und Zeitungen waren. Oder aber wie immer gleich anstrengend die Debatte um die Zensur des Stückes verlief.
Und dann hab ich noch ein Buch durch: von Loung Ung „Der weite Weg der Hoffnung“. Über die Herrschaft der Roten Khmer aus ihrer Sicht als sie 5-10 Jahre alt war. Heftig und bewegend, ich wollte meist weiterlesen, als der Zug oder Bus ankam.
Was war noch so los? Vor drei Wochen kamen David und Tanja vorbei. Haben drei schöne Treffen gehabt. Trotz vollen Terminkalenders. Am ersten Advent war nämlich auch ein Konzert in der Stadthalle zum Thema Tango, in dem spielte ich solistisch, als Gesangsbegleitung und mit Saxophon. Der Auftritt war gelungen, und es war auch ziemlich lustig mit den anderen Studenten zusammen. Nur hätte ich mir auch gern das Konzert entspannt angehört, bzw. auch zugeschaut beim Quintett, das zwischendurch seinen Spaß auf der Bühne hatte.
Dann zwei Tage später sang ich mal wieder im Chor bei nem kleineren Auftritt. Und fuhr am Abend mit Kr. nach Köln, hörten uns ein Konzert von Viviane Chassot im Deutschlandfunk an. Leider war sie entweder aufgeregt, oder anderweitig unkonzentriert oder hatte nicht genug Zeit zur Vorbereitung. Das werden normale Zuhörer nicht unbedingt gehört haben, vielleicht haben diese nur ihren sehr schönen Klang gehört, aber uns störten schon die streckenweis häufigen Verspieler. Teilweise obwohl sie aus Noten spielte. Und der zweite Punkt ist, dass sie einen schönen zarten Klang hat, aber dieser immer gleich blieb. Keine lauten Passagen, keine eckigen oder sperrigen und keine virtuosen, wobei das natürlich keine Pflicht ist. So kommt einem das lange Konzert noch länger vor, und ich weiß nicht, ob dieses erstmalige Akkordeonkonzert in der Reihe des Deutschlandfunks genug Werbung für weitere war.
Ansonsten war die Woche gut gefüllt mit Proben fürs Konzert mit Enrico. Das war am zweiten Advent um 18 Uhr. Leider gab es wohl schon wieder falsche Uhrzeitangaben in der Presse, an uns lags nicht. Es kamen 30-40 Leute, womit wir total zufrieden waren. Technisch war nicht alles da, klanglich war es aber gut, und das Programm fand ich auch sehr überzeugend. Vielen hat es auch gut gefallen. Nun brauchen wir bald weitere Auftritte, damit es warm bleibt und reift.
Das Konzert hat viel Energie gekostet und war der letzte Höhepunkt; kein Wunder, dass ich daraufhin erstmal krank wurde. Zwei Tage später spielte ich trotzdem eine LMN-Mugge, da ich vorher und nachher in der Bahn schlief, ging das aber alles. Ich nahm auch an fast allen Veranstaltungen teil, Hauptfachunterricht ließ ich ausfallen, weil ich nicht geübt hatte. In der Woche war auch die Mensaparty mit dem Thema Bad Taste. Meine Verkleidung war ungewöhnlich genug, leider hab ich keine Fotos. Bei der Wahl hab ich zum Glück nicht gewonnen, einige haben wohl auch mich gewählt. Dabei wollte ich nur den Kreativpreis: Da ich weder einkaufen ging, noch irgendwelche hässliche Kleidung hier habe, hab ich kurzerhand mich einfach falsch herum gekleidet, was besonders schön bei Hut und Haaren aussah. Die Party war ziemlich gut, sehr viele kamen verkleidet, es kamen auch mehr als sonst.
Dann war ich noch auf dem Weihnachtsmarkt in Dortmund, der leider fast nur aus Freßbuden besteht, nicht empfehlenswert. Und ich war in Düsseldorf, die Weihnachtsmärkte sind nett, genauso wie die zwei Verkäufer, der wohl kitschigsten und hässlichsten Schmuck-Buden. Leider macht man damit viel Geld.
Heute gabs auch noch ein richtig gutes Konzert im Treppenhaus der Hochschule. Gut komponierte Neue Musik, die richtig einhüllte und sehr klangvoll war. Müller-Hornbachs sind definitiv gute Musiker.
Und jetzt? Endlich mal wieder Solo-Programm üben, das hab ich drei Wochen lang ausgesetzt. Dann noch ein neues Stück mit Cello bis Januar einstudieren. Gehörbildung mal voranbringen. Und vielleicht auch mal Bratsche üben. Sprachen lernen hab ich schon seit einigen Wochen und Monaten komplett ausgesetzt. Und dann wäre noch das nächste Jahr zu planen, was mir auch nicht leicht fällt.
Übrigens: Ich hatte heute das erste Mal Besuch von Zeugen. Da mein Wecker nicht klingelte, hatte ich ein nettes Gespräch im Nachtanzug. Ich weiß gar nicht, warum ich nicht daran dachte, sie warten zu lassen bis ich mich umgezogen hätte; nächstes Mal. Zumindest sind sie nicht soo abwegig wie die Meinung über sie ist (he, der Satz ist ja doppeldeutig).
Und am Samstag gehts dann wieder in die Heimat für zwei Wochen. Deswegen wünsch ich allen schon mal eine gute Weihnachtszeit und ein schönes neues Jahr. Man sieht sich.
Wie schlaft ihr abends ein? Die Frage ist spannender als ich dachte. Meistens kann ich nämlich gut einschlafen. Und wenn nicht, dann kommen Ratschläge von früher: Versuch an nichts zu denken und freu dich, dass wenigstens dein Körper schon ruht, das macht schon nen halben Schlaf. Vor nem halben bis einen Monat schätze ich, war ne Phase wo es abends manchmal länger dauerte. Obwohl ich ziemlich müde war, jedoch meist gedanklich zu unruhig um schlafen zu können. Gefährlich ist, wenn ich noch Lust hab was zu machen, obwohl der Verstand mich ins Bett schickt. Dann an nichts zu denken ist fast unmöglich, aber man kann an sehr ruhiges denken, oder sein denken verlangsamen. Was neu dazu gekommen ist, sind verschiedene Schlafpositionen. Inzwischen bin ich feinfühliger dafür, wenn der Körper nicht schlafen kann: Kalte Füße gehn gar nicht, dann lieber aufstehn und dicke Socken holen, geht immer noch schneller. Und nach gewisser Zeit braucht der Körper Abwechslung, d.h. still liegen bleiben führt nicht langfristig zum Erfolg. Allgemein sind aber innerer Frieden und Geduld wohl die wichtigsten Voraussetzungen, ohne die… kein Wunder, dass viele Schlafprobleme haben.
Ich hab in den letzten Wochen Hauptmanns Weber gelesen, plus einige Texte aus der Zeit, die im Anhang waren. Punkt eins: Es ist im Dialekt geschrieben und das gefällt mir gut. Punkt zwei: Das Thema ist so alt wie neu, und ich finde Hauptmann verarbeitet es durchaus gut. Punkt drei: Der Anhang war noch einmal genauso interessant, sowohl wie groß das Elend damals war, als auch wie desinteressiert verharmlosend Berichte der Regierung und Zeitungen waren. Oder aber wie immer gleich anstrengend die Debatte um die Zensur des Stückes verlief.
Und dann hab ich noch ein Buch durch: von Loung Ung „Der weite Weg der Hoffnung“. Über die Herrschaft der Roten Khmer aus ihrer Sicht als sie 5-10 Jahre alt war. Heftig und bewegend, ich wollte meist weiterlesen, als der Zug oder Bus ankam.
Was war noch so los? Vor drei Wochen kamen David und Tanja vorbei. Haben drei schöne Treffen gehabt. Trotz vollen Terminkalenders. Am ersten Advent war nämlich auch ein Konzert in der Stadthalle zum Thema Tango, in dem spielte ich solistisch, als Gesangsbegleitung und mit Saxophon. Der Auftritt war gelungen, und es war auch ziemlich lustig mit den anderen Studenten zusammen. Nur hätte ich mir auch gern das Konzert entspannt angehört, bzw. auch zugeschaut beim Quintett, das zwischendurch seinen Spaß auf der Bühne hatte.
Dann zwei Tage später sang ich mal wieder im Chor bei nem kleineren Auftritt. Und fuhr am Abend mit Kr. nach Köln, hörten uns ein Konzert von Viviane Chassot im Deutschlandfunk an. Leider war sie entweder aufgeregt, oder anderweitig unkonzentriert oder hatte nicht genug Zeit zur Vorbereitung. Das werden normale Zuhörer nicht unbedingt gehört haben, vielleicht haben diese nur ihren sehr schönen Klang gehört, aber uns störten schon die streckenweis häufigen Verspieler. Teilweise obwohl sie aus Noten spielte. Und der zweite Punkt ist, dass sie einen schönen zarten Klang hat, aber dieser immer gleich blieb. Keine lauten Passagen, keine eckigen oder sperrigen und keine virtuosen, wobei das natürlich keine Pflicht ist. So kommt einem das lange Konzert noch länger vor, und ich weiß nicht, ob dieses erstmalige Akkordeonkonzert in der Reihe des Deutschlandfunks genug Werbung für weitere war.
Ansonsten war die Woche gut gefüllt mit Proben fürs Konzert mit Enrico. Das war am zweiten Advent um 18 Uhr. Leider gab es wohl schon wieder falsche Uhrzeitangaben in der Presse, an uns lags nicht. Es kamen 30-40 Leute, womit wir total zufrieden waren. Technisch war nicht alles da, klanglich war es aber gut, und das Programm fand ich auch sehr überzeugend. Vielen hat es auch gut gefallen. Nun brauchen wir bald weitere Auftritte, damit es warm bleibt und reift.
Das Konzert hat viel Energie gekostet und war der letzte Höhepunkt; kein Wunder, dass ich daraufhin erstmal krank wurde. Zwei Tage später spielte ich trotzdem eine LMN-Mugge, da ich vorher und nachher in der Bahn schlief, ging das aber alles. Ich nahm auch an fast allen Veranstaltungen teil, Hauptfachunterricht ließ ich ausfallen, weil ich nicht geübt hatte. In der Woche war auch die Mensaparty mit dem Thema Bad Taste. Meine Verkleidung war ungewöhnlich genug, leider hab ich keine Fotos. Bei der Wahl hab ich zum Glück nicht gewonnen, einige haben wohl auch mich gewählt. Dabei wollte ich nur den Kreativpreis: Da ich weder einkaufen ging, noch irgendwelche hässliche Kleidung hier habe, hab ich kurzerhand mich einfach falsch herum gekleidet, was besonders schön bei Hut und Haaren aussah. Die Party war ziemlich gut, sehr viele kamen verkleidet, es kamen auch mehr als sonst.
Dann war ich noch auf dem Weihnachtsmarkt in Dortmund, der leider fast nur aus Freßbuden besteht, nicht empfehlenswert. Und ich war in Düsseldorf, die Weihnachtsmärkte sind nett, genauso wie die zwei Verkäufer, der wohl kitschigsten und hässlichsten Schmuck-Buden. Leider macht man damit viel Geld.
Heute gabs auch noch ein richtig gutes Konzert im Treppenhaus der Hochschule. Gut komponierte Neue Musik, die richtig einhüllte und sehr klangvoll war. Müller-Hornbachs sind definitiv gute Musiker.
Und jetzt? Endlich mal wieder Solo-Programm üben, das hab ich drei Wochen lang ausgesetzt. Dann noch ein neues Stück mit Cello bis Januar einstudieren. Gehörbildung mal voranbringen. Und vielleicht auch mal Bratsche üben. Sprachen lernen hab ich schon seit einigen Wochen und Monaten komplett ausgesetzt. Und dann wäre noch das nächste Jahr zu planen, was mir auch nicht leicht fällt.
Übrigens: Ich hatte heute das erste Mal Besuch von Zeugen. Da mein Wecker nicht klingelte, hatte ich ein nettes Gespräch im Nachtanzug. Ich weiß gar nicht, warum ich nicht daran dachte, sie warten zu lassen bis ich mich umgezogen hätte; nächstes Mal. Zumindest sind sie nicht soo abwegig wie die Meinung über sie ist (he, der Satz ist ja doppeldeutig).
Und am Samstag gehts dann wieder in die Heimat für zwei Wochen. Deswegen wünsch ich allen schon mal eine gute Weihnachtszeit und ein schönes neues Jahr. Man sieht sich.
Themen:
Cello,
Chassot,
Gesang,
Hauptmann,
Konzert,
LMN,
Mensa-Party,
Neue Musik,
Saxophon,
Schlaf,
Ung,
Weber,
Weihnachten,
Weihnachtsmarkt,
Zeugen Jehovas
Samstag, 8. Dezember 2012
Der Abend hat sich doch noch gelohnt, nach-
dem es zuvor reichlich schleppend vorwärts ging. Der Tag hatte zu viel andere Inputs, als dass ich mich, wieder zu Hause und wieder aufgabenlos, konzentriert dem Üben hätte zuwenden können. Beinahe wär die dringend benötigte Übezeit ganz in Ablenkung versunken. Dann kommen solche Maßnahmen, wie im Dunkeln üben, oder versuchen sich den Computer zu verbieten. Aber am Ende kam dann noch der Geistesblitz, als ich über die Moderation nachdachte. Das Konzert diesen Sonntag teilen wir uns bei der Moderation, und ich habe ein Stück übernommen, dessen Anmoderation besonders wichtig ist. Denn wenn der Zuhörer nicht weiß, dass es neunzehn Minuten dauert, erwartet er schon nach vieren den Höhepunkt, und nach sechs Minuten den Schluss. Dann ist es besser, man gibt ihm ein paar Bilder an die Hand mithilfe derer er das Stück strukturieren kann, und etwa weiß, welcher Teil gerade erklingt, damit lässt sich leichter ein Spannungsbogen empfinden. Und mir sind nicht Bilder eingefallen, sondern ein einzelnes Bild, in dem das ganze Stück enthalten ist. Da lauf ich also im Zimmer auf und ab, und werde immer faszinierter und glücklicher, weil ich mich innerlich moderieren höre, was sag ich, was lass ich weg, wass muss der Hörer wissen, was schränkt seine Phantasie ein, etc. Ich freu mich aufs Konzert!
Und grad als ich den Post anfing, kam Jakob hier vorbei und wir hatten noch einen schönen Abend mit sehr guten Gesprächen. Überhaupt passiert grad viel, und mit vielem bin ich sehr glücklich. Fragt mich zu Weihnachten! :)
Wenn du Jesus wärst – was würdest du an deinem Leben als erstes verändern?
Und grad als ich den Post anfing, kam Jakob hier vorbei und wir hatten noch einen schönen Abend mit sehr guten Gesprächen. Überhaupt passiert grad viel, und mit vielem bin ich sehr glücklich. Fragt mich zu Weihnachten! :)
Wenn du Jesus wärst – was würdest du an deinem Leben als erstes verändern?
Themen:
gesellige Abende,
Konzert,
Moderation,
Samstagsfrage,
Saxophon,
Üben
Donnerstag, 22. November 2012
Zeit. Zeitnot. Zeitlos.
Komm grad vom Chor. War ein bisschen spät dran. Leider kein Platz vorne mehr frei. Setzte mich in die zweite Reihe. Bass rechts, Alt links, Tenor vor mir: selten zu hören. Blatt singen in vollem Tempo, wie immer bei Leseproben in diesem Chor. Heut war ein bisschen weihnachtliches Tralala dran und dann aus dem WO die No. 4 bis 6. Ein Stück überforderte mich teils, das war das einzige, das wir heute auch geprobt haben und nicht nur durchgesungen. Insgesamt gehts auch durch solche Aktionen aufwärts, was mein Gehör (Intonation) und musikalische Vorstellungskraft anbelangt. Bis ich es allerdings ausreichend finde, werden vermutlich noch fünf Jahre vergehen. – Zum Chor ist noch zu erwähnen, dass heute Leseprobe war, weil letzten Sonntag Konzert war. Wir sangen Mendelssohn-Bartholdys 3 Psalmen (2., 43., 22.) und seinen Lobgesang. Da ich bisher nie etwas von ihm gespielt habe, war es sehr interessant für mich. Die Psalmen sind a-capella und 8-chörig. Das ganze in der großen Stadthalle braucht gute Vorbereitung, macht aber auch Freude. (Lieblingssatz vom Lobgesang)
Ich mag es, wenn nachm Chor noch die Musik durch den Kopf läuft. So lang lasse ich die Beschäftigung mit anderer Musik, morgen ist auch noch ein Tag. Überhaupt trainier ich grad (unfreiwillig?) mich nicht um morgen zu sorgen, denn jeden Tag könnte ich besser vorbereitet sein. Vor 16 Tagen war StuPa-Sitzung, innerhalb einer Woche sollte ich das Protokoll schreiben. Morgen also, beschwert sich ja keiner. In 17 Tagen ist unser Konzert, Saxophon und Akkordeon, Enrico und ich. Hat noch keinen Pressetext, an dem wir schon seit über einem Monat ab und zu arbeiten. Morgen. Oder übermorgen. 2 Briefe? Möglichst morgen. Vielleicht die doch noch heute abend schreiben. Üben? Naja, morgen Hauptfach, Vorbereitung war schon zwei mal gerade ausreichend, ich setze noch auf eine gute Übezeit morgen früh. Trotzdem: Ohne Sorgen funktioniert es besser, allzumal sich noch ein anderer um unsere Bedürfnisse sorgt, das durfte ich erfahren. Und dann bleibt auch noch unerwartet Platz: Diesen Dienstagabend haben wir mit der SMD eine Gebetsnacht gestartet. Geschlafen hab ich am Mittwoch von 8 bis 12. Trotzdem behaupte ich, dass ich nicht weniger geschafft habe, als an anderen Mittwochen.
Fünf der erwähnten sieben Vorspiele sind vorbei (eins fällt aus). Was bleibt? Nun, Gewißheit, dass ich immer noch gut und gern muggen kann, auch wenn der erste Auftritt nicht das Gelbe vom Ei war. Hatte schlecht geschlafen, vermutlich da ich zu angespannt war. Muggen sind der einfachste Weg Musik zu vermitteln und manchmal auch ein sehr direkter, wenn man dazu moderieren darf. Bei den ersten zwei Vorspielen war es auch eher eine persönliche Atmosphäre. Die Programmwahl war gut, nur eine Organisatorin hörte es drei mal hintereinander, weiß nicht, ob ihr es dann noch so gut gefiel. Diese Vorspiele sind alle in sozialen Einrichtungen. Merkwürdig war, dass den Organisatoren und meiner Kollegin diese Atmosphären manchmal viel näher gingen, und sie meinten, man kennt das gar nicht, was in solchen Einrichtungen abgeht. Ich würde nicht behaupten mich auszukennen, sondern nur normal damit umzugehen, aber da die anderen emotional darauf reagierten, muss ich befürchten, normal ist irgendwo dazwischen.
Auch das Ensemble-Projekt in Aachen ist durch. Die Generalprobe war schlecht, hatte aber auch aus mehreren Gründen einen schweren Stand. Bei der Aufführung zeigten wir dann, dass wir es doch konnten. Nicht alle Töne bei mir, das beeinträchtigte aber nicht den Gestus. Netterweise meinte dann der Leiter des Ensembles, dass er vielleicht mal auf mich zurück käme, wenn sie ein Akkordeon brauchten. Auch mit dem Komponist Oliver Schneller konnte ich reden, mir gefiel sein Stück. Auch den Vortrag zur französischen Neuen Musik fand ich sehr interessant, Stichwort instrumentale Nachbildung aufgezeichneter und verarbeiteter Klänge. Könnte sein, dass die französischen Komponisten den deutschen ein paar Dinge vorweg haben, da kenn ich mich zu wenig aus, will ich gern ändern. Anschließend waren wir noch in einem guten Lokal mit einem sehr exaltierten Kellner. Und am Vormittag traf ich mich mit Hagen und am späten Nachmittag mit Martin, mit altbekannten Fragen, was jetzt und in Zukunft wir oder Freunde so machen. Sehr erfolgreiches Wochenende mit dem direkt am Sonntag folgenden Chorkonzert.
Nur geschlafen hab ich viel zu viel in Zügen. Sehr oft 6 Stunden zu Hause und ein bis drei Stunden in der Bahn. Auf Dauer irgendwie anstrengend, auch wenn mir die Tagesunterteilung gefällt. Manchmal ist es schwierig, sich mehrmals am Tag aufs Üben zu konzentrieren. Nach nem Tagesschlaf bin ich zuerst noch schläfrig, dann aber zum Üben meist wieder fit. Was ein gutes Stichwort ist, ich werd schläfrig und will morgen früh fit sein zum Üben vor dem Unterricht. Gute Nacht.
Ich mag es, wenn nachm Chor noch die Musik durch den Kopf läuft. So lang lasse ich die Beschäftigung mit anderer Musik, morgen ist auch noch ein Tag. Überhaupt trainier ich grad (unfreiwillig?) mich nicht um morgen zu sorgen, denn jeden Tag könnte ich besser vorbereitet sein. Vor 16 Tagen war StuPa-Sitzung, innerhalb einer Woche sollte ich das Protokoll schreiben. Morgen also, beschwert sich ja keiner. In 17 Tagen ist unser Konzert, Saxophon und Akkordeon, Enrico und ich. Hat noch keinen Pressetext, an dem wir schon seit über einem Monat ab und zu arbeiten. Morgen. Oder übermorgen. 2 Briefe? Möglichst morgen. Vielleicht die doch noch heute abend schreiben. Üben? Naja, morgen Hauptfach, Vorbereitung war schon zwei mal gerade ausreichend, ich setze noch auf eine gute Übezeit morgen früh. Trotzdem: Ohne Sorgen funktioniert es besser, allzumal sich noch ein anderer um unsere Bedürfnisse sorgt, das durfte ich erfahren. Und dann bleibt auch noch unerwartet Platz: Diesen Dienstagabend haben wir mit der SMD eine Gebetsnacht gestartet. Geschlafen hab ich am Mittwoch von 8 bis 12. Trotzdem behaupte ich, dass ich nicht weniger geschafft habe, als an anderen Mittwochen.
Fünf der erwähnten sieben Vorspiele sind vorbei (eins fällt aus). Was bleibt? Nun, Gewißheit, dass ich immer noch gut und gern muggen kann, auch wenn der erste Auftritt nicht das Gelbe vom Ei war. Hatte schlecht geschlafen, vermutlich da ich zu angespannt war. Muggen sind der einfachste Weg Musik zu vermitteln und manchmal auch ein sehr direkter, wenn man dazu moderieren darf. Bei den ersten zwei Vorspielen war es auch eher eine persönliche Atmosphäre. Die Programmwahl war gut, nur eine Organisatorin hörte es drei mal hintereinander, weiß nicht, ob ihr es dann noch so gut gefiel. Diese Vorspiele sind alle in sozialen Einrichtungen. Merkwürdig war, dass den Organisatoren und meiner Kollegin diese Atmosphären manchmal viel näher gingen, und sie meinten, man kennt das gar nicht, was in solchen Einrichtungen abgeht. Ich würde nicht behaupten mich auszukennen, sondern nur normal damit umzugehen, aber da die anderen emotional darauf reagierten, muss ich befürchten, normal ist irgendwo dazwischen.
Auch das Ensemble-Projekt in Aachen ist durch. Die Generalprobe war schlecht, hatte aber auch aus mehreren Gründen einen schweren Stand. Bei der Aufführung zeigten wir dann, dass wir es doch konnten. Nicht alle Töne bei mir, das beeinträchtigte aber nicht den Gestus. Netterweise meinte dann der Leiter des Ensembles, dass er vielleicht mal auf mich zurück käme, wenn sie ein Akkordeon brauchten. Auch mit dem Komponist Oliver Schneller konnte ich reden, mir gefiel sein Stück. Auch den Vortrag zur französischen Neuen Musik fand ich sehr interessant, Stichwort instrumentale Nachbildung aufgezeichneter und verarbeiteter Klänge. Könnte sein, dass die französischen Komponisten den deutschen ein paar Dinge vorweg haben, da kenn ich mich zu wenig aus, will ich gern ändern. Anschließend waren wir noch in einem guten Lokal mit einem sehr exaltierten Kellner. Und am Vormittag traf ich mich mit Hagen und am späten Nachmittag mit Martin, mit altbekannten Fragen, was jetzt und in Zukunft wir oder Freunde so machen. Sehr erfolgreiches Wochenende mit dem direkt am Sonntag folgenden Chorkonzert.
Nur geschlafen hab ich viel zu viel in Zügen. Sehr oft 6 Stunden zu Hause und ein bis drei Stunden in der Bahn. Auf Dauer irgendwie anstrengend, auch wenn mir die Tagesunterteilung gefällt. Manchmal ist es schwierig, sich mehrmals am Tag aufs Üben zu konzentrieren. Nach nem Tagesschlaf bin ich zuerst noch schläfrig, dann aber zum Üben meist wieder fit. Was ein gutes Stichwort ist, ich werd schläfrig und will morgen früh fit sein zum Üben vor dem Unterricht. Gute Nacht.
Themen:
Aachen,
Bach,
Chor,
Gebetsnacht,
Konzert,
LMN,
Mendelssohn-Bartholdy,
Neue Musik,
Saxophon,
SMD,
Üben,
Zugfahren
Freitag, 13. Juli 2012
Tea And Sympathy
Mit erschreckender Regelmäßigkeit, kommt nun der nächste Post, vermutlich der letzte vorm Sommer. Mal wieder kreuz und quer, was mir einfällt.
Die letzten Wochen waren sehr locker: Hatte nach dem Wettbewerb nicht mehr so viel zu üben, und alles andere ging meist nebenbei. Die freie Zeit verging mit vielen Kleinigkeiten und auch vielem Rumsitzen und Quatschen.
Ein wenig Sightseeing hab ich wieder ins Programm aufgenommen. Noch kann ich in ganz NRW kostenlos rumfahren, aber die Zeit vergeht schnell. Im Semester nimmt man sich selten einen Tag frei, und wer weiß, wie ich nächstes Jahr dazu komme. Vorvorletzten Sonntag ging es mit Freunden zur Müngstener Brücke und Schloß Burg. Sehr schöne Wanderstrecke, nur regnete es durchgehend, sodass ich mir auch ne Erkältung einfing. Auch hab ich mir Bonn angeschaut, einmal ein wenig die Altstadt und letzten Samstag Bad Godesberg mit Burg und die Rheinaue und das Regierungsviertel. Die Rheinaue ist außergewöhnlich groß und schön, Bad Godesberg hat auch schöne Parks und auch Altstadt, aber wenig. Das Regierungsviertel, sollte man sich mal anschauen, inzwischen wird aber schon einiges umgebaut, interessant ist eher, wie klein und normal das meiste ist. Nächsten Montag gehts dann zum Arboretum, und morgen hab ich auch noch einen freien Tag, weiß aber noch nicht, wo ich hin möchte. Vermutlich irgendwas vom Ruhrpott anschauen, denn Münster, Siegen und Aachen sind doch weiter weg, und ich wär gern 18 Uhr wieder zurück.
Was voranging war meine Kammermusik mit En. am Saxophon. Wollen möglichst im Herbst ein Konzert spielen und haben auch beim Klassenabend wieder ne Viertelstunde gespielt.
Zum Konzert noch eine nette Geschichte: Vor ein paar Wochen in Konzertgestaltung sollten wir ein fiktives Programm moderieren. Kurz bevor ich zu Hause los bin, hab ich für mein Programm mir Lebensdaten der Komponisten geholt, falls ich dran komme. Dann kamen erstmal zwei andere dran, aber es war noch etwas Zeit am Ende der Stunde. Da aber sich keiner vorbereitet hatte, ging ich vor, und moderierte halb aus dem Stegreif, d.h. ich hatte mir es vorher durchdacht, aber nicht aufgeschrieben und auch nicht einmal vorgesprochen. Fühlte mich also unwohl und recht unruhig, bekam aber das Feedback, dass es souverän und ruhig war. Nun beim Konzert sollten wir wieder moderieren. Und diesmal vergaß ich es, bis mein Lehrer mich beim Anspielen vor dem Konzert dran erinnerte. Also setzte ich mich rein ins Konzert und überlegte während der ersten Hälfte, was ich sagen würde. Wieder merkte man mir wohl nicht an, wie wenig vorbereitet es war. Leider kann man so zwar nicht viel über die Komponisten sagen, aber wie sagte so schön unser Prof, das kann man bei wikipedia nachlesen, die Leute wollen ja nicht belehrt werden. Und so spricht man nur über das Stück, und was man selber damit verbindet, auf was eventuell die Zuhörer achten sollten, und welches Konzept hinterm Konzertprogramm steckt. Schön, wenn das so relativ stressfrei funktioniert.
Einige Abschlussprüfungen habe ich mir auch anhören können. Darunter drei mal Cello und eine Blockflöte am selben Tag, einmal Gesang, einmal Geige, zweimal Schlagzeug. Selber hatte ich auch zwei Prüfungen in Satztechniken des 20. Jh. und in Gehörbildung. Dabei durften wir bei Gehörbildung auch Instrumente verwenden, um die Musik herauszuschreiben, da ja später im Beruf man die gleiche Möglichkeit hat. Find ich nicht so gut, denn wenn man ohne Instrument sich keine Melodie vergegenwärtigen kann, kann mans im Konzert auch nicht. Und verkehrt kanns nicht sein, das Schwerere zu erlernen. So wie die Prüfung war, hilfts mir dagegen, und obwohl ich nicht sonderlich gut höre, habe ich eine eins bekommen.
Gestern hatte ich noch eine Mugge. War für mich ein Novum, da es auf einer Beerdigung war und ich im Stehen spielen musste. Im Stehen spielen muss ich noch etwas üben, gefallen hat es trotzdem.
Das wär soweit das wichtigste. In einer Woche bin ich in der Heimat, da sieht man sich hoffentlich wieder. Schönen Sommer!
Die letzten Wochen waren sehr locker: Hatte nach dem Wettbewerb nicht mehr so viel zu üben, und alles andere ging meist nebenbei. Die freie Zeit verging mit vielen Kleinigkeiten und auch vielem Rumsitzen und Quatschen.
Ein wenig Sightseeing hab ich wieder ins Programm aufgenommen. Noch kann ich in ganz NRW kostenlos rumfahren, aber die Zeit vergeht schnell. Im Semester nimmt man sich selten einen Tag frei, und wer weiß, wie ich nächstes Jahr dazu komme. Vorvorletzten Sonntag ging es mit Freunden zur Müngstener Brücke und Schloß Burg. Sehr schöne Wanderstrecke, nur regnete es durchgehend, sodass ich mir auch ne Erkältung einfing. Auch hab ich mir Bonn angeschaut, einmal ein wenig die Altstadt und letzten Samstag Bad Godesberg mit Burg und die Rheinaue und das Regierungsviertel. Die Rheinaue ist außergewöhnlich groß und schön, Bad Godesberg hat auch schöne Parks und auch Altstadt, aber wenig. Das Regierungsviertel, sollte man sich mal anschauen, inzwischen wird aber schon einiges umgebaut, interessant ist eher, wie klein und normal das meiste ist. Nächsten Montag gehts dann zum Arboretum, und morgen hab ich auch noch einen freien Tag, weiß aber noch nicht, wo ich hin möchte. Vermutlich irgendwas vom Ruhrpott anschauen, denn Münster, Siegen und Aachen sind doch weiter weg, und ich wär gern 18 Uhr wieder zurück.
Was voranging war meine Kammermusik mit En. am Saxophon. Wollen möglichst im Herbst ein Konzert spielen und haben auch beim Klassenabend wieder ne Viertelstunde gespielt.
Zum Konzert noch eine nette Geschichte: Vor ein paar Wochen in Konzertgestaltung sollten wir ein fiktives Programm moderieren. Kurz bevor ich zu Hause los bin, hab ich für mein Programm mir Lebensdaten der Komponisten geholt, falls ich dran komme. Dann kamen erstmal zwei andere dran, aber es war noch etwas Zeit am Ende der Stunde. Da aber sich keiner vorbereitet hatte, ging ich vor, und moderierte halb aus dem Stegreif, d.h. ich hatte mir es vorher durchdacht, aber nicht aufgeschrieben und auch nicht einmal vorgesprochen. Fühlte mich also unwohl und recht unruhig, bekam aber das Feedback, dass es souverän und ruhig war. Nun beim Konzert sollten wir wieder moderieren. Und diesmal vergaß ich es, bis mein Lehrer mich beim Anspielen vor dem Konzert dran erinnerte. Also setzte ich mich rein ins Konzert und überlegte während der ersten Hälfte, was ich sagen würde. Wieder merkte man mir wohl nicht an, wie wenig vorbereitet es war. Leider kann man so zwar nicht viel über die Komponisten sagen, aber wie sagte so schön unser Prof, das kann man bei wikipedia nachlesen, die Leute wollen ja nicht belehrt werden. Und so spricht man nur über das Stück, und was man selber damit verbindet, auf was eventuell die Zuhörer achten sollten, und welches Konzept hinterm Konzertprogramm steckt. Schön, wenn das so relativ stressfrei funktioniert.
Einige Abschlussprüfungen habe ich mir auch anhören können. Darunter drei mal Cello und eine Blockflöte am selben Tag, einmal Gesang, einmal Geige, zweimal Schlagzeug. Selber hatte ich auch zwei Prüfungen in Satztechniken des 20. Jh. und in Gehörbildung. Dabei durften wir bei Gehörbildung auch Instrumente verwenden, um die Musik herauszuschreiben, da ja später im Beruf man die gleiche Möglichkeit hat. Find ich nicht so gut, denn wenn man ohne Instrument sich keine Melodie vergegenwärtigen kann, kann mans im Konzert auch nicht. Und verkehrt kanns nicht sein, das Schwerere zu erlernen. So wie die Prüfung war, hilfts mir dagegen, und obwohl ich nicht sonderlich gut höre, habe ich eine eins bekommen.
Gestern hatte ich noch eine Mugge. War für mich ein Novum, da es auf einer Beerdigung war und ich im Stehen spielen musste. Im Stehen spielen muss ich noch etwas üben, gefallen hat es trotzdem.
Das wär soweit das wichtigste. In einer Woche bin ich in der Heimat, da sieht man sich hoffentlich wieder. Schönen Sommer!
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Sonntag, 17. Juni 2012
Hier liege ich, ich kann nicht anders.
Schaun mer mal, was aus der ToDo-Liste vom letzten Mal geworden ist:
Ein Wettbewerb (DAM) fand statt und war sehr gut, für den anderen hab ich mich nicht qualifizieren können. Hatte auch wenig Mühe in das Video gesteckt, da ich nicht dachte, dass danach schon ernsthaft aussortiert wird.
Vor allem Kammermusik hab ich viel geübt und das geht noch mind. eine Woche weiter, am 25. ist Klassenabend und wir wollen noch ein neues Stück dazu vorstellen, was wir nicht letzte Woche zum DAM spielten.
Hebräisch hab ich anfangs sehr fix aufgeholt und dann aussetzen müssen für den Wettbewerb. Nun wollte ich für den Sommer erstmal wieder mit tschechisch anfangen, aber eigentlich darf ich auch bei hebräisch keine zu große Pause machen, was einmal liegen bleibt, liegt lange. Mal sehn.
Die SMD Bibelarbeiten gingen alle recht gut von der Hand, momentan machens andere, da werden aber im nächsten Monat noch ein paar auf mich drauf zu kommen.
Reisungen und Übernachtungen sind alle durch, jetzt gehts an die Sommerplanung. Will öfter in Wuppertal sein als die letzten zwei Sommer, da aber die Fahrtkosten recht hoch sind, sollte es gut geplant sein. Vermutlich siehts etwa so aus: Mitte Juli gen Heimat, Anfang August kurz in Wuppertal, Ende August für mind. anderthalb Wochen, September mind. drei von vier Wochen in der Heimat. Ob ich auf Freizeiten, Urlaub fahre, weiß ich noch nicht. Hab grad nicht das Gefühl, ich brauchte es unbedingt (werd ich alt? ach ne, war schon immer so).
Bei der geistlichen Literatur bin ich wenig vorangekommen.
Zum DAM noch: Das Wochenende war super. Am Freitag hab ich mir vor allem Kat. 5 angehört. Netterweise kommen bei mir sofort Urlaubsgefühle auf bei so viel Akkordeonmusik, langjährige Prägung. Auch verschiedene alte Bekannte zu treffen war sehr gut. Meine beiden Auftritte am Samstag waren recht gut, hatten aber auch beide noch etwas Luft nach oben. Nichtsdestotrotz macht Auftreten Spaß und egal was schief ging, kann ich (bzw. können wir) trotzdem schön viel präsentieren. Am Sonntag war dann etwas die Luft raus, aber nach einer langwierigen Abschlussveranstaltung hat sich meine kleine Sightseeingtour in Bruchsal echt noch gelohnt. Hübsches Städtchen.
Tja, und dann waren noch StuPa-Sitzung + ne Kommission, SMD-Leiter- + Regio-Treffen letzte Woche. Im Mai auch ein intern. Kochabend, ein interessanter Abend zu Günther Wand, mehrere Konzerte, da konnt ich vom djo gespielt mal ne Mahler-Symphonie mir anhören. Wen mehr interessiert, sollte nachfragen, ansonsten kommt vielleicht in nem Monat der nächste Eintrag…?
Ein Wettbewerb (DAM) fand statt und war sehr gut, für den anderen hab ich mich nicht qualifizieren können. Hatte auch wenig Mühe in das Video gesteckt, da ich nicht dachte, dass danach schon ernsthaft aussortiert wird.
Vor allem Kammermusik hab ich viel geübt und das geht noch mind. eine Woche weiter, am 25. ist Klassenabend und wir wollen noch ein neues Stück dazu vorstellen, was wir nicht letzte Woche zum DAM spielten.
Hebräisch hab ich anfangs sehr fix aufgeholt und dann aussetzen müssen für den Wettbewerb. Nun wollte ich für den Sommer erstmal wieder mit tschechisch anfangen, aber eigentlich darf ich auch bei hebräisch keine zu große Pause machen, was einmal liegen bleibt, liegt lange. Mal sehn.
Die SMD Bibelarbeiten gingen alle recht gut von der Hand, momentan machens andere, da werden aber im nächsten Monat noch ein paar auf mich drauf zu kommen.
Reisungen und Übernachtungen sind alle durch, jetzt gehts an die Sommerplanung. Will öfter in Wuppertal sein als die letzten zwei Sommer, da aber die Fahrtkosten recht hoch sind, sollte es gut geplant sein. Vermutlich siehts etwa so aus: Mitte Juli gen Heimat, Anfang August kurz in Wuppertal, Ende August für mind. anderthalb Wochen, September mind. drei von vier Wochen in der Heimat. Ob ich auf Freizeiten, Urlaub fahre, weiß ich noch nicht. Hab grad nicht das Gefühl, ich brauchte es unbedingt (werd ich alt? ach ne, war schon immer so).
Bei der geistlichen Literatur bin ich wenig vorangekommen.
Zum DAM noch: Das Wochenende war super. Am Freitag hab ich mir vor allem Kat. 5 angehört. Netterweise kommen bei mir sofort Urlaubsgefühle auf bei so viel Akkordeonmusik, langjährige Prägung. Auch verschiedene alte Bekannte zu treffen war sehr gut. Meine beiden Auftritte am Samstag waren recht gut, hatten aber auch beide noch etwas Luft nach oben. Nichtsdestotrotz macht Auftreten Spaß und egal was schief ging, kann ich (bzw. können wir) trotzdem schön viel präsentieren. Am Sonntag war dann etwas die Luft raus, aber nach einer langwierigen Abschlussveranstaltung hat sich meine kleine Sightseeingtour in Bruchsal echt noch gelohnt. Hübsches Städtchen.
Tja, und dann waren noch StuPa-Sitzung + ne Kommission, SMD-Leiter- + Regio-Treffen letzte Woche. Im Mai auch ein intern. Kochabend, ein interessanter Abend zu Günther Wand, mehrere Konzerte, da konnt ich vom djo gespielt mal ne Mahler-Symphonie mir anhören. Wen mehr interessiert, sollte nachfragen, ansonsten kommt vielleicht in nem Monat der nächste Eintrag…?
Themen:
Konzert,
Mahler,
Saxophon,
Sightseeing,
SMD,
StuPa,
Wand,
Wettbewerb
Mittwoch, 6. Juli 2011
Zwischen den Speichen
Die Woche ist so viel los, dass ich möglichst dicht bloggen möchte.
Montag war zuerst die Harmonielehre-Klausur. Hab ein gutes Gefühl, kein schweres Thema für mich, trotzdem war die Zeit zu knapp berechnet. Hab eine kleiner Aufgabe nicht geschafft, die anderen waren längst nicht so weit. Nach ner Pause sollte es dann weitergehen mit Gehörbildung, da der Dozent aber einsah, dass die Zeit zu kurz war, hat er die halbe Stunde vor Gehörbildung noch mal die Arbeit rausgegeben. Nur ich hab nicht dran weitergearbeitet. Dafür war ich dann ausgeruht und hab ein sehr gutes Gefühl bei Gehörbildung, obwohls nicht meine Stärke ist. Und die anderen hatten spürbar Probleme mit dem Streß. Leider verpasste ich durch die Prüfung den Tanzkurs, der wohl gut angekommen ist. War ne (bis jetzt?) einmalige Angelegenheit wegen des Sommerfestes am Freitag an unserer Hochschule.
Auch noch interessant war, wie detailliert ich mich am Montagmorgen an meinen letzten Traum erinnern konnte. Verknüpfte durchaus kreativ meine ehemalige Schule mit der Hochschule, hab danach ne halbe Stunde es aufgeschrieben, wens interessiert, dem schick ichs zu – nur hierher wäre mir grad zu öffentlich.
Gestern war ich dann in Krefeld zur Reparatur. Während der Mittagspause hab ich die Stadt besichtigt. Krefeld ist erschreckend normal. Die meisten Städte find ich entweder langweilig oder in irgendeine Richtung besonders, Krefeld hat alles, aber nichts übermäßig oder herausstehend. Etwas mehr Grün, etwas mehr Kinder, und mehr Wohnviertel am Rand der Innenstadt, mehr braucht sie gar nicht fürs Stadtbild. Die Tour hatte ich vorher nicht geplant, auf gut Glück kommt dann so etwas heraus:

Die Reparatur war auch recht interessant, haben viel geredet nebenbei, einerseits gibt es mechanisch viel an meinem Instrument auszusetzen, andererseits klingt es gut, auch wenn die Stimmung schon wieder ziemlich weg war… muss wohl nochmal hin. Abends wollte ich noch zu ner Probe nach Köln, aber die erste Straßenbahn hatte nen Motorschaden, die zweite kam auch nicht pünktlich beim Hauptbahnhof an, da hatte sich die Probe. Fuhr noch einmal zurück zum Reparieren, war also von früh um acht bis abends um zehn außer Haus, hab nicht geübt, am Montag schon wenig.
Heute kaum mehr geübt, dafür Probenarbeit. Die erste Probe für Nosferatu lief gut, normale Eingewöhnungsprobleme, aber nicht zu weit weg von dem, was ich mir vorstellte. Da gibts im Orchester schon eher Resentiments gegen die Neue Musik. Nach Fachdidaktik und Ensemble-Probe dann in Köln gewesen, mit dem Professor noch einmal die Kammermusik durchgesprochen. Alle sind jetzt mit dem Ergebnis zufrieden, Freitag wirds abgeliefert bei seiner K.A.-Prüfung, dafür muss ich wieder nach Köln. Genauso wie morgen abend, da hat das StuPa seine konstituierende Sitzung. Keine Ahnung, obs interessant wird, aber da Wuppertal fünf Plätze zustehen und momentan nur drei Vertreter in diesem Organ hat, isses schon nich verkehrt, wenn ich das mal ein Semester mitmache.
Zu allem Überfluss löst sich auch noch die Sohle bei meinen Sandalen auf. Darf die einfach so wegschwimmen, nach nem knappen Jahr Benutzung nur? Also minus die Wintermonate natürlich. Ärgerlich zumindest.
Ich hoffe, ich hab nicht zu viel gespammt, wünsche eine gute Nacht.
Montag war zuerst die Harmonielehre-Klausur. Hab ein gutes Gefühl, kein schweres Thema für mich, trotzdem war die Zeit zu knapp berechnet. Hab eine kleiner Aufgabe nicht geschafft, die anderen waren längst nicht so weit. Nach ner Pause sollte es dann weitergehen mit Gehörbildung, da der Dozent aber einsah, dass die Zeit zu kurz war, hat er die halbe Stunde vor Gehörbildung noch mal die Arbeit rausgegeben. Nur ich hab nicht dran weitergearbeitet. Dafür war ich dann ausgeruht und hab ein sehr gutes Gefühl bei Gehörbildung, obwohls nicht meine Stärke ist. Und die anderen hatten spürbar Probleme mit dem Streß. Leider verpasste ich durch die Prüfung den Tanzkurs, der wohl gut angekommen ist. War ne (bis jetzt?) einmalige Angelegenheit wegen des Sommerfestes am Freitag an unserer Hochschule.
Auch noch interessant war, wie detailliert ich mich am Montagmorgen an meinen letzten Traum erinnern konnte. Verknüpfte durchaus kreativ meine ehemalige Schule mit der Hochschule, hab danach ne halbe Stunde es aufgeschrieben, wens interessiert, dem schick ichs zu – nur hierher wäre mir grad zu öffentlich.
Gestern war ich dann in Krefeld zur Reparatur. Während der Mittagspause hab ich die Stadt besichtigt. Krefeld ist erschreckend normal. Die meisten Städte find ich entweder langweilig oder in irgendeine Richtung besonders, Krefeld hat alles, aber nichts übermäßig oder herausstehend. Etwas mehr Grün, etwas mehr Kinder, und mehr Wohnviertel am Rand der Innenstadt, mehr braucht sie gar nicht fürs Stadtbild. Die Tour hatte ich vorher nicht geplant, auf gut Glück kommt dann so etwas heraus:

Die Reparatur war auch recht interessant, haben viel geredet nebenbei, einerseits gibt es mechanisch viel an meinem Instrument auszusetzen, andererseits klingt es gut, auch wenn die Stimmung schon wieder ziemlich weg war… muss wohl nochmal hin. Abends wollte ich noch zu ner Probe nach Köln, aber die erste Straßenbahn hatte nen Motorschaden, die zweite kam auch nicht pünktlich beim Hauptbahnhof an, da hatte sich die Probe. Fuhr noch einmal zurück zum Reparieren, war also von früh um acht bis abends um zehn außer Haus, hab nicht geübt, am Montag schon wenig.
Heute kaum mehr geübt, dafür Probenarbeit. Die erste Probe für Nosferatu lief gut, normale Eingewöhnungsprobleme, aber nicht zu weit weg von dem, was ich mir vorstellte. Da gibts im Orchester schon eher Resentiments gegen die Neue Musik. Nach Fachdidaktik und Ensemble-Probe dann in Köln gewesen, mit dem Professor noch einmal die Kammermusik durchgesprochen. Alle sind jetzt mit dem Ergebnis zufrieden, Freitag wirds abgeliefert bei seiner K.A.-Prüfung, dafür muss ich wieder nach Köln. Genauso wie morgen abend, da hat das StuPa seine konstituierende Sitzung. Keine Ahnung, obs interessant wird, aber da Wuppertal fünf Plätze zustehen und momentan nur drei Vertreter in diesem Organ hat, isses schon nich verkehrt, wenn ich das mal ein Semester mitmache.
Zu allem Überfluss löst sich auch noch die Sohle bei meinen Sandalen auf. Darf die einfach so wegschwimmen, nach nem knappen Jahr Benutzung nur? Also minus die Wintermonate natürlich. Ärgerlich zumindest.
Ich hoffe, ich hab nicht zu viel gespammt, wünsche eine gute Nacht.
Themen:
Gehörbildung,
Köln,
Nosferatu,
Prüfung,
Reparatur,
Saxophon,
Schuhe,
Sightseeing,
StuPa,
Tanzen
Montag, 13. Juni 2011
Das Wort zum Montag
Es geht mir gut. Die zwei Wochen waren voll, zu voll um noch einen klaren Kopf zu behalten, aber mit etwas Übung legt sich das wieder. Voriges Wochenende war ich in der Heimat mit einer guten Mischung aus vorrangig Familie treffen und nachrangig Freunde treffen. Dabei war das Grundgefühl von anfang an, dass man sich viel zu selten so trifft und man ein weiteres Treffen planen sollte, wo doch mein Vater meinte, es würde das letzte in dieser Runde sein. Dieses Wochenende war ich dann auf dem Jazz-Festival in Moers. Wußte nicht, worauf ich mich einlasse, war aber überraschend positiv. Auf der einen Seite gibts eine Bühne mit durchlaufendem Programm und auch einigen guten, sowie einer für mich außergewöhnlich starken Band. Diese war allerdings speziell fürs Festival zusammengekommen, deswegen sei an dieser Stelle nur auf den kreativen Kopf hingewiesen. Auf der anderen Seite treffen sich jährlich wieder ein Haufen Punks um den Park zu verwüsten. Die Masse befindet sich irgendwo dazwischen, freut sich an den vielen (alternativen) Ständen und den noch viel zahlreicheren Spaßmusikanten auf dem Gelände, und sympathisiert oder verachtet das eine oder andere Extrem. Mir gefielen die beiden Parallelwelten und es gab auch ein paar denkwürdige Begegnungen, das soll aber nicht alles in den Blog. Abgesehen von den Wochenenden waren die Wochen dementsprechend vom Versuch geprägt, die verlorene Übezeit wieder aufzuholen. Da bleibt nur noch die Erwähnung vom Saxophonabend. Wir haben hier in Wuppertal zwar keine, da aber die zwei Kölner Säle immer belegt sind, kam die Kölner Saxophonklasse zum Konzert nach Wuppertal. Was mir außerordentlich gut gefiel, da mir das Saxophon deutlich vertrauter ist als viele andere Instrumente und die Klangvielfalt längst nicht so ausgeschöpft und verbraucht wie bei manch einem „alten“ Instrument. Ich wünsch frohe Pfingsten und dass der Heilige Geist schön fleißig ist.
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