Montag, 30. Mai 2011

Klartext

So. Da wär mer wieder. Schließlich gibt es ja doch noch die ein oder andere treue Seele, die sich für mein Leben interessiert – wobei ich nicht gern jemanden als untreu klassifizieren würde. Was mir dabei in letzter Zeit oft durch den Kopf geht, ist 2. Samuel 22, 26+27: „Gegen die Heiligen bist du heilig, gegen die Treuen bist du treu, gegen die Reinen bist du rein, und gegen die Verkehrten bist du verkehrt“. Sehr interessante Aussage, auch wenn ich sie in Bezug auf das Neue Testament relativieren würde. Wer sich dafür interessiert: Ich bin momentan in der 2. Chronik angelangt mit einem recht zügigen Tempo, drei oder vier Verse pro Tag sind keine Seltenheit. Weiterhin lerne ich auch spanisch und hab seit letzter Woche wieder die Tschechischvokabeln aufgenommen. Das ganze per elektronischem Karteikartensystem, unterstützt vom google-Übersetzer, um zusammenhängende Sätze zu üben, und von Rescate und Pranic, die auch sehr helfen beim Lernen.
Dann übe ich momentan für fünf Zwecke: Das Unwichtigste ist das Akkordeon-Ensemble. Zwei Viertsemester und zwei Zweitsemester sind wir und haben wenig Lust dafür zu üben, und es hängt auch nichts davon ab, wie wir spielen. Der Tango von Piazzolla ist aber interessant, weil er sich gegen die Erwartung sperrt. Das nächste ist meine Zwischenprüfung. Ich spiele drei Werke, die ich schon letztes Jahr zum Hochschulwettbewerb gespielt habe, möchte sie dieses Mal „nur“ besser spielen. Aber hier setzt sich meine ungeheure Motivation fort: Zwar gibt es eine Note darauf, aber wenn man sichs genau betrachtet, zählt sie recht wenig fürs Endergebnis. Gut wird sie sowieso, also warum sollte ich mich besonders anstrengen, damit sie sehr gut wird? Da ist mir mein Zusammenspiel schon wichtiger. Ich hab dieses Semester Kammermusik mit einem Saxophon, was mir immer wieder Spaß macht, auch wenn die erste Probe mit dem Professor eine kleine Dämpfung der Freude war. Dafür gibts jetzt gut zu üben. Und da ich den Saxophonisten in seiner KA-Prüfung begleite, ist das natürlich wichtiger, als meine eigene Prüfung. Und zu guter letzt gibt es da noch das Stück mit Sinfonieorchester, das am Besten werden muss. Kurz schrieb ich über all das schon, aber was ist das fünfte? Nun, mein voraussichtlich letztes Semester am Vibraphon. Normalerweise muss man nach vier Semestern auch im Nebenfach eine Prüfung ablegen, und bekommt dann darin keinen Unterricht mehr. Nur bis jetzt hat die Hochschulleitung es vertrant die Prüfung anzusetzen, mal schauen, was das wird.
Feste Termine sind immer noch dienstags SMD, inzwischen regelmäßig mit Abendbrot vorher, donnerstags Aikido, auch das regelmäßig mit Kneipenbesuch nachher und sonntags die Heckinghauser Brüdergemeinde mit danach ebenso regelmäßigem Mittagessen, allerdings bei wechselnden Gastgebern.
Nich so fest waren in letzte Zeit: Letztes Wochenende zwei Konzerte meines Kollegen Kr. in Köln, bei denen jeweils einige aus der Akkordeonklasse da waren als Unterstützung. Davor die Wochenenden eine chinesische Taufe (also eigentlich acht oder neun Taufen in einer chinesischen Gemeinde) und eine chinesische Hochzeit, allerdings nach deutschem Vorbild (in China wird dann nochmal chinesisch gefeiert). Dann kam an nem Freitagabend auch mal ein Freund mich hier besuchen, immerhin der sechste Gast in meiner Wohnung bislang. Ab und zu bin ich mittwochs noch bei einer Bandprobe, außerdem besuchte ich zwei Konzerte in der Wuppertaler Hochschule in der letzten Zeit. Obendrein half ich diese Woche einem Freund bei seiner Diplomarbeit mit Korrekturlesen. Und wenn dann nicht noch abends Freunde online sind und mich anchatten – dann hab ich doch noch einige Abende hier, wo ich zu Hause bleibe und anders als in der Heimat, auch ganz froh darüber bin. Denn schließlich wollte ich diese Woche ausschlafen und so recht tat es mir nicht gelingen – Donnerstag und Freitag waren keine guten Tage, Samstag dann gelang es mir einmal mitm Ausschlafen. Und inzwischen bin ich doch müde geworden über den Eintrag, ich hab auch das Gefühl, dass ihr wieder ausreichend wisst, was bei mir so vorgeht, den Rest würdet ihr vielleicht irgendwann in persönlichen Gesprächen erfahren, momentan erschließt sich mir grad einiges durch das Lesen des AnTs. Ick wünsch euch nen guten Start in die Woche, man schreibt sich.

P.S.: Zu allem Überfluß verpflichte ich mich hiermit noch zu einem weiteren Eintrag die Woche. Sonst wirds wieder nicht.

3 Kommentare:

  1. ...Wie sperrt sich ein Stück gegen eine Erwartung? Auf Erklärung hofft M.

    AntwortenLöschen
  2. Wenn man typische Sequenzen hört, die aber durchbrochen werden von rhythmischen Einwürfen. Also ganz oft, dass einfach ein Takt nur mit verminderten Akkorden eingeschoben wird. Wenn aller vier Takte nicht ein Ausbau der Melodielinie kommt, sondern ein neues Motiv. Wenn formal dann doch wieder alles angenehm ist und man einen roten Faden hat, um ihn an der nächsten Ecke zu verlieren. Och, das ist eigentlich sehr einfach, aber selten so konsequent.

    AntwortenLöschen