Dacht ich mir so. Und fing beim Zähnebürsten an. Schnitten schmieren sieht auch ok aus, inzwischen. Beim Rasieren hilfts auch. Nur mit dem Schreiben tut se sich noch etwas schwer, aber vielleicht wird auch das noch.
Gestern abend wars Akkordeonkonzert. Meine Laune war den Tag über sehr gut. Dann gabs ein Ermattungsloch um sechs Uhr abends, hab mich hingelegt und langsam wieder meinen Körper unter Kontrolle gehabt. Das Konzert war dann sehr gut, sowohl Duo als auch Solo. Auch die anderen Beiträge waren (fast) alle sehr gut, nur das Programm war deutlich zu lang. Halb acht fing das Konzert an, nach zehn waren wir erst fertig. Inzwischen gibt es einen Erstsemester Kr., der deutlich besser spielt als alle anderen, halt in der internationalen Wettbewerbsliga. Unsere beiden Masterstudenten könnten das wohl auch, sind aber inzwischen zu sehr mit dem Leben beschäftigt, was nichts Gutes verheißt für ihre Prüfung in einem Monat. Tja, und ich… bin zwar noch besser als die anderen, deutschlandweit auch wettbewerbsfähig, aber bis zu Kr. ist es noch ein Stück. Wobei ich das Gefühl habe, dass ichs schaffen würde, wenn ich höhere Anforderungen hier hätte und mich konsequenter dem Üben verschreiben würde. Allerdings ist mein Fokus ja nicht voll auf die solistische Karriere ausgerichtet, und das find ich auch sehr sinnvoll. Netterweise bestätigte die Familie unter mir diese Woche, dass ich genug geübt habe… sie zog aus.
Mit dem Rest des Wintersemesters bin ich ganz zufrieden. Nicht mit allem, aber mit meinen Entdeckungen diese Woche. Das Studium der Jazz-Harmonielehre hat sich gelohnt. Da sich Gehörbildung, Ringvorlesung und jenes Buch gesondert mit dem Thema Melodie beschäftigten, bin ich darin wohl am Weitesten gekommen, hatte wohl aber auch wenig Vorkenntnisse. Auch stimmlich bin ich treffsicherer geworden, was mich überrascht hat, dass ich da eindeutig Fortschritte feststellen konnte. Aber wie schon gesagt, das Thema Melodie war präsent in letzter Zeit, genauso war die praktische Seite recht umfangreich durch den Chor. Letzten Sonntag führten wir mit diesem und natürlich mit Orchester und Solisten den „Messias“ von Händel auf. Was sich streckenweise mehr nach Ausdauersport anfühlt, als nach bewußtem Singen. Wonach es aber natürlich keinesfalls klingen darf. Macht trotzdem eine Heidenfreude (wobei messianische Juden sich mitfreuen dürften), die Lieder gingen mir auch die nächsten Tage nicht ausm Kopf, irgendwann will ich den mal wieder singen. Achja, einen Einsatz hat der Tenor verpatzt, aber da schlief der ganze Chor bei der schönen Bass-Arie vorneweg…
Und sonst so… gehts gut. Hab mit der smd und der Barmer Gemeinde hier auch geistlich ein zu Hause gefunden. Freu mich aber auch auf zu Hause und auf die akkordeonfreie Zeit, allerdings nicht deswegen. Ein bisschen merkwürdig isses, seit Jahren das Akkordeon mal wieder zur Reparatur abzugeben, und das dann für fünf Wochen. Bleibt Zeit für anderes. Wird schnell genug weg sein. Nun denn, wenn keine Buchrezension mehr kommt, wünsch ich euch ne schöne, für Studenten auch entspannte Zeit, Ende März bin ich zu ner Prüfung in Wuppertal, und dann gehts ab April hier weiter. Bis denn.
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