Donnerstag, 22. November 2012

Zeit. Zeitnot. Zeitlos.

Komm grad vom Chor. War ein bisschen spät dran. Leider kein Platz vorne mehr frei. Setzte mich in die zweite Reihe. Bass rechts, Alt links, Tenor vor mir: selten zu hören. Blatt singen in vollem Tempo, wie immer bei Leseproben in diesem Chor. Heut war ein bisschen weihnachtliches Tralala dran und dann aus dem WO die No. 4 bis 6. Ein Stück überforderte mich teils, das war das einzige, das wir heute auch geprobt haben und nicht nur durchgesungen. Insgesamt gehts auch durch solche Aktionen aufwärts, was mein Gehör (Intonation) und musikalische Vorstellungskraft anbelangt. Bis ich es allerdings ausreichend finde, werden vermutlich noch fünf Jahre vergehen. – Zum Chor ist noch zu erwähnen, dass heute Leseprobe war, weil letzten Sonntag Konzert war. Wir sangen Mendelssohn-Bartholdys 3 Psalmen (2., 43., 22.) und seinen Lobgesang. Da ich bisher nie etwas von ihm gespielt habe, war es sehr interessant für mich. Die Psalmen sind a-capella und 8-chörig. Das ganze in der großen Stadthalle braucht gute Vorbereitung, macht aber auch Freude. (Lieblingssatz vom Lobgesang)

Ich mag es, wenn nachm Chor noch die Musik durch den Kopf läuft. So lang lasse ich die Beschäftigung mit anderer Musik, morgen ist auch noch ein Tag. Überhaupt trainier ich grad (unfreiwillig?) mich nicht um morgen zu sorgen, denn jeden Tag könnte ich besser vorbereitet sein. Vor 16 Tagen war StuPa-Sitzung, innerhalb einer Woche sollte ich das Protokoll schreiben. Morgen also, beschwert sich ja keiner. In 17 Tagen ist unser Konzert, Saxophon und Akkordeon, Enrico und ich. Hat noch keinen Pressetext, an dem wir schon seit über einem Monat ab und zu arbeiten. Morgen. Oder übermorgen. 2 Briefe? Möglichst morgen. Vielleicht die doch noch heute abend schreiben. Üben? Naja, morgen Hauptfach, Vorbereitung war schon zwei mal gerade ausreichend, ich setze noch auf eine gute Übezeit morgen früh. Trotzdem: Ohne Sorgen funktioniert es besser, allzumal sich noch ein anderer um unsere Bedürfnisse sorgt, das durfte ich erfahren. Und dann bleibt auch noch unerwartet Platz: Diesen Dienstagabend haben wir mit der SMD eine Gebetsnacht gestartet. Geschlafen hab ich am Mittwoch von 8 bis 12. Trotzdem behaupte ich, dass ich nicht weniger geschafft habe, als an anderen Mittwochen.

Fünf der erwähnten sieben Vorspiele sind vorbei (eins fällt aus). Was bleibt? Nun, Gewißheit, dass ich immer noch gut und gern muggen kann, auch wenn der erste Auftritt nicht das Gelbe vom Ei war. Hatte schlecht geschlafen, vermutlich da ich zu angespannt war. Muggen sind der einfachste Weg Musik zu vermitteln und manchmal auch ein sehr direkter, wenn man dazu moderieren darf. Bei den ersten zwei Vorspielen war es auch eher eine persönliche Atmosphäre. Die Programmwahl war gut, nur eine Organisatorin hörte es drei mal hintereinander, weiß nicht, ob ihr es dann noch so gut gefiel. Diese Vorspiele sind alle in sozialen Einrichtungen. Merkwürdig war, dass den Organisatoren und meiner Kollegin diese Atmosphären manchmal viel näher gingen, und sie meinten, man kennt das gar nicht, was in solchen Einrichtungen abgeht. Ich würde nicht behaupten mich auszukennen, sondern nur normal damit umzugehen, aber da die anderen emotional darauf reagierten, muss ich befürchten, normal ist irgendwo dazwischen.

Auch das Ensemble-Projekt in Aachen ist durch. Die Generalprobe war schlecht, hatte aber auch aus mehreren Gründen einen schweren Stand. Bei der Aufführung zeigten wir dann, dass wir es doch konnten. Nicht alle Töne bei mir, das beeinträchtigte aber nicht den Gestus. Netterweise meinte dann der Leiter des Ensembles, dass er vielleicht mal auf mich zurück käme, wenn sie ein Akkordeon brauchten. Auch mit dem Komponist Oliver Schneller konnte ich reden, mir gefiel sein Stück. Auch den Vortrag zur französischen Neuen Musik fand ich sehr interessant, Stichwort instrumentale Nachbildung aufgezeichneter und verarbeiteter Klänge. Könnte sein, dass die französischen Komponisten den deutschen ein paar Dinge vorweg haben, da kenn ich mich zu wenig aus, will ich gern ändern. Anschließend waren wir noch in einem guten Lokal mit einem sehr exaltierten Kellner. Und am Vormittag traf ich mich mit Hagen und am späten Nachmittag mit Martin, mit altbekannten Fragen, was jetzt und in Zukunft wir oder Freunde so machen. Sehr erfolgreiches Wochenende mit dem direkt am Sonntag folgenden Chorkonzert.

Nur geschlafen hab ich viel zu viel in Zügen. Sehr oft 6 Stunden zu Hause und ein bis drei Stunden in der Bahn. Auf Dauer irgendwie anstrengend, auch wenn mir die Tagesunterteilung gefällt. Manchmal ist es schwierig, sich mehrmals am Tag aufs Üben zu konzentrieren. Nach nem Tagesschlaf bin ich zuerst noch schläfrig, dann aber zum Üben meist wieder fit. Was ein gutes Stichwort ist, ich werd schläfrig und will morgen früh fit sein zum Üben vor dem Unterricht. Gute Nacht.

Dienstag, 20. November 2012

In der regel mäßig

So regelmäßig, wie ich samstags eine Frage stellen wollte, so regelmäßig kommt sie vermutlich zu spät. Wobei erwähnt sei, dass ich sie primär über den SMD-Verteiler schicke und da bislang rechtzeitig war. Vielleicht entkoppel ich auch diese beiden, da Blog-Leser und SMD-Verteiler recht unterschiedlich sind.

Und sonst? Nun, das Wochenende war erfolgreich und es gebe auch einiges zu erzählen, aber noch gibt es einige Aufgaben die Vorrang vor Blogschreiben haben…

Welches Buch würdest du Jesus gern zu lesen geben? Welchen Film würdest du gern mit Jesus sehen?

Mittwoch, 14. November 2012

…denn Hektik liegt an und was alles fängt man nicht korrekt an…

Diese Liedzeile trifft es ziemlich gut. Viel zu tun bei mangelnder Vorbereitung. Momentan komm ich wenig nur zum Üben und vorher hatte ich nicht genug im Voraus geübt. Abends bleibt manchmal ein wenig Zeit, leise während der Nachtruhe. Und morgens steh ich früh auf, und schlafe viel im Zug (wenn ich nicht Noten lese). Aber jetzt wollte ich noch die zweite Samstagsfrage nachreichen, dass vielleicht wieder etwas Regelmäßigkeit in diesen Blog kommt.

Darf kommen, was ich nicht erwarte?

Montag, 5. November 2012

Meine Tage fliehen dahin

Wo soll man anfangen, wenn man länger nix geschrieben hat? War zu viel los…

Ich dachte ja mal im September, wär schön wieder introvertierter zu leben. Spontaner Gedanke, spontane Zustimmung. Wobei der Hintergrund mir auch klar war: In den letzten Jahren hab ich mich absichtlich immer mehr mit Leuten getroffen und versucht so viel wie möglich mitzunehmen. Bin auch gern unter Menschen und das wird sich wohl nicht ändern. Aber mal wieder Zeit für ein schönes Buch haben und in seine Welt eintauchen – oder nur so die eigenen Gedanken kreisen lassen ohne den nächsten Termin im Hinterkopf – sich weder ständig zu beschäftigen noch abzulenken, das ist mir auch wichtig, nur gönne ichs mir zu wenig. Und obwohl ich das im September dachte, nahm ich mir wieder zu viel vor. Wenn man nämlich immer nur kurz zwischendurch mal Freizeit hat, will man lieber abschalten, als bewusst genießen. Und im Zug oder an der Bushaltestelle hat man zwar Zeit, aber keinen Kopf dafür. Naja. Jedenfalls ist das einer der Gedanken in letzter Zeit.

Projekt eins ist abgeschlossen. Bis auf lange und kalte Wartezeiten war nicht viel dran, wenig geübt und bekomme trotzdem Geld. Diese Woche kommen die ersten drei von nun insgesamt sieben Vorspielen. Damit kann ich mir finanziell erstmal mehr erlauben. Nächste Woche kommt noch das Projekt in Aachen. Heißt viel Zugfahren. Aber im Ensemble fühle ich mich sicher, in der ersten Probe konnte ich sehr viele falsche Töne mit dem passenden Gestus überspielen…

Ich hör grad Johannes Falks Pilgerreise. Definitiv zu empfehlen. Hab auch überlegt, ob ich ab und an Liedtexte hier einfließen lasse. Meistens kann ich mich dann aber nicht für einen entscheiden, da viele gute in meinem Kopf gespeichert sind. Da mich bei der Pilgerreise mehr Konzept und Musik begeistert als Text, fang ich mal an mit Steven Curtis Chapman, da bei ihm der Text und seine Umsetzung besser ist, als die Musik an sich.

I cannot help but ask myself:
What about the change?
What about the difference?
What about the grace?
What about forgiveness?
What about a life that’s showing, I’m undergoing the cha.a.a.a.a.a.a.a.a.a.a.a.a.a.a.a.a.a.a.a.a.ange.
(Man beachte die schöne Zweitstimme am Ende!)

You know it all comes down to this:
Do justly, love mercy
Walk humbly with your God

Take the leap of faith
So here I go […]
The river’s deep, the river’s wide, the river’s water is alive
So sink or swim, I'm diving in

Alle drei Zitate gehören zu seinen energiegeladenen Liedern und nicht selten hab ich mich schon damit aufwecken lassen, dann bleiben die Fragen den ganzen Tag im Kopf. Wenn man mal SCC mit Falk vergleicht, oder noch besser Lukas mit Falk, dann kommt in mir die Ahnung auf, dass mir der rockigere Klang von vor wenigen Jahren langfristig besser gefällt. Die Jugendjahre prägen…?

Achja, zur Akkordeonmusik kommen ähnliche Fragen hoch. Die letzten Jahre waren gut investiert, auch mit der zeitgenössischen Musik. Aber zeitgenössisch ist nicht gleich gute oder schlechte Musik, das Empfinden ist individuell vorbelastet. Nur wo will ich für mich die Grenze setzen, was ich dem Publikum serviere? Wenn mans übt, gefällt einem irgendwann jedes Stück, aber welche Qualitäten könnten universell gefallen… u.s.w.u.s.f. – Fortsetzung folgt.

Dann ein letztes, länger soll der Eintrag nicht werden. Ich hab mir vorgenommen, ab jetzt jeden Samstag eine Frage in den Raum zu werfen. Vielleicht bringts dem einen oder anderen was, oder ein Gespräch.

Welcher Aspekt deines Glaubens macht ihn für andere besonders anziehend?

Freitag, 12. Oktober 2012

Es hat mich

Das Hochschulleben hat mich wieder erwischt. Heut war ein recht anstrengender, langer Tag in Köln, da hab ich mir dieses Semester viel vorgenommen am Donnerstag. Alles freiwillige Kurse, teilweise viel Glück gehabt noch reinzurutschen, schönster Nebenerwerb: Ich darf mir dieses Semester von der Hochschule eine Bratsche ausleihen.
Viel weniger als den Alltag, der nun langsam eintritt, hat mich aber die soziale, fast schon politische Komponente. Letzte Woche war Didaktische Woche, jeder kann teilnehmen an zig Vorträgen verschiedener auch namhafter Professoren und Dozenten. Gut, um Erstis kennenzulernen. Selten auch direkt förderlich, vieles gehörtes ist eben noch nicht anwendbar. Und wer will, kann auch Credits bekommen, wenn man genügend Unterschriften sammelt für Anwesenheit. Die werden recht freizügig gegeben; als mir ne falsche Veranstaltung unterschrieben wurde, meinte unser Standortleiter: Ach, das macht gar nichts, der ist ja sowieso immer da. Tja, den Ruf hab ich schon weg. Aber solche Veranstaltungen ›muss‹ man auch nutzen, gerade abends und gerade mit Wein kommt man auch sehr gut in Gespräche mit Professoren und anderen Mitarbeitern. Nach drei guten Abenden auf der Didaktischen Woche, kam gestern gleich der nächste, ich durfte auf der Semestereröffnung für die Freunde und Förderer der Hochschule spielen. Danach noch zwei Stunden verquatscht, ich ging mit so nem Grinsen nach Hause… und einem Schwips.
Letzte Woche war mit StuPa und zwei Mensa-Partys dann auch so voll gewesen, dass mich auch noch ne Krankheit am Wochenende hatte.
Die SMD hat mich wieder als Leiter, das zweite Semester. Macht auch Spaß, nur gerade lauf ich noch nem organisatorischen Rückstand hinterher.
Das StuPa hat mich als Schriftführer, auch das Protokoll muss ich noch schreiben. Und noch Kleinkram steht an, Geburtstagsfeiern, eine Hochzeit (etwa meine 16.), Vorbereitungen für zwei Ensemble-Auftritte, drei Muggen, zwei-drei Tangos und ein komplettes Duo-Konzert in den nächsten zwei Monaten… es hat mich.

Und sonst so? Ich hab grad zum dritten Mal längerfristigen Besuch bei mir. Ein Zimmer zu zweit zu teilen, ist hierzulande ja nicht üblich, aber es geht schon. Man spricht zwangsläufig mehr miteinander, man lebt auch etwas anders. Allein die Möglichkeit beobachtet zu werden (was gar nicht stimmt), stellt einen viel bewusster vor Entscheidungen. Ich mags, aber es hat auch Schattenseiten. Üben tu ich dabei nicht gern, zumal ich in die Hochschule gehn kann. Und auf Dauer zehrt es, und man freut sich auf den Tag der Ruhe und wo in der Wohnung wieder alles nach eigenem Ermessen abläuft.
Gut zwei Wochen sollte es schon her sein, da hab ich mir Ronsdorf angeschaut. Interessant, was es zu Zinzendorfs Zeiten noch so für hochangesehene Sekten gab.

gute Nacht

Sonntag, 23. September 2012

Inmitten von Vorbereitung

Die letzte Woche war voller Vorbereitung. Ich hab mir zum Beispiel eine längere Liste gemacht, welche Veranstaltungen ich mir im nächsten Semester vorstellen könnte. In Wuppertal gibt es inzwischen kein interessantes Angebot mehr, dafür umso mehr in Köln. Also werde ich an zwei, vielleicht auch an drei Tagen nächstes Semester nach Köln fahren. Dazu möchte ich gern in Leverkusen meine Unterrichtshospitationen machen – das wird etwas viel Bahnfahren. Aber lieber erstmal zu viel, als zu wenig sich vornehmen. Pflichtveranstaltungen hab ich kaum noch, nur noch pädagogische Fächer fehlen mir. Aber da fehlt mir auch ein interessantes Angebot…

Daneben gibt es auch noch die Frage, wohin nächstes Jahr. Sehr wahrscheinlich gehts raus aus Wuppertal – mehr weiß ich aber auch nicht. Richtung Heimat oder Richtung Ausland? Großstadt oder Landleben? Studium oder Arbeiten? Auf die ersten zwei Fragen weiß ich keine Antwort. Bei der dritten schon. Vollzeit Musikschullehrer kann ich mir nicht vorstellen. Studium wie bisher auch nicht. Wenn ein Masterstudium drauf kommt, dann möchte ich lieber vielseitiger werden als noch perfekter. Und das ist leider gar nicht so leicht zu finden. Momentan spiele ich Klassik und Zeitgenössisches. Was ich mir noch vorstellen kann, wäre Romantik, Jazz, Pop und Kleinkunst. Die Reihenfolge ist mehr chronologisch, nicht nach Vorlieben, am Liebsten wäre mir eine Mischung. Und eine Möglichkeit noch mehr neben dem Studium schon aufzutreten und anzuwenden. Das spricht eher für Großstadt und weniger für ein Masterstudium. Zumindest kenne ich keine Hochschule, die momentan in die Richtung anbietet, vermutlich sollte ich aber noch ein bisschen rumfragen. Und da das Studium derzeit so vage mir erscheint, klapper ich gedanklich noch andere Möglichkeiten ab, soziale oder freiwillige oder christliche (Projekt-)Arbeit, halbzeit das eine, halbzeit Lehrer (falls die Hospitationen wieder neues Interesse wecken), halbzeit autodidaktisch auf dem Akkordeon weiterkommen… aber das waren nur kurze Gedanken keiner hat gewurzelt.

Ein paar Dinge aus der vorletzten Woche wollte ich noch erzählen, für heut zum Abschluß erstmal etwas zur Perfektion – meine eigene Position dazu überdenke ich momentan.

‘S muss im Leben nicht Perfekt sein-nur liebevoll;denn :
Liebe deckt alle Vergehen zu.

Dienstag, 18. September 2012

Auf in die letzte Spielzeit

Wunderschönen guten Morgen liebe Leser,

wobei sich mir ja die Frage stellt, wer liest noch mit? Zur Info: Der Sommer war toll, besonders einige Gespräche und der Urlaub in Würzburg und auf dem Stock. Letzte Woche kam dann noch eine smd-Schulung, wen konkreteres interessiert, der frage nach. Ich schreibe gern, aber möcht grad nicht umsonst schreiben.

Und dann noch eine Frage: Wie heißt es korrekt am Ende eines Briefes und warum? Lieber Gruß oder Lieben Gruß oder Liebem Gruß…
(Mehrzahl, Liebe Grüße, gefällt mir in letzter Zeit nicht mehr. Warum denn an mehrere?)

mfG