Sonntag, 10. Oktober 2010
Didaktische Woche
hieß die Veranstaltungsreihe von Mittwoch bis Samstag. War zwar keine Pflicht-, sondern nur ne Wahlveranstaltung, trotzdem waren so 60-80 Leute die meiste Zeit da; bei 80%-iger Teilnahme gabs zwei Creditpoints. Die brauchte ich nicht unbedingt, hab aber trotzdem alles mögliche mitgenommen. Teilweise um die Dozenten kennenzulernen, teilweise weil sie auch wirklich was relevantes zu sagen hatten; und teilweise nur, weil ich ja vorher nicht wissen kann, wie schlecht die Vorlesung wird… Abends waren dann noch Konzerte, da es auch für die eine Unterschrift gab, saßen auch mal ordentlich Studenten drin. Am Mittwoch waren Akkordeonisten vom Hohner-Konservatorium da, haben wohl viele beeindruckt, mich nich so. Dadurch hat das Akkordeon immerhin nen besseren Stellenwert, aber ich fand den Namen „einarmige Banditen“ sehr zutreffend. Zum Abschluß der Woche war dann gestern abend eine Mensa-Party. Inzwischen meine dritte hier gewesen und sie haben sich kontinuierlich gesteigert. Da es gestern nicht primär vom Asta veranstaltet wurde, gab es sogar Freibier und Freiessen: Brötchen mit Käse und Würstchen, sowie vier Fässer Kölsch und noch ein ganz paar Becks… das Bier hat von um 7 bis halb 12 gereicht, was ich echt nich erwartet hätte. Dafür dass es kostenlos war. Dann hat noch ne richtig gut Jazzband von unseren Dozenten gespielt und sonst war die Konservenmusik etwas abwechslungsreicher diesmal… Stimmung top. Na jut. Die Woche war viel los, vorallem da ich in jeder freien Minute nach Hause ging, um zu üben. Trotzdem wars für mich entspannender als all der Trubel, der in Herrnhut in letzter Zeit los war. Und wenn ich jetzt noch ein bisschen an meinem Zeitmanagement schraube, gibts so viele kleine Dinge, die ich in letzter Zeit liegen gelassen habe und mal wieder machen möchte… ich freu mich auf die nächste Woche. Auch wenn ich befürchte morgen meinen Dozenten enttäuschen zu müssen… Sellavieh.
Themen:
Didaktische Woche,
Konzert,
Mensa-Party,
Studium
Dienstag, 5. Oktober 2010
Studiumsanfang
Seit zwei Tagen bin ich also zurück in Wuppertal. Vom Sommer gäbe es viel zu berichten, aber nicht auf dieser Plattform. Der Abschied war natürlich schwer nach so langer Pause, dafür war die Ankunft hier recht angenehm. Und ab morgen werde ich auch recht zeitintensiv von der Hochschule gefordert sein, da die „Didaktische Woche“ stattfindet von Mittwoch bis Samstag. Für die Zeit bis Weihnachten hab ich mir vorgenommen mal mehr zum Bücherlesen zu kommen, daher werden hier wohl auch öfter Zitate aus diesen auftauchen. Sympathisch wurde mir Kurt Tucholsky schon in der dritten kleinen Abhandlungen; hier über den Menschen. Im letzten Absatz heißt es so schön:
„Neben den Menschen gibt es noch Sachsen und Amerikaner, aber die haben wir noch nicht gehabt und bekommen Zoologie erst in der nächsten Klasse.“
P.S.: Dieser Fund auf Wikipedia ist auch nicht schlecht.
„Neben den Menschen gibt es noch Sachsen und Amerikaner, aber die haben wir noch nicht gehabt und bekommen Zoologie erst in der nächsten Klasse.“
P.S.: Dieser Fund auf Wikipedia ist auch nicht schlecht.
Themen:
Didaktische Woche,
Tucholsky
Donnerstag, 15. Juli 2010
und die gelbe Mikrowelle war doch weiß.
Es ist 15 Uhr und meine ganze Habe ist in drei Rucksäcke verpackt… meine ganze Habe? Nein! Ein Laptop mit Kabeln und das Geschirrhandtuch fehlen noch, aber dafür hab ich jetzt auch noch eine halbe Stunde Zeit.
Nun, die Klausur heut morgen ist gut gelaufen. Ich hatte mit zwei Stunden gerechnet und sicherheitshalber dreie eingeplant, aber sie war nur auf eine Stunde ausgelegt. 40 Fragen alle in Stichpunkten, so stell ich mir ne Geschichtsklausur vor. War gut ausgewählt, denn man musste zu jedem Themenbereich was wissen, zu allen aber kaum was, denn es war nur kurz zu nennen oder in einem Satz etwas zu nennen. Hauptsache man hat das Wort schonmal gehört und kanns in den richtigen Zusammenhang bringen.
Gestern war ich doch nicht in Hattingen, bleibt das wohl für nächstes Studienjahr. Und zu Düsseldorf hab ich eigentlich auch keine Lust was zu sagen, wie gewohnt hänge ich nachher (wenn ich sie erstellt habe) die Karten von meinem Rundweg an. Achso, es ist doch was zu sagen: Düsseldorf bietet auf seiner Homepage 3 verschiedene Touren durch die Altstadt an, je nachdem ob man einen halben, einen oder zwei Tage Zeit hat. Ein Feature, was m. E. jede größere Stadt anbieten sollte, manche Websites geben viel zu wenig Informationen.
Nun denn, ich freu mich auf ein Wiedersehn, der Blog geht in seine Sommerpause, evtl. kommt noch ein Beitrag, den ich schon im Kopf habe, ansonsten im Oktober wieder.
Nun, die Klausur heut morgen ist gut gelaufen. Ich hatte mit zwei Stunden gerechnet und sicherheitshalber dreie eingeplant, aber sie war nur auf eine Stunde ausgelegt. 40 Fragen alle in Stichpunkten, so stell ich mir ne Geschichtsklausur vor. War gut ausgewählt, denn man musste zu jedem Themenbereich was wissen, zu allen aber kaum was, denn es war nur kurz zu nennen oder in einem Satz etwas zu nennen. Hauptsache man hat das Wort schonmal gehört und kanns in den richtigen Zusammenhang bringen.
Gestern war ich doch nicht in Hattingen, bleibt das wohl für nächstes Studienjahr. Und zu Düsseldorf hab ich eigentlich auch keine Lust was zu sagen, wie gewohnt hänge ich nachher (wenn ich sie erstellt habe) die Karten von meinem Rundweg an. Achso, es ist doch was zu sagen: Düsseldorf bietet auf seiner Homepage 3 verschiedene Touren durch die Altstadt an, je nachdem ob man einen halben, einen oder zwei Tage Zeit hat. Ein Feature, was m. E. jede größere Stadt anbieten sollte, manche Websites geben viel zu wenig Informationen.
Nun denn, ich freu mich auf ein Wiedersehn, der Blog geht in seine Sommerpause, evtl. kommt noch ein Beitrag, den ich schon im Kopf habe, ansonsten im Oktober wieder.
Themen:
Prüfung,
Sightseeing
Dienstag, 13. Juli 2010
„Auf Wiedersehn im Oktober“
hieß es grad mehrfach nachdem die letzte Klausur der Erstis vorbei war. Nächsten Donnerstag war noch Musikgeschichte angesetzt, wurde aber auf nach den Ferien verschoben für alle die wollten – ich wollte lieber jetzt schreiben, ums hinter mir zu haben. Und da ich grad genügend Zeit zum Lernen hätte.
Der letzte Bericht über mein Studium war vor zwei Monaten. Da war grad der Wettbewerb vorbei. Nun, auf dem Akkordeon hatte ich mir auch nicht mehr viel vorgenommen, es gab nur noch vor anderthalb Wochen das Semesterkonzert. Daraufhin hatte ich etwa einen Monat sehr wenig geübt, dann etwas mehr, um in der letzten Woche doch noch einiges zu schaffen, etwas früher angefangen hätte ich vielleicht auch auswendig gespielt. Trotzdem war es musikalisch gut/überzeugend. Des weiteren waren schon Prüfungen in: Embodiment – die Dozentin wollte uns nicht prüfen, sondern musste, dementsprechend erinnerte es mich teilweise an Tschechischklausuren; Kontrapunkt – was mir recht gut liegt und wir auch intensiv geübt hatten; Bandcoaching – da war ich mir unsicher, aber ohne ernste Probleme gings recht souverän; Allgemeine Instrumentaldidaktik – als Colloquium, 8 Prüflinge gleichzeitig und der Dozent labert auch noch, alle bestanden; und heute Akustik und Instrumentenkunde – teilweise zu spezielle Fragen, insgesamt aber machbar gewesen, falls man gelernt hat. Am Donnerstag kommt noch Musikgeschichte von einem Jahrtausend… dementsprechend auch die Möglichkeit der Fragen und diametral entgegengesetzt meine Lernmotivation.
Gestern hat sich dann noch ein Wechsel geklärt: ab nächstem Jahr werde ich im Nebenfach kein Drumset-Unterricht mehr haben, sondern am Vibraphon. Wird eine sehr schöne Herausforderung, ich bin sehr motiviert.
Die Zeit verging deswegen schnell, da viele Wochenenden ausgelastet waren. Einmal kamen meine Eltern vorbei, einmal hatte ich auch Heimaturlaub, einmal war ich bei meinem Bruder Geburtstag feiern, einmal feierten wir mit der gesamten Familie, und zum Schluß kam auch noch der Gegenbesuch von meinem Cousin Martin dran; ich fuhr nach Haltern, schaute mir die Stadt an, umrundete den See und unterhielt mich sehr viel mit ihm. Nur ein Wochenende blieb frei und ich weiß nicht mehr, wie ich es füllte. Wahrscheinlich war ich da das einzige Mal am See, ich hatte noch bedeutend mehr Einladungen von Studenten oder Christen, allerdings waren die entweder zu spontan oder zeitlich schon belegt. Was bedeutend war, war das Grillen im Hochschulhof an einem Freitagabend. War für 18 Uhr angesetzt, ging gegen 19 Uhr los und bis 24 Uhr wurde es immer gesprächiger. Dann gingen einige, die nicht genug hatten noch rüber ins Luisenviertel, sodass ich erst zum Morgengrauen ins Bett kam. Ansonsten ists mit der Hochschule bei mir wie mit der Schule schon: ich versteh mich mit allen gut, hab aber mit wenigen außerhalb der Hochschule was zu tun oder mal tiefer gehende Gespräche. Außer dem Hausmeister und Technikern haben mich in meiner Wohnung bisher auch nur 4 Leute besucht, die ich alle nicht aus Wuppertal kenne. Aber es gibt durchaus auch eine Handvoll Leute, mit denen ich auf der gleichen Wellenlänge bin. Vorallem in der smd, zu der ich dann gleich gehen werde. Mit der ich auch öfter WM-Spiele angeschaut habe, wobei ich immer an unterschiedlichen Orten geschaut habe. So viel Fußball wie während dieser WM hab ich noch nie geschaut, Grund war vorallem, dass ich direkt am Anfang zwei-drei Tage leicht fiebrig im Bett lag. Aber grade fürs ungeübte Auge ist die WM schön, da oft stark unterschiedliche Mannschaften aufeinander treffen.
Eventuell schreibe ich am Donnerstag nach der Klausur noch einmal ein Blogeintrag, vielleicht schreib ich auch noch etwas zum Ausflug nach Düsseldorf letzten Samstag oder evtl. nach Hattingen morgen, mal sehn. auf baldiges Wiedersehn.
Der letzte Bericht über mein Studium war vor zwei Monaten. Da war grad der Wettbewerb vorbei. Nun, auf dem Akkordeon hatte ich mir auch nicht mehr viel vorgenommen, es gab nur noch vor anderthalb Wochen das Semesterkonzert. Daraufhin hatte ich etwa einen Monat sehr wenig geübt, dann etwas mehr, um in der letzten Woche doch noch einiges zu schaffen, etwas früher angefangen hätte ich vielleicht auch auswendig gespielt. Trotzdem war es musikalisch gut/überzeugend. Des weiteren waren schon Prüfungen in: Embodiment – die Dozentin wollte uns nicht prüfen, sondern musste, dementsprechend erinnerte es mich teilweise an Tschechischklausuren; Kontrapunkt – was mir recht gut liegt und wir auch intensiv geübt hatten; Bandcoaching – da war ich mir unsicher, aber ohne ernste Probleme gings recht souverän; Allgemeine Instrumentaldidaktik – als Colloquium, 8 Prüflinge gleichzeitig und der Dozent labert auch noch, alle bestanden; und heute Akustik und Instrumentenkunde – teilweise zu spezielle Fragen, insgesamt aber machbar gewesen, falls man gelernt hat. Am Donnerstag kommt noch Musikgeschichte von einem Jahrtausend… dementsprechend auch die Möglichkeit der Fragen und diametral entgegengesetzt meine Lernmotivation.
Gestern hat sich dann noch ein Wechsel geklärt: ab nächstem Jahr werde ich im Nebenfach kein Drumset-Unterricht mehr haben, sondern am Vibraphon. Wird eine sehr schöne Herausforderung, ich bin sehr motiviert.
Die Zeit verging deswegen schnell, da viele Wochenenden ausgelastet waren. Einmal kamen meine Eltern vorbei, einmal hatte ich auch Heimaturlaub, einmal war ich bei meinem Bruder Geburtstag feiern, einmal feierten wir mit der gesamten Familie, und zum Schluß kam auch noch der Gegenbesuch von meinem Cousin Martin dran; ich fuhr nach Haltern, schaute mir die Stadt an, umrundete den See und unterhielt mich sehr viel mit ihm. Nur ein Wochenende blieb frei und ich weiß nicht mehr, wie ich es füllte. Wahrscheinlich war ich da das einzige Mal am See, ich hatte noch bedeutend mehr Einladungen von Studenten oder Christen, allerdings waren die entweder zu spontan oder zeitlich schon belegt. Was bedeutend war, war das Grillen im Hochschulhof an einem Freitagabend. War für 18 Uhr angesetzt, ging gegen 19 Uhr los und bis 24 Uhr wurde es immer gesprächiger. Dann gingen einige, die nicht genug hatten noch rüber ins Luisenviertel, sodass ich erst zum Morgengrauen ins Bett kam. Ansonsten ists mit der Hochschule bei mir wie mit der Schule schon: ich versteh mich mit allen gut, hab aber mit wenigen außerhalb der Hochschule was zu tun oder mal tiefer gehende Gespräche. Außer dem Hausmeister und Technikern haben mich in meiner Wohnung bisher auch nur 4 Leute besucht, die ich alle nicht aus Wuppertal kenne. Aber es gibt durchaus auch eine Handvoll Leute, mit denen ich auf der gleichen Wellenlänge bin. Vorallem in der smd, zu der ich dann gleich gehen werde. Mit der ich auch öfter WM-Spiele angeschaut habe, wobei ich immer an unterschiedlichen Orten geschaut habe. So viel Fußball wie während dieser WM hab ich noch nie geschaut, Grund war vorallem, dass ich direkt am Anfang zwei-drei Tage leicht fiebrig im Bett lag. Aber grade fürs ungeübte Auge ist die WM schön, da oft stark unterschiedliche Mannschaften aufeinander treffen.
Eventuell schreibe ich am Donnerstag nach der Klausur noch einmal ein Blogeintrag, vielleicht schreib ich auch noch etwas zum Ausflug nach Düsseldorf letzten Samstag oder evtl. nach Hattingen morgen, mal sehn. auf baldiges Wiedersehn.
Donnerstag, 8. Juli 2010
Köln
Eigentlich wollte ich mal was über das vergangene Semester schreiben, da ich ja außer einem Buch wenige Posts seit dem Hochschulwettbewerb gebracht habe. Da sichs aber grade anbietet, berichte ich erstmal über gestern.
Nach einem etwas langsameren Morgen als gedacht, war ich gegen halb 1 und recht gut vorbereitet in Köln angekommen. Plan war die Stadt zu erkunden und nebenbei etwas für anstehende Prüfungen zu lernen. Da ich kein Akkordeonvorspiel mehr habe, möchte ich gern in der letzten Woche die freien Tage nutzen um die umliegenden Städte zu erkunden. Denn weder komme ich außerhalb meines Studiums in diese Gegend, noch nehme ich mir innerhalb des Studiums einen Tag mal frei für Sightseeing. Momentan hab ich wenigstens den Vorwand, dass ich ja nebenbei lerne… und im Oktober das Wetter nicht mehr so gut ist. Wie dem auch sei, in Köln vom Hbf aus (nördliche Altstadt) erstmal am Rhein lang bis zum südlichen Ende der Neustadt. Dort ein bisschen durch die Wohnviertel geschlendert (etwas gelernt), ansonsten an den verbliebenen Resten des Stadtwalls entlang wieder Richtung Norden. Dann von der Herz-Jesu-Kirche aus zum Neumarkt, dort fand ich dann erstmal einen Wegweiser, der Shopping in alle Richtung anzeigte… und ich hatte bis dahin absichtlich die Wege genommen, die wegführten von Shoppingmeilen. Dann ging eine gute Stunde drauf mit der Besichtigung des Käthe-Kollwitz-Museums. Anschließend zum Heumarkt und, da die Zeit um war, dann direkt zum Hbf wieder und kurz vor halb 7 wieder abgefahren. Dafür, dass das Museum nicht geplant war und ich auch sonst keine klare Route mir ausgemacht hatte, war der Tag wohl ganz erfolgreich. Hatte aber auch überlegt, ob sich das Schokoladenmuseum lohnt, oder ob ich doch noch einkaufen gehe (Drumsticks wärn mal nötig), oder was mit dem Bereich westlich des Hbfs ist… – muss wohl nochmal nach Köln. Aber wahrscheinlich nicht diese Woche, davor steht Düsseldorf auf dem Plan und evt. eine Ruhrstadt, nur da kann ich mich nich entscheiden. Zu allem Überfluß (als wär der gesamte Bericht nicht schon überflüßig genug) noch einmal die Marschroute, wie immer mit google nachvollzogen:


P.S.: Und jetzt hab ich noch zwei Stunden Zeit um mir zu überlegen, ob ich nicht doch heut abend nach Köln fahre und mir in der Philharmonie ein Konzert von Al Jarreau mit Band anhöre. Schwere Entscheidung.
Nach einem etwas langsameren Morgen als gedacht, war ich gegen halb 1 und recht gut vorbereitet in Köln angekommen. Plan war die Stadt zu erkunden und nebenbei etwas für anstehende Prüfungen zu lernen. Da ich kein Akkordeonvorspiel mehr habe, möchte ich gern in der letzten Woche die freien Tage nutzen um die umliegenden Städte zu erkunden. Denn weder komme ich außerhalb meines Studiums in diese Gegend, noch nehme ich mir innerhalb des Studiums einen Tag mal frei für Sightseeing. Momentan hab ich wenigstens den Vorwand, dass ich ja nebenbei lerne… und im Oktober das Wetter nicht mehr so gut ist. Wie dem auch sei, in Köln vom Hbf aus (nördliche Altstadt) erstmal am Rhein lang bis zum südlichen Ende der Neustadt. Dort ein bisschen durch die Wohnviertel geschlendert (etwas gelernt), ansonsten an den verbliebenen Resten des Stadtwalls entlang wieder Richtung Norden. Dann von der Herz-Jesu-Kirche aus zum Neumarkt, dort fand ich dann erstmal einen Wegweiser, der Shopping in alle Richtung anzeigte… und ich hatte bis dahin absichtlich die Wege genommen, die wegführten von Shoppingmeilen. Dann ging eine gute Stunde drauf mit der Besichtigung des Käthe-Kollwitz-Museums. Anschließend zum Heumarkt und, da die Zeit um war, dann direkt zum Hbf wieder und kurz vor halb 7 wieder abgefahren. Dafür, dass das Museum nicht geplant war und ich auch sonst keine klare Route mir ausgemacht hatte, war der Tag wohl ganz erfolgreich. Hatte aber auch überlegt, ob sich das Schokoladenmuseum lohnt, oder ob ich doch noch einkaufen gehe (Drumsticks wärn mal nötig), oder was mit dem Bereich westlich des Hbfs ist… – muss wohl nochmal nach Köln. Aber wahrscheinlich nicht diese Woche, davor steht Düsseldorf auf dem Plan und evt. eine Ruhrstadt, nur da kann ich mich nich entscheiden. Zu allem Überfluß (als wär der gesamte Bericht nicht schon überflüßig genug) noch einmal die Marschroute, wie immer mit google nachvollzogen:


P.S.: Und jetzt hab ich noch zwei Stunden Zeit um mir zu überlegen, ob ich nicht doch heut abend nach Köln fahre und mir in der Philharmonie ein Konzert von Al Jarreau mit Band anhöre. Schwere Entscheidung.
Themen:
Köln,
Sightseeing
Freitag, 2. Juli 2010
Not macht erfinderisch
Nicht dass ich wirklich Not leiden müsste, ich lebe nur sparsam. Und dazu zählt auch, dass ich mir noch keine Gardinen angeschafft habe, wozu auch? Ach, es kommt ja der Sommer. Und der wird grad wirklich heiß. Aber in wenigen Wochen bin ich wieder in der Heimat und deswegen lohnt es sich trotzdem nicht Gardinen anzuschaffen. Aber man kann ja auch anders die Fenster abhängen, nur – was in meiner Wohnung ist groß genug und lässt sich gut aufhängen…?

Für mein schräges Fenster fehlt mir allerdings noch eine Idee.

Für mein schräges Fenster fehlt mir allerdings noch eine Idee.
Themen:
Genügsamkeit,
Wohnung
Mittwoch, 23. Juni 2010
Zuckmayer (10)
Seit einer guten Woche bin ich nun mitm Zuckmayer durch. Wann habe ich angefangen… Anfang des Semesters, war also recht zügig. Dafür dass es 640 Seiten sind, ich so etwa anderthalb bis zwei Minuten pro Seite gebraucht habe und ich im Alltag wirklich nicht viel lese. Nicht Bücher lese. Denn im Internet lese ich ja viel und das hat auch die einstige Bücherratte irgendwann verdrängt; inzwischen bin ich sogar der Meinung, dass es viel wichtiger als Kind ist Bücher zu lesen, als als Erwachsener. Weil als Kind sich dabei ja noch die Phantasie entwickelt, später liest man mehr wegen des Themas, weniger um in die Buchwelt einzutauchen, Parallelwelten gibts im echten Leben schon genug...
Ich schweife ab – sichtlich. Zu dem Buch bleibt zu sagen: Sehr gehaltvolle Lektüre, sehr gute Sprache (das fehlt leider, wenn man täglich neue Beiträge im Internet o.ä. liest), interessante Themen, aber nicht allzu leicht zu lesen, es kommt schonmal vor, dass seitenweise Erzählungen über Leute, die unsere Generation längst nicht mehr kennt, einen daran zweifeln lässt, ob man sich wirklich so viel merken will. Dabei ist vieles merkwürdig, er kannte eine Unmenge an bedeutenden Persönlichkeiten aus der Zeit der Weimarer Republik und natürlich aus dem künstlerischen Milieu. Aber das ist auch gerade eine Zeit, die ich sehr spannend finde und schon in der Schule manchmal die Details vermisst habe. Falls jemand einen kurzen Einblick darüber haben möchte, wen er alles kannte: Am Ende des Buches ist ein Personen- und Sachregister, wie ich meine, eine recht lange Aufzählung.
Aber dann gibt es auch überzeitliche Themen, ein Kapitel behandelt den ersten Weltkrieg, in dem er bei den ersten Freiwilligen dabei war und bis zu Letzt beim Soldatenaufstand auch noch, ein Kapitel ist über seine Flucht vor den Nazis, über Österreich bis nach der dortigen Machtergreifung, mit viel Glück dann in die Schweiz, und später mit einem der letzten Schiffe vor der amerikanischen Kriegserklärung über den Atlantik, und ein Kapitel dann über seine Arbeitssuche in den USA und das harte Los der Emigration. Interessanterweise ist das alles nicht ganz chronologisch geordnet, er fängt an mit seiner schönsten Zeit in Österreich, bis zu seiner Flucht aus Österreich, um anschließend erst chronologisch mit der Kindheit anzufangen. Im Gesamtzusammenhang natürlich sinnvoll, doch wo der Bruch zwischen Flucht und Kindheit kam, fand ich es etwas demotivierend, von solch einem spannenden Thema zurück zur Kindheit zu gehen.
Das besondere an diesem Buch ist vorallem, dass über diese Dinge keiner heute mehr reden kann. Es gibt Überlebende des zweiten Weltkrieges, aber der fing längst nicht so euphorisch an wie der erste, und spiegelt deswegen eine ganz andere Kriegserfahrung wieder, als die Zuckmayers. Und auch die Weimarer Zeit ist kein Thema mehr, bei unseren Eltern war sie wahrscheinlich genauso präsent, wie für uns die 68er präsent sind. Also wieder ein Stück mehr Geschichte. Zuckmayer schreibt auch einmal, wie euphorisch Deutschland in den ersten Weltkrieg ging, weil von den Eltern noch die Geschichten aus dem 70-er Krieg erzählt wurden…
Das Buch ist wieder in der Heimat, vielleicht braucht ja jemand noch eine Sommerlektüre oder interessiert sich für bestimmte Kapitel des Buches. Zu Schluss noch eine kleine Kritik: Die Bilder sind schlecht ausgewählt. Leider passen sie nur selten zum derzeitigen Buchthema (aus buchbinderischen Gründen) und oftmals sind es Bilder von diversen Aufführungen Zuckmayers, selten aus seinem persönlichen Umfeld und leider für mich sehr nichtssagend.
Bleibt mir nur noch die Geschichten vom Father Brown bis zum Semesterende durchzulesen, denn im Sommer werde ich mir wohl noch weniger Zeit fürs Lesen nehmen.
Ich schweife ab – sichtlich. Zu dem Buch bleibt zu sagen: Sehr gehaltvolle Lektüre, sehr gute Sprache (das fehlt leider, wenn man täglich neue Beiträge im Internet o.ä. liest), interessante Themen, aber nicht allzu leicht zu lesen, es kommt schonmal vor, dass seitenweise Erzählungen über Leute, die unsere Generation längst nicht mehr kennt, einen daran zweifeln lässt, ob man sich wirklich so viel merken will. Dabei ist vieles merkwürdig, er kannte eine Unmenge an bedeutenden Persönlichkeiten aus der Zeit der Weimarer Republik und natürlich aus dem künstlerischen Milieu. Aber das ist auch gerade eine Zeit, die ich sehr spannend finde und schon in der Schule manchmal die Details vermisst habe. Falls jemand einen kurzen Einblick darüber haben möchte, wen er alles kannte: Am Ende des Buches ist ein Personen- und Sachregister, wie ich meine, eine recht lange Aufzählung.
Aber dann gibt es auch überzeitliche Themen, ein Kapitel behandelt den ersten Weltkrieg, in dem er bei den ersten Freiwilligen dabei war und bis zu Letzt beim Soldatenaufstand auch noch, ein Kapitel ist über seine Flucht vor den Nazis, über Österreich bis nach der dortigen Machtergreifung, mit viel Glück dann in die Schweiz, und später mit einem der letzten Schiffe vor der amerikanischen Kriegserklärung über den Atlantik, und ein Kapitel dann über seine Arbeitssuche in den USA und das harte Los der Emigration. Interessanterweise ist das alles nicht ganz chronologisch geordnet, er fängt an mit seiner schönsten Zeit in Österreich, bis zu seiner Flucht aus Österreich, um anschließend erst chronologisch mit der Kindheit anzufangen. Im Gesamtzusammenhang natürlich sinnvoll, doch wo der Bruch zwischen Flucht und Kindheit kam, fand ich es etwas demotivierend, von solch einem spannenden Thema zurück zur Kindheit zu gehen.
Das besondere an diesem Buch ist vorallem, dass über diese Dinge keiner heute mehr reden kann. Es gibt Überlebende des zweiten Weltkrieges, aber der fing längst nicht so euphorisch an wie der erste, und spiegelt deswegen eine ganz andere Kriegserfahrung wieder, als die Zuckmayers. Und auch die Weimarer Zeit ist kein Thema mehr, bei unseren Eltern war sie wahrscheinlich genauso präsent, wie für uns die 68er präsent sind. Also wieder ein Stück mehr Geschichte. Zuckmayer schreibt auch einmal, wie euphorisch Deutschland in den ersten Weltkrieg ging, weil von den Eltern noch die Geschichten aus dem 70-er Krieg erzählt wurden…
Das Buch ist wieder in der Heimat, vielleicht braucht ja jemand noch eine Sommerlektüre oder interessiert sich für bestimmte Kapitel des Buches. Zu Schluss noch eine kleine Kritik: Die Bilder sind schlecht ausgewählt. Leider passen sie nur selten zum derzeitigen Buchthema (aus buchbinderischen Gründen) und oftmals sind es Bilder von diversen Aufführungen Zuckmayers, selten aus seinem persönlichen Umfeld und leider für mich sehr nichtssagend.
Bleibt mir nur noch die Geschichten vom Father Brown bis zum Semesterende durchzulesen, denn im Sommer werde ich mir wohl noch weniger Zeit fürs Lesen nehmen.
Themen:
Zuckmayer
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