Später emigrierte Zuckmayer in die USA um dem Krieg zu entkommen. Da er dort aber als Literat keinen Erfolg hatte und raus aus den Städten wollte, wurde er bis zum Ende des Krieges Bauer in Vermont mit kleinen Feldern, viel Wald und vorallem genügend Vieh um sich gerade so übers Wasser halten zu können.
„[…] ich konnte mit Tieren umgehen, vom ersten Farmtag an, als hätte ich nie etwas anderes getan. Was ich nicht liebte, war das Schlachten des Geflügels, doch es gehörte zu meinen unumgänglichen Pflichten – manchmal sogar in großer Anzahl, zum Verkauf. Ich gab unseren Schlachthähnen häßliche Namen, um mir die Sache seelisch zu erleichtern, wir hatten Ribbentrops, mehrere Himmlers, zwei Brüder Goebbels (Paul und Joseph), aber ich hätte auch diese nicht gern selbst geschlachtet.“ (S. 587)
Dienstag, 15. Juni 2010
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen