Donnerstag, 27. Mai 2010

Zuckmayer (4)

„Es kam Paul Hindemith […] Auf den Schultern schleppten wir den kleinen, immer lach- und scherzbereiten Musikanten – er liebte sich so zu nennen – durch die Stadt, zu unserem Stammlokal […] In der Ecke stand ein wackliges Piano, auf dem das ›Paulche‹ Hindemith uns nachts mit dem Seehundsklavier bekannt machte: die flachen Hände wie Flossen benutzend, ohne einzelne Tasten anzuschlagen, brachte er köstliche Parodien auf gängige Musikwerke zustande, wobei er selbst wie ein dressierter Seehund aussah. Liszt, Chopin und Wagner, mit Seehundsflossen gespielt, gewannen entschieden an Humor.“ (S. 341)

1 Kommentar:

  1. Das Zitat habe ich gestern auf einer CD gelesen, auf der auch „Hindemiths Ouvertüre zum Fliegenden Holländer wie sie eine schlechte Kurkapelle morgens um 7 am Brunnen vom Blatt spielt“ drauf ist. Total komisch.

    http://www.youtube.com/watch?v=BrV1DiQznHk

    Natürlich muss man vorher das Original kennen.

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