Mittwoch, 8. Dezember 2010
Donnerstag, 2. Dezember 2010
Feuer machen, oder Liedchen trällern?
Schwanitz schreibt auf Seite 515:
„Literatur macht die komplexen Zusammenhänge zwischen sozialen Prozessen und Lebensläufen von Einzelpersonen zitierbar, indem sie ihnen ein Gesicht und eine Adresse gibt. In ihren Geschichten verkörpern sich typische Schicksale, […] Wie lebende Personen auch sind sie »Kompaktinformationen«: Zusammen bilden diese Figuren einen Freundeskreis, den alle Mitglieder eine Gesellschaft miteinander teilen. […] Und nur vermittels der Geschichten, die man an anderen beobachtet, kann man die Abläufe beobachten, in denen man selbst steckt.“
Einen dieser Freunde hab ich in der letzten Woche kennengelernt: Pinneberg. Hauptcharakter in Hans Falladas Roman: „Kleiner Mann, was nun?“. Zu Anfang des Buches heiratet er Lämmchen und folgend handelt das Buch von ihren ersten 2 Ehejahren etwa. Den Geldsorgen. Den Problemen beim häuslichen Einrichten, mit eben jenen im Nacken. Das Zusammenbekommen von Arbeit und Privatleben, besser: Eheleben. Dazu kommen, die grundverschiedenen Weltsichten, die sich erst beim Zusammenziehn auftun, wie sollten sie diese auch vorher bemerken, irgendwann bekommt man mit, dass sie sich wenige Wochen oder Tage vor der Heirat nur gekannt haben dürften. Außerdem wird Berlin um 1930 herum skizziert mit all seiner Arbeitslosigkeit und sozialen Problemen, sowie den Kämpfen zwischen Nazis und Kommunisten, auch wenn das Pinneberg nur am Rande zu betreffen scheint. Und natürlich auch einige interessante Nebenfiguren – ich fand das Buch sehr interessant. War eindeutig am Lesetempo festzustellen. Auch wenn ich nicht in den Abläufen selbst stecke und vermutlich nie in diese kommen werde, dafür ist die Ausgangslage doch zu unterschiedlich. Aber so verschiedene Schicksale in einer »Kompaktinformation« zu haben, ist doch wirklich eine schöne Sache.
„Literatur macht die komplexen Zusammenhänge zwischen sozialen Prozessen und Lebensläufen von Einzelpersonen zitierbar, indem sie ihnen ein Gesicht und eine Adresse gibt. In ihren Geschichten verkörpern sich typische Schicksale, […] Wie lebende Personen auch sind sie »Kompaktinformationen«: Zusammen bilden diese Figuren einen Freundeskreis, den alle Mitglieder eine Gesellschaft miteinander teilen. […] Und nur vermittels der Geschichten, die man an anderen beobachtet, kann man die Abläufe beobachten, in denen man selbst steckt.“
Einen dieser Freunde hab ich in der letzten Woche kennengelernt: Pinneberg. Hauptcharakter in Hans Falladas Roman: „Kleiner Mann, was nun?“. Zu Anfang des Buches heiratet er Lämmchen und folgend handelt das Buch von ihren ersten 2 Ehejahren etwa. Den Geldsorgen. Den Problemen beim häuslichen Einrichten, mit eben jenen im Nacken. Das Zusammenbekommen von Arbeit und Privatleben, besser: Eheleben. Dazu kommen, die grundverschiedenen Weltsichten, die sich erst beim Zusammenziehn auftun, wie sollten sie diese auch vorher bemerken, irgendwann bekommt man mit, dass sie sich wenige Wochen oder Tage vor der Heirat nur gekannt haben dürften. Außerdem wird Berlin um 1930 herum skizziert mit all seiner Arbeitslosigkeit und sozialen Problemen, sowie den Kämpfen zwischen Nazis und Kommunisten, auch wenn das Pinneberg nur am Rande zu betreffen scheint. Und natürlich auch einige interessante Nebenfiguren – ich fand das Buch sehr interessant. War eindeutig am Lesetempo festzustellen. Auch wenn ich nicht in den Abläufen selbst stecke und vermutlich nie in diese kommen werde, dafür ist die Ausgangslage doch zu unterschiedlich. Aber so verschiedene Schicksale in einer »Kompaktinformation« zu haben, ist doch wirklich eine schöne Sache.
Samstag, 20. November 2010
Ich bestimme das Thema.
Die Zeit fließt schnell vor sich hin, schneller als erwartet. Momentan lese ich viele Bücher und übe mäßig, dazu einige Gedanken im Kopf, was ich ändern könnte, mal angehen sollte. Da ichs schon gegenüber einigen erwähnte, für alle nochmal eine kurze Aufzählung der Bücher:
Von Tucholsky einige Kurzgeschichten, manche sind sehr gut, viele aber für mich belanglos, nach einem Drittel des Buches stockt es grad ziemlich. Von Hemingway einige Kurzgeschichten, wie ich finde, ein mühsamer Stil, auf seine Art schön, aber etwas zu spröde. Dagegen war die etwas längere Geschichte „Der alte Mann und das Meer“ sehr eindrucksvoll, da sich nochmal eine andere Welt öffnet, wenn man nach einigen Seiten in den Stil eingetaucht ist. Nun bin ich bei Schweitzers „Aus meinem Leben und Denken“ angelangt, was ein sehr inspirierendes Buch ist, schon von den ersten Seiten an. Wenn ich Zeit und Muße finde, will ich gern dazu noch was schreiben.
Des Weiteren lese ich von Schwanitz „Bildung. Alles was man wissen muß“. Zugegeben, der Name hat mich abgeschreckt. Aber er ist nicht nur provokant, sondern durchaus gerechtfertigt. Im ersten Teil gehts ums Allgemeinwissen, knapp dargestellt, aber umfassend. Im zweiten Teil um den Umgang unter Gebildeten, die Einleitung dazu ist sehr lesens- und denkenswert. Würde ich auch gern einmal paar Dinge rausschreiben. Auch standen in diesem Buch einige interessante selbstreflexierende Sätze, die zu dem Posttitel führten.
Last but no least probier ichs doch mal, die Bibel von vorn nach hinten zu lesen. Einige Passagen in den Büchern Mose schreckten mich zwar immer davon ab, aber irgendwann wollte ichs doch mal angehn. Zwei von fünf Büchern sind schon passé, ob ich bis Weihnachten allerdings Mose schaffe, ist zu bezweifeln.
Drei weitere, kurze Bücher liegen noch auf meinem Schreibtisch, sodass die Zeit bis Weihnachten in jedem Fall gut gefüllt ist.
Als letztes wollte ich schon lange nachtragen, dass ich mit den Father-Brown-Erzählungen durch bin, zumindest in der fast vollständigen Gesamtausgabe. Durchaus empfehlenswert, wenn man sein englisch etwas üben möchte und Spaß an Kriminalfällen hat. Nur wenige sind in ihrem Verlauf absehbar, auch wenn sie sich sehr ähneln; mehr noch macht diese Geschichten die pointierte Darstellung des Fathers und die wortreiche Schreibweise Chestertons lesenswert.
Nun denn, genug geschrieben, wünsche eine angenehme Adventszeit.
P.S.: Da les ich grad bei wikipedia, dass es für Hemingways Geschichte – ähäm – Novelle den Literaturnobelpreis gab… dass sie als so außergewöhnlich eingeschätzt wird, hätte ich nicht gedacht.
Von Tucholsky einige Kurzgeschichten, manche sind sehr gut, viele aber für mich belanglos, nach einem Drittel des Buches stockt es grad ziemlich. Von Hemingway einige Kurzgeschichten, wie ich finde, ein mühsamer Stil, auf seine Art schön, aber etwas zu spröde. Dagegen war die etwas längere Geschichte „Der alte Mann und das Meer“ sehr eindrucksvoll, da sich nochmal eine andere Welt öffnet, wenn man nach einigen Seiten in den Stil eingetaucht ist. Nun bin ich bei Schweitzers „Aus meinem Leben und Denken“ angelangt, was ein sehr inspirierendes Buch ist, schon von den ersten Seiten an. Wenn ich Zeit und Muße finde, will ich gern dazu noch was schreiben.
Des Weiteren lese ich von Schwanitz „Bildung. Alles was man wissen muß“. Zugegeben, der Name hat mich abgeschreckt. Aber er ist nicht nur provokant, sondern durchaus gerechtfertigt. Im ersten Teil gehts ums Allgemeinwissen, knapp dargestellt, aber umfassend. Im zweiten Teil um den Umgang unter Gebildeten, die Einleitung dazu ist sehr lesens- und denkenswert. Würde ich auch gern einmal paar Dinge rausschreiben. Auch standen in diesem Buch einige interessante selbstreflexierende Sätze, die zu dem Posttitel führten.
Last but no least probier ichs doch mal, die Bibel von vorn nach hinten zu lesen. Einige Passagen in den Büchern Mose schreckten mich zwar immer davon ab, aber irgendwann wollte ichs doch mal angehn. Zwei von fünf Büchern sind schon passé, ob ich bis Weihnachten allerdings Mose schaffe, ist zu bezweifeln.
Drei weitere, kurze Bücher liegen noch auf meinem Schreibtisch, sodass die Zeit bis Weihnachten in jedem Fall gut gefüllt ist.
Als letztes wollte ich schon lange nachtragen, dass ich mit den Father-Brown-Erzählungen durch bin, zumindest in der fast vollständigen Gesamtausgabe. Durchaus empfehlenswert, wenn man sein englisch etwas üben möchte und Spaß an Kriminalfällen hat. Nur wenige sind in ihrem Verlauf absehbar, auch wenn sie sich sehr ähneln; mehr noch macht diese Geschichten die pointierte Darstellung des Fathers und die wortreiche Schreibweise Chestertons lesenswert.
Nun denn, genug geschrieben, wünsche eine angenehme Adventszeit.
P.S.: Da les ich grad bei wikipedia, dass es für Hemingways Geschichte – ähäm – Novelle den Literaturnobelpreis gab… dass sie als so außergewöhnlich eingeschätzt wird, hätte ich nicht gedacht.
Themen:
Bibel,
Bildung,
Buch,
Chesterton,
Hemingway,
Lesetip,
Schwanitz,
Schweitzer,
Tucholsky
Montag, 1. November 2010
es ist merkwürdig.
Aber wirklich so, dass mich kein Heimweh packt. Wohl doch auch schon hier zu Hause. Noch merkwürdiger ist, dass ein paar Gedanken ohne Antwort liegen geblieben sind und ich auch keine Anstalten mache, diese Fäden wieder aufzugreifen. Wo ich sonst nicht aufhören kann, Dinge zu Ende zu denken.
Heute war ich doch noch in Hattingen. War zwar neblig und dunkel, sodass ich keine schöne Landschaft auf der Fahrt hatte, gelohnt hat sichs trotzdem. Hat wirklich ne schöne, kleine Altstadt und präsentiert sich auch gut, ein wesentlich friedlicher und homogenerer Ort als Wuppertal. Warum ich mir sowas anschaue? Ach, keine Ahnung, irgendwelche Gene.
Heute war ich doch noch in Hattingen. War zwar neblig und dunkel, sodass ich keine schöne Landschaft auf der Fahrt hatte, gelohnt hat sichs trotzdem. Hat wirklich ne schöne, kleine Altstadt und präsentiert sich auch gut, ein wesentlich friedlicher und homogenerer Ort als Wuppertal. Warum ich mir sowas anschaue? Ach, keine Ahnung, irgendwelche Gene.
Themen:
Sightseeing
Mittwoch, 27. Oktober 2010
und wie gehts?
gut.
Schön, dass Blog-Leser meist nicht so anspruchlos sind. Denn wo hinter der Alltagsfrage wirklich gar kein Interesse steht, bleibt man nicht allzu lange. Dagegen hab ich mich entschieden, dieses Jahr regelmäßig zur smd und zur Heckinghauser Gemeinde zu gehen. Zugegeben, Weg des geringsten Widerstandes, aber halt auch des größten Interesses. Abgesehen davon… guter Start. Bis man sich wieder eingeübt hat, dauerts ein bisschen, aber die Phase ist inzwischen vorbei, nachdem ich letzten Freitag- und Samstagabend bis zur Schließung in der Hochschule war. Der Rest des Studiums ist nicht so spannend… ich nehme die Ringvorlesung mit, lohnt sich zwar zeitlich überhaupt nicht, nach Köln rüberzufahren, aber die ersten beiden Vorlesungen haben schon bestätigt, dass es höchst interessant ist. Außerdem bin ich bei der Alexandertechnik reingerutscht, da die eine Dozentin eine Warteliste von drei Semestern hat und die andere gar keine… nun, soweit so gut. Hat sich jemand den letzten Artikel von brand.eins durchgelesen? Nun bin ich fast mit der zweiten durch, Schwerpunkt war Stabilität. Wenn ich mal Zeit finde, will ich ein paar Gedanken aus den Artikeln und Büchern zusammenfassen. Also so in 3-4 Wochen… wenn ich hier nichts schreibe, dann meist, weil ich genug zu tun habe. schönen Herbst euch.
Schön, dass Blog-Leser meist nicht so anspruchlos sind. Denn wo hinter der Alltagsfrage wirklich gar kein Interesse steht, bleibt man nicht allzu lange. Dagegen hab ich mich entschieden, dieses Jahr regelmäßig zur smd und zur Heckinghauser Gemeinde zu gehen. Zugegeben, Weg des geringsten Widerstandes, aber halt auch des größten Interesses. Abgesehen davon… guter Start. Bis man sich wieder eingeübt hat, dauerts ein bisschen, aber die Phase ist inzwischen vorbei, nachdem ich letzten Freitag- und Samstagabend bis zur Schließung in der Hochschule war. Der Rest des Studiums ist nicht so spannend… ich nehme die Ringvorlesung mit, lohnt sich zwar zeitlich überhaupt nicht, nach Köln rüberzufahren, aber die ersten beiden Vorlesungen haben schon bestätigt, dass es höchst interessant ist. Außerdem bin ich bei der Alexandertechnik reingerutscht, da die eine Dozentin eine Warteliste von drei Semestern hat und die andere gar keine… nun, soweit so gut. Hat sich jemand den letzten Artikel von brand.eins durchgelesen? Nun bin ich fast mit der zweiten durch, Schwerpunkt war Stabilität. Wenn ich mal Zeit finde, will ich ein paar Gedanken aus den Artikeln und Büchern zusammenfassen. Also so in 3-4 Wochen… wenn ich hier nichts schreibe, dann meist, weil ich genug zu tun habe. schönen Herbst euch.
Themen:
Alexandertechnik,
Lesetip,
Studium
Montag, 18. Oktober 2010
Da überraschten meine Gedanken mich ebend selber.
Wortspiele sind nicht meine Stärke, eher meine Schwäche.
Themen:
Sinnspruch
Dienstag, 12. Oktober 2010
Klolektüre
Ich hab mir von zu Hause nicht nur Bücher mitgenommen, sondern auch drei Magazine von brand.eins. Ist zwar ein Wirtschaftsmagazin, schreibt aber über vieles, was nicht nur Unternehmer interessieren dürfte. Zum Beispiel die Ausgabe „Bildung“. Wer sich davon ein Bild machen will und auch etwas längere Texte nicht scheut, kann hier den Aufmacher lesen. Noch hab ich mir kaum Gedanken dazu gemacht, aber die Meinung ist definitiv lesenswert.
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