Was mich überraschte, war, wie früh in der Weimarer Republik sich schon ihr späteres Ende abzeichnete.
„In diese Zeit fiel ein Ereignis, das uns alle aufs tiefste betraf. Am 24. Juni 1922 wurde in Berlin der deutsche Außenminister Walther Rahtenau ermordet, […] er wurde ermordet, weil er Jude war.“ (S. 351)
„Zum ersten Mal hörten wir jene ›Sprech-Chöre‹, von denen später, als Hitlers braune Banden die ›nationale Erhebung‹ inszenierten, die deutschen Städte widerhallten:
»Verreckt ist Walther Rathenau,
Die gottverdammte Judensau« “ (S. 352)
Donnerstag, 27. Mai 2010
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