Samstag, 19. Dezember 2009

The end is here...

Die (vor-)letzte Woche war voll. Voll mit Konzerten und Vorspielen. Da war am Montag ein Klavier mit Kammermusik-Konzert, wie erwartet gut. Ich glaub danach waren wir noch im Brauhaus. Dann gings Dienstag weiter mit der Geigenklasse, gut bis sehr gut gespielt, aber mit wenig Bühnenpräsenz oder genauer: -bewußtsein. Am Mittwoch waren dann vorallem kammermusikalische Besetzungen dran, auch schön gewesen, ich schätze daran vorallem die neuen Namen und das Zuordnen der Gesichter zu Instrumenten, was für Musik gespielt wurde, vergesse auch ich relativ schnell. Es fehlte der rote Faden, da kein Profs organisierte, sondern jeder, der wollte, vorspielen konnte. Donnerstag dann klasseninternes Schlagzeugvorspiel, nach der Hälfte musste ich zu Musikgeschichte. Abends dann Vortrag der Klassen Sprecherziehung, Tanz/ Szenisches Spiel, BodyPercussion, die ersten beiden Kurse muss jeder belegen, der den Bachelor of Music in Education studiert. Der Abend war sehr belustigend, ein großer Teil war Nonsens-Gedichte, es ging halt mehr um Sprechweise als um Thema. Bzw. beim anderen Kurs wurde gar nicht gesprochen, sondern zur Musik Szenen dargestellt, welche ebenso zusammenhangslos waren. Aber nett, wenn 10 Kommilitonen einen Wald darstellen, mit Bäumen, Gras, Reh, Jäger und so... oder aber eine Riesenkrake... oder ein Gedicht über puppende Puppen gemeinsam vortragen. Danach gings noch ins Moritz was den Abend abrundete. Am nächsten Nachmittag war ein Vortrag der Gesangsklassen über Shakespeare und andere Liebesgedichte, teilweise in den ursprünglichen Formen, teilweise in moderner Sprache, der Mix war urkomisch. Abends noch ein Vorspiel der Gitarrenklasse, mir gefiel besonders der Kommentar des Profs zum Ersti, „Na Ph.! So hab ich dich ja noch nie spielen gehört!“ Tja, der Abend war wie der vorherige auch so gegen halb 12 vorbei, ein Zeitpunkt an dem ich wieder wach werde, nur diesmal hatte ich noch jemanden um 2 Stunden noch durch Wuppertal ziehen zu können, das erste Mal, dass ich mich wie zu Hause fühlte. Der nächste Tag war dann ziemlich konträr, mein einziges Gespräch war mit einer Verkäuferin... und mir selbst natürlich, dafür ein einzigartiges Snooker-Match gesehen. Am Sonntag war ich dann spontan in den Barmer Anlagen, wunderschöne Sicht über Barmen, sehr kalt, gute Wanderwege und eine liebenswürdige, alte Frau getroffen, auch ein außergewöhnlicher Tag.
Diese Woche Montag war wie immer voll, über Dienstag schrieb ich schon das Wichtigste. Am Mittwoch war dann ein freudiger Tag, ich kam mir selbst merkwürdig vor bei all den Gedanken in meinem Hirn. Z.B. überlegte ich beim Abendbrot, ob mit entsprechender Vorstellungskraft ich es schaffe, bei jedem Biss mir eine andere der Formaggi-Käsesorten vorzustellen. Dadurch wird das Essen doch gleich leckerer... Außerdem hat es geschneit, nachts blieb auch ganz bissel liegen; der Hausmeister war da; und abends gab es ein schönes Kammermusik-Konzert, aber auch alte Musik kann sehr ähnlich sein, sodass man sich an die Themen schon nach kürzester Zeit nicht mehr erinnert. Am Donnerstag dann ein letztes Mal Musikgeschichte beim Lutz-Werner, wens interessiert, dem zeig ich gerne mal eine kleine Zitatesammlung, sehr erheiternd. Abends war Groove-Jazz dran, eigentlich nicht konzertant eher was für die Lounge. Und am letzten Abend war dann ein Posaunenkonzert und nachher gabs noch Balkanmusik vom Royal Street Orchester, wo auch zwei Kommilitonen mitspielen, richtig guter Abschluss. Das Ganze ging berechtigterweise bis nach Mitternacht, für mich hieß das dann nicht mehr zu schlafen, bis ich nun seit halb 4 Zug fahre, die meiste Zeit versuche zu dösen, aber jetzt funktionierts definitiv nicht mehr. Aber egal, ich freu mich so auf die Begegnungen heute, dass ich meinen Körper bestimmt überzeugen kann, dass er keinen Schlaf benötigt.
Tja, was nehm mer mit aus Wuppertal? Einiges zu üben über Weihnachten, einige gute Bekanntschaften auf die ich mich im Januar auch wieder freue, Erfahrungen im Haushalt und mitm Singleleben, wovon ich nicht alle schätze, aber auch einiges draus gelernt habe. Vorfreude auf zu Hause, wos kälter ist und noch mehr Schnee liegt, auch wenn Wuppertal schon meine Erwartungen übertroffen hat. Der Blog geht jetzt in seine Weihnachtspause, es geht Mitte Januar weiter, bis dahin... (könntet ihr euch durchlesen, was ihr im Alltag nicht geschafft haben und kommentieren, wos denn mal sinnvoll wäre) ... bis dahin guten Schlaf.

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