Es ist Sonntag. Und eigentlich mal genug Zeit, um nochmal kurz die Woche zusammenzufassen. Die Hauptsache war eine Wohnung zu finden, möglichst nah an der Hochschule und möglichst billig. Nun stehen hier in Wuppertal einige Wohnungen auch leer, deswegen ist es eigentlich nicht so schwer eine billige Wohnung zu finden, eher schon eine billige, die gut in Ordnung ist. Was wirklich schwierig war, das Abschätzen wie gut man mit einem Akkordeon auf dem Rücken die Hochschule erreichen kann. Nun, wenn alles so klappt, wie ichs mir vorstelle, dann zieh ich morgen in eine Wohnung in der Westkotter Straße 31, 42275 Wuppertal ein, wenn… zum Glück hab ich Alternativen. Ich will nur nicht bis Dienstag warten müssen, weil dann fehlt mir wieder eine Übernachtung, die erste Woche hab ich bei verschiedenen Kommilitonen übernachtet, was herausfordernd aber schön war. D.h. herausfordernd war vorallem Freitagabend, wo ich 20 nach 8 endlich wußte, dass ich doch noch eine Nacht bei To. schlafen kann, 2 min. nach dem ich schon sicherheitshalber bei Plan B angerufen habe… Freitagabend war übrigens das erste Konzert in der Hochschule mit dem Salonensemble. Auch wenns nich unbedingt jedermanns Geschmack ist, und ich mir eher andere Musik zu Hause anhöre, auf der Bühne waren sie großartig! Vor allem die drei Sänger, aber auch die Musiker beim Spielen, haben sehr gut geschauspielert zur Musik, auch die Lichttechnik des neuen Saales wurde gut miteinbezogen. Höhepunkt war z.B. die Sängerin, die so gut ihren Schwips schauspielerte, dass sie sich in der Pause draußen aufregte, warum sie sich ausversehn den Sekt übers Kleid geschüttet hat, ohne es zu bemerken… Dabei hab ich dann auch bemerkt, dass unsere nette Dame im Studiensekretariat ja gleich 2 Kinder an der Hochschule hat, die ich beide schon kenne. Bei dieser bin ich dann auch mitgefahren zur Bar des Abends, wo wir noch lange gesessen haben und ich ein paar mehr Interna mitbekommen habe. Mal schaun, ob ich die Namen noch kenne: Ka., A-K., Ma., Ar., Ga., He., Ra., To., Sa., Is., Ma., mist, da fehlen mir wieder zwei. Wieso lest ihr euch das eigentlich durch? Achja, ich sollte mal mit interessanten Dingen weitermachen. Und nicht Sonntag schreiben, da hab ich ja die Zeit zu schreiben, solange mir was einfällt.
Es regnet hier unwahrscheinlich viel. Find ich eigentlich schön, ist aber wirklich erstaunlich, wie lange ein Himmel bedeckt sein kann.
Gestern dann bin ich mit To. früh zu So. gefahren, um ihr beim Umzug zu helfen. War sehr lustig, Jo. war etwas unausgeschlafen und unwillig, mir hats natürlich Freude gemacht. Einmal aus dem 2. Stock runter und dann in den 4. Stock rauf, fertig waren wir um 1, was wirklich flott war. Und als wir danach rumstanden, fiel mir plötzlich ein, ich könnt ja fragen, ob ich die nächsten beiden Tage in der alten Wohnung übernachten kann, wäre das schonmal bis Montag geklärt. So. hatte auch nix dagegen, weswegen ich jetzt in ebendieser Wohnung liege… hausen würde es auch richtig treffen. Netterweise hat auch irgendein Nachbar offenes WLAN, ich hoffe mal, mein Laptop fängt sich da nix ein.
Tja, die Woche war ziemlich interessant, auch um sich selbst wieder besser kennenzulernen. Wobei ich eigentlich schonmal im Frühling eine gute Übung hatte mit einer Woche allein im Auto übernachten. Einerseits bin ich wohl genügsam, Weißbrot mit Käse kann so lecker sein, wenn man sich nur aufs Essen freut. Auch brauche ich sonst meist nicht viel, um mich am Leben zu freuen. Andererseits war ich gestern abend auch ganz schön erschöpft und das erste Mal kam etwas Heimweh durch, auch wenn ich weiß, dass ich solche Abende auch zu Hause hatte. Was macht man, wenn man nix mehr vor hat? Wenn man nicht müde ist, kein Hunger hat, kein Fernsehen, kein Computer, der einen beschäftigt, keine Freunde, die heut abend Zeit haben und nicht mal Gedanken, die einen weiterbringen? Ohne Ziel können Gedanken nämlich ziemlich schwer werden, der Missmut kann einen ergreifen oder die sogenannte Vergnügungssucht. Nun, es gibt einige Möglichkeiten an so einem Abend, aber da will ich nix vorweggreifen, wenn ihr Gedanken dazu habt, könnt ihr sie gerne in den Kommentaren posten, meine Gedanken landeten gestern später abends in meinem Rechner, wo sie wohl auch verweilen werden.
Nun, ich denk das reicht nun wirklich, erwartet bloß nicht, dass ich so häufig schreibe, wobei es mir ja zuzutrauen wäre. Wenn ich in meine eigene Wohnung komme, wird wahrscheinlich auch kein Internet mit dabei sein, ich weiß auch nicht, ob ich dann noch versuche dafür einen Vertrag zu bekommen oder ob ich nur ab und zu in Internetcafes online gehe… mal schaun. schönen Sonntag noch!
Sonntag, 11. Oktober 2009
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kaum hab ich fertig geschrieben, schüttet es schon wieder wie blöde... also hörbar.
AntwortenLöschenIch find es erstaunlich, dass in eurer Provinz-Universität nicht nur das Personal gekürzt wird, sondern auch die Namenslängen deiner werten Mitstudenten auf 2 Buchstaben und einen Punkt reduziert werden. Naja, dann musst du dir wenigstens nicht mehr so viel merken ;)
AntwortenLöschenda ich mich hier manchmal in einer aehnlich situation befinde ein paar tips:
AntwortenLöschenbuecher lesen (nimmt zeit in anspruch und gibt neuen stoff zum nachdenken), musik machen (nun gut, dass machst du sowieso den ganzen tag - also evtl. streichen), spazieren gehen und die nachbarschaft erkunden + Leute beobachten :D
ob dir die tips gefallen, weiss ich nich, aber dass ist was ich mache... vllt. faellt mir spaeter mehr ein
Hey Clemens!
AntwortenLöschenDanke fuer deinen Kommentar!
Es war Balsam fuer meine Seele, da ich schon kurz davor stand mit dem Blog aufzuhoeren, weil ich kein Feedback bekomme...allerdings: wenn ich ihn nicht schreibe, weiss ich auch nicht mehr, was ich in der Zeit gemacht habe ^^
Gibt's denn in Wuppertal keine Kultur?
Ansonsten kannst du dich doch einfach als Strassenmusikant auf einen Platz setzen, wenn du gar keine Beschaeftigung mehr weisst ^^
Viel Spass dabei!
Ich geh jetzt meinen angeblich schachspielenden Opa besuchen.
Liebe Gruesse aus Warszawa
Anne
Ja, ich schreibe auch eher gegen das Vergessen.
AntwortenLöschenAber zu meiner Frage: ja, sicher, man kann sich immer allein beschäftigen, ich find auch sehr wichtig das zu lernen. Aber nehmt mal an, eure Gedanken sind richtig aufgewühlt und unruhig, ohne ein konkretes Thema. Da kann man sich schlecht auf ein Buch oder Musik konzentrieren, obwohl es einen da herausbringt, wenn mans macht. Auch andere Kultur ist eine sinnvolle Beschäftigung, aber, ach ich weiß grad nich, wie ichs verständlich erklären soll, wohl mein Hauptproblem. Was mir auffiel: Alles ohne Ziel oder Sinn kann einen verängstigen. Und wenn sich das dann im eigenen Kopf abspielt, braucht es Kraft, Gedanken auszuhalten ohne sich gleich beschäftigen und ablenken zu wollen. Das kommt etwa an meine Situation ran.
ich versteh dich... zum glück hab ich ein Laptop, wenn meine gedanken verrückt spielen und ich mich nicht auf ein was konzentrieren kann... aber sonst versteh ich dich, das ist schwer... gibts da kein Wald/Freibad??
AntwortenLöschennaja, Wald schon, Freibad nicht. Außerdem war es abends und ich war so fertig, dass ich nicht mehr rumlaufen wollte. Schlussendlich legte es sich dann auch, als ich die Gedanken aufm Laptop schrieb. Aber ich fand diese Zeit davor sehr einprägsam.
AntwortenLöschenAber Clemens, wenn es dir zu langweilig wird in Wuppertal, dann komm doch mal nach Warschau...du bist herzlich eingeladen.
AntwortenLöschenWarst du schon mal in Warschau?
also wenn ich morgen noch die Namensschilder ausgewechselt habe, könnt ihr mir dann die Post schicken. Der Post lässt auch noch etwas auf sich warten, am Wochenende werde ich mir Zeit nehmen. Wenn zu Hause kein Internet liegt, dauert alles etwas länger.
AntwortenLöschenWarschau muss ich auch nochmal besuchen, nur wahrscheinlich nicht dieses Jahr, dafür bin ich momentan zu sehr in meinem Studium eingespannt.