Montag war zuerst die Harmonielehre-Klausur. Hab ein gutes Gefühl, kein schweres Thema für mich, trotzdem war die Zeit zu knapp berechnet. Hab eine kleiner Aufgabe nicht geschafft, die anderen waren längst nicht so weit. Nach ner Pause sollte es dann weitergehen mit Gehörbildung, da der Dozent aber einsah, dass die Zeit zu kurz war, hat er die halbe Stunde vor Gehörbildung noch mal die Arbeit rausgegeben. Nur ich hab nicht dran weitergearbeitet. Dafür war ich dann ausgeruht und hab ein sehr gutes Gefühl bei Gehörbildung, obwohls nicht meine Stärke ist. Und die anderen hatten spürbar Probleme mit dem Streß. Leider verpasste ich durch die Prüfung den Tanzkurs, der wohl gut angekommen ist. War ne (bis jetzt?) einmalige Angelegenheit wegen des Sommerfestes am Freitag an unserer Hochschule.
Auch noch interessant war, wie detailliert ich mich am Montagmorgen an meinen letzten Traum erinnern konnte. Verknüpfte durchaus kreativ meine ehemalige Schule mit der Hochschule, hab danach ne halbe Stunde es aufgeschrieben, wens interessiert, dem schick ichs zu – nur hierher wäre mir grad zu öffentlich.
Gestern war ich dann in Krefeld zur Reparatur. Während der Mittagspause hab ich die Stadt besichtigt. Krefeld ist erschreckend normal. Die meisten Städte find ich entweder langweilig oder in irgendeine Richtung besonders, Krefeld hat alles, aber nichts übermäßig oder herausstehend. Etwas mehr Grün, etwas mehr Kinder, und mehr Wohnviertel am Rand der Innenstadt, mehr braucht sie gar nicht fürs Stadtbild. Die Tour hatte ich vorher nicht geplant, auf gut Glück kommt dann so etwas heraus:

Die Reparatur war auch recht interessant, haben viel geredet nebenbei, einerseits gibt es mechanisch viel an meinem Instrument auszusetzen, andererseits klingt es gut, auch wenn die Stimmung schon wieder ziemlich weg war… muss wohl nochmal hin. Abends wollte ich noch zu ner Probe nach Köln, aber die erste Straßenbahn hatte nen Motorschaden, die zweite kam auch nicht pünktlich beim Hauptbahnhof an, da hatte sich die Probe. Fuhr noch einmal zurück zum Reparieren, war also von früh um acht bis abends um zehn außer Haus, hab nicht geübt, am Montag schon wenig.
Heute kaum mehr geübt, dafür Probenarbeit. Die erste Probe für Nosferatu lief gut, normale Eingewöhnungsprobleme, aber nicht zu weit weg von dem, was ich mir vorstellte. Da gibts im Orchester schon eher Resentiments gegen die Neue Musik. Nach Fachdidaktik und Ensemble-Probe dann in Köln gewesen, mit dem Professor noch einmal die Kammermusik durchgesprochen. Alle sind jetzt mit dem Ergebnis zufrieden, Freitag wirds abgeliefert bei seiner K.A.-Prüfung, dafür muss ich wieder nach Köln. Genauso wie morgen abend, da hat das StuPa seine konstituierende Sitzung. Keine Ahnung, obs interessant wird, aber da Wuppertal fünf Plätze zustehen und momentan nur drei Vertreter in diesem Organ hat, isses schon nich verkehrt, wenn ich das mal ein Semester mitmache.
Zu allem Überfluss löst sich auch noch die Sohle bei meinen Sandalen auf. Darf die einfach so wegschwimmen, nach nem knappen Jahr Benutzung nur? Also minus die Wintermonate natürlich. Ärgerlich zumindest.
Ich hoffe, ich hab nicht zu viel gespammt, wünsche eine gute Nacht.
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