Mal in keiner Erzähllaune und trotzdem einiges zu erzählen. Den Anfang der Woche hatte ich ja bereits, das Lied begleitet mich weiterhin. Am Donnerstagabend war dann Konzert der Gesangsklassen, auch ohne Erstis ein volles Programm, da wir 3 Dozenten (davon eine Professorin) für Gesang an der Hochschule haben. Danach ging ich mit einer kleineren Gruppe von Gesangsstudenten in das Brauhaus, ein sehr schöner Abend wurde es.
Am Freitagmorgen ging ich zur Uni und an der höchsten Stelle meines Weges fegte ein derart eisiger Wind, dass ich dachte, ich könnte auch in Rokytnice sein. Trotzdem wird es hier nur nich schneien, fehlt mir jetzt schon. Dann ging es nachmittags auf nach Köln zum letzten Konzert der modernen Musik. In der Pause hab ich mir den Kölner Weihnachtsmarkt angeschaut, ein recht großer Weihnachtsmarkt, da gefiel mir der Aachener besser. Außerdem ist der Kölner soweit ich es gesehen habe, auf 2 Standorte verteilt, und teilweise wird direkt daneben gebaut, was das Bild etwas stört. Das Konzert war mäßig gut besucht, wesentlich besser als in Wuppertal oder Aachen. Ich spielte dagegen schlechter als in Wuppertal, aber etwas besser als in Aachen, wo ich ja bei einer Stelle richtig rausgeflogen war. Diesmal hatte ich mir die Schlagzeugstimme als Orientierung dazugeschrieben und hab mich auch mehrmals daran orientiert, weil merkwürdigerweise der Schlagzeuger immer anders spielte, als ich dachte... also eigentlich recht inakkurat, ich hoffe, keiner hört sich zu genau die Aufnahme an. Benni war übrigens mit Freundin da. Danach gingen wir noch in eine Bar, wieder mit einigen interessanten Gesprächen, eher zum Zuhören. Die Verwaltung in Köln ist wohl wahnsinnig langsam; ein anderes Thema waren einige interessante moderne Stücke und Kompositionsweisen, manche lassen die Melodie im Differenzton erklingen. Also wenn beispielsweise zwei Klarinetten nur einen Halbton auseinander spielen, bildet sich ein tiefer Ton. Wenn man damit experimentiert, kann es passieren, dass Leute den Saal verlassen, weil sie seekrank werden, oder sich unter die Stühle verkriechen, weil sie Angst bekommen. Muss ich mir unbedingt mal sowas anhören. Auf der Rückfahrt hatte ich noch ein merkwürdiges Erlebnis, ich wartete 25 Minuten am Hauptbahnhof auf den Bus. Da ich ein Akkordeon dabei hatte, hab ich das neben mir auf den Sitz gestellt und meinen Kopf draufgelegt und gedöst. Und plötzlich, fühlt es sich an, wie morgens beim Sonnenaufgang, als würde ich nach einer durchmachten Nacht zurückkommen und es nicht erst 10 vor 1 sein... als ich merkte, was den Schock bei mir ausgelöst hatte, musste ich lachen, da sangen doch wirklich die Vögel mitten in der Nacht, und für mich klang es, als würde grad die Dämmerung einsetzen... Dorfkind.
Am Samstag kam dann mein Cousin Martin (der andere) zu Besuch, es war wie zur Demonstration Wuppertaler Lieblingswetter, wir sind trotzdem viel durch die Stadt gelaufen. Hab ihm gezeigt, was ich hier schon an schönen Plätzen kenne, er hat ein paar Fotos gemacht, auch von meiner Wohnung und wir haben viel gequatscht. Nachmittags sind wir dann noch in die Monet-Ausstellung des Von-der-Heydt-Museums gegangen, schöne Ausstellung, sehr eindrücklich, guter Film zum Leben des Künstlers, nur die Typographie war wirklich nicht eines Museums würdig. Tja, danach fuhr er wieder und ich hab am Abend mal wieder geübt, ich hoffe, die Nachbarn nehmen mir das nicht übel, oder beschweren sich wenigstens persönlich, wenn doch.
Tja, und nun ist wieder eine Woche vorbei, 3 noch bis ich wieder zu Hause bin... meine todo-Listen werden immer größer, todo morgen, todo Weihnachten, todo Internet, todo Blog, todo nächster Anruf der Eltern... wird Zeit, dass ich Internet und Telefon habe und paar Dinge gleich erledigen kann, wenn sie mir einfallen.
Sonntag, 29. November 2009
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