Samstag, 5. Dezember 2009

so ein Tag, so wunderschön wie heute

Heut war einer der besten Tage, seit ich hier bin. Wohlgemerkt Tag nicht Abend und nicht Morgen, denn der Abend verspricht ruhig zu werden (wie fast alle Samstagabende hier) und am Morgen schlief ich lang. Sehr lang, wenn man die Zeit noch dazurechnet, die nach dem Aufwachen noch im Bett lag. Dann hab ich gut gefrühstückt, dafür das Mittagessen ausfallen lassen und beschlossen, dass ich heute nicht die Nachbarn quäle, schon gar nicht in der Mittagsruhe (verbietet mir nämlich die Hausordnung), sondern in die Hochschule gehe. Und da hatte ich dann 5h lang ein Übezimmer, d.h. mind. 3,5h werde ich wohl geübt haben. Sollte ich wieder öfter machen in der Hochschule zu üben. Denn wenn ich viel Zeit hab, ist die Wegzeit nebensächlich und ich war einfach um vieles konzentrierter, als wenn ich hier zu Hause übe. Tja, mal schaun, was noch ausm Abend wird. Den Wochenbericht schreib ich aber erst morgen. Farewell.

Ahh, fast hätt ichs vergessen. Ich wollt noch über die eigentliche Problematik schreiben, in der ich jetzt stecke. Jeder weiß wohl, was ein Ohrwurm ist. Kaum einer wird den Nutzen kennen. Im Prinzip ist es nur eine Wiederholung des Gehirns, um gelernte Dinge zu vertiefen, sich besser zu speichern. Das ist natürlich bei motorischen Fähigkeiten, die öfter wiederholt werden müssen, von enormen Vorteil. Und nun frage ich mich, wie lange ich mir noch das Konzert in meinem Kopf anhöre. Ich würde ja auch gern neben dem Essen ein Buch lesen oder Musik hören, aber das würde meinen Kopf mit anderen Dingen wieder befüllen, bevor die vorherigen durchgearbeitet sind, ob das überhaupt sinnvoll ist? Übrigens auch für Christen ein interessantes Thema, wenn man sich einmal den ersten Psalm zu Herzen nimmt. Das Verb „besinnen“ kann man wohl auch mit „murmeln“ übersetzen und wäre für mich dann der gleiche Vorgang, wie eben beschrieben. Was ich auch versuche momentan umzusetzen.

Und P.P.S.: Ich hab unabsichtlich zuerst geschrieben „zu Gemüte“ statt „zu Herzen“. Dabei fiel mir auf, wie diese beiden Redewendungen doch deutlich den Unterschied zwischen Herz und Gemüt ziehen. Gemüt hat also eher etwas wankelmütiges, etwas wie anschauen und beurteilen, aber nicht unbedingt tun, wogegen was im Herzen ist, gemacht wird.

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