Freitag, 12. Oktober 2012

Es hat mich

Das Hochschulleben hat mich wieder erwischt. Heut war ein recht anstrengender, langer Tag in Köln, da hab ich mir dieses Semester viel vorgenommen am Donnerstag. Alles freiwillige Kurse, teilweise viel Glück gehabt noch reinzurutschen, schönster Nebenerwerb: Ich darf mir dieses Semester von der Hochschule eine Bratsche ausleihen.
Viel weniger als den Alltag, der nun langsam eintritt, hat mich aber die soziale, fast schon politische Komponente. Letzte Woche war Didaktische Woche, jeder kann teilnehmen an zig Vorträgen verschiedener auch namhafter Professoren und Dozenten. Gut, um Erstis kennenzulernen. Selten auch direkt förderlich, vieles gehörtes ist eben noch nicht anwendbar. Und wer will, kann auch Credits bekommen, wenn man genügend Unterschriften sammelt für Anwesenheit. Die werden recht freizügig gegeben; als mir ne falsche Veranstaltung unterschrieben wurde, meinte unser Standortleiter: Ach, das macht gar nichts, der ist ja sowieso immer da. Tja, den Ruf hab ich schon weg. Aber solche Veranstaltungen ›muss‹ man auch nutzen, gerade abends und gerade mit Wein kommt man auch sehr gut in Gespräche mit Professoren und anderen Mitarbeitern. Nach drei guten Abenden auf der Didaktischen Woche, kam gestern gleich der nächste, ich durfte auf der Semestereröffnung für die Freunde und Förderer der Hochschule spielen. Danach noch zwei Stunden verquatscht, ich ging mit so nem Grinsen nach Hause… und einem Schwips.
Letzte Woche war mit StuPa und zwei Mensa-Partys dann auch so voll gewesen, dass mich auch noch ne Krankheit am Wochenende hatte.
Die SMD hat mich wieder als Leiter, das zweite Semester. Macht auch Spaß, nur gerade lauf ich noch nem organisatorischen Rückstand hinterher.
Das StuPa hat mich als Schriftführer, auch das Protokoll muss ich noch schreiben. Und noch Kleinkram steht an, Geburtstagsfeiern, eine Hochzeit (etwa meine 16.), Vorbereitungen für zwei Ensemble-Auftritte, drei Muggen, zwei-drei Tangos und ein komplettes Duo-Konzert in den nächsten zwei Monaten… es hat mich.

Und sonst so? Ich hab grad zum dritten Mal längerfristigen Besuch bei mir. Ein Zimmer zu zweit zu teilen, ist hierzulande ja nicht üblich, aber es geht schon. Man spricht zwangsläufig mehr miteinander, man lebt auch etwas anders. Allein die Möglichkeit beobachtet zu werden (was gar nicht stimmt), stellt einen viel bewusster vor Entscheidungen. Ich mags, aber es hat auch Schattenseiten. Üben tu ich dabei nicht gern, zumal ich in die Hochschule gehn kann. Und auf Dauer zehrt es, und man freut sich auf den Tag der Ruhe und wo in der Wohnung wieder alles nach eigenem Ermessen abläuft.
Gut zwei Wochen sollte es schon her sein, da hab ich mir Ronsdorf angeschaut. Interessant, was es zu Zinzendorfs Zeiten noch so für hochangesehene Sekten gab.

gute Nacht

Sonntag, 23. September 2012

Inmitten von Vorbereitung

Die letzte Woche war voller Vorbereitung. Ich hab mir zum Beispiel eine längere Liste gemacht, welche Veranstaltungen ich mir im nächsten Semester vorstellen könnte. In Wuppertal gibt es inzwischen kein interessantes Angebot mehr, dafür umso mehr in Köln. Also werde ich an zwei, vielleicht auch an drei Tagen nächstes Semester nach Köln fahren. Dazu möchte ich gern in Leverkusen meine Unterrichtshospitationen machen – das wird etwas viel Bahnfahren. Aber lieber erstmal zu viel, als zu wenig sich vornehmen. Pflichtveranstaltungen hab ich kaum noch, nur noch pädagogische Fächer fehlen mir. Aber da fehlt mir auch ein interessantes Angebot…

Daneben gibt es auch noch die Frage, wohin nächstes Jahr. Sehr wahrscheinlich gehts raus aus Wuppertal – mehr weiß ich aber auch nicht. Richtung Heimat oder Richtung Ausland? Großstadt oder Landleben? Studium oder Arbeiten? Auf die ersten zwei Fragen weiß ich keine Antwort. Bei der dritten schon. Vollzeit Musikschullehrer kann ich mir nicht vorstellen. Studium wie bisher auch nicht. Wenn ein Masterstudium drauf kommt, dann möchte ich lieber vielseitiger werden als noch perfekter. Und das ist leider gar nicht so leicht zu finden. Momentan spiele ich Klassik und Zeitgenössisches. Was ich mir noch vorstellen kann, wäre Romantik, Jazz, Pop und Kleinkunst. Die Reihenfolge ist mehr chronologisch, nicht nach Vorlieben, am Liebsten wäre mir eine Mischung. Und eine Möglichkeit noch mehr neben dem Studium schon aufzutreten und anzuwenden. Das spricht eher für Großstadt und weniger für ein Masterstudium. Zumindest kenne ich keine Hochschule, die momentan in die Richtung anbietet, vermutlich sollte ich aber noch ein bisschen rumfragen. Und da das Studium derzeit so vage mir erscheint, klapper ich gedanklich noch andere Möglichkeiten ab, soziale oder freiwillige oder christliche (Projekt-)Arbeit, halbzeit das eine, halbzeit Lehrer (falls die Hospitationen wieder neues Interesse wecken), halbzeit autodidaktisch auf dem Akkordeon weiterkommen… aber das waren nur kurze Gedanken keiner hat gewurzelt.

Ein paar Dinge aus der vorletzten Woche wollte ich noch erzählen, für heut zum Abschluß erstmal etwas zur Perfektion – meine eigene Position dazu überdenke ich momentan.

‘S muss im Leben nicht Perfekt sein-nur liebevoll;denn :
Liebe deckt alle Vergehen zu.

Dienstag, 18. September 2012

Auf in die letzte Spielzeit

Wunderschönen guten Morgen liebe Leser,

wobei sich mir ja die Frage stellt, wer liest noch mit? Zur Info: Der Sommer war toll, besonders einige Gespräche und der Urlaub in Würzburg und auf dem Stock. Letzte Woche kam dann noch eine smd-Schulung, wen konkreteres interessiert, der frage nach. Ich schreibe gern, aber möcht grad nicht umsonst schreiben.

Und dann noch eine Frage: Wie heißt es korrekt am Ende eines Briefes und warum? Lieber Gruß oder Lieben Gruß oder Liebem Gruß…
(Mehrzahl, Liebe Grüße, gefällt mir in letzter Zeit nicht mehr. Warum denn an mehrere?)

mfG

Freitag, 13. Juli 2012

Tea And Sympathy

Mit erschreckender Regelmäßigkeit, kommt nun der nächste Post, vermutlich der letzte vorm Sommer. Mal wieder kreuz und quer, was mir einfällt.

Die letzten Wochen waren sehr locker: Hatte nach dem Wettbewerb nicht mehr so viel zu üben, und alles andere ging meist nebenbei. Die freie Zeit verging mit vielen Kleinigkeiten und auch vielem Rumsitzen und Quatschen.

Ein wenig Sightseeing hab ich wieder ins Programm aufgenommen. Noch kann ich in ganz NRW kostenlos rumfahren, aber die Zeit vergeht schnell. Im Semester nimmt man sich selten einen Tag frei, und wer weiß, wie ich nächstes Jahr dazu komme. Vorvorletzten Sonntag ging es mit Freunden zur Müngstener Brücke und Schloß Burg. Sehr schöne Wanderstrecke, nur regnete es durchgehend, sodass ich mir auch ne Erkältung einfing. Auch hab ich mir Bonn angeschaut, einmal ein wenig die Altstadt und letzten Samstag Bad Godesberg mit Burg und die Rheinaue und das Regierungsviertel. Die Rheinaue ist außergewöhnlich groß und schön, Bad Godesberg hat auch schöne Parks und auch Altstadt, aber wenig. Das Regierungsviertel, sollte man sich mal anschauen, inzwischen wird aber schon einiges umgebaut, interessant ist eher, wie klein und normal das meiste ist. Nächsten Montag gehts dann zum Arboretum, und morgen hab ich auch noch einen freien Tag, weiß aber noch nicht, wo ich hin möchte. Vermutlich irgendwas vom Ruhrpott anschauen, denn Münster, Siegen und Aachen sind doch weiter weg, und ich wär gern 18 Uhr wieder zurück.

Was voranging war meine Kammermusik mit En. am Saxophon. Wollen möglichst im Herbst ein Konzert spielen und haben auch beim Klassenabend wieder ne Viertelstunde gespielt.

Zum Konzert noch eine nette Geschichte: Vor ein paar Wochen in Konzertgestaltung sollten wir ein fiktives Programm moderieren. Kurz bevor ich zu Hause los bin, hab ich für mein Programm mir Lebensdaten der Komponisten geholt, falls ich dran komme. Dann kamen erstmal zwei andere dran, aber es war noch etwas Zeit am Ende der Stunde. Da aber sich keiner vorbereitet hatte, ging ich vor, und moderierte halb aus dem Stegreif, d.h. ich hatte mir es vorher durchdacht, aber nicht aufgeschrieben und auch nicht einmal vorgesprochen. Fühlte mich also unwohl und recht unruhig, bekam aber das Feedback, dass es souverän und ruhig war. Nun beim Konzert sollten wir wieder moderieren. Und diesmal vergaß ich es, bis mein Lehrer mich beim Anspielen vor dem Konzert dran erinnerte. Also setzte ich mich rein ins Konzert und überlegte während der ersten Hälfte, was ich sagen würde. Wieder merkte man mir wohl nicht an, wie wenig vorbereitet es war. Leider kann man so zwar nicht viel über die Komponisten sagen, aber wie sagte so schön unser Prof, das kann man bei wikipedia nachlesen, die Leute wollen ja nicht belehrt werden. Und so spricht man nur über das Stück, und was man selber damit verbindet, auf was eventuell die Zuhörer achten sollten, und welches Konzept hinterm Konzertprogramm steckt. Schön, wenn das so relativ stressfrei funktioniert.

Einige Abschlussprüfungen habe ich mir auch anhören können. Darunter drei mal Cello und eine Blockflöte am selben Tag, einmal Gesang, einmal Geige, zweimal Schlagzeug. Selber hatte ich auch zwei Prüfungen in Satztechniken des 20. Jh. und in Gehörbildung. Dabei durften wir bei Gehörbildung auch Instrumente verwenden, um die Musik herauszuschreiben, da ja später im Beruf man die gleiche Möglichkeit hat. Find ich nicht so gut, denn wenn man ohne Instrument sich keine Melodie vergegenwärtigen kann, kann mans im Konzert auch nicht. Und verkehrt kanns nicht sein, das Schwerere zu erlernen. So wie die Prüfung war, hilfts mir dagegen, und obwohl ich nicht sonderlich gut höre, habe ich eine eins bekommen.

Gestern hatte ich noch eine Mugge. War für mich ein Novum, da es auf einer Beerdigung war und ich im Stehen spielen musste. Im Stehen spielen muss ich noch etwas üben, gefallen hat es trotzdem.

Das wär soweit das wichtigste. In einer Woche bin ich in der Heimat, da sieht man sich hoffentlich wieder. Schönen Sommer!

Sonntag, 17. Juni 2012

Hier liege ich, ich kann nicht anders.

Schaun mer mal, was aus der ToDo-Liste vom letzten Mal geworden ist:

Ein Wettbewerb (DAM) fand statt und war sehr gut, für den anderen hab ich mich nicht qualifizieren können. Hatte auch wenig Mühe in das Video gesteckt, da ich nicht dachte, dass danach schon ernsthaft aussortiert wird.
Vor allem Kammermusik hab ich viel geübt und das geht noch mind. eine Woche weiter, am 25. ist Klassenabend und wir wollen noch ein neues Stück dazu vorstellen, was wir nicht letzte Woche zum DAM spielten.
Hebräisch hab ich anfangs sehr fix aufgeholt und dann aussetzen müssen für den Wettbewerb. Nun wollte ich für den Sommer erstmal wieder mit tschechisch anfangen, aber eigentlich darf ich auch bei hebräisch keine zu große Pause machen, was einmal liegen bleibt, liegt lange. Mal sehn.
Die SMD Bibelarbeiten gingen alle recht gut von der Hand, momentan machens andere, da werden aber im nächsten Monat noch ein paar auf mich drauf zu kommen.
Reisungen und Übernachtungen sind alle durch, jetzt gehts an die Sommerplanung. Will öfter in Wuppertal sein als die letzten zwei Sommer, da aber die Fahrtkosten recht hoch sind, sollte es gut geplant sein. Vermutlich siehts etwa so aus: Mitte Juli gen Heimat, Anfang August kurz in Wuppertal, Ende August für mind. anderthalb Wochen, September mind. drei von vier Wochen in der Heimat. Ob ich auf Freizeiten, Urlaub fahre, weiß ich noch nicht. Hab grad nicht das Gefühl, ich brauchte es unbedingt (werd ich alt? ach ne, war schon immer so).
Bei der geistlichen Literatur bin ich wenig vorangekommen.

Zum DAM noch: Das Wochenende war super. Am Freitag hab ich mir vor allem Kat. 5 angehört. Netterweise kommen bei mir sofort Urlaubsgefühle auf bei so viel Akkordeonmusik, langjährige Prägung. Auch verschiedene alte Bekannte zu treffen war sehr gut. Meine beiden Auftritte am Samstag waren recht gut, hatten aber auch beide noch etwas Luft nach oben. Nichtsdestotrotz macht Auftreten Spaß und egal was schief ging, kann ich (bzw. können wir) trotzdem schön viel präsentieren. Am Sonntag war dann etwas die Luft raus, aber nach einer langwierigen Abschlussveranstaltung hat sich meine kleine Sightseeingtour in Bruchsal echt noch gelohnt. Hübsches Städtchen.

Tja, und dann waren noch StuPa-Sitzung + ne Kommission, SMD-Leiter- + Regio-Treffen letzte Woche. Im Mai auch ein intern. Kochabend, ein interessanter Abend zu Günther Wand, mehrere Konzerte, da konnt ich vom djo gespielt mal ne Mahler-Symphonie mir anhören. Wen mehr interessiert, sollte nachfragen, ansonsten kommt vielleicht in nem Monat der nächste Eintrag…?

Montag, 7. Mai 2012

Intensiv

Hab grad Lust n bisschen was zu schreiben. Die letzten zwei Wochen waren intensiv, aber nicht so gut wie die Wochen davor. Das einzig bemerkenswerte war wie viele Stunden ich Snooker geschaut habe, ohne anderes zu sehr zu vernachlässigen oder zu unaufmerksam zuzuschauen. Zwischendurch wars echt ungesund viel, nach anderthalb Wochen hatte ich mich dann daran gewöhnt. Heut abend hat die WM geendet, sehr zurecht hat Ronnie gewonnen, noch nie bisher hat er so lange seine labile Psyche so fest kontrolliert.

Nun hab ich wieder eine schöne ToDo-Liste: zwei Wettbewerbe im Juni, dafür Solo- und Kammermusikliteratur zu üben, hebräisch aufholen, für die SMD Andachten/Bibelarbeiten vorbereiten, Reisen und Übernachtungen buchen, bisschen geistliche Literatur und so. Schrecklich viel Kleinzeug ist liegengeblieben, gut anhand meines realen und virtuellen Schreibtisches zu sehen. Wie wärs z.B. mit Karten der Grafschaften Englands, Irlands und Schottland? Noch ein wenig einprägen oder aufräumen, gleich wegschmeißen? Oder den zwei Streckenplänen der tschechischen Eisenbahn? (In dem Fall nur aufräumen, nicht wegschmeißen)

Falls ihr auch noch an der weiteren Vergangenheit interessiert seid, da hatte ich schon mal einen Eintrag angefangen. Schittebön:

Bin seit Ende Mai wieder in Wuppertal. Kam ne Woche vor der Generalprobe für Gent. Die Generalprobe war ein Konzert von Kr. und mir in der Hochschule, moderiert und ziemlich lang mit anderthalb Stunden reiner Spielzeit. War anstrengend für die Zuhörer, aber gut besucht und gut gelaufen. Das war am Montag vor Ostern, am Donnerstag nach Ostern fuhren wir nun nach Gent. Dort war ein internationaler Wettbewerb ausgeschrieben. Netterweise kam auch unser Lehrer am Freitag nach und hörte sich unsere Wertungsspiele an. Mit meinem war ich relativ zufrieden, teilweise ist es besser gelaufen als es zu erhoffen war, teilweise empfand ichs nicht als überzeugend genug und fehlte mir am Ende ein bisschen Durchhaltevermögen. Trotzdem bekam ich sehr positive Resonanz, genauso wie Kr., der auch sehr gut spielte, aber selbst wieder einmal unzufrieden war. Nachdem ich langsam davon überzeugt war, dass ich auch ernsthaft in der zweiten Runde sein könnte, kam aber am Abend raus, dass ich doch nicht weiter bin, dafür Kr. Der machte am nächsten Tag auch den vierten Platz, ich war trotzdem zufrieden, da Teilnehmer und Juroren noch länger da blieben und die Gespräche gute Anregungen gaben. Außerdem konnte ich so Gent sehen, sehenswert!
Der Wettbewerb war bis jetzt prägend, schließlich übte ich außer an Ostern drei Wochen auf ihn hin, und auch die letzte Woche ist gut erklärlich, wenn man das Loch nach einem Wettbewerb kennt.
Die Zeit davor in der Heimat war sehr gut für mich, die Messlatte für gute Tage liegt wieder etwas höher. Auch war längst nicht alles nur üben, einige Gottesdienste nahm ich zu Ostern mit, letztes Wochenende war ich auch mit der SMD unterwegs. Trafen uns mit Aachern und hatten viel Zeit für Gemeinschaft und zum Rauskommen aus dem Alltag.

Nach dem hier letzten Wochenende, waren noch zwei dazwischen, recht unbedeutende, mit Seminaren in der Hochschule gefüllt. Nix da mehr, was noch lohnt zu erzählen, also auf ein nächstes Mal.

Mittwoch, 8. Februar 2012

Abwechslungsreich

Schade. Dass wieder so ne lange Zeit verstrichen ist. Auch mein Tagebuch hängt ziemlich hinterher. Aber es gibt genug anderes, und wenn ich faul sein will, dann richtig. Zumindest passierte mir das die letzte Woche von Dienstag bis Donnerstag. Typische Angelegenheit nach dem Klassenabend, der am Montag war. Hatte mir also die Faulheit gewissermaßen verdient, die Sonate von Kalevi Aho war durchaus gut abgeliefert (wer sich für den Komponisten interessiert sollte diesen Text lesen). Am Freitag gings dann wieder los mit Üben, vorallem mit Kammermusik, seit heute steh ich wieder voll im Soloprogramm. Den Freitag und Samstag versüßte mir die „Vif“ aus dem Werk „Scaramouche“ von Darius Milhaud. Es gibt verschiedene Versionen davon, ich spiel aus dem Klavierauszug für Orchester und Solosaxophon. Die Orchesterfassungen auf youTube gefielen mir überhaupt nicht, die (originale) Klavierfasung ist aber durchaus hörenswert. Nur der dritte Satz „Brazileira“ gefällt mir nicht so gut mit zwei Klavieren.

Ich war in letzter Zeit zu einer Reihe von guten Konzerten. Vor zwei Wochen fings an, die Celloklasse spielte moderne Werke. Danach kamen noch ein gutes Dutzend Studenten mit ins Café, und auch die Professorin. Ihr Konzept, dass jeder Student zumindest ein oder zwei moderne Werke spielen muss im Studium, ging auf, denn manche spielten mit einem ganz anderen Ausdruck, den sie sich bei Klassischem nicht trauen würden. Auch interessant war, dass sie überzeugte Frankfurterin ist, und trotzdem Wuppertal ungemein reizvoll findet, da die Stadt mehr Charakter hätte als manch andere. Am Freitag darauf war eines der besten Konzerte bislang an der Hochschule, wieder moderne Musik, diesmal alles aus Amerika, aber mit wechselnder Besetzung und mit einer sehr abwechslungsreichen Stilvielfalt. Danach war ich ziemlich aufgedreht, half noch mit beim Abbauen und ging anschließend wieder ins Café und noch Feiern. Die Nacht war sehr kurz, der Morgen verkatert, aber glücklich. An dem Samstag war ich durchweg beschäftigt, morgens Wäsche waschen, dann Soundcheck mit Probe in Remscheid, zurück zur Hochschule, einspielen und Generalprobe für den Klassenabend, wieder zurück nach Remscheid und da trommelte und sang ich in ner kleinen Band für ein Lied, anschließend feierten wir noch in einen Geburtstag hinein. Am Sonntag brauchte ich dann meinen Mittagsschlaf, bevors ins Museum ging zu einer Sisley-Ausstellung, sehenswert! Am Montag übte ich vier Stunden vor dem Klassenabend, ein Unding, normalerweise ruht man sich mehr aus, aber die Generalprobe war ja leicht danebengegangen. Nach dem Klassenabend gingen wir wieder ins Café, war ne sehr schöne Runde, die Öffnungszeiten wurden leicht gedehnt, aber die Stimmung und die Freundschaft wird in unserer Akkordeonklasse immer besser seit etwa anderthalb Jahren. Nach den faulen Tagen kam dann auch noch am Freitag ein Konzert der Mandolinenklasse, gut, wenngleich nicht so klasse wie die ersten Konzerte, aber hab ich schon erwähnt, dass wir danach ins Café gingen? Wie viel hat das eigentlich an mir verdient in letzter Zeit… Zumindest vorgestern dann gingen wir nicht ins Café nach dem Konzert vom Mallet-Ensemble, da gingen wir in eine andere Kneipe. Und das obwohl ich im Konzert schon müder wurde, danach war ich umso wacher.

Hmm… warum schreib ich das alles, will ich wirklich in so einem Licht dastehen? Jo. Denn die Gespräche dazu waren sehr gut, nur gehts in diesem Blog nicht zu sehr um andere Personen. Und um das Bild zu komplettieren: Heut morgen ging mein Wecker nicht und ich hab glatt bis halb 1 durchgeschlafen, passiert mir normalerweise nicht. Musste auch ne Sitzung deswegen absagen, hab dafür ein Diplomkonzert mir anhören können. Noch ein paar lose Gedanken:

Geduld lehrt uns nicht bis zum Tod auf unser Glück zu warten, sondern dem Unerwarteten Raum zu geben.
Ich bin nicht bestechlich, außer durch Ehrlichkeit. Aber auch wenns mir gefiel, ist es eigentlich nicht korrekt, es überspitzt nur, wie sehr es mich freut, wenn andere offener als erwartet sind.
Manchmal bewegt man ein Gespräch immer wieder hin und her, manche Fetzen haben auch nach Jahren noch einen Nachhall in meinem Kopf. Das finde ich wirklich faszinierend.
Ich bin kreativ! Und kanns eindeutig beweisen an der Art, wie ich meine Zeit vertrödel! (Der ist schon älter, passt aber gerade wieder.)
Kennt jemand einen guten Bibelleseplan? Soweit ich welche gefunden habe, gibts nur 3 Ordnungen: Entweder von vorn nach hinten nur halt in Tagesportionen eingeteilt. Oder nach chronologischer Anordnung. Oder nach Textart, bspw. Montag ein Brief, Dienstag ein Gesetzestext, Mittwoch ein Psalm, usw. Was ich suche wäre eher eine thematische Anordnung nach Querverweisen. Oder ich bastel mal selber einen.

Und der Vollständigkeit halber: Natürlich war ich nicht nur in Hochschulkreisen unterwegs. Auch ein paar gute Abende unter Christen waren dazwischen (und mitunter doppelt so ehrlich wie die anderen). Ab nächstem Semester bin ich dann auch einer von drei SMD-Leitern hier. Das wird ein Spaß. Jetzt hab ichs aber ausgereizt mit Schreiben, ick wünsche eine gute Nacht.